Hat meine Festplatte ihre irdische Bahn beschlossen?

WilliamShakespeare

Schraubenverwechsler(in)
Hallo,

heute morgen begrüßte mich mein Notebook mit einem seltsamen Geräusch (eine Abfolge im Halbsekundentakt von beep-beep-beep-beep-beep-beep-beep-beep-beep; danach Stille) und der Meldung: "Mediatest failure, check cable."

Festplatte ausgebaut -> per Dockingstation an anderes Notebook angeschlossen. Dasselbe Geräusch. Festplatte wird anscheinend nicht erkannt.

Gibt es noch irgendeinen Hoffnungsschimmer? Oder ist das Teil wahrscheinlich defekt?

Die Festplatte ist anscheinend eine "Seagate Momentus SpinPoint M8 ST1000LM024, 1000 GB , 5400 U/Min". Das Notebook ist ein Lenovo B580.
 
Die Platte hat sich wie es aussieht ins Nirwana verabschiedet. Wenn brav alles so gemacht wurde wie es sein sollte ists kein Problem: Neue Platte rein, Backup aufspielen, fertig.

Wenn noch irgendwelche Daten von der alten gerettet werden müssen kann mans mit etwas VooDoo probieren (die Platte tiefkühlen beispielsweise, manche Platten lassen sich da nochmal zu einem kurzen Betrieb überreden) oder muss eben in die Geldbörse greifen und die Daten von einem professionellen Dienstleister retten lassen (was bei dieser Art von Fehler normalerweise kein großes Problem für diese Firmen darstellt, es ist eben nur teuer).
 
oder muss eben in die Geldbörse greifen und die Daten von einem professionellen Dienstleister retten lassen (was bei dieser Art von Fehler normalerweise kein großes Problem für diese Firmen darstellt, es ist eben nur teuer).

Kann man pauschal sagen, was teuer ungefähr heißen würde? Mehr oder weniger als ein Tausender? Sehe gerade, dass es in Hamburg das gibt:

Datenrettung | Daten wiederherstellen | Acato | Hamburg | Recovery | Analyse Festplatten | Handy | USB | RAID | Flash | SSD

Ist leider ein dummer Fall von Uni-Arbeit länger nicht gesichert...
 
Wie teuer eine Rettung ist ist stark davon abhängig, was an der Platte denn kaputt ist.

Wenn nr die Elektronik einen weg hat und der Datenretter nur die Platine tauscht und die Platte ausliest ists "günstiger".
Wenn tatsächlich was schlimmeres kaputt ist und der Datenretter beispielsweise den Motor/die Laufwerksmechanik tauschen muss (was prinzipiell in einem Reinraum geschehen muss und absolute präzisionsarbeit ist) kann es schnell sehr viel teurer werden.

Normalerweise schickt man die Platte ein (der Marktführer ist Datenrettung von allen Medien & Systemen | Kroll Ontrack) und der Dienstleister untersucht die Platte und schreibt ein Angebot was die Rettung in diesem speziellen Fall kosten würde wenn bekannt ist was kaputt ist. Die Untersuchung kostet 107€, was die rettung selbst zusätzlich kostet ist wie gesagt vom Defekt abhängig und liegt ganz grob zwischen 100 und 1000€.

Man kann auch einen "Festpreis" buchen wo alles mit drin ist, kostet 600€ (Economy Service für Einzelfestplatten | Kroll Ontrack).

Insgesamt ist das Lehrgeld für das Versäumen eines Backups sehr hoch (und nebenbei gibts keine Garantie dafür dass eine Datenrettung auch erfolgreich sein muss...).
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück