No offense, aber da haben die vielen Leute,
die innerhalb weniger Jahre bereit waren, vierstellige Summen in GPUs zu investieren (mittlerweile näherungsweise selbst für die Mittelklasse), letztens im Zweifel mehr "Schaden" angerichtet als Steam. Wenn man es so nennen will.

Da gibts nämlich bislang absolut
keine "Vorteile" für irgendwen -- sondern nur Nachteile. Jetzt auch noch mit AI on top, was Consumer-GPUs samt deren Nutzern noch mal schlechter stellt, mit bislang stetig steigender Tendenz.
Das mag sein, der Punkt ist, das so ein Whataboutism nur Sinn ergibt, wenn es um Strafzumessung geht (X hat etwas schlimmeres gemacht als Y, also sollte Y weniger hart bestraft werden) oder historische Einordnung (das osmanische Reich hat andersgläubige diskriminiert, indem es Sondersteuern erhoben hat, aber damit war die Sache dann auch erledigt, im Gegensatz zu vielen christlichen Ländern -> das osmanische Reich ist besser).
In dem Fall ist beides schlecht und das eine verhindert nicht das andere, was ein weiterer Punkt für einen berechtigten Whataboutism ist (Kernkraft <-> Erneuerbare, beide haben ihre Vor- und Nachteile). In dem Fall haben wir beide Probleme bekommen.
Steam hat natürlich Monopol-Tendenzen und Nachteile. Aber generell haben vom Digitalen Vertrieb, der sich auch mit und dank Steam durchgesetzt hat, alle profitiert. Nicht nur wegen der ständigen Preiskämpfe (und Sales), die es früher in dieser krassen Form nicht gab.
Es hätte halt eben anders verlaufen können, wenn Steam gefloppt und GoG ein Erfolg geworden wäre. Dann könnte man heute noch immer über seine Spiele verfügen,. wie man das früher getan hat, bzw. hätte auch noch Vorteile, da man keine Datenträger mehr verschlampen kann, bzw. sie nicht suchen muß.
Die Vorteile wären dann auch gekommen.
Sondern auch, weil: Games wie Baldur's Gate 3 (bzw. Original Sin als Vorlauf) oder Kingdom Come hätte es wohl nie gegeben. Weil damals wenige Publisher und auch der Handel mit diktierten, was überhaupt entwickelt wird -- und die hatten sich bis spätestens Mitte der 2000er überwiegend auf maximal safe Big-Mac-Produkte eingeschossen. Ein paar richtig coole Indies kommen natürlich noch dazu. Denn heute kann prinzipiell jeder ein Spiel entwickeln und an ein weltweites Publikum vermarkten.
Das ist heute noch viel, viel schlimmer geworden. Das liegt auch an der Natur der Sache. Ein Triple A Spiel bringt heute oft nur eine einstellige Rendite. D.h. ein Flop schlägt absolut übelst auf die Bilanz und braucht mehrere Erfolge, um das auszugleichen. Wie es ausgeht, wenn man mehrere Flops hintereinander einfährt, kann man bei Ubisoft beobachten. Ich weiß nicht, wie es bei dir aussieht, aber wenn mein Hintern davon abhängen würde, dann würde ich lieber eine sichere Wette eingehen, als ein cooles Wagnis und danach im Eimer zu sein.
Man muß dann auch dazusagen, dass wir Zocker da auch unseren Teil beigetragen haben. Ja, wir schreien nach Innovationen und irgendwelchen Dingen, die abseits der Masse sind. Am Ende verkauft sich das neueste CoD wie geschnitten Brot, während das nischige einen Flop, nach dem anderen erleidet. Outcast 2 und Homeworld 3 sind z.B. gefloppt, obwohl sich das viele gewünscht haben (ich habe mir beide zugelegt). Unvergessen ist C&C4, da haben sie mal auf die Fans gehört und das Gameplay mal innovativ umgekrempelt und was war der Dank? Gemaule ohne Ende und die Serie wurde beerdigt. Hätte man einfach das gemacht, was man immer getan hat, wäre es wohl besser angekommen.
Larian hatte bei Divinity: Original Sin 1&2 eine Crowdfundingkampagne gemacht, sie sind also nicht ins kalte Wasser gesprungen und Baldurs Gate war jetzt auch kein Nischentitel.
Natürlich sind die 30%, die Steam nimmt, wesentlich besser, als das, was der Einzelhandel genommen hat, aber GoG nimmt den selben Prozentsatz.
PC-Gaming könnte aktuell so geschmeidig sein wie selten. Wenn da nicht diese Grafikkarten wären... Aber
irgendwas ist wohl immer. Sorry für OT.
Ehrlich gesagt, habe ich mich damit etwas abgefunden. Früher haben die besten Karten zwar nur 500€ gekostet, dafür durfte man alle 3 Jahre aufrüsten, heute kosten sie 2300€. Wenn man allerdings von den 500€ Karten ausgeht, dann kommt man damit deutlich länger aus, als früher, besonders mit dem DLSS/FSR Performance oder Ultra Performancemodus. Das absolute non plus Ultra war natürlich die GTX 1080Ti, aber eine solche Top Karte wird es wohl nicht mehr für 800€ geben (und das hat man früher als teuer angesehen).
Ich hab für meine RTX 4080S soviel hingeblättert, wie für die Karten in den 25 Jahren zuvor und hoffe, dass sie ein paar Jahre durchhält. Im Prinzip so, wie bei Steam: es ist geschehen, also das beste draus machen.