Es bleibt die Frage wie lang Karten genutzt werden sollen. In den letzten 12 Jahren, wurden meine Grafikkarten im Schnitt von mir keine 2 Jahre genutzt. Einzig die 1070 jetzt mal länger.
Das hängt natürlich ganz von den individuellen Ansprüchen ab. Generell geht die Tendenz aber zu einem gerinem Fortschrittstempo. Bis 2008 hat sich die Leistung jährlich verdoppelt. Nach 3 Jahren gab es auf dem Markt also eine Karte, die 8 mal so Leistungsfähig war und auf der alten Gurke lief fast nichts mehr.
Das hat sich geändert. Eine RTX 3090 ist nur etwas mehr als doppelt so schnell, wie eine GTX 1080Ti und hat auch nur etwas mehr als doppelt soviel VRAM. Zum Vergleich: zwischen der GeForce 4 hat sich der VRAM um den Faktor 6 gesteigert und die Leistung irgendwo um das 20fache.
Mit einer GTX 1080Ti läuft heute noch alles sehr gut, auf einer GeForce4 bekam man im Jahr 2006 meist nichtmal das Optionsmenü zu sehen.
Zwar wird mit der kommenden Generation eine ordentliche Leistungssteigerung erwartet, aber ewig wird man da nicht immer noch mehr Energie reinbuttern können. Von daher erwarte ich, dass man mit einer 4090 eventuell 10 Jahre auskommen kann, wenn man die Ansprüche entsprechend zurückfährt.
Und prozentual, die Fälle die einen echten Unterschied machten, halten sich doch arg in Grenzen. Aber ja, allgemein ist mehr VRAM immer besser. Außer man hat die Wahl zwischen deutlich mehr Leistung mit RT, oder mehr Speicher. Schon wird es nicht so eindeutig. Für mich zumindest.
Beim VRAM, Treibern und den Effekten ist das eben eine andere Sache. Die machen entweder nur wenig aus oder es gibt einen gigantischen Unterschied. Die Besitzer der Fury X können da ein Lied singen. Auch gibt es einige Spiele, die meine GTX 670 nicht darstellen kann, da sie doch nicht ganz so DX 12 fähig ist, die HD 7870 bekommt sie aber zumindest zum laufen.
Geht mir nicht nur um minimale Anforderungen, oder so. Als viel mehr, erst mit den neuen Konsolen gibt es endlich wieder einen deutlicheren Sprung in der optischen Qualität der Spiele. Wenn es jetzt 5 Jahre lang nur Konsolen mit 8GB VRAM geben würde, dann werden auch 90% der Spiele keinen großen nutzen von mehr machen.
Auch das ist nicht so. Zum einen brauchen die Entwickler Zeit, bis sie die Konsolen voll im Griff haben. Man Vergleiche die Spiele am Anfang einer Generation mit denen zum Ende. Zum anderen gibt es am PC einfach viele Dinge, die an zusätzlich nutzen kann. FC 6 hat z.B. ein Texturpaket, das 12GB VRAM benötigt, um gut zu laufen. Das ist alleine mehr als die Series S, die ganzen X-Box One oder PS4 (Pro) haben. Auch ansonsten gibt es viele Zusatzdetails, die es auf den Konsolen nicht gibt. Gutes Beispiel ist Red Dead Redemption 2, von dem viele sagen, es würde angeblich besser aussehen, als alles auf dem PC. Was ist passiert als der PC Port kam? Die Grafik der Konsolen lag unter den niedrigen Einstellungen.
Mir ist kein Fall bekannt, bei dem es einen großen Sprung in die eine oder andere Richtung gab. Weder haben die Konsolen den PC groß gebremst (schlechte Konsolenports ausgenommen) noch gab es auf einmal einen Sprung zu höheren Details und Hardwareanforderungen.
Selbst eine bessere Unterstützung von Mehrkern CPUs durch die PS3 und 4 sowie die X-Boxen One und 360 ist ausgeblieben, das war eine kontinuierliche Verbesserung.
Auch, wenn man jetzt eine GPU für 2/3/4 Jahre kauft. Wie wertet man das Jetzt und das Morgen.
Damit hat man in der Vergangenheit sehr oft ins Klo gegriffen.
Wer sowieso weiß, dass er sich in zwei oder allerspätestens 4 Jahren eine neue Karte kaufen wird, der kann das so handhaben. Wer seine Karte gerne länger nutzt, der sollte sich nicht wundern, wenn er etwas blöd dasteht, die Fury X und andere Karten lassen grüßen.
Karte A performt jetzt (mit RT zum Beispiel und sagen wir mal das wäre mir wichtig) deutlich besser, aber morgen wird der Speicher knapp.
Das kann man noch nicht wirklich auflösen
Kaufe ich eine Karte für morgen, oder für heute? Sagt man nicht, das man bei PC Hardware nicht für die Zukunft kauen soll

. (mMn sollte man ein wenig beides machen)
Man muß berücksichtigen, dass diese PC Weisheiten oft aus einer völlig anderen Zeit stammen. Zu Zeiten der GeForce 4 hat das absolut zugetroffen, da das Ding morgen so oder so eine Gurke war, die ausgewechselt werden mußte. Seit der GeForce 600 hat sich das aber geändert. Heute sollte man Dinge wie VRAM, Treiberunterstützung (da ist AMD grottig) oder neue Effekte berücksichtigen, zumindest wenn man seine Karte länger nutzen möchte.
Kein Fehler, aber hatte ja meine Begründung schon geschrieben.
Es ist völlig Latte ob Vollausbau, oder nicht, ob zweitgrößter Chip oder nicht.
Hier entscheidet ganz klar Nvidia, welche Karte für welches Segment verkauft wird.
Sogesehen ergibt dein Vergleich aber keinen Sinn mehr, da Nvidia immer Diktiert, was Sache ist. Und die werden niemals zugeben, dass sie lediglich drittklassige Ware liefern, wo es früher noch das zweitbeste Stück gab, für das man heute 1200€ zahlen muß.
Und Nvidia ist gut damit gefahren. Wäre jetzt nicht so, das Nvidia die 70iger nicht mehr verkauft bekommen hätte. Auch waren die Karten immer gut gegenüber der Konkurrenz.
Klar ist Nvidia gt damit gefahren, die Kunden ordentlich zu melken, genau wie AMD mit der Entscheidung, sich dem anzuschließen.
Warum also muss es immer das Böse Nvidia sein
Nvidia hat schon einige üble Dinge getan. Von dem Versuch diverse Eigenstandards durchzudrücken, um den Markt unter Kontrolle zu bekommen (PhysX, GSync, DLSS) Betrug, indem sie Dinge erfunden haben, deren angeblicher Leistungsvorteil erstunken und erlogen war (PhysX und RTX Voice) bis hin zum schummeln in Benchmarks (Doom 3). Ach ja: bei den Lotproblemen der GeForce 8 hat man die Kundschaft auch möglichst lange im Dunkeln gelassen und ist für den Fehler nicht gerade gestanden. Das hat mich einen schönen Laptop mit GeForce 8400M G gekostet.
Auch wenn meine nächste Karte wohl wieder von Team Grün kommt (das Schicksal will, dass ich mir keine AMD Karte kaufe): man sollte Nvidia sehr kritisch beäugen.