AW: Geschichtsstunde: Legendäre Open-GL-Spiele bis heute
Haut mich für die Frage und steinigt mich ruhig, aber...
Was genau ist der Unterschied zwischen Open GL und Direct X? Abgesehen von der Kompatibilität.
Technisch gesehen ist DirectX objektorientiert (Daten und Funktionen werden [mehr oder weniger sinnvoll] in Objekte zusammengefasst), während OpenGL eine Ansammlung von Funktionen ist.
OpenGL ist eine Grafikbibliothek, sie bietet also eine Vielzahl von Funktionen für die Ausgabe und Manipulation von Grafik und deren Daten. Im Vergleich dazu ist DirectX viel mehr. Je nach Version bietet DirectX zusätzlich zu 2D/3D-Grafik auch Funktionalität für Eingabe (Maus, Tastatur, Joystick, ...), Musik und Sound, Netzwerk, ...
Für den Vergleich wird meist Direct3D und OpenGL verwendet, da sich beide um Grafik drehen und nur diese Teile vergleichbar sind.
Der Fairness sollte man aber erwähnen, dass Microsoft bei fast allen anderen Komponenten (DirectDraw, DirectMusic, DirectPlay, DirectSound, DirectShow), außer DirectInput (für die Eingabe), empfiehlt diese nicht mehr zu verwenden. Diese werden also in absehbarer Zeit raus fliegen, wenn sie es nicht schon sind.
Deshalb wird DirectX irgendwann vllt. nur noch Grafik+Eingabe sein.
Aber das Thema war Direct3D und OpenGL. Wie gesagt, das eine Kapselt seine Sachen in Objekte und das andere ist eine "füste" Funktionssammlung. Von den Funktionen her sind beide etwa gleichwertig, auch wenn deswegen oft ein Glaubenskrieg ausbricht.
Was man davon nehmen sollte hängt g.T. von seiner eigenen Einstellung ab und ob man es lieber objektorientiert mag, oder nicht. Ein wichtiger Punkt ist auch, wo das Programm später laufen soll. Wenn die Antwort "Windows" heißt, kann man getrost zu DirectX mit Direct3D greifen, da Microsoft auch eine gute Dokumentation bietet. Wenn es auch Linux/Mac/wasAnderes sein soll, dann ist die Wahl eigentlich schon getroffen, OpenGL.
Und nur zur Information: Beide wenden sich an den Treiber um ihre Funktionen letztendlich umzusetzen. Es hängt damit von Treiber, aber auch der Hardware ab, welche der angebotenen Funktionen wirklich genutzt werden kann.
Und: auf Windows ist OpenGL 1.1 von 1997 die letzte Version, auch wenn es bereits 4.0 gibt. Allerdings bietet OpenGL auch die Möglichkeit in 1.1, den Treiber zu fragen, was dieser alles für einem tun kann. Dadurch ist es dennoch möglich, auch 4.0 Funktionen unter Windows zu nutzen, auch wenn das dann etwas aufwändiger wird.
LOTIPATS