AW: Frauen in Battlefield 5: "Akzeptiert es oder kauft das Spiel nicht!"
[...]und das Telefon hat keine Frau erfunden, obwohl man das denken könnte, weil sie es sind, dies massive benutzen.
Und mit diesem Schlusswort verrätst du, welchen Geistes Kind du wirklich bist. Würde es dir um Realismus oder auch nur Plausibilität gehen, würdest du mit Fakten argumentieren, statt mit Klischees herumzugiften.
Im Übrigen ist deine Argumentation schon vorher recht löchrig, denn du vergleichst statische Werte (Himmel oben, Colin McRae ist ein Mann etc.) mit statistischen Werten.
Colin McRae ist ein Mann, also wird zu 100% ein Mann auftauchen, wenn Colin McRae auftaucht. Wenn du allerdings im Bereich des Motorsports unterwegs bist, musst du damit rechnen und es seelisch verkraften, auch Rennfahrerinnen begegnen zu können - selbst wenn diese in der Männerdomäne des Motorsport einen deutlich geringeren Anteil ausmachen.
Die Analogie zur Männerdomäne der Kriegsführung sollte selbsterklärend sein.
Ich höre auch immer wieder, dass es nicht die Aufgabe von Unterhaltungsmedien ist, Minderheiten zu repräsentieren oder gar in den Vordergrund zu rücken. Darüber könnte man sich streiten, aber im Grunde genügt es festzuhalten, dass es Unterhaltungsmedien auch nicht verboten ist. Sie müssen überdies auch Verteilungen auch nicht korrekt abbilden, und wenn von zirka einem Dutzend Charaktermodellen eines weiblich ist, gibt das nicht das korrekte Zahlenverhältnis der (grob!) abgebildeten Epoche wieder, sondern ist eine funktionale Entscheidung, um die Option nicht auszuschließen. Ebenso, wie man andere funktionale Entscheidungen trifft, die von realen Sachverhalte oder Verhältnissen abweichen - das unterscheidet ein Spiel von einer Simulation und eine Simulation von der Realität.
Battlefield tritt jedoch noch nicht einmal mit dem Anspruch an, eine Simulation zu sein, womit sich im Grunde jede weitere Debatte erübrigt. Wenn dich dieses reine Unterhaltungsprodukt aus welchem Grund auch immer nicht unterhält, spar' dir dein Geld und kaufe dir stattdessen Spiele, die mit anderen Ansprüchen antreten. "Kingdom Come: Deliverance" ist beispielsweise mit der klaren Absicht angetreten, das Böhmen des beginnenden 15. Jahrhunderts so realistisch abzubilden, wie es spielerisch vertretbar ist. Deshalb sind dort die Geschlechterrollen und Ethnien sowohl für SCs als auch für NPCs auch klar festgelegt und man hat eine klare Linie, die man sogar gegenüber Angriffen von Social Justice Warriors verteidigen kann.
In der Battlefield-Debatte sind es jedoch nicht die SJW, die sich lächerlich machen, sondern deren Gegenbewegung, die einen Angriff abwehren wollen, wo gar keiner stattfindet.