Focusrite Scarlett Solo 3rd Gen + the t.bone SC400

DrXen

Freizeitschrauber(in)
Hat mit der Kombination jemand Erfahrung? Momentan habe ich eine AE-7 und ein einfaches 9€ Mikrofon (analog) im Direct Modus, Kopfhörer Ausgang ist OK, da kann ich nicht klagen.

Aber das Mikro spinnt immer wieder mal, die Mitspieler beschweren sich über rauschen/Dopplung/Echo.. ein aus und einschalten des Mikros behebt den Fehler kurz.

Jetzt wollte ich auf ein Kondensator Mikrofon wechseln und habe mir die obere Kombi rausgesucht (liegt im Warenkorb, ist noch nicht gekauft), Einsatzgebiet ist rein Gaming.

Hat das zufällig jemand im Einsatz und kann darüber was sagen?
 
Ich würde grundsätzlich von zwei Soundkarten abraten.
Das in Games zu konfigurieren wird nervig.

Würde mir einfach n Modmic besorgen und in die AE7 stecken.
 
Der kopfhörerverstärker der Focusrite ist nicht so geil. Damit verschlechterst du dich nur.
Ich hab z.b. eine Antlion usb Karte (15€) für ein Mikrofon. Topping DAC/KHV für Kopfhörer.
Das funktioniert schon Jahre mit 2 unterschiedlichen „Karten“
Creative hat manchmal gute Hardware aber shit Treiber…
 
Ok,
Ich würde grundsätzlich von zwei Soundkarten abraten.
Das in Games zu konfigurieren wird nervig.

Würde mir einfach n Modmic besorgen und in die AE7 stecken.
Ich hätte dann die AE-7 verkauft, keine sorge^^
Der kopfhörerverstärker der Focusrite ist nicht so geil. Damit verschlechterst du dich nur.
Ich hab z.b. eine Antlion usb Karte (15€) für ein Mikrofon. Topping DAC/KHV für Kopfhörer.
Das funktioniert schon Jahre mit 2 unterschiedlichen „Karten“
Creative hat manchmal gute Hardware aber shit Treiber…
Gibt es eine alternative zum Focusrite? Phantomeinspeisung hat die AE-7 ja nicht
 
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Der kopfhörerverstärker der Focusrite ist nicht so geil. Damit verschlechterst du dich nur.
Ich hatte an meinem Focusrite (Clarett+ allerdings) schon Kopfhörer mit 300 Ohm und keine Probleme mit der Lautstärke.

@DrXen
Die Focusrites haben ein ganz anderes Problem: Als Audio-Interfaces für professionelle Produktion arbeiten sie mit ASIO, einem Protokoll für den Einsatz in DAWs, mit dem die meisten Game-Engines nicht direkt umgehen können. Werden diese direkt über USB angesprochen, hat man in Spielen damit immer eine spürbare Latenz bei der Audioausgabe, weil Windows erst „übersetzen“ muss.

Der beste Workaround dafür ist, das Audio-Interface zumindest in Spielen mit S/PDIF vom PC zu bespielen. Da es kaum noch Soundkarten und Mainboard mit Koaxial-Anschluss gibt, macht man das optisch über Toslink.

Soll heißen: Für Gaming brauchst du ein Audio-Interface mit optischem S/PDIF-Eingang, mit allem anderen wirst du keinen Spaß haben. Das günstigste, das ich empfehlen könnte, wäre das hier:

Das günstigste Focusrite-Modell mit optischem Eingang ist das 18i8 (3. Generation), allerdings ein Auslaufmodell:

Das bedeutet aber auch: Sollte dein Onboard-Sound keinen optischen Ausgang besitzen, lass die AE-7 drin! Das Interface schließt du sowohl per USB als auch S/PDIF an den Rechner. Dann stellst du die Soundausgabe im Windows auf den entsprechenden Digitalausgang für die Soundausgabe, und die USB-Verbindung brauchst du für das Mikrofon und um das Interface in der zugehörigen Software zu steuern (sowie für die Arbeit in einer DAW, die so wirklich alle Ein- und Ausgänge separat ansteuern kann).

Das t.bone (Thomann-Eigenmarke) kenne ich zwar nicht, aber ich würde mal vermuten, dass das für deine Zwecke reichen sollte. Wenn die Qualität auf etwas professionellerem Niveau sein soll, kannst du auch etwas mehr für das Røde NT1-A springen lassen, das ist in etlichen, v. a. kleineren Studios für Sprachaufnahmen im Einsatz.

Geheimtipp: Alternativ – wenn es dir nur um das Mikrofon geht – sparst du dir das Audio-Interface und probierst es zunächst mit dem Røde NT1 5th Generation:

Da sich dieses auch per USB anschließen lässt, braucht man dafür nicht zwingend ein Audio-Interface; gleichzeitig steht dank XLR einer späteren Verwendung an einem Interface nichts im Wege.
 
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@DrXen
Die Focusrites haben ein ganz anderes Problem: Als Audio-Interfaces für professionelle Produktion arbeiten sie mit ASIO, einem Protokoll für den Einsatz in DAWs, mit dem die meisten Game-Engines nicht direkt umgehen können. Werden diese direkt über USB angesprochen, hat man in Spielen damit immer eine spürbare Latenz bei der Audioausgabe, weil Windows erst „übersetzen“ muss.
Ich habe ehrlich keine Ahnung von ASIO und habe mich mal kurz damit beschäftigt, deine Aussage kann ich aber nicht ganz verstehen. Zum einen sind die ASIO Treiber dafür da um die Latenz für mixing so gering wie möglich zu halten und nicht wirklich notwendig.

Bedeutet ein Focusrite solo 3rd gen läuft auch ohne diesen Treiber.

Ich tendiere jetzt aber eher zu einem Steinberg ur22c, auch dieser wird von Windows ohne Treiber erkannt, bzw mit den Windows eigenen.
 
Zum einen sind die ASIO Treiber dafür da um die Latenz für mixing so gering wie möglich zu halten und nicht wirklich notwendig.
Das ist richtig, das setzt aber voraus, dass die Software mit dem Protokoll auch umgehen kann. Und das ist bei Games üblicherweise nicht der Fall, genauso wenig bei Zoom oder Discord, die können nur Windows DirectSound bzw. WASAPI, was wiederum von Gaming-Soundkarten und Onboard-Sound nativ unterstützt wird, aber halt nicht von professionellen Audio-Interfaces wie dem Focusrite. Das Windows muss hier also zwangsläufig zwischen den Protokollen übersetzen, was automatisch dazu führt, dass der Ton in Games über das Interface verzögert und damit asynchron zum Bild ausgegeben wird, wenn es das Signal über USB und nicht anderweitig erhält. Da ist auch egal, wie klein du die Puffergröße und wie groß die Samplingrate einstellst, um die Latenz zu minimieren – die Verzögerung kommt dadurch zustande, dass die Games nicht „direkt“ mit dem Interface sprechen können. Und die Verzögerung ist stark genug, um zu stören und manche Spiele unspielbar zu machen.
Bedeutet ein Focusrite solo 3rd gen läuft auch ohne diesen Treiber.
Ja, aber das ist dann nur eine Art Kompatibilitätsmodus, der über Windows läuft, mit allen zugehörigen Einschränkungen. DirectSound/WASAPI kann die Ein- und Ausgänge nicht beliebig ansteuern und erkennt z. B. nur die ersten beiden Inputs am Interface. Beispiel: Hat dein Interface mehr als zwei Mikrofoneingänge, wird ein Mikrofon, das an „Mic 3“ angeschlossen ist, im Discord nicht funktionieren.

Daran wird auch das Steinberg nichts ändern. Und da dieses keinen S/PDIF-Eingang hat, rate ich dringend davon ab, das für Gaming einzusetzen. Die Steinberg-UR-Interfaces sind auch sonst m. E. nicht die besten ihrer Preisklasse, weil die Mikrofon-Vorverstärker ein vergleichsweise starkes Eigenrauschen aufweisen. Das macht die beworbene 32-Bit-Auflösung, die ohnehin eher ein Marketinggag als ein sinnvolles Feature ist, nur noch obsoleter.
 
Was doch aber heißt, in diesem Modus funktioniert es wie eine externe Soundkarte und mehr wie ein Mikrofon und Kopfhörer brauche ich auch nicht.

Ist doch richtig, oder nicht? 🤔
 
@DrXen Richtig, mit dem Unterschied, dass im Gegensatz zu einer USB-Soundkarte, die explizit für Gaming beworben wird, der Ton verzögert und nicht synchron zum Bild ausgegeben wird, weil Games das Protokoll nicht beherrschen, mit dem das Steinberg (wie auch das Focusrite und alle anderen Audio-Interfaces) arbeitet. Das wirst du auch nicht abstellen können. Und ich habe das selbst durchlaufen und ausgiebig durchgetestet, um eindeutig sagen zu können, dass es am Protokoll und an nichts anderem liegt, und dass diese Verzögerung absolut nichts ist, was man beim Gaming haben will.

Und wenn dein Kopfhörer mit der AE-7 soweit funktioniert und lediglich das Mikrofon Probleme macht, du aber nicht beabsichtigst, Audioproduktionen auf professionellem Niveau zu machen, dann lass das Audio-Interface weg, nimm das Røde NT1 5th Generation oder ein vergleichbares USB-Mikrofon (wobei es schwer sein dürfte, an das Røde heranzukommen, zumal dieses erheblich zukunftssicherer ist, falls du später doch mal aufrüsten willst), benutze deinen Kopfhörer weiter mit dem AE-7, und du wirst sehr lange Ruhe mit dieser Kombo haben, ohne dir irgendwelche neuen Probleme einzufangen.
 
Ich habe es jetzt glaube verstanden, das genannte rode hat ja ein integriertes Sound Interface. Also im Grunde das gleiche wie wenn man ein externes Sound Interface + Kondensator Mikrofon nimmt.

Nur das man das eben nur fürs Mikrofon nimmt und nicht für die Soundausgabe, da der Kopfhörer Anschluss fürs Monitoring ist.

Ist das so richtig?

Also fürs Gaming die AE7 für die Soundausgabe und das Interface für die "Aufnahme" sprich Mikrofon.
 
Das ist richtig, wenn du das Røde per USB anschließt, verhält es sich wie ein Audio-Interface mit nur einem Kondensatormikrofon als Quelle. In den meisten Programmen macht das aber keinen Unterschied, es wird dann wie jedes andere USB-Mikrofon erkannt. Das Røde hat keinen Kopfhöreranschluss, Ausgabe und Echtzeit-Monitoring gehen allein damit also nicht.

Bei Verbindung per USB bekommt es darüber auch seine Stromversorgung, deswegen braucht es dann kein Interface mit 48 V Phantomspeisung.

Und ja, du würdest im Windows dann einstellen, dass das Røde deine Aufnahmequelle ist und der Ton weiterhin über die AE-7 ausgegeben wird, an die du wie gehabt deinen Kopfhörer anschließt.

Das Geld, was du für das Interface damit einsparst, kannst du dann in einen vernünftigen Mikrofonarm investieren.

Der ist sehr verbreitet, gibt aber natürlich auch günstigere. Die Aufhängung („Spinne“), in der das Mikrofon sitzt, und der Popkiller sind bei dem Røde schon mitgeliefert.
 
Das Rode NT1A und PSA1+ wird es werden, aber eigentlich hätte ich das Audio Interface gern getrennt und lieber das Mikrofon ohne USB und würde ein einfaches Focusrite Vocaster One nehmen. Rein fürs Mikrofon, oder gibt es da auch Probleme mit der Mikrofon Erkennung?
 
@DrXen Da das Vocaster One nur einen Eingang hat, sollte es da keine Probleme mit der Erkennung geben. Das Latenzproblem besteht nur bei der Audioausgabe über das Interface. Sofern du dein Audio über die AE-7 ausgibst und das Vocaster One nur für das Mikrofon verwendest, sollte alles klappen.
 
Wie kriegt ihr es hin, dass das Rode NT1A nicht jedes Geräusch aufnimmt:huh: Selbst Tastenanschläge hat dieses Mike bei mir registriert und natürlich entsprechende Aufnahmen versaut. Ein sehr empfindliches Mikrofon,wie ich finde. Das Dingen findet doch eher im Gesang und Musik-Bereich Verwendung. Am Ende war ich so genervt von dem Teil, dass ich mir ein Rode Procaster gekauft habe. Dieses filtert zumindest einige Umgebungsgeräusche heraus.

 
@shengli Das wirst du mit dem NT1-A und jedem anderen Kondensatormikrofon nie perfekt hinbekommen. Kondensatormikrofone sind bauartbedingt viel empfindlicher als dynamische Mikrofone, wie das Podcaster eins ist. Eine korrekte Ausrichtung des Mikrofons kann schon helfen: Die meisten Mikrofone wie das NT1-A haben eine Nierencharakteristik, das heißt, sie sind vorn am empfindlichsten und nehmen von hinten kaum auf. Ein solches Mikrofon richtet man idealerweise so aus, dass die Rückseite der Kapsel genau Richtung Tastatur zeigt. Es gibt außerdem in OBS einen Filter für Geräuschunterdrückung, der einigermaßen zuverlässig hilft. Störgeräusche in Sprechpausen bekommt man auch ziemlich leicht mit einem Gate weg, wobei man beim Einstellen aufpassen muss, dass man sich da nicht die Sprache ruiniert. Und es gibt mittlerweile auch einige „KI“-Tools wie Nvidia Broadcast, um Tastenanschläge und andere Störgeräusche wegzumachen. Selber habe ich damit aber noch nicht rumgespielt, von daher kannst du nur probieren, ob sie helfen.
 
@Majima Habe ich auch ausprobiert. Diese "Tools" mindern aber schon die Qualität der Sprachausgabe. Verstehe halt nicht, wie man ein solches Mike zb. Gamer oder Youtuber empfehlen kann, da es im Prinzip völlig ungeeignet erscheint.
Ich habe jetzt ja zum Glück Ruhe im Karton dank des Procasters inkl. Windschutz.
 
Melde mich noch mal zurück, habe es gestern das erste mal Testen können beim Zocken (Squad) und bin begeistert. Ja das Mikro hört alles, aber soll es ja irgendwo auch ;-) per Equalizer APO ein RNNoise + ReaGate darüber und dann bin ich zufrieden.

Das "Focusrite Vocaster One" funktioniert auf anhieb ohne extra was Installieren zu müssen.
 
Also ich würde eher von einem Grpßmembran abraten, denn mitunter kann man da ein Kaninchen pubsen hören.
Meine Kombi ist z.B. ein Focusrite 2i2 und auch wenn ich noch ein Rode NT1-A habe nutze ich zum zocken ein günstiges Dynamisches Mikrofon Behringer XM8500 für 19,90€ und dazu z.B: noch einen Klark Teknik CT1 für 29€. mit letzterem hast du für das Mikrofon einen Verstärker der mit Phantomspeisung genutzt wird. Aber merke, ohne solch einen Verstärker bei Dynamischen Mikrofonen auf keinen Fall die Phantomspeisung einschalten. Dazu habe ich zum Beispiel noch die Gravity MSTM 1B Tisch Mikrofonhalterung und dazu noch einen passenden Gravity Schwanenhals Grösse M.
 
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