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Epic Games Store: Offenbar lebenslange Exklusivität bei ausgewählten Spielen

Freiheraus

BIOS-Overclocker(in)
Ich find es noch erschreckender, dass mittlerweile jede Kritik an Epic von mancher Seite sofort als Steam-Befürwortung ausgelegt wird. Contra Epic = pro Steam! Entstammt dieser stumpfe Gedanke eigentlich einer PR/Marketing-Kampagne? Den Epic-Kritikern werden dadurch pauschal Dinge in den Mund gelegt bzw. unterstellt. So ne Art "Totschlagkeule" um Kritiker sofort zu diskreditieren, quasi als böse Monopolunterstützer!

Epics Gebaren trifft dabei Unternehmen wie GoG noch viel härter, nicht nur die Exklusiv-Deals lassen neben Steam- auch GoG-User dumm aus der Wäsche schauen. GoG hat aber ein weiteres Problem, es hat nicht die finanziellen Mittel und starke Marktposition um mit Epics knapp kalkulierter und nicht kostendeckender Entwicklermarge (12%) zu konkurrieren. Epic ist dabei schwächere Stores wie GoG zu opfern, um mit aller Macht Steams Dominanz zu brechen. Wer hier der rücksichtsloseste Marktteilnehmer ist, können langfristig auch die Epic-Fürsprecher/Werber nicht verschleiern.
 

Julian K

Freizeitschrauber(in)
Ich find es noch erschreckender, dass mittlerweile jede Kritik an Epic von mancher Seite sofort als Steam-Befürwortung ausgelegt wird. Contra Epic = pro Steam!

Das gibt es doch häufig. Wenn ich z.B. sage, dass ich VW nicht mag, wird mir gerne in den Mund gelegt, ich wäre "Opel-Fan", obwohl ich Opel genauso wenig mag.

Scheint bei vielen Menschen einfach so verankert zu sein. Wenn hier oder dort zwischen zwei Unternehmen eine Konkurrenzsituation besteht, die auch durch Fans und/oder Nutzer befeuert wird, "dann ist man automatisch der, wenn man nicht jener ist". Das man auch beides ablehnen oder auch befürworten kann, kommt vielen scheinbar nicht mal in den Sinn.
 

Monokuma

Kabelverknoter(in)
@Raff

Der Unterschied zwischen Steam und Epic ist, Steam führt sich nicht als Monopolist auf und handelt auch nicht so [...]
Und in die Geschäftsbedingungen eine Klausel zu packen, die es Steam-Händlern verbietet, ihre Produkte auf anderen Plattformen zu besseren Konditionen (günstigere Preise oder exklusive Inhalte) als bei Steam anzubieten, ist kein Monopolisten- bzw. Marktführergehabe? Auch Preisgestaltung gehört zum Wettbewerb, insofern stellt eine derartige Klausel eine Wettbewerbsbehinderung dar. Eine Klausel, die übrigens auch dazu führt, dass Publisher nicht einmal, wenn sie es wollten, die Möglichkeit hätten, die geringere Marge bei Epic über einen günstigeren Verkaufspreis zumindest teilweise an die Spieler weiterzugeben und ihnen somit zumindest finanziell einen Anreiz zu geben, bei Epic zu kaufen, wenn Epic schon keine bessere Plattform entwickeln will. Außer natürlich, sie verkauften gar nicht bei Steam – „Wettbewerb“ ginge auch ohne Steam, z.B. mit Spiel für 50 € mit DRM bei Epic und alternativ für 60 € DRM-frei bei GoG –, aber das würde den Spielern ja auch wieder nicht passen.

Und wann immer behauptet wird, der himmlische Gottkaiser GabeN und seine Firma seien „nicht kundenfeindlich“, dann frage ich mich, wann sich die Ansicht durchgesetzt hat, dass DRM keine Kundengängelung sei. Selbst wenn es nicht verpflichtend sein mag – kundenfreundlich wäre es gewesen, es gar nicht erst einzuführen und komplett darauf zu verzichten. Ist es kundenfreundlich, Store-Inhalte für ein ganzes Land zu zensieren, weil man sich zu fein ist, für dieses eine jugendschutzgesetzkonforme Alterskontrolle einzubauen? Ist es kundenfreundlich, Benutzer zu sperren, welche diese Zensur mittels VPN zu umgehen zu versuchen (Globalisierung und freier Markt sind eben doch nicht für alle); mit der Begründung, sie dürften nicht einfach die Spiele dort kaufen, wo sie am günstigsten seien, während die Firma ihre (europäischen) Einnahmen natürlich in Luxemburg versteuert (und nicht dort, wo sie tatsächlich generiert werden)? Wie kundenfreundlich ist es, einer Person durch so einen Bann ihre gesamte Spielesammlung, die sie über Jahre zusammen„gekauft“ hat, auf einen Schlag entziehen zu können? Ganz zu schweigen davon, dass es vermutlich bis heute kein Rückgaberecht bei Steam gäbe, wenn die EU deswegen nicht mächtig Stunk gemacht hätte. Steam-Guthaben (von dem sie sich bei jeder Community-Markttransaktion was abzweigen) kann man übrigens bis heute nicht ausgezahlt bekommen, das Geld bleibt auf ewig bei Valve.

Das alles ändert natürlich nichts daran, dass Epics Auftreten aus Kundensicht eine tolldreiste Katastrophe ist; und je mehr Sweeney davon faselt, den PC-Gamesmarkt spielerfreundlicher zu machen und mehr Wettbewerb zu schaffen, desto konsequenter macht er das genaue Gegenteil. Statt eine Plattform zu erschaffen, die sich nicht nur mit Steam messen kann, sondern diese sogar übertrifft, versucht er, Epic über Exklusivdeals „gewaltsam“ in den Markt einzukaufen, womit er keinen Wettbewerb schafft, sondern reihenweise Mini-Monopole; ganz zu schweigen von den Schäden, die Epic so für kleinere Mitbewerber wie GoG anrichtet und billigend in Kauf nimmt, wenn nicht gar beabsichtigt. Bei den „lebenslangen“ Exklusivrechten wüsste ich übrigens gern, wie er sich das vorstellt: Einmal die Definition des Begriffs „lebenslang“ – ich kenne Personen, nach deren Definition von „lebenslang“ es sich nur noch um Tage handeln könnte. Größere Zweifel habe ich an der Vereinbarkeit mit geltendem Recht. Patente erlöschen in Deutschland nach 20, maximal 25 Jahren; urheberrechtlich geschützte Werke werden 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers automatisch gemeinfrei. Bisher fehlt es an Präzedenzfällen, da Videospiele ein zu junges Medium sind, aber falls es sie in hundert Jahren noch geben und das heutige Recht auf diesem Gebiet noch gelten sollte, dürfte deren Gemeinfreiheit eine spannende Streitfrage werden. Angesichts der Unabsehbarkeit derartiger Zeiträume gerade in der modernen Wirtschaft halte ich Sweeneys Aussage für 1% böse, 99% heiße Luft.

Dabei hätte Valve echten Konkurrenzdruck dringend nötig, um bei sich nachzurüsten, denn Valve ist im Laufe der Jahre unglaublich träge geworden, das erkennt man nicht nur an ihrem nicht vorhandenen Portfolio neuer Spiele aus dem eigenen Haus. DRM-Freiheit wäre eine Sache, ist aber leider den meisten Spielerinnen und Spielern nicht wichtig genug, sonst wäre GoG längst Marktführer. Das Nächste wäre die Wiedereinführung einer gescheiten Qualitätskontrolle, welche die Einhaltung gewisser Mindeststandards prüft, damit nicht mehr jeder Asset-Flip den Store zumüllt, was sich auch negativ auf die Verkaufschancen *guter* Indie-Spiele auswirkt. Auch in der Hinsicht ist der Epic-Store aus Entwicklersicht deutlich attraktiver. Und Steams Download-Infrastruktur, die bei Leitungen im dreistelligen Megabit- oder gar Gigabit-Bereich immer noch der Flaschenhals ist und bei jedem Sale erst einmal zusammenbricht, ist mir auch bis heute ein Dorn im Auge.

Halten wir fest: Ich verabscheue Epic und Sweeney für das, was sie mit dem Epic Games Store zum Nachteil der Spielerinnen und Spieler tun, zutiefst; aber das Stockholm-Syndrom, was nicht wenige Spielerinnen und Spieler gegenüber Valve, Steam und GabeN zum Ausdruck bringen (sowohl im Rahmen der EGS-Kontroversen als auch generell), finde ich nicht weniger gruselig als die Unterstellung, dass jeder Epic-Kritiker automatisch ein Steam-Fan sei. Beide Firmen und ihre Repräsentanten sind nicht unsere Freunde; sie alle sehen auf uns herab und bauen darauf, dass die Mehrheit sich als Konsumenten behandeln lässt, statt sich als Kunden zu begreifen, und auch ihr letztes bisschen Würde hergäbe für die schiere Gelegenheit, etwas zu kaufen, weil die Gier auf die Produkte am Ende doch größer ist als die Selbstachtung. Ich respektiere jeden, der es damit, die Spiele einfach nicht zu kaufen, ernst meint und das durchzieht; ich habe aber auch gelernt, dass Boykottvorhaben und -ankündigungen im Gaming-Bereich stark dazu neigen, sich als Luftnummer zu entpuppen, sonst wäre schon Steam als das, als was es einst startete – ein Pflichtclient mit Onlinezwang und DRM-Gängelei – in Nullkommanichts wieder von der Bildfläche verschwunden gewesen oder hätte sich gänzlich anders – nach meiner Einschätzung besser – entwickelt. Insofern bezweifle ich bei allem Shitstorm, dass die Spielerinnen und Spieler wirklich aktiv Einfluss auf Epics Kurs nehmen werden. Aber selbst dann sollte man sich nicht noch für sie als unbezahlter Kreuzritter ins Internetgefecht werfen, sie danken es einem sowieso nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:

sethdiabolos

Volt-Modder(in)
Steam ist mir egal, weil es für mich genau das gleiche wie Epic ist. Ein weiterer DRM-Launcher der einem die Besitzrechte verwehrt.
Das eigentlich traurige daran ist, dass es jetzt wohl niemals eine DRM-freie Version von Oddworld Soulstorm geben wird, während ich zuvor noch die Hoffnung hatte, dass die Epic-Exklusivität nur zeitlich begrenzt ist.


Oddworld Soulstorm ist von Haus aus DRM-Free....;)
Es ist eben nur exklusiv bei Epic zu kaufen. Such Dir im Zweifel einen Kumpel und lass Dir das Game geben, wenn der es sich gekauft hat.

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Nebulus07

Software-Overclocker(in)
Gut, du machst dir die Arbeit das alles selbst zu kompilieren. Ich schätze es zwar an Linux das man die Entscheidung hat alles selbst zu machen aber ich gehe nach dem Motto "so viel wie nötig aber so wenig wie möglich".
Auch wenn ich schon seit ~25 Jahren dabei bin ;)

Würde Steam das DRM abschaffen, würde es wie bei GoG laufen. Die Spiele wären alle woanders kostenlos zum Download zu haben ... wenn du verstehst was ich meine ;). Auch wenn das zum großen Teil auch jetzt schon so ist.
Gog ist auch deswegen meine erste Anlaufstelle, weil die Spiele über ein VPN einfach nur super günstig sind und dazu auch noch Legal zum runterladen und man bekommt updates. Wieso sollte man "irgendwo" im Netz runterladen? Da hat man doch zu 100% direkt 14 Trojaner mit auf dem Rechner.
 

Monokuma

Kabelverknoter(in)
Würde Steam das DRM abschaffen, würde es wie bei GoG laufen. Die Spiele wären alle woanders kostenlos zum Download zu haben ... wenn du verstehst was ich meine ;). Auch wenn das zum großen Teil auch jetzt schon so ist.
Du hast das Problem schon selbst erkannt. DRM hat noch nie dazu geführt, dass Raubkopierer ihr Handwerk aufgaben, es trifft prinzipbedingt immer nur die ehrlichen Kunden. Löst das Problem nicht und schafft noch neue? Braucht kein Mensch.
Wieso sollte man "irgendwo" im Netz runterladen? Da hat man doch zu 100% direkt 14 Trojaner mit auf dem Rechner.
Ach komm, packste eine Ladung Schlangenöl auf den Rechner, dann passiert schon nichts!!!
 

Crass_Spektakel

Schraubenverwechsler(in)
Würde Steam das DRM abschaffen, würde es wie bei GoG laufen. Die Spiele wären alle woanders kostenlos zum Download zu haben ... wenn du verstehst was ich meine ;). Auch wenn das zum großen Teil auch jetzt schon so ist.
Welche Spiele haben denn heute noch groß DRM?

Account-Bindung ist noch halbwegs üblich aber das ist ja kein DRM und meistens mit Editieren eine Textdatei lokal abgeschalten.

Von den 1100 Spielen die ich bei Steam, GOG, Epic, Uplay, Origin uswusf habe sind das bestenfalls noch 10%, besonders wenig bei GOG, Twitch, Epic aber auch bei Steam wird das immer seltener. Heute findet man DRM praktisch nur noch eine Weile nach Release-Day und dann wird das entfernt weil es nur Ärger macht. Interessant ist daß Spiele ihr DRM oft verlohren haben wenn sie von Steam auf andere Plattformen wanderten. Ich schätze daß DRM für Multi-Plattform-Titel einfach zu viel Arbeit macht.

Bei der AB ist es das gleiche, das macht nur Arbeit und wenn die Anpassungen an Steam schon zur Steams Hochzeit lausig waren läßt man sie inzwischen einfach ganz weg. Kein Mensch paßt seine Spiele heute noch gezielt an Steam, Amazon Prime Games, Twitch, GOG, Uplay, Origin, Indigala uswusf an.

Einzig Origin und der XBox-PC-Store haben noch relativ oft DRM undoder harte Accountbindung.

Und wenn doch mal irgendwas ärgert löscht man die Steam-Bibliotheken aus dem Spieleorder oder editiert die Lizenz-Datei. Das ist so trivial daß es nur gewollt sein kann.

Ich zähle einfach mal die letzten zehn Spiele auf die ich gezockt habe:
Borderlands 2, Borderlands Pre-Sequel, Darksiders 1+2, Overcooked, Superhot, 7 Days to Die, ARK, Elite Dangerous, Path of Exile.

Jedes dieser Spiele kann ich einfach aus dem Steamapps- oder vergleichbaren Ordner auf ein frisches Windows-System übers Netz kopieren und es läuft. Punkt aus Basta.

Wo ist da noch DRM?
 

Drake802

PC-Selbstbauer(in)
Du hast das Problem schon selbst erkannt. DRM hat noch nie dazu geführt, dass Raubkopierer ihr Handwerk aufgaben, es trifft prinzipbedingt immer nur die ehrlichen Kunden. Löst das Problem nicht und schafft noch neue? Braucht kein Mensch.

Welche Spiele haben denn heute noch groß DRM?

Account-Bindung ist noch halbwegs üblich aber das ist ja kein DRM und meistens mit Editieren eine Textdatei lokal abgeschalten.

Von den 1100 Spielen die ich bei Steam, GOG, Epic, Uplay, Origin uswusf habe sind das bestenfalls noch 10%, besonders wenig bei GOG, Twitch, Epic aber auch bei Steam wird das immer seltener. Heute findet man DRM praktisch nur noch eine Weile nach Release-Day und dann wird das entfernt weil es nur Ärger macht. Interessant ist daß Spiele ihr DRM oft verlohren haben wenn sie von Steam auf andere Plattformen wanderten. Ich schätze daß DRM für Multi-Plattform-Titel einfach zu viel Arbeit macht.

Bei der AB ist es das gleiche, das macht nur Arbeit und wenn die Anpassungen an Steam schon zur Steams Hochzeit lausig waren läßt man sie inzwischen einfach ganz weg. Kein Mensch paßt seine Spiele heute noch gezielt an Steam, Amazon Prime Games, Twitch, GOG, Uplay, Origin, Indigala uswusf an.

Einzig Origin und der XBox-PC-Store haben noch relativ oft DRM undoder harte Accountbindung.

Und wenn doch mal irgendwas ärgert löscht man die Steam-Bibliotheken aus dem Spieleorder oder editiert die Lizenz-Datei. Das ist so trivial daß es nur gewollt sein kann.

Ich zähle einfach mal die letzten zehn Spiele auf die ich gezockt habe:
Borderlands 2, Borderlands Pre-Sequel, Darksiders 1+2, Overcooked, Superhot, 7 Days to Die, ARK, Elite Dangerous, Path of Exile.

Jedes dieser Spiele kann ich einfach aus dem Steamapps- oder vergleichbaren Ordner auf ein frisches Windows-System übers Netz kopieren und es läuft. Punkt aus Basta.

Wo ist da noch DRM?
Ihr habt natürlich recht. Mir ist seit ich Steam benutze (~20 Jahre) auch kein DRM aufgefallen bis auf den Onlinezwang.
Seit Steam die ganzen Sales macht und seit Humble Bundle dürfte die Zahl derjenigen die sich die Spiele illegal herunterladen deutlich gesunken sein. Einzig in den ersten Wochen nach Release ist so was noch sinnvoll.
Bei den Publishern scheint das aber immer noch nicht angekommen zu sein.
 

DaStash

PCGH-Community-Veteran(in)
Exklusivdeals in Shops und auf Plattformen bedeuten immer drastisch weniger Verkäufe für den Entwickler.
Da kann jeder reden was er will.
So etwas ist immer eine Geldfrage, wer das dann trägt.
Will man einen Hit landen und mitunter dann richtig Geld verdienen, muss man sich öffnen, will man nur auf Nummer sicher gehen, macht man einen Exklusivdeal mit Vorauskasse.
Aber der Epic-Store ist doch nicht geschlossen und kann von "allen PC Spielern" "kostenfrei" genutzt werden?!?

MfG
 
Zuletzt bearbeitet:

DrNGoc

Komplett-PC-Aufrüster(in)
Und in die Geschäftsbedingungen eine Klausel zu packen, die es Steam-Händlern verbietet, ihre Produkte auf anderen Plattformen zu besseren Konditionen (günstigere Preise oder exklusive Inhalte) als bei Steam anzubieten, ist kein Monopolisten- bzw. Marktführergehabe? Auch Preisgestaltung gehört zum Wettbewerb, insofern stellt eine derartige Klausel eine Wettbewerbsbehinderung dar. Eine Klausel, die übrigens auch dazu führt, dass Publisher nicht einmal, wenn sie es wollten, die Möglichkeit hätten, die geringere Marge bei Epic über einen günstigeren Verkaufspreis zumindest teilweise an die Spieler weiterzugeben und ihnen somit zumindest finanziell einen Anreiz zu geben, bei Epic zu kaufen, wenn Epic schon keine bessere Plattform entwickeln will. Außer natürlich, sie verkauften gar nicht bei Steam – „Wettbewerb“ ginge auch ohne Steam, z.B. mit Spiel für 50 € mit DRM bei Epic und alternativ für 60 € DRM-frei bei GoG –, aber das würde den Spielern ja auch wieder nicht passen.
Diese Klausel bezieht sich nur auf die jeweilige Steam-Version. Also, wenn du neben Steam auch Steam-Keys selbst oder auf anderen Plattformen (aka seriöse Keyseller, wie z.B. GreenManGaming, GamesPlanet, Humble Bundle) verkaufen möchtest. Vom Erlös von Steam-Versioinen, welche nicht direkt in Steam gekauft werden, nimmt Valve 0%. Wichtig ist auch, dass es bei der Klausel nur um die UVP geht. Deshalb bekommst man die Spiele bei den Keysellern selbst zu Release schon oft ein gutes Stück günstiger als auf Steam selbst, weil diese für ihre Dienstleistung geringere Provisionen verlangen und dementsprechend rabattiert werden.

Das heißt eben auch, dass dein angegebenes Beispiel vollkommen valide und auch seitens Steam erlaubt wäre. Ein Spiel, das auf GOG, dem EGS und Steam gleichzeitig erscheint, dürfte bspw. überall unterschiedliche Preise haben oder eben auch geringere als auf Steam, weil weder EGS noch GOG verkaufen dort Steam-Versionen. Dass die Spiele beim EGS trotzdem dasselbe Kosten liegt an den Publishern/Entwicklern, die die Preise selbst festlegen dürfen.

Valve hat eine Marktmacht, ja, aber die haben sie sich hart und fair erarbeitet – und damit auch verdient. Ausgenutzt haben sie sie dennoch noch nie.
 
Zuletzt bearbeitet:
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