Können wir mal das langweilige "oh, viele USB Ports" ignorieren,
Boards damit gibt es wie Sand am Meer, und uns dem wirklich spannenden Aspekt
dieser Platine widmen?
Herstellerangaben schrieb:
Support Intel® LGA1151 Gen6/7/8/9th i3/i5/i7 CPU
Das ist das erste Mainboard von dem ich höre, das offiziell/ab Werk alle 1151-(SKL)-
und und alle 1151-(CFL)-CPUs unterstützt, ohne dass man sich
UEFI-Mods antun müsste!
36 USB Anschlüsse ???
Warum nicht direkt 100 ?
scientific answer to an absurd theoretical question:
Das ist der Maximalausbau der Plattform, zumindest bei dieser Grundphilosophie.
Es scheinen keine Onboard-Hubs, sondern nur eigenständige Ports genutzt zu werden. Das macht auch Sinn, da die Platine u.a. für Überwachungszwecke beworben wird. Also für die Nutzung mit permanentem Datenfluss auf allen Anschlüssen, wo Hubs Probleme bereiten können. (Wer doch welche nutzen will, kann das ja einfach extern machen und so auch die Verkabelung vereinfachen.) Verfügbar sind somit 10× USB 3.0 nativ vom Q270, was zzgl. 6× nativer SATA-Ports 14 PCIe-3.0-Lanes freilässt. Eine braucht man für LAN, eine für den SATA-Zusatzcontroller (insgesamt 10 Anschlüsse beim maximal bestückten Board). Bleiben 12 Lanes für die (bis-zu-)12 sichtbaren USB-3.0-Controller mit mutmaßlich je zwei Ports. Ergibt 24+10 USB 3.0 plus die beiden nativen 2.0er (ganz oben, mutmaßlich für Eingabegeräte), also 36 insgesamt.
Rein rechnerisch müsste noch ein ×4-Link der CPU übrig sein, denn man für einen weiteren Controller = 35. und 36. USB 3.0 nehmen könnte. Aber solche Spezialboards kopieren das CPU-Lane-Routing quasi immer 1:1 von einem Basismodell und variieren nur die I/O-Hub-Ressourcen. Da gäbe es noch vier PCIe-3.0-Lanes als Alternativbelegung auf vier der nativen USB-3.0-Ports, was den Anschluss vier weiterer Controller mit zusammen acht Ports, netto also vier zusätzliche 3.0 erlauben würde (Summe dann 42; zusammen mit USB 2.0 44). Aber die Kosten pro Port würden steigen und das Layout ist auch so schon gut gefüllt. Offensichtlich hat man diese Investition vermieden und die Mehrheit der im Video gezeigten Platinen ist nicht einmal vollbestückt, somit gibt/gab es jenseits von 28 USB 3.0 wohl eine abnehmende Nachfrage nach noch mehr.
Für 100 Ports müsste man jedenfalls die Plattform wechseln; idealerweise auf Threadripper, denn AMD-CPUs unterstützen meinem Wissen nach seit jeher 8+1 PCIe-Links je 16 PCIe Lanes (Intel-CPUs nur 4, 3 oder 2), könnte also wesentlich mehr Controller anbinden. Aber selbst wenn es dafür prinzipiell einen Bedarf geben würde, wäre so etwas einfach viel teurer als einfach drei Systeme mit dem hier gezeigten Maximalausbau aufzustellen: Plattform mit viel höheren Margen, zwang zu teurerem RAM, teureren Kühlern und entweder die Verwendung von Custom-Terminals oder Custom-Formfaktoren bei Mainboard und Gehäuse (und ggf. Rack), weil so viele Anschlüsse einfach nicht auf 4er Höhe an eine ATX-Kannte passen.