Frage zu DDR5 Timings (für einen 9800X3D)

Ulathar

Freizeitschrauber(in)
Moin,

ich plane 2025 von AM4 auf AM5 und damit erstmals auf einen X3D zu wechseln (den 9800X3D) und versuche mich aktuell an der Speicherauswahl.
Ich plane abgesehen von EXPO beim RAM keinerlei OC mit der CPU, mir ist also wichtig das Maximum aus dem Default zu holen ohne Stunden lang dran rumzuschrauben und/oder Instabilitäten debuggen und nachjustieren zu müssen.

Wenn ich das richtig verstanden habe Ist DDR5-6000 somit der Sweet Spot für den 9800X3D, da FLC und Co 1:1 dann laufen, korrekt?

Davon ausgehend wäre das nächste Kriterium also die Timings der Riegel und da fällt es mir schwer die "Auswirkung" der Timings einzustufen.
Konkretes Beispiel anhand zweier Kits in meiner engeren Auswahl:

  1. 32GB Corsair Vengeance DDR5-6000 DIMM CL30 Dual Kit
    1. Mit: tRCD 36 - tRP 36 - tRAS 76
  2. 32GB Corsair Vengeance DDR5-6000 DIMM CL28 Dual Kit
    1. Mit: tRCD 36 - tRP 36 - tRAS 96
Jeweils laut EXPO und @1,4 V. Preislich geben sich beide nicht viel.
Der eine hätte also etwas höheres CL dafür geringeres tRAS, der andere geringeres CL dafür höheres tRAS.

Was davon wäre "besser" oder ist das komplett Latte in der Praxis?
 
Zuletzt bearbeitet:
Davon ausgehend wäre das nächste Kriterium also die Timings der Riegel und da fällt es mir schwer die "Auswirkung" der Timings einzustufen.
Die Auswirkung, ob die tRAS 76 oder 96 oder ob die CL28 oder 30 ist bei sonst gleichen Daten dürfte so winzig sein, dass es selbst mit synthetischen benchmarks nicht einfach ist, einen Unterschied zu messen. ;-)

In der Praxis bzw "fühlbar" sind oftmals nicht mal Unterschiede zwischen CL 30 und 40.

Latenzen sind bei DDR5 massiv overhyped. Natürlich gibts Grenzfälle und manuelle Optimierungen wo man Achtungserfolge erzielen kann aber ganz ehrlich, ich würde ne Kiste wetten dass eine beliebige Auswahl an Testspielern in einem Blindtest nicht statistisch signifikant sagen können, ob sie gerade mit DDR5-6000 CL28 oder mit DDR5-5200 CL40 spielen.

Kurz: Wenn du nicht der Jäger des letzten Benchmarkpunktes bist nimm den günstigeren RAM.

Wenn ich das richtig verstanden habe Ist DDR5-6000 somit der Sweet Spot für den 9800X3D, da FLC und Co 1:1 dann laufen, korrekt?
Der "Sweetspot" ist eigentlich was völlig anderes aber in dem Sinne wos immer verbreitet wird (maximaler Takt der 1:1 mit dem IMC läuft) ist der irgendwo zwischen 5600 und 6800 - je nach Glück beim CPU Sample. Man sagt halt dass nahezu alle Ryzen 7000 / 9000 die 6000MT/s synchron schaffen. Du müsstest schon Pech haben wenn das nicht stabil wäre - wenn du Glück hast ist der "Sweetspot" dagegen 6400 oder gar noch mehr - das weißte eben vorher nicht. Silicon Lottery ;-)
 
Zuletzt bearbeitet:
...und zahle 100€ mehr für 0,2% mehr Performance im synthetischen Benchmark, die man mit etwas Glück bei der CPU und einem DDR5-6400 CL32 Kit genauso gehabt hätte. Genau darum gings ja - so viel Geld für den Top-Notch-High-End-RAM auszugeben ist völliger Schwachsinn es sei denn man ist Benchmarker. Die Hersteller reiten ganz bewusst auf dem Marketing rum mit solchen Spezialkits - die bringen praktisch nix außer G.Skill mehr Geld.

Ich hätte bei mir auch 8400er statt 7200er reinklatschen können um gefühlt 1 oder 2% schneller zu sein, nur steht der Preis dafür (und die Chance, dass es nicht dauerstabil ist) in keinerlei Verhältnis zum Performancegewinn.
 
Das dürfte die eigentliche Frage beantworten.
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