Forschung: Computer lief sechs Monate nur durch Blaualgen

Ich empfehle ja eher das Heft, aber einige "mit Stecker"-Themen stehen da zugegebenermaßen nicht drin. :-)
Ganz offtopic aber ich hoffe es stört auch nicht: Ich finde das aktuelle Heft wirklich toll, ein echtes Highlight (die letzten Ausgaben waren auch nicht schlecht, aber Highlights kann es ja auch nicht dauernd geben).
 
Die Überschrift ist mal wieder absolut übler Clickbait. Zu einen PC gehören üblicherweise auch noch Monitor, Maus und Tastatur. Außerdem sollte das einigermaßen Leistungsfähig sein. Wir reden hier über ein paar Berechnungen, die gemacht wurden. Die Größenordnung ist für das Energyharvesting ein alter Hut.

Stromerzeugung durch Fotosynthese könnte immerhin theoretisch einen höheren Wirkungsgrad als aktuelle Photovoltaik erreichen, zudem können wir zwar nicht unendlich viele Algen mit Nährstoffen versorgen, aber ebensowenig unendlich viele Solarzellen bauen. Vielleicht gibt es also doch eine (temporäre?) Nische für diese Technik.

Nein, kann sie nicht. Wir reden bei der Photosynthese von einem Wirkungsgrad, der bei 0,2 bis 2% liegt, also ein bis zwei Größenordnungen geringer. Mit Gentechnik kann man da wohl noch einiges verbessern, aber auch da wird man wohl nicht über 20% kommen.

Fast noch entscheidender ist die Tatsache, dass PV Anlagen relativ pflegeleicht sind, während es einem die Algen übel nehmen, wenn es da zu kalt oder zu heiß wird. Außerdem erzeugt das PV Modul bereits Strom, während die Algen überwiegend chemische Energie erzeugen.

-Outsourcing, irgendeine Art Energieerzeugung im All, vermutlich Solarkraft, um die Erdressourcen zu sparen

Klar und dann legen wir noch ein Kabel zum Mond...

Auch nur 1Kg in den Orbit zu bringen ist sündhaft teuer und verbraucht extrem viele Ressourcen. Dann hat man noch das Problem, dass unsere schützende Erdatomsphäre weg ist, die obendrein auch noch wunderbar kühlt (der Todesstein ist unrealistisch, weil ihn alleine die Innenbeleuchtung grillen würde).

Wenn man groß denkt, dann ist es besser ein Kabel nach Afrika und Brasilen zu verlegen. Am besten Südafrika und Argentinien/Chile, dann klappt es auch mit dem Energieprofil.

- eine Deus Ex Machina Energieerzeugung die ohne grosse Ressourcen auskommt, uneinschätzbar ob es sowas gibt und/oder wir es finden

Gibt es schon, nennt sich Kernkraftwerk. Vermutlich wird es sich in den nächsten Jahrzehnten verstärkt durchsetzen. Wobei wir Deutschen da ja eine Phobie haben, aber die Welt interessiert das nicht.

Um den Äquator ist Photovoltaik die Lösung.

Ich persönlich glaube aber eher, wir lösen es einfach nicht, es wird weiter nicht genug Energie für alle geben, der Verteilungskampf wird nur härter und die Welt ungerechter als sie eh schon ist.
Zynisch? Vielleicht, aber die Betrachtung der Geschichte zeigt nicht viele Alternativen auf.

Wenn man mal außerhalb der deutschen Blase schaut, dann könnten Kernkraftwerke stärker übernehmen und die Photovoltaik. Dann gibt es genug Energie für alle.


Schwer vorherzusagen, da hier Grundlagenforschung betrieben wird. Von so einem "Proof-of-Concept" kann man eben noch nicht viel ableiten.

Sehr einfach vorherzusagen: nein

Ich persönlich finde Gezeitenkraftwerke ziemlich genial.

Nur auf dem Papier und in Computeranimationen.

Die einzige Methode, die sich heute realisieren läßt besteht darin eine Bucht abzusperren und das bekommt man heute nicht mehr gegen den Umweltschutz durch.

Der Rest hat sich als nicht realisierbar erwiesen. Wir reden hier von einer extrem feindlichen Umgebung für Technik. Schiffe und Ölbohrplattformen haben damit ihre liebe Not und das obwohl sie entweder auf wenige bewegliche Teile setzen oder einfach in einen Hafen fahren können. Auch das italienische Mose Projekt hat größere Probleme, obwohl das nur ein paar Klappen sind, die mit Pressluft aufgepumpt werden und mit zwei Scharnieren ab Meeresboden befestigt sind.

Es ist eine Sache ein paar schöne Propeller in einer Computeranimation zu erstellen. Eine ganze andere ist es das in echt zu bauen und auf dem Meeresgrund zu platzieren. Wenn das Ding alle paar Wochen bis Monate ausfällt und man hoffen muß, dass das von einem Team von Tauchern repariert werden kann, dann ist die Rentabilität schnell im Eimer.

Der Energiegehalt der großen Meeresströmungen und Windfelder ist gigantisch, da brauchen wie nicht einmal 0,02 Prozent. Auch Gezeiten haben Kraft ohne Ende – sie ist halt nur in aller Regel zu weitläufig verteilt als das man sie nutzen könnte.

Soweit ich weiß liegen die weltweiten Windsysteme bei 20TW. Wenn man da das eine oder andere rausnimmt, dann wird das wohl Folgen haben, welche will man nicht so genau wissen. Es ist wie beim Asbest oder dem verbleitem, die waren natürlich, konnten also nicht gefährlich sein. Darum konnte man sich damals wie heute jede Forschung sparen, es wird sich nur rausstellen, dass sie ungefährlich sind.

Ich bin der Meinung, dass das mit dem Einfluss auf die Windsysteme gründlich analysiert werden muß, auch wenn die Ergebnisse vielen nicht passen könnten.

Ebbe und Flut sind doch immer vorhanden, oder?

Das Problem ist eben, dass man dafür eine schöne große Bucht, mit ordentlich Tidenhub, absperren muß. Dummerweise sind diese Buchten ökologisch extrem wertvoll und das Ökosystem wird bestenfalls extrem verändert. Die Zone des Tidenhubs ist für viele Arten extrem interessant, genau wie große Buchten. In Frankreich hat man eine Abgesperrt und das Ökosystem stark verändert. Zum Glück gab es da einen größeren Fluß, der für frisches Wasser sorgt. In Südkorea hatte man damit weniger Glück, da verwandelte sich die Bucht in eine stinkende Kloake, die noch kilometerweit ihr besonderes Aroma abgab. Außerdem ist da alles verendet. Deshalb verzichtet man auf die Hälfte der Stromerzeugung, damit das Wasser besser ausgetauscht wird

Eher baut Deutschland neue Kernkraftwerke, bevor diese Staumauern im großen Stil genehmigt werden.
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Die Überschrift ist mal wieder absolut übler Clickbait. Zu einen PC gehören üblicherweise auch noch Monitor, Maus und Tastatur. Außerdem sollte das einigermaßen Leistungsfähig sein. Wir reden hier über ein paar Berechnungen, die gemacht wurden. Die Größenordnung ist für das Energyharvesting ein alter Hut.
Nein, es ist ein Raspberry, man hätte also Mini-PC schreiben können, das ist aber auch schon alles. Niemand rechnet beim Energieverbrauch des PCs noch den Monitor mit drauf.
Nein, kann sie nicht. Wir reden bei der Photosynthese von einem Wirkungsgrad, der bei 0,2 bis 2% liegt, also ein bis zwei Größenordnungen geringer. Mit Gentechnik kann man da wohl noch einiges verbessern, aber auch da wird man wohl nicht über 20% kommen.
Wir haben keinen Schimmer wie gut der Quotient bei diesen Algen ist oder noch werden kann. Du auch nicht, also tu nicht so.

Rechne dann noch die energetischen Kosten für Siliziumabbau und Transport hinzu, die Knappheit an geeignetem Quarzsand (ja, der wird jetzt schon knapp) und die Algen haben wieder Chancen.
Ich betone Chancen. Denn im Gegensatz zu dir hab ich keine Glaskugel, sondern vermute nur fundiert.
Fast noch entscheidender ist die Tatsache, dass PV Anlagen relativ pflegeleicht sind, während es einem die Algen übel nehmen, wenn es da zu kalt oder zu heiß wird. Außerdem erzeugt das PV Modul bereits Strom, während die Algen überwiegend chemische Energie erzeugen.
Hast du dich auch nur ein Stück mit der Wartung von Solarparks beschäftigt?
Würde ich empfehlen.
Was die Empfindlichkeit dieser Algen angeht, hast du wiedermal keine Ahnung, in diesem Stadium wissen das die Forscher selbst nicht, aber du meinst es zu wissen...
Klar und dann legen wir noch ein Kabel zum Mond...
Nur in den Orbit, nennt sich Weltraumlift und ist nach einer Anfangsinvestition viel sparsamer als chemische Triebwerke zu nutzen.
Auch nur 1Kg in den Orbit zu bringen ist sündhaft teuer und verbraucht extrem viele Ressourcen.
Siehe oben.
Dann hat man noch das Problem, dass unsere schützende Erdatomsphäre weg ist, die obendrein auch noch wunderbar kühlt (der Todesstein ist unrealistisch, weil ihn alleine die Innenbeleuchtung grillen würde).
Keine Ahnung was du damit sagen willst.
Die Erdatmosphäre kühlt? Was denn, und im Vergleich zu was? Im Vergleich zum All haben wir es hier relativ warm, nur als Hinweis.
Supraleitende Materialien sind im All auch kein Problem, eben wegen der niedrigen Temperatur.
Bei dem Todesstein steig ich völlig aus, ich weiss nicht was du damit sagen willst.
Wenn man groß denkt, dann ist es besser ein Kabel nach Afrika und Brasilen zu verlegen. Am besten Südafrika und Argentinien/Chile, dann klappt es auch mit dem Energieprofil.
Na die werden uns was husten (zurecht), wenn wir mal wieder deren Ressourcen haben wollen.
Desertec lässt grüßen.
Gibt es schon, nennt sich Kernkraftwerk. Vermutlich wird es sich in den nächsten Jahrzehnten verstärkt durchsetzen. Wobei wir Deutschen da ja eine Phobie haben, aber die Welt interessiert das nicht.
Uranknappheit, Atommüll, SuperGau-Risiko.
Aber glaub ruhig den Filmchen aus den 50ern, das Atom ist dein Freund xD.

Wenn man mal außerhalb der deutschen Blase schaut, dann könnten Kernkraftwerke stärker übernehmen und die Photovoltaik. Dann gibt es genug Energie für alle.
Wenn man mal aus der Blase der kapitalistischen Marketinglügen hinaus schaut wird man, gar nicht so überrascht, feststellen, dass all diese Heilsversprechen nicht eingehalten werden können. Weder Photovoltaik noch Kernkraft können genug Energie bereitstellen, den globalen Energiebedarf zu decken, dafür fehlen die entscheidenden Ressourcen, Quarzsand und Uran.
Von Umweltfolgen beim Abbau und Betrieb von beidem reden wir da noch gar nicht.
Sehr einfach vorherzusagen: nein
(...)
Na wenn Pu das unbelegt behauptet...
 
Weder Photovoltaik noch Kernkraft können genug Energie bereitstellen, den globalen Energiebedarf zu decken, dafür fehlen die entscheidenden Ressourcen, Quarzsand und Uran.
Es geht auch gar nicht darum, dass ein Energieträger alles abdeckt. Sondern es kommt auf die Mischung an.
 
Nun, doch. Irgendwann geht es darum mit einem Energieträger alles abzudecken.
Mittelfristig magst du recht haben, da ist ein Mix nötig, weil es wohl nicht anders geht (ohne Kernkraft geht allerdings super und sollte es auch, ich hätte jedenfalls lieber Stromausfälle als eine verstrahlte Welt). Aber bei all dem machen wir immer wieder denselben Fehler wie bei Kohle und Öl: Wir denken es nicht zu Ende, wir denken wieder nur an die nächsten 50 oder 100 Jahre.
Nix gelernt die Menschheit.
 
Nein, es ist ein Raspberry, man hätte also Mini-PC schreiben können, das ist aber auch schon alles. Niemand rechnet beim Energieverbrauch des PCs noch den Monitor mit drauf.

Bei einem PC denkt man an etwas anders, als an einen Mikrocontroller, der für kurze Zeit im Mikrowattbereich irgendwelche Berechnungen durchführt.

Wir haben keinen Schimmer wie gut der Quotient bei diesen Algen ist oder noch werden kann.

Wenn man sich damit beschäftigt, dann weiß man wo die des Grenzen liegen, mit und ohne Gentechnik, sowie die theoretischen Obergrenzen. Das ganze ist sehr intensiv erforscht.

Du auch nicht, also tu nicht so.

Ich habe mich intensiv damit beschäftigt und auch einige Vorträge darüber gehört. Darunter einen, in dem es darum ging die ganzen Bremsen durch Gentechnik und neu entworfene Enzyme zu lösen. Sehr interessant, das kann ich die sagen.

Von daher: ich hab den Schimmer.

Rechne dann noch die energetischen Kosten für Siliziumabbau und Transport hinzu, die Knappheit an geeignetem Quarzsand (ja, der wird jetzt schon knapp) und die Algen haben wieder Chancen.

Dumm nur, dass die Algen üblicherweise in Glasröhren wachsen und nun rate mal, woraus die bestehen: Quarz. Mit den Algen hast du energietechnisch quasi keine Chancen, da zielt man meist auf die Biomasse.

Ich betone Chancen. Denn im Gegensatz zu dir hab ich keine Glaskugel, sondern vermute nur fundiert.

Du vermutest unfundiert, wie sich in dem Post noch zeigen wird.

Hast du dich auch nur ein Stück mit der Wartung von Solarparks beschäftigt?
Würde ich empfehlen.

Ja habe ich und einer der ganze großen Vorteile ist, dass PV Analgen extrem wartungsarm sind. Man kann Anlagen mit duzenden oder gar hunderten MW betreiben, ohne Personal vor Ort zu haben.

Was die Empfindlichkeit dieser Algen angeht, hast du wiedermal keine Ahnung, in diesem Stadium wissen das die Forscher selbst nicht, aber du meinst es zu wissen...

Ich habe mal Chemische Technologie studiert und dadurch Ahnung von Verfahrenstechnik.

An Algen wird seit weit über 50 Jahren sehr intensiv geforscht. Du tust so, als wäre das Neuland, es ist aber sehr gut erforscht und die Probleme sind die gleichen geblieben. Es sieht auf Presseterminen super aus, aber wenn es dann ersteinmal anfängt zu wachsen, dann beginnen die Probleme.

Nur in den Orbit, nennt sich Weltraumlift und ist nach einer Anfangsinvestition viel sparsamer als chemische Triebwerke zu nutzen.

Hier sieht man dass du keine Ahnung hast.

Ein nettes SiFi Konzept, blöd nur, dass es bis heute kein Material gibt, das so eine Last tragen könnte. Man kann sich heute vorstellen, dass es wohl irgendwas mit Nanoröhren zu tun hat, wie es genau gehen könnte, davon hat niemand eine Ahnung und es sieht so aus, als würde das auch längere Zeit so bleiben.

Selbst wenn man diesen Lift bauen könnte, auch mit 200kmh bräuchte eine Gondel eine Woche nach oben. Man müßte es also in beide Richtungen bauen, ein Seil in jede Richtung. Dann ist auch noch die Frage, wie man die Energie übertragen soll, knapp 33000km Kupferschienen wiegen einiges, auch wenn der Energietransport mit Supraleitern erledigt wird. Fraglich, wie weit soetwas rentabel wäre. Dann bräuchte sowas auch noch enormen Unterhalt. Ein einfaches: wir schicken unseren Krempel nahezu ohne Kosten hoch wird es nicht werden.

Das zeigt endgültig, dass du keine Ahnung hast.

Dagegen ist die Kernfusion absolut praktikabel, wenn, dann würde ich darauf setzen.

Die Erdatmosphäre kühlt? Was denn, und im Vergleich zu was? Im Vergleich zum All haben wir es hier relativ warm, nur als Hinweis.

Du hast keine Ahnung, laß mich dich aufklären.

Wenn du auf der Erde mit deinem PC zockst, dann kühlen Luftkühler und die Konvektion dein System. Im Weltall gibt es soetwas nicht, hier muß die Wärme mittels Strahlung weggeschafft werden. Dumm nur, dass das sehr ineffizient ist. Wenn du nackt im Weltraum sein würdest (wir ignorieren kurz die Tatsache, dass du zu kochen anfangen würdest und sämtliche Gase entweichen), dann würdest du dich langsam erwärmen und an einem Hitzschlag sterben. Deine Oberfläche ist zu klein, um die Wärme, die zu erzeugst, abzuführen. Gleichzeitig würdest du von der Sonne auch noch auf einer Seite mit über 1000W/m² geröstet. Die tiefen Temperaturen täuschen. Es gibt kein Medium, dass du um 250°C erwärmen könntest. Raumanzüge verfügen übrigens vorallem über ein Kühlsystem, damit die Astronauten keinen Hitzschlag bekommen.

Es ist eines der Dinge, die in quasi allen Weltraumfilmen vernachlässigt wird. Wenn man auf der Erde wäre loswerden will, dann ist das stink einfach. Im Weltraum ist das hingegen eine absolute Herausforderung. Die ISS hat dafür extra Module und die sind nicht billig. Das ist eben etwas, das quasi alle Filme falsch machen. Man kann keine gigantische Raumstation bauen, ohne dass sich die irgendwann mit ihrer eigenen Abwärme selbst grillt. Wenn du glaubst, du könntest einfach mal im Weltall darauf losbauen, dann irrst du dich und zwar gewaltig.

Wenn etwas jedoch keine oder nur sehr wenig Wärme erzeugt, dann kommt das Problem der tiefen Temperaturen. Es kühlt sich ab und irgendwann frieren die Systeme ein und die Materialien werden Brüchig. Der Weltraum ist kein sonderlich netter Ort.

Supraleitende Materialien sind im All auch kein Problem, eben wegen der niedrigen Temperatur.

Wenn man sie konsequent von der Sonne fern hält, dann schon.

Bei dem Todesstein steig ich völlig aus, ich weiss nicht was du damit sagen willst.

Gemeint war der Todesstern, da hat mir die Autokorrektur offenbar einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Das Ding ist so riesig, dass es alleine durch die Innenbeleuchtung gegrillt würde und eigentlich glühen müßte.

Na die werden uns was husten (zurecht), wenn wir mal wieder deren Ressourcen haben wollen.
Desertec lässt grüßen.

Desertec ist an Europa gescheitert.


Gibt es nicht, es ist mehr als genug Uran verfügbar.


Seit Jahrzehnten gelöst.


Im Vergleich zu anderen Risiken, die wir auf uns nehmen, etwa große Staudämme, ist das Restrisiko überschaubar, besonders, wenn man die Alternativen betrachtet.

Wenn man mal aus der Blase der kapitalistischen Marketinglügen hinaus schaut wird man, gar nicht so überrascht, feststellen, dass all diese Heilsversprechen nicht eingehalten werden können.

Was ist deine Alternative?

Der Weltraumlift, der in 100, 200 oder auch erst in 1000 Jahren kommen könnte, eventuell aber auch nie. Da kann man gleich auf Kohle setzen und hoffen, dass eine gute Fee die Erderwärmung wegzaubert.

Weder Photovoltaik noch Kernkraft können genug Energie bereitstellen, den globalen Energiebedarf zu decken, dafür fehlen die entscheidenden Ressourcen, Quarzsand und Uran.

Blödsinn!

Uran und Thorium sind mehr als genug vorhanden und Sand?!? Die Erdkruste besteht zu einem großen Teil aus Silizium, es ist das zweit häufigste Element.

Von Umweltfolgen beim Abbau und Betrieb von beidem reden wir da noch gar nicht.

Aber dein Weltraumlift wird durch Luft und Liebe erbaut.

Na wenn Pu das unbelegt behauptet...

20% > 2%

Das ist Mathematisch beweisbar.

Aber bei all dem machen wir immer wieder denselben Fehler wie bei Kohle und Öl: Wir denken es nicht zu Ende, wir denken wieder nur an die nächsten 50 oder 100 Jahre.

Du solltest dich bei deinem "Fachwissen" nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.

Nix gelernt die Menschheit.

Brauchbares hast du nicht anzubieten, nur irgendwelche Träumereien.
 
Ganz offtopic aber ich hoffe es stört auch nicht: Ich finde das aktuelle Heft wirklich toll, ein echtes Highlight (die letzten Ausgaben waren auch nicht schlecht, aber Highlights kann es ja auch nicht dauernd geben).

Danke. :-)
Allgemein ist Feedback zum Heft hier sehr willkommen:


@PCGH_Torsten
Könnt ihr bitte den Titel ändern? Ein Cortex M Mikrocontroller ist vielleicht ein Computer, aber ganz sicher kein PC :D

Über eingängige Titel entscheidet entweder @PCGH_Thilo oder aber der Auto selbst, in dem Fall solltest du deine Anregung also an @PCGH_Claus richten. Als ewiger Besserwisser fällt mir auch sofort auf, dass der sogenannte "PC" die meiste Zeit über nichts gemacht hat, dass man als "laufen" bezeichnen würde. :-)


Nur auf dem Papier und in Computeranimationen.

Die einzige Methode, die sich heute realisieren läßt besteht darin eine Bucht abzusperren und das bekommt man heute nicht mehr gegen den Umweltschutz durch.

Der Rest hat sich als nicht realisierbar erwiesen. Wir reden hier von einer extrem feindlichen Umgebung für Technik. Schiffe und Ölbohrplattformen haben damit ihre liebe Not und das obwohl sie entweder auf wenige bewegliche Teile setzen oder einfach in einen Hafen fahren können. Auch das italienische Mose Projekt hat größere Probleme, obwohl das nur ein paar Klappen sind, die mit Pressluft aufgepumpt werden und mit zwei Scharnieren ab Meeresboden befestigt sind.

Es ist eine Sache ein paar schöne Propeller in einer Computeranimation zu erstellen. Eine ganze andere ist es das in echt zu bauen und auf dem Meeresgrund zu platzieren. Wenn das Ding alle paar Wochen bis Monate ausfällt und man hoffen muß, dass das von einem Team von Tauchern repariert werden kann, dann ist die Rentabilität schnell im Eimer.

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Das Problem ist eben, dass man dafür eine schöne große Bucht, mit ordentlich Tidenhub, absperren muß. Dummerweise sind diese Buchten ökologisch extrem wertvoll und das Ökosystem wird bestenfalls extrem verändert. Die Zone des Tidenhubs ist für viele Arten extrem interessant, genau wie große Buchten. In Frankreich hat man eine Abgesperrt und das Ökosystem stark verändert. Zum Glück gab es da einen größeren Fluß, der für frisches Wasser sorgt. In Südkorea hatte man damit weniger Glück, da verwandelte sich die Bucht in eine stinkende Kloake, die noch kilometerweit ihr besonderes Aroma abgab. Außerdem ist da alles verendet. Deshalb verzichtet man auf die Hälfte der Stromerzeugung, damit das Wasser besser ausgetauscht wird

Auf die Nachteile der Atomenergie gehe ich an der Stelle mal nicht ein, die können wortwörtlich ganze Bücher alleine füllen.

Aber auch bei den Gezeitenkraftwerken liest sich dein Post wie ein Beitrag aus den 70er Jahren. Staubecken werden heute praktisch nicht mehr geplant. Das klassische französische Beispiel Rance stammt aus den 60ern; die im letzten Jahrzehnt in Korea in Betrieb genommene Anlage war die erste große seit den 80ern und nutzt ein bereits lange vorher abgetrenntes, eigentlich zur Landgewinnung gedachtes Becken. Stand der Technik heute sind freistehende/-schwimmende Turbinen, die ohne Staumauern auskommen. Großbritannien sind seit teils 1,5 Jahrzehnten mehrere Anlagen in kommerziellem Betrieb. Einige wurden zwar auch wieder außer Betrieb genommen, weil die Konstruktionen den Belastungen nicht gewachsen waren, aber technisch ist das Konzept gangbar und mit heutigen Mitteln realisierbar.

Aus Sicht des Umweltschutz sind aber auch solche Anlagen nicht unbedenklich, da die wenigen geeigneten Standorte biologisch sehr aktiv sind und die Geräuschentwicklung zudem weitreichend ist. Und aus Sicht von Investoren sind die Dinger sehr teuer, weil sie unter Wasser errichtet werden und sehr stabil gebaut werden müssen. Sonst zahl man hinterher bei der Wartung doppelt und dreifach drauf. Gegen den billigen Strom aus Windkraft- und Solaranlagen kann man damit nicht konkurrieren.

Soweit ich weiß liegen die weltweiten Windsysteme bei 20TW. Wenn man da das eine oder andere rausnimmt, dann wird das wohl Folgen haben, welche will man nicht so genau wissen. Es ist wie beim Asbest oder dem verbleitem, die waren natürlich, konnten also nicht gefährlich sein. Darum konnte man sich damals wie heute jede Forschung sparen, es wird sich nur rausstellen, dass sie ungefährlich sind.

Ich bin der Meinung, dass das mit dem Einfluss auf die Windsysteme gründlich analysiert werden muß, auch wenn die Ergebnisse vielen nicht passen könnten.

Ich konnte keine globale Angabe finden, aber alleine für die Ferrel-Zellen, also die globale athmospährische Zirkulation in den mittleren Breiten, werden 275 TW mechanische Energie angegeben: https://dash.harvard.edu/handle/1/11857805
Die polaren Zellen haben teils deutlich stärkere Winde und die vergleichbar starken äquatorialen decken eine wesentlich größere Fläche ab, sodass ich wenigens 1.000 TW für die großräumigen globalen Strömungen erwarten würde. Deren Stärke ist aber gering im Vergleich zu den kleineren Windsystemen, die an ihnen entlang wandern und in sich rotieren: Hier in Deutschland schwanken Winde je nachdem, welches Tief oder Hoch gerade durchzieht und den großen, überlagerten Westwind-Trend sehen wir eigentlich nur an der Bewegung dieser Tiefs und Hochs auf der Wetterkarte. Aber das, was wir im Alltag als "Wind" spüren respektive für Windkraftanlagen nutzen können, ist viel stärker als die 1.000-TW-Systeme. Ob es nun eher das 10-, das 100- oder das 1.000-fache an Leistung ist, kann ich nicht einmal raten, aber wir sprechen definitiv vom EW-Bereich, wärend die Menschheit bislang nicht einmal 1-TW-Windenergie nutzt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Pu at its best:

Uranknappheit?
Gibt es nicht, es ist mehr als genug Uran verfügbar.
Atommüll.?
Seit Jahrzehnten gelöst.
Und dann noch Thorium xD.
Ist ok, jeder mit Ahnung nimmt es eh nicht für voll, da mach ich mir jetzt nicht die Mühe deinen Post aufzubröseln. Ist ja nicht so, dass ich gehofft hätte dir was beibringen zu können. Der Zug ist abgefahren. Nur eins vielleicht noch: Sand ist nicht Sand. Sandknappheit
Ich bin raus.
 
und kann einem Mikroprozessor ein Jahrelang mit Strom versorgen. (Gelesen)
Einen Prototypen eines Mikroprozessors der dabei 0,3μW verbraucht hat.
Das selbe Ding würde mit einer CR2032 (200mAh Kapazität *2V(Minimum) Zellspannung) Knopfzelle, Selbstentladung ausgenommen, grob überschlagen 152 Jahre laufen (ich hab das jetzt drei Mal nachgerechnet weil es echt so verdammt unglaublich lang scheint)!
 
Nun, doch. Irgendwann geht es darum mit einem Energieträger alles abzudecken.
Das ist aber unrealistisch. Die einzige Ressource welche nahezu unbegrenzt und immer zur Verfügung steht ist Wasser. Aber direkt aus Wasser lässt sich keine Energie gewinnen. Und bei der Herstellung von Wasserstoff geht Energie verloren.

Wind gibt es zwar auch nahezu unbegrenzt aber nicht immer gleich stark und überall. Sonne gibt es nur in manchen Wüstenregionen immer. Aber da kann man auch nicht einfach alles zubauen.

Auch in der Zukunft wird es einen Energiemix geben und nicht nur einen Energieträger.
 
Das ist aber unrealistisch. Die einzige Ressource welche nahezu unbegrenzt und immer zur Verfügung steht ist Wasser. Aber direkt aus Wasser lässt sich keine Energie gewinnen. Und bei der Herstellung von Wasserstoff geht Energie verloren.
Wasser ist nicht unbegrenzt verfügbar, tatsächlich ist es sogar recht selten, denn es bedeckt nur eine hauchdünne Schicht des Planeten.
Gesteine sind da die viel mehr vorhandenen Ressourcen.
Wind gibt es zwar auch nahezu unbegrenzt aber nicht immer gleich stark und überall. Sonne gibt es nur in manchen Wüstenregionen immer. Aber da kann man auch nicht einfach alles zubauen.
Stimmt alles.
Auch in der Zukunft wird es einen Energiemix geben und nicht nur einen Energieträger.
Vermutlich schon, wie ich in meinem ersten Post ja auch sagte.
Nur wird die Energie dann eben nicht reichen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Energie produzieren aus Steinen wird schwer.
Energie in Steinen speichern ist aber gerade total in. "Einfach" die Steine weiter weg vom Erdkern bewegen wenn Energie übrig ist und im Generator-Betrieb wieder runter lassen wenn die Energie benötigt wird.
Hallo Gravitationsbatterie.
 
Energie produzieren aus Steinen wird schwer.
Energie in Steinen speichern ist aber gerade total in. "Einfach" die Steine weiter weg vom Erdkern bewegen wenn Energie übrig ist und im Generator-Betrieb wieder runter lassen wenn die Energie benötigt wird.
Hallo Gravitationsbatterie.
Nur doof dass das "weiter weg bewegen" auch Energie kostet. :ugly:
 
Deswegen Batterie ;). Man kann schwerlich aus Steinen Energie gewinnen, Das wollte ich auch nie sagen. Bei obiger Aussage ging es nur darum, was knappe Ressourcen sind und was nicht :).

Allerdings ist die Gravitationsbatterie trotzdem spannend, könnte sie doch theoretisch Solar- und Windenergie speichern und 24/7 bei Bedarf zur Verfügung stellen.
 
Kannte ich gar nicht, zumindest nicht im großen Stil mit Gestein :).

Man braucht auch extrem viel Gestein, weswegen es irgendwie immer bei Überlegungen bleibt und nichts gebaut wird.
Mal so als Überschlag: 100 Tonnen gut 102 Meter anheben (könnte man vielleicht gerade so in einen WKA-Turm einbauen) entspricht einer Arbeitsleistung von rund 100 MNm = 100 MWs. Also knapp 28 kWh; nicht mehr als ein einzelner Schwungradspeicher schafft, den man einfach unten in den Turm reinstellen könnte. Selbst wenn man nur den Output einer alten 3-MW-Turbine während eines Sturms für eine Stunde zwischenspeichern wollte, müsste man aber die 1.000-fache Materialmenge bewegen respektive 100.000 Tonnen um 100 m anheben.
Zum Vergleich: Das Bauwerk mit der höchsten potenziellen Energie, dass die Menschheit bislang in regulären Betrieb genommen hat, müsste Schiffshebewerk am Drei-Schluchten-Damm sein. 110 m und 12.000 t – die durch ein Gegengewicht komplett ausgeglichen werden, sodass nur Beschleunigungs- und Reibungsenergien überwunden werden, aber netto gar keine physikalische Hebeleistung erbracht wird. (Brutto haben natürlich nach einem vollen Durchlauf ein Schiff und eine Menge Wasser gleichen Gewichts die Höhenniveaus getauscht.)

Praktikabel ist das Prinzip aber als Pumpspeicherkraftwerk, wo man Wasser statt Steine bewegt.
 

Ja, ich bin der beste ;)


Es gibt mehr als genug Uran.

Zum einen kann man die Abfälle des Phosphatabbaus nutzen, da ist dann noch mal die 10 fache Menge drin und zum anderen kann man es aus dem Meer gewinnen, da ist dann die 1000 fache Menge drin.

Danach besteht noch die Möglichkeit das abgereicherte Uran in schnellen Brütern zu verwenden. Es gibt heute auf der Welt soviel abgereichertes Uran, damit man damit den Energiebedarf von 10 Mrd Menschen für 700 Jahre decken könnte und das auf dem Niveau der USA, auf dem Niveau der EU würde es für 1400 Jahre reichen.

Es ist mehr als genug vorhanden.


Ja, die Sache ist gelöst. In Herfa-Neurode wird seit etlicher Zeit Giftmüll eingelagert, da kräht auch kein Hahn danach, obwohl der auch nichtmehr das Licht der Welt erblicken sollte und das sogar ewig. Es kling komisch, aber ewig ist deutlich länger als eine Million Jahre. An und für sich könnte man den ganzen Nuklearmüll sogar dazustellen.

Und dann noch Thorium xD

Ja, Thorium, davon gibt es doppelt soviel, wie Uran und es fällt in großen Mengen als Abfallprodukt an. Alleine eine Mine für Seltene Erden (die übrigens nicht selten sind), könnte den Thoriumbedarf der ganzen Menschheit decken.

Ist ok, jeder mit Ahnung nimmt es eh nicht für voll, (...)

Sorry, aber wer ernsthaft den Weltraumlift und PV Analgen im All für die Lösung der aktuellen Probleme hät, der hat einfach keine Ahnung.

(...) da mach ich mir jetzt nicht die Mühe deinen Post aufzubröseln.

Mit anderen Worten: dir fällt nichts ein.

Ist ja nicht so, dass ich gehofft hätte dir was beibringen zu können.

Beibringen, du mir? Was denn? Halbwissen und Träumereien, wobei es bei dir eher Zehntelwissen ist.

Ich lasse mich durchaus mit Fakten überzeugen, aber nicht mit irgendwelchen Käse.

Der Zug ist abgefahren.

Ich fürchte, für dich ist es da.

Wobei ich den Tip hab: grab einfach etwas tiefer, lass dich nicht mit irgendwelchen Schlagworten abspeisen und informiere ich.

Nur eins vielleicht noch: Sand ist nicht Sand. Sandknappheit

Wenn du dir das durchgelesen hättest, dann wüßtest du, dass es hier um Bausand und Sand für Landaufschüttungen geht. Das hat etwas mit der Oberflächenstruktur zu tun, da Wüstensand glattgeschliffen ist.

Für die Produktion von Mikrochips benötigt man nur SiO2 und das muß auch noch mehrfach gereinigt werden, Mit anderen Worten: dafür ist jeder Sand geeignet

Das ganze war Thema in meinem Studium (Anorganik II), von daher kenne ich mich da ein wenig aus.

Aber das ist eben dein Problem, du hörst ein Schlagwort, hast aber keine Ahnung von den Fakten dahinter.
https://www.careelite.de/sand-sandknappheit/

Sag doch, wenn dir die Ideen ausgehen.

Wasser ist nicht unbegrenzt verfügbar, tatsächlich ist es sogar recht selten, denn es bedeckt nur eine hauchdünne Schicht des Planeten.

Die Ozeane sind im Schnitt 2km tief und wir haben es mit einer Schmelze der Polkappen zu tun. Zumindest das Salzwasser wird uns nicht ausgehen. Wenn man davor Angst hat, dann darf man mit der Wasserstofftechnik garnicht erst anfangen.

Nur wie will man daraus Energie gewinnen?
Ich meine jetzt keine fossilen Energieträger.

Kernkraft

In den meisten Gesteinen ist soviel Uran und Thorium enthalten, dass sich das sogar irgendwann lohnen könnte. Nur Momentan gibt es mehr als genug Uran und Thorium quillt und hinten und vorne raus.

Energie in Steinen speichern ist aber gerade total in. "Einfach" die Steine weiter weg vom Erdkern bewegen wenn Energie übrig ist und im Generator-Betrieb wieder runter lassen wenn die Energie benötigt wird.
Hallo Gravitationsbatterie.

Daran wird schon seit Ewigkeiten gearbeitet, sogar schon bevor es Elektrizität gab. Nur gibt es da gigantische Probleme, was die Wirtschaftlichkeit und technische Durchführung betrifft.

Das einzige, das sich durchsetzen konnte war der Pumpspeicher, die sind richtig gut und nur schwer zu schlagen.

Allerdings ist die Gravitationsbatterie trotzdem spannend, könnte sie doch theoretisch Solar- und Windenergie speichern und 24/7 bei Bedarf zur Verfügung stellen.

In der Praxis sind eben alle Projekte gescheitert, zuletzt "Energy Vault" oder es ist bei hübschen Computerbildern geblieben (wie beim Hydraulikspeicher oder dem Ringwallspeicher). Es sieht auch nicht so aus, als würde das auch in Zukunft so bleiben.

Ich konnte keine globale Angabe finden, aber alleine für die Ferrel-Zellen, also die globale athmospährische Zirkulation in den mittleren Breiten, werden 275 TW mechanische Energie angegeben: https://dash.harvard.edu/handle/1/11857805
Die polaren Zellen haben teils deutlich stärkere Winde und die vergleichbar starken äquatorialen decken eine wesentlich größere Fläche ab, sodass ich wenigens 1.000 TW für die großräumigen globalen Strömungen erwarten würde. Deren Stärke ist aber gering im Vergleich zu den kleineren Windsystemen, die an ihnen entlang wandern und in sich rotieren: Hier in Deutschland schwanken Winde je nachdem, welches Tief oder Hoch gerade durchzieht und den großen, überlagerten Westwind-Trend sehen wir eigentlich nur an der Bewegung dieser Tiefs und Hochs auf der Wetterkarte. Aber das, was wir im Alltag als "Wind" spüren respektive für Windkraftanlagen nutzen können, ist viel stärker als die 1.000-TW-Systeme. Ob es nun eher das 10-, das 100- oder das 1.000-fache an Leistung ist, kann ich nicht einmal raten, aber wir sprechen definitiv vom EW-Bereich, wärend die Menschheit bislang nicht einmal 1-TW-Windenergie nutzt.

Mea culpa,

da hab ich eine Studie, die das weltweite Potential der Windkraft mit 20TW beziffert hat, mit den Windsystemen der Erde verwechselt, die natürlich deutlich stärker ein müssen (sonst würde alles stillstehen).

Aber auch bei den Gezeitenkraftwerken liest sich dein Post wie ein Beitrag aus den 70er Jahren.

Das Problem ist, dass sich seither nicht mehr soviel weiterentwickelt hat, jedenfalls wenn es um praktisch nutzbare Konzepte geht.

Staubecken werden heute praktisch nicht mehr geplant. Das klassische französische Beispiel Rance stammt aus den 60ern; die im letzten Jahrzehnt in Korea in Betrieb genommene Anlage war die erste große seit den 80ern und nutzt ein bereits lange vorher abgetrenntes, eigentlich zur Landgewinnung gedachtes Becken.

Damit hat sich die Gezeitenkraft auch zu einem recht großen Teil erledigt.

Stand der Technik heute sind freistehende/-schwimmende Turbinen, die ohne Staumauern auskommen.

Stand der Technik würde bedeuten, dass die im großen Stil gebaut werden können, soweit ich weiß ist das aber Gegenstand der Forschung.

Die Kohlekraftwerksbetreiber waren froh, dass der Kugelhaufenreaktor gescheitert ist, da der einen trockenen Naturzugkühlturm hatte und das dann um ein Haar Stand der Technik geworden wäre. Damit hätte man bei allen künftigen Kraftwerken einen solchen verlangen können.

Großbritannien sind seit teils 1,5 Jahrzehnten mehrere Anlagen in kommerziellem Betrieb. Einige wurden zwar auch wieder außer Betrieb genommen, weil die Konstruktionen den Belastungen nicht gewachsen waren, aber technisch ist das Konzept gangbar und mit heutigen Mitteln realisierbar.

Soweit ich weiß gab es da massiven Ärger, die Anlagen sie nie sonderlich zuverlässig gewesen (bitte korrigiere mich, wenn ich falsch liege). Das beste, von dem ich weiß, ist eine Anlage in Kanada, die sich massive Gezeitenströmungen zu nutze macht. Die bietet einen recht hohen Ertrag und man kann sie gut warten. Nur sind diese Strömungen leider sehr begrenzt.

Gegen den billigen Strom aus Windkraft- und Solaranlagen kann man damit nicht konkurrieren.

Ich finde, dass die Erforschung dennoch gefördert werden sollten, genau wie OTec und das Polarkraftwerk.

Es ist wie bei den alternativen Ansätzen zur Kernfusion: der Tokamak ist das momentane non plus Ultra, das mit der berühmten an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit funktionieren wird (die kritischen Fragen sind wirtschaftlicher Natur) und der Stellarator die beste Alternative, aber wenn einer der alternativen Ansätze Erfolg hat, dann könnte man schon "sehr bald" Fusionsenergie haben, zu geringen Kosten.

Deshalb sollte man ungewöhnliche Ansätze im Auge behalten und sie erforschen.
 
Wikpedia hat eine ganz nette Liste von Anlagen:

Die meisten hatte keine größeren Probleme mit der Zuverlässigkeit, wurden aus Kostengründen aber nur als Versuchsprojekt mit wenigen Turbinen realisiert. Die waren erfolgreich, aber bis auf wenige Ausnahmen, die jetzt langsam zu großen Parks ausgebaut wurden, hat niemand eine Umsetzung in großem Maßstab finanziert. Daran würde ich aber nicht die Bezeichnung "Stand der Technik" knüpfen. Autohersteller machen das zwar ("was die Konkurrenz in jedem Fahrzeug hinbekommt und wir selbst bei etwas teureren auch, zählt nicht. Das ihrem Modell Fähigkeiten fehlen ist Stand der Technik, da gibt es nichts nachzubessern."), aber korrekter wäre wohl "Stand der Profitoptimierung". Stand der Technik sind Dinge, die technisch nachweislich problemlos realisiert werden können. Stacked-Chips für zusätzlichen Cache nutzt zum Beispiel kaum eine CPU, aber deswegen ist die Technik doch nicht "Gegenstand der Forschung".
Den Ausdruck könnte man eher für die von dir so gelobten Atomkraft verwenden; die Kraftwerke dürfen ja nur mit Ausnahmegenehmigung laufen, weil zur Endlagerung noch lange geforscht und probiert werden muss. :-P
 
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