Aus dem Grund will die Türkei nicht mehr zu EU beitreten. Sonst müssen die Türken schulden von anderen mit Zahlen.
Nicht beitreten zu wollen, weil man ohnehin nicht beitreten darf (Weil die Türkei grundsätzliche Probleme nicht in den Griff bekommt ...), ist allerdings nicht die größte Leistung. Dazu fällt mir eher die Fabel vom Fuchs und den Weintrauben* ein.
Zudem sollte sich doch inzwischen herumgesprochen haben, das Staatsverschuldung nicht unmittelbar mit der Wirtschaftsleistung zusammenhängt und demzufolge auch für sich keine Aussage darüber zulässt, wie stabil ein Land ist. Es gibt etliche bettelarme Länder, die eine extrem geringe Staatsverschuldung aufweisen - und zwar deshalb, weil ihnen schlicht und ergreifend niemand Kredite gibt, *weil* sie unsichere Kandidaten sind. In der Türkei, in der die Blase gerade in sich zusammenfällt (Sie hat nicht einmal den Anstand, spektakulär zu platzen ...), wurde das geliehene Geld weitestgehend nicht nachhaltig angelegt, sondern für Prestige-Projekte und Wahlgeschenke der regierenden Clique verwendet.
Das wird den türkischen Bürgern noch mächtig auf die Füße fallen. Und im Gegensatz zur EU ist die Türkei kein Staatenbündnis und hat keine starken Mitglieder, die so etwas abfedern oder notfalls auffangen können.
Und da du Großbritannien erwähnst: Dort geht allmählich auch allen ein Licht auf, dass das mit dem Brexit keine so gute Idee war und die Nation schwächt statt sie zu stärken.
Es bleibt dir überlassen, ob du dein (übrigens leicht vom Thema abweichendes) Statement im Lichte dieser Informationen neu bewerten oder als Unsinn stehen lassen möchtest.
* Besagte Fabel stammt übrigens von Aesop, der aus Thrakien stammte, welches witzigerweise teilweise auf dem Gebiet der heutigen Türkei lag. Man könnte also sagen, es ist teilweise eine türkische Fabel und dennoch zu verwechseln mit dem, was beispielsweise Erdowahn täglich fabuliert ...