Fragenkatalog zum Einstieg/Umstieg auf SSD

maku

PC-Selbstbauer(in)
Hallo zusammen,

bevor ich mein Vorhaben mit dem neuen Rechner umsetze, hätte ich noch die ein oder andere Frage an die SSD-Experten hier :)

Folgendes ist geplant für den neuen Rechner:

OS: Win 10 Pro (Neuinstallation)
Mainboard: Gigabyte X370 Gaming 5
SSD: Kingston KC400 1TB (für OS-, Spiele- und Programmpartition)
HDDs: 2 x 4TB HGST NAS Platten im RAID1 (für die Verfügbarkeit von Daten)


So weit, so gut - kommen wir zu den Fragen :)


1. Die SSD muss ich mit MBR formatieren und das RAID-Volume mit GPT - richtig?

2. Defragmentiert Win 10 Pro regelmäßig automatisch das RAID-Volume und verschont die SSD damit?

3. Muss Prefetch / Superfetch für die SSD abgestellt werden?

4. Muss die Windows-Indexierung für die SSD-Partitionen abgestellt werden?

5. Muss der Trim-Befehl für die SSD separat aktiviert werden?

6. Muss man beim Over-Provisioning etwas beachten oder ist der voreingestellte Wert ok?

7. Muss/sollte die pagefile.sys komplett deaktiviert werden?

8. Muss/sollte der Write-Back-Cache bei der SSD deaktiviert werden?

9. Muss/sollte bei der System-SSD die Stripegröße auf 64k gesetzt werden?

10. Muss in Win 10 Pro noch irgendetwas Spezielles eingestellt oder installiert werden (mal von den RAID-Treibern abgesehen)?

11. Im UEFI muss vermutlich global für die SATA-Controller RAID eingestellt werden (die SSD läuft dann mit AHCI) - richtig?

12. Generell wird es vermutlich nicht schaden zunächst mal H2testw über die neue SSD laufen zu lassen - richtig?



Das wäre jetzt erstmal mein Fragenkatalog.
Ich hoffe wirklich sehr, dass sich jemand erbarmt und mir bei der Beantwortung der Fragen behilflich ist, da man hierzu im Internet ja durchaus kontroverse und veraltete Aussagen findet.

Vorab schon mal vielen Dank für euer Interesse und einen schönen Sonntag :)
 
Ok .. mal ein paar Antworten ....

1. : Dat macht Win10 automatisch richtig .

2. : Seit Win 7 wird KEINE SSD automatisch Defragmentiert da dies ohnehin keine Leistung bringt im gegensatz zu HDD's

3.-6. : Finger weg von diesen Eistellungen , vorrausgesetzt du kommst überhaupt dran (Overprovisioning ist z.B, Hardwareseitig , da KOMMST du nicht dran !

7. : Pagefile auf die HDD's setzen und für die SSD deaktivieren . NICHT vollständig aus schalten , außer du wilst unbedingt Blue/Blackscreens haben :-)

8. : Bist du Irre ? Du willst die SSD einbremsen ? Finger weg !!

9. : Lass auf Standart , also wieder : Finger weg !

10 : Nein .

11. : Normalerweise sollte die SSD auf AHCI laufen , die ist schließlich nicht Bestandtteil des RAID's , MEINE ztumindest stehen alle auf AHCI bzw Sys-SSD mit NVMe :-)

12. : SMART-Werte auslesen , basta . Ein Full-Check einer neuen SSD ist idr. absolut überflüßig wenn die SMART-Werte nicht sagen das die SSD !!NICHT!! Neu ist .
 
Die ganzen Optimierungen wie Trim usw. macht Windows ab 7 automatisch bei SSDs.
genau, um aber die ganzen uefi vorzüge zu nutzen sollte die ssd generell im gpt partitioniert sein. bei neu u den richtigen uefi-/bioseinstellungen wird die ssd von win10 eh in gpt partitioniert. das einzige, was die unterschiedlichen einstellungen bewirken, sind entweder lebensdauer erhöhen/mindern o die leistung minimal beeinflussen. da du win10 einsetzt ist eig alles soweit eingestellt ohne das du etwas umzustellen musst o solltest. klar könnte man die gewichtung optimieren, ist aber nicht nötig.
du setzt hardwareraid ein, kannst du nicht im uefi einzeln deine sata-ports zwecks einsatzprotokoll definieren?
.. die pagefile verschiebst du in den win einstellungen auf die hdd(s)
 
Herzlichen Dank für eure Antworten - das hört sich doch schon mal gut an :daumen:

1. Also mal eine sinnvolle Neuerung in Windows - feine Sache :)

2. und das nächste sinnvolle Windows-Feature - automatische Defrag-Tasks für das HDD-Volume gibt es aber weiterhin, richtig?

4. Das dürfte Windows dann auch vermutlich automatisch einstellen, oder (also Indexierung für HDD-Partitionen und keine Indexierung für SSD-Partitionen)?

7. Sehr guter Einwand - hatte unter Windows 7 Pro auch mal Tests ohne pagefile.sys und mit RAM-Drive gemacht (da ich sehr viel RAM in der Kiste habe/hatte) und das führte leider regelmäßig zu black screens bzw. BSOD). Hatte irgendwie gehofft, dass Microsoft da mittlerweile dazugelernt hat.

11. Habe das UEFI jetzt aktuell leider nicht vor Augen, aber wenn ich mich recht erinnere konnte man da nur global auf RAID oder AHCI stellen. Falls das bei dem neuen UEFI weiter runtergebrochen werden kann, dann würde ich selbstverständlich auf AHCI für die SSD und RAID für die beiden HDDs stellen.

12. Hatte diesbezüglich nur schon häufiger gehört, dass Premium-SSDs ganz gerne mal gefälscht oder die SMART-Werte "resettet" werden...
 
Welchen Vorteil hätte denn GPT auf der SSD?
Ich sehe da eigentlich nur den Nachteil, dass man einen MBR wesentlich einfacher repariert bekommt wie bei GPT...
 
Man kann die Pagefile durchaus auch auf die SSD legen. Da reichen aber 1-4 GiB aus, wenn 16 GiB RAM oder mehr verbaut sind.

GPT ist eigentlich nur bei Datenträgern, die größer sind als 2 TB, nötig (Oder wenn man mehr als 4+4 Partitionen braucht :D ). Da bezahlbare SSDs in diesen Größen noch nicht zu bekommen sind, tut es da auch der MBR.
 
Wow, da hat sich aber einer massiv Gedanken über Dinge gemacht, über die man sich bei SSDs seit Jahren keine Gedanken mehr zu machen braucht.

Du musst lediglich die SSD anschließen, eine/mehrere Partition(en) deiner Wahl darauf erstellen und Windows darauf installieren. Höchstens noch vorher kontrollieren ob AHCI aktiv ist.
Das wars. Alles andere (Defrag, Prefetch, Superfetch, Pagefile, Overprovisioning, Trim, Indexierungen, GarbageCollection, WriteBack, Stripes, was auch immer) macht Windows bzw. die SSD selbst automatisch und richtig.

Die Kinderkrankheiten sind alle lange vorbei! Bau die SSD ein und benutze sie - das wars! ;)
 
Wow, da hat sich aber einer massiv Gedanken über Dinge gemacht, über die man sich bei SSDs seit Jahren keine Gedanken mehr zu machen braucht.

Du musst lediglich die SSD anschließen, eine/mehrere Partition(en) deiner Wahl darauf erstellen und Windows darauf installieren. Höchstens noch vorher kontrollieren ob AHCI aktiv ist.
Das wars. Alles andere (Defrag, Prefetch, Superfetch, Pagefile, Overprovisioning, Trim, Indexierungen, GarbageCollection, WriteBack, Stripes, was auch immer) macht Windows bzw. die SSD selbst automatisch und richtig.

Die Kinderkrankheiten sind alle lange vorbei! Bau die SSD ein und benutze sie - das wars! ;)

Hört sich gut an :)

Bin aufgrund meiner Erfahrungen immer etwas übervorsichtig und mache mir wochenlang Gedanken über alles :ugly:
 
...

GPT ist eigentlich nur bei Datenträgern, die größer sind als 2 TB, nötig (Oder wenn man mehr als 4+4 Partitionen braucht :D ). Da bezahlbare SSDs in diesen Größen noch nicht zu bekommen sind, tut es da auch der MBR.
ist leider so nicht ausreichend. es ist in lektüre hinterlegt, damit z.b. die fast boot option im uefi wirklich greift, dass das bootlaufwerk in gpt partitioniert sein MUSS;)
 
Höre ich zum ersten Mal ... fast boot (oder quick boot) gibt es ja schon seit Jahrzehnten - ganz lange bevor es UEFI gab ;)
 
diese option ist aber so nicht mehr zu vergleichen. damals war die option da um diverse tests (wie z.b. ram) beim post zu überspringen..:P
 
Fast Boot?

Die Funktion schaltet alles ab, was man nicht zwingend zum booten braucht (also irgendwelche Anzeigen beispielsweise) und bootet den PC dann vielleicht ein, zwei Sekunden schneller (sozusagen völlig sinnlos).
Blöd ist, wenn man ins BIOS will und fastBoot an hat - denn solche Dinge wie "warten ob der Nutzer vielleicht F2 drückt" sind natürlich auch abgeschaltet... das kann zu ziemlichen problemen führen wenn der PC nicht booten will aber man auch nicht mehr ohne weiteres ins BIOS kommt...

Kurz und knapp: Lass den Blödsinn aus. ;)
 
Gut zu wissen, auf die 1 bis 2 Sekunden kommt es mir dann ohnehin nicht an.
Außerdem muss in meinem Fall ja sowieso noch der RAID-Controllier initialisiert werden.
 
Wer Windows im UEFI-Modus installieren will, der muss den Datenträger, der als Systemlaufwerk verwendet werden soll, als GPT-Datenträger einrichten. Bei allen anderen Datenträgern im System ist es völlig egal, ob sie als MBR- oder als GPT-Datenträger eingerichtet werden, so lange sie kleiner als 2 TB sind. Bei größeren Datenträgern ist GPT Pflicht. Das GPT-Partitionsschema ist im übrigen robuster als das alte MBR-Partitionsschema. Die GPT hat im Gegensatz zum MBR einen Mirror und ist daher einfacher zu reparieren.

Die Pagefile auf eine HDD auszulagern ist ebenso unsinnig wie alle anderen Optimierungstipps für SSDs, die im Netz herumgeistern. Microsoft selbst hatte mal geschrieben, dass es für die Pagefile keinen besseren Speicherort als eine SSD gibt. Um die Haltbarkeit der SSD braucht man sich auch keine Sorgen zu machen. Abschalten sollte man sie nie vollständig. Bei genügend RAM kann man die Größe einschränken.
 
Ist ja auch irgendwie klar. Wenn schon ausgelagert werden muss, dann sollte das doch auf dem schnellstmöglichen Laufwerk passieren.
 
Seit Win 7 wird KEINE SSD automatisch Defragmentiert da dies ohnehin keine Leistung bringt im gegensatz zu HDD's

The real and complete story - Does Windows defragment your SSD? - Scott Hanselman

Yes, your SSD's file system sometimes needs a kind of defragmentation and that's handled by Windows, monthly by default, when appropriate. The intent is to maximize performance and a long life. If you disable defragmentation completely, you are taking a risk that your filesystem metadata could reach maximum fragmentation and get you potentially in trouble.
 
Das GPT-Partitionsschema ist im übrigen robuster als das alte MBR-Partitionsschema. Die GPT hat im Gegensatz zum MBR einen Mirror und ist daher einfacher zu reparieren.

Hmm echt nicht einfach ... meine Erfahrungen sind da noch aus der Windows 7-Ära ... wenn man UEFI-Boot und GPT mal sauber am Laufen hatte und nix mehr am System bzw. an den Partitionen geändert hat, war es soweit eigentlich ok bzw. lief dann auch stabil.
Aber wehe, wenn dem nicht so war - dann konnte man u.U. richtig Spaß damit haben.

Ich erinnere mich z. B. daran, dass es vor ein Jahren alles andere als unkompliziert war einen EFI-Bootloader wiederherzustellen.
Da war das zu "MBR-Zeiten" schon wesentlich entspannter.

Ein Riesen-Manko war damals auch, dass Backup- bzw. Imaging-Programme noch keine (100%ige) Unterstützung für GPT hatten.
Im Fall der Fälle stand man dann dumm da...

Wenn diese Probleme heutzutage wirklich ausgemerzt sind und es keinen Grund gibt weiterhin auf MBR/Legacy-Boot zu setzen - dann gerne zukünftig UEFI-Boot...


Btw. welches Backup-/Imaging-Programm würde man denn heuzutage unter Windows 10 am besten einsetzen?
Acronis scheint ja mittlerweile zum größten Dreck verkommen zu sein...
 
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