Ich denke da irgendwie genau andersrum. Warum haben wir bei CPUs in 2024 immernoch ausschließlich gesockelten RAM, wenn aufgelötete Pendants doch potentiell viel schneller sein könnten? GPUs machen es doch vor...
Was will ich mit einer GPU bei der dann der vRAM zu langsam ist?
Für AutoCAD, klar, läuft der vRAM bei dem grottenschlecht optimierten Programm voll, ist es egal, wenn der zusätliche etwas langsamer ist, hauptsache er wird nicht voll... aber bei Games?
Ganz einfach:
1. Wenn der RAM kaputt ist, ist das Board kaputt und umgekehrt. Sprich bei jedem kleinen Komponentenversagen kannst du das komplette Board einschließlich RAM rauschmeißen. Sehr Nachhaltig!*
2. Und Tschüss Aufrüstbarkeit, du willst 32 statt 16GB, kauf ein neues Board! Du willst von 32 auf 64GB, neues Board!
64 auf 128 GB, neues Board. Edit: Oh du willst deine bevorzugte Speicheraustattung mit der von dir Gewünschten Austattung, wie mehr M.2 Slots besserem Sound, besserer Netzwerkchip? Anderes Board.
3. Daraus folgend Übersichtlichkeit. Ich repariere täglich Labtops und da kann es sein, dass es für ein Modell ca. 32 verschiedene Boards gibt die sich minimal in der Austattung unterscheiden, aber alle nicht kompatibel sind. Und dann gibt es da noch die späteren Versionen die alle eine andere Partsnumber haben. Und nicht mal der Hersteller kann seine Kompatibilitätsliste aktuell halten.
4. Potenzial ist Potenzial=etwas das sein könnte aber noch nicht da ist. Real halten weder CAMM noch LPDDR (bei welchen es auch um den Stromverbrauch geht) nicht mit der Leistung der DIMMs mit.
Edit2: 5. Du musst genau den RAM kaufen/benutzen, den dir der Hersteller vorgibt und kannst keinen anderen nehmen. Besseren RAM gefunden, pech gehabt? Eines mit gleicher Leistung aber kleinerem Preis, Pech gehabt!
Wieso gibt es so viele Leute die den großen Vorteil des Desktops, dass wir aufrüsten und Teile wiederverwenden können, so leichtfertig aufgeben?
Da ist ja CAMM in der Einzelmodulausführung eine bessere Idee....
Und die Vorschläge von
@Ganjafield und
@Neo1972 sind um Längen besser. Nur dass müssten wir, wenn schon per Gesetz durchprügeln, da ich Schätze, dass sich alle drei Grafikkartenhersteller (im Gamingbereich) sperren würden, denn dann wäre es vorbei mit der planned obsolence wie sie gerade von Nvidia praktiziert wird. (Aber glaubt bloß nicht, dass AMD oder Intel das einfach so zulassen dass wir alte Karten viel länger leben lassen.)
Wäre allerdings mal wirklich gelebte Nachaltigkeit, anstatt grünes Virtue Signalling, auch bekannt als Greenwashing, denn dann wäre es recht einfach und ökonomisch, sowohl für den Endverbraucher, wie auch den Hersteller, Grafikkarten mit defekten Speichermodulen zu reparieren. Man müsste ja in 99,5% der Fälle nur das betroffene Speichermodul austauschen.
*Erlebe das Tagtäglich dass ein Board rausmuss, wenn z.B. nur der USB-C Anschluss im Eimer ist, oder mal ein RAM Modul. Oder die CPU oder die iGPU. Und dass von Firmen die sich immer mit Nachhaltigkeit schmücken. Nur um's klarzustellen, ich mag Nachaltigkeit....nur ich hasse Heuchlerei.