DNS-Sperren bei xhamster.com: Landesanstalt für Medien "gezwungen, nun von vorne anzufangen"

Ist das wirklich so übel?

Ich meine müsste da nicht ein viel größerer Aufschrei rundgehen spätestens wenn die Protagonisten minderjährig sind? Mir wäre jetzt nicht bekannt dass es auf den freien Speckportalen derartige Inhalte gäbe (was aber ggf. auch daran liegen könnte dass meine Pubertät schon zu einem Zeitpunkt war wos all den Kram noch nicht so gab, ich bin da eher nicht up to date was da heute los ist... "xhamster" kannte ich tatsächlich gar nicht bevor es in den Medien war^^).
Ja, es ist so übel. Es gibt zahlreiche Dokumentationen über das Thema. Auch nachgewiesene Fälle.

Es braucht aber keine Nachweise. Jeder der auf diesen Plattformen mal unterwegs war, der weiß das.

Frauen die beim Sex gefilmt werden und z.T. noch sagen "Film das nicht!" tauchen auf dieser Plattform auf. In einer Stunde findest du ein dutzend Fälle, wenn du oberflächlich danach suchst.

Wer was anderes behauptet ist realitätsfremd.

Es besteht kein Zweifel für mich, dass der Staat was unternehmen muss.
Einfache Lösung! Gesetze die Kindern und Jugenlichen verbieten das Internet zu nutzen und wenn einer erwischt wird ab ins Gefängnis. Das ist Jugenschutz vom allerfeinsten.:devil:
Der Gesetzgeber muss das "Böse" in der Welt schon eindämmen. Natürlich lässt sich Unrecht nicht verhindern. Aber: Besser etwas unternehmen, als gar nichts zu tun.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Was mich da etwas beschäftigt:

Es gibt ja logisch gesehen nur zwei Möglichkeiten.
1.) Die Verantwortlichen der Landesmediananstalt wissen nicht dass/warum DNS-Sperren nicht helfen.
2.) Die Verantwortlichen der Landesmediananstalt wissen dass/warum DNS-Sperren nicht helfen - und machens trotzdem.

Ich weigere mich trotz aller Häme im Netz eigentlich zu glauben, dass 1. zutrifft. Ja Neuland und so aber mal ehrlich so blöd können selbst unsere Politiker (bzw. deren Berater) nicht sein dass man DAS nicht hätte kommen sehen können.
Bedeutet 2. muss zutreffen: Sie wissen dass es nicht hilft und machens trotzdem. Da stellt sich die Frage nach dem warum? Es kann ja nicht wirklich um Jugendschutz gehen (denn es funktioniert ja wissentlich so nicht) also ist das ein vorgeschobener Grund. Über den echten kann man nur mutmaßen - ob die Leute die da arbeiten ihren Job sichern wollen oder ein Boomerpolitiker seinen Boomerwählern da was mit "Jugendschutz im Internet" verkaufen will oder sonstwas aber egal was es wirklich ist: Es ist sicher nicht das, was das Volk möchte oder wofür es zahlt.
Einmal, wie schon angesprochen wurde, müssen diese Behörden und ihre Beamten stetig aufs Neue ihre Existenzberechtigung nachweisen. Auch dort gibt es einen mehr als soliden Anteil an Beamten, deren größtes Interesse die Beförderung in die nächste Besoldungsstufe darstellt, und dafür brauchen sie Fälle, je spektakulärer, desto besser. Es hat schon seine Gründe, warum man ständig die Definitionen von Straftatbeständen wie Kinderpornografie erweitert und auf diese Weise die Statistik aufbläst. Hat nur nichts mit dem Schutz der Kinder zu tun. Haben DNS-Sperren ja auch nicht – jeder, der Jugendliche einmal mit Verstand angesehen hat, weiß, dass sie ab einem gewissen Alter Pornos im Netz nicht nur finden, sondern auch gezielt suchen werden und dabei weitaus gewiefter sind als ihre Eltern, ganz zu schweigen von Beamten in Behörden, die kaum ein Word-Dokument richtig formatieren können; und dass es ein aussichtsloses Unterfangen ist, Jugendliche, nur weil sie unter 18 sind, von Pornografie fernhalten zu wollen, noch dazu mit technischen Sperren, für deren Umgehung sie keine fünf Minuten brauchen.

Überhaupt, „schützt die Kinder“ kommt irgendwie immer am häufigsten aus den Mäulern derjenigen, die selbst ein geradezu infantiles Verhältnis zu Sexualität haben, und das zieht sich durch die ganze Gesellschaft. Ich empfinde diese ganze Brandmarkung von allem Sexuellem als „schmutzig“ und „sündig“ seit jeher als unfassbar kindisch. Erwachsene Menschen führen sich hier auf wie zehnjährige Grundschuljungen, die kichernd, halb belustigt, halb peinlich berührt einander die Worte „Peニs“ und „Vaギna“ ins Ohr flüstern. Und weil diese verängstigten alten Menschen, die die Welt um sich herum nicht mehr verstehen, selbst bei diesem Thema unglaubliche Kindsköpfe sind, müssen sie alles verstecken, was sie nicht verstehen. Wie so kleine Kinder, die sich die Hände vor die Augen halten und darum denken, dass die anderen jetzt nicht mehr da seien. Ich gehe sogar so weit, zu sagen, dass die große Mehrheit der Menschen auf der Welt zu Sexualität ein Verhältnis hat, das von Lügen, Heuchelei, Angst und Machtstrukturen geprägt ist; und egal, für wie aufgeklärt wir in Deutschland uns auch halten mögen, Jahrhunderte der sexuellen Unterdrückung und Prüderie, insbesondere durch die katholische Kirche, gehen nicht so spurlos an der kollektiven Festplatte vorbei.

Das prägt auch unseren Umgang mit Pornografie, welcher zu den größten Heucheleien unserer Gesellschaft überhaupt gehört – die Nachfrage ist hoch, Sex sells, aber alles, was damit in Verbindung steht, wird verteufelt, verachtet und als „abartig“ und „unnormal“ hingestellt, von den Konsumenten bis zu den Sexarbeiterinnen, und man versucht, es unsichtbar zu machen, wo man nur kann. Es gibt nicht wenige, die nur auf jede Gelegenheit lauern, Pornografie (und auch Prostitution) insgesamt endlich verbieten zu können, denen das Internet auch genau wegen der schwierigen Kontrolle so ein Dorn im Auge ist. Da „ich finde das doof“ allein aber nicht für ein verfassungskonformes Verbot reicht und vorher auch alle milderen Mittel ausgeschöpft werden müssten, sucht man sich eben einen guten Vorwand und probiert weniger drastische Methoden aus, die aber gleichermaßen dem Ziel dienen, der Bevölkerung Pornokonsum insgesamt, wenn man ihn schon nicht verbieten kann, doch wenigstens zu vermiesen.

Kinder- und Jugendschutz zieht immer als Begründung – selbst wenn die Maßnahme dafür überhaupt nicht geeignet ist, kann man damit zumindest Kritiker erst mal diskreditieren, denn wer kann schon ernsthaft etwas dagegen haben, Kinder und Jugendliche zu schützen, außer ein paar Pädokriminellen und Soziopathen? Und technische Altersbeschränkungen sind für das eigentliche Ziel ebenfalls potentiell effektiv, denn sofern man sie ernsthaft durchsetzt, notfalls unter Androhung drakonischer Strafen, kommen die Betreiber um eine Ausweiskontrolle nicht wirklich herum. Es gäbe zwar theoretisch Möglichkeiten, das Alter auch ohne Ausweiskontrolle direkt beim Pornoanbieter zu verifizieren, aber erstens nützt das nichts, wenn der Staat diese nicht als sicher genug akzeptiert, und letztendlich wäre jede Alterskontrolle bestenfalls pseudonymisiert, mit Anonymität beim Pornokonsum wäre es dann aber auf legalen Wegen vorbei. Und die Leute haben schon ihre Gründe, warum sie beim Konsum von Internetpornos (oder vielleicht auch beim Hochladen eigener) keine Ausweisdaten vorzeigen wollen, vielleicht sogar VPN und/oder Tor nutzen – die Kombination aus pornografischen Aktivitäten/Vorlieben und persönlichen Daten wäre ein gefundenes Fressen für jeden, der einem schaden will, ob Erpresser oder Behörden, die verpflichtende Verknüpfung solcher Daten ist eine so fundamental schlechte Idee, dass jeder, der sie fordert, damit zeigt, dass er nach 12 Jahren NS-Staat, 40 Jahren DDR, 30 Jahren Internet mit abertausenden Ransomware-Attacken und mehreren höchstrichterlichen Urteilen gegen anlasslose Überwachung immer noch nicht den Schuss gehört hat, auf die verfassungsmäßige Ordnung scheißt und demnach lebenslang von allen Ämtern eines freiheitlich-demokratischen Rechtsstaats ausgesperrt gehört.

Die können schlicht nicht aufgeben und akzeptieren, dass das Internet zu großen Teilen ein rechtsfreier bzw. schlicht unzureichend kontrollierter Raum ist.
Ich finde das sowieso immer so ironisch, wie ausgerechnet Politiker und Beamte ständig beteuern, dass das Internet „kein rechtsfreier Raum sein“ dürfe, wo sie selbst diejenigen sind, die ständig mit einer souveränen Sturheit vergessen bzw. gekonnt ignorieren, dass auch im Internet die Grundrechte gelten und nicht nach Lust und Laune eingeschränkt werden dürfen. Kein Politiker, der gefordert hätte, dass die Post alle Brief- und Paketsendungen öffnen und kontrollieren und die Polizei einmal pro Tag alle Wohnungen durchsuchen müsste, – wegen der... äh, Kinderpornografie, ja genau! –, hätte auch nur noch einen Tag im Amt bleiben, geschweige denn jemals wieder eins übernehmen dürfen, jeder mit einem Funken Verstand hätte erkannt, wie offensichtlich verfassungswidrig das wäre. Aber Chatkontrolle und Staatstrojaner auf allen Geräten fordern, das geht.

Die Politik drückt sich gerne vor dieser gesellschaftlichen Debatte und bürgt die Verantwortung für Aufklärung alleine den Eltern auf.
Ich sehe es genau andersrum: Jede Tabuisierung von Sexualität, jedes Verbot, jede „Jugendschutz“maßnahme scheint vor allem dem Zweck zu dienen, dass Eltern, denen es zu peinlich ist, mit ihren Kindern über Sex zu reden und sie aufzuklären (nicht selten, weil sie bereits selbst mit dem Tabu und Stigmatisierung aufgewachsen sind und das entsprechend weitergeben), vor genau diesem Erlebnis bewahrt werden sollen, damit sie sich weiter in der ebenso naiven wie falschen Hoffnung wiegen können, dass die Kinder wohlbehütet und unschuldig aufwachsen, irgendwann geschlechtsreif werden und dann einfach so mit einem Schlag Bescheid wissen können. Jeder Schritt, das Internet zu kontrollieren und „jugendgefährdende“ Inhalte zu filtern, kann im besten Fall als Versuch angesehen werden, die Eltern noch weiter aus der Verantwortung zu nehmen, die bereits jetzt mit der modernen Welt und der Lebensrealität ihrer Kinder, in der diese aufwachsen und wo moderne Medien eine tragende Rolle spielen, heillos überfordert sind und sehr oft auch überhaupt nicht den Willen haben, sich damit zu beschäftigen. In Wahrheit gehen die Motive aber natürlich noch viel weiter, denn wenn so eine Überwachungs- und Kontrollinfrastruktur einmal installiert ist, lassen sich ihre Einsatzgebiete beliebig ausweiten.
 
Und was wollen die jetzt dagegen machen, jeden VPN, Proxyanbieter sperren? Vergeudete Zeit in etwas was man am Ende ohnehin nicht hin bekommt. Aber so sind sie, unsere Deutschen Behörden.
 
Und was wollen die jetzt dagegen machen, jeden VPN, Proxyanbieter sperren? Vergeudete Zeit in etwas was man am Ende ohnehin nicht hin bekommt. Aber so sind sie, unsere Deutschen Behörden.
Ich würde dem Staat sogar zutrauen dass Seiten wie Xhamster nur als Strohmann herhalten dürfen damit man überhaupt erst ein Argument gegen VPN/Proxys serviert bekommt.
 
,,Um Kinder zu schützen."
Als ob es auch nur im geringsten etwas bringt, eine einzelne Website zu sperren. Die sollen sich lieber mal um eine einfache Möglichkeit für Websitebetreiber kümmern, einen effektiven Jugendschutz einzubauen. Niemand will seine personalien mit irgendwelchen Pornplattformen teilen. Alles was sie mit der Sperrung tun, ist die Freiheit aller ein wenig mehr einzuschränken.
 
Leute die keine Ahnung von der Materie haben, entscheiden nutzlose Beschränkungen für Leute, die keine Lust auf eine Beschränkung haben. Welcome to Germany
 
Erstmal gleich bei xhamster vorbeisurfen bevor wieder irgendwelche Spinner mir das verbieten wollen. :lol:

Schützt die Kinder! Ja ne is klar :lol: Diese Spinner sollten mal lieber ihren Internetanschluss kündigen, wenn die nicht auf diesem super porn Angebot klar kommen. Damals war das noch mega aufwenig immer porns über emule zu saugen. :D Voll nervig.
 
Es hat schon seine Gründe, warum man ständig die Definitionen von Straftatbeständen wie Kinderpornografie erweitert und auf diese Weise die Statistik aufbläst.
Das Thema Kinderpornografie hat definitiv in der Hinsicht ein "Geschmäckle". Ähnlich wie "Erfolge" zu Drogendelikten, ist Kinderpornografie grundsätzlich ein sogenanntes Hol-Delikt. Das heißt, die Polizei "holt" sich Erkenntnisse über diese Straftaten grundsätzlich nur durch eigene Arbeit. Andere Delikte werden der Polizei hingegen "gebracht" (zB Anzeigen durch geschädigte Bürger). Was das bedeutet (plakatives Beispiel):

Jahr 2020: Polizei arbeitet wenig am Thema Kinderpornografie, erwischt 5 Menschen die Kinderpornos verbreiten, hat wenig "Erfolg."
Tatsächliche Anzahl von Kinderpornografie Konsumenten und -verbreitern: 50000

Jahr 2022: Polizei arbeitet viel am Thema Kinderpronografie, erwischt 500 Menschen die Kinderpornos verbreiten, hat gewaltigen "Erfolg". Die Medienwelt ist schockiert darüber, wie "viele" Menschen es gibt, die Kinderpornos verbreiten.
Tatsächliche Anzahl von Kinderpornografie Konsumenten und -verbreitern: 25000.

Das heißt, die Zahl der "erwischten" Fälle steigt hier nur durch Ermittlungsarbeit der Polizei, bietet aber in keiner oder wenig Weise Erkenntnis in Bezug auf die tatsächliche Zahl von Kriminellen.

Hier muss man auch bedenken, wann die Gerichte arbeiten und wo Fristen ablaufen. Es ist durchaus möglich, dass Akten nach hinten raus "geschoben" werden, damit diese quasi gesammelt in einem Jahr für besonders viel Aufmerksamkeit sorgen können, so etwas lässt sich durch die Politik dann nutzen, um in bestimmter Weise Stimmung zu machen (nicht vergessen: Staatsanwälte sind ähnlich wie Ärzte in einer Hackordnung unterwegs, d.h. Dienstgehorsam nach oben ("weisungsgebundene Behörde") - und in den Ländern steht oben grundsätzlich der Justizminister, ähnlich wie auf Bundesebene, d.h. hier kann durch Anweisung gehandelt werden).

Natürlich kann die Polizei hier auch ihre Statistik "pushen", wie sie es in vielen Fällen zB bei einfachen Delikten tut.

Beispiel: Auf einer Straße wird in zehn Autos eingebrochen, die Polizei hat einen Verdacht, wer der Täter ist.

Nun könnte die Polizei zehn Fälle aufmachen, den Täter schnappen und kann in die Statistik reinschreiben: Wir haben zehn Fälle geschlossen. Frei nach dem Motto: Wir konnten doch nicht wissen oder ahnen, dass es sich hier um inhaltlich voneinander getrennte Fälle handelt! Oder die Polizei könnte einen Fall drauß machen, den Täter schnappen und die Statistik wäre allerdings nicht so sehr gepushed.

Am Ende des Tages lässt sich polizeilichen Statistiken sowieso kaum vertrauen. Meistens nehmen die Medien die PKS (Polizeiliche Kriminalstatistik) als "Nachweis" für die Anzahl tatsächlicher Kriminalität in Deutschland - wie aber jeder halbwegs gescheite Kriminologe regelmäßig attestiert, ist die PKS in erster Linie nur eins: Der Arbeitsnachweis der Polizei. Das heißt, die PKS sagt nur darüber aus, was die Polizei glaubt zu wissen (hier ist vor allem ein gewaltiges Problem die sog. Dunkelziffer, also die Fälle, von denen niemand weiß, dass sie existieren). Das hat mit der tatsächlichen Anzahl von Verbrechen nicht so viel am Hut. Besser ist, wie gesagt, der sogenannte Periodische Sicherheitsbericht für einen Überblick an tatsächlicher Kriminalität. Den gibt es aber nicht häufig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Eingebundener Inhalt
An dieser Stelle findest du externe Inhalte von Youtube. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt.
Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.
Erst foltern, dann umbringen, und danach nochmal foltern.

Sicher ist sicher.
Wie früher: Erhängen, erschießen, und danach an die russische Front.
 
Ich darf annehmen, dass da wieder #Neuland-Spezialisten maßgeblich an
der "Konstruktion" der Sperre beteiligt waren.

Solange da ausgewachsene Stümper am Werk sind, mach ich mir wenig Sorgen.

#LegendaryGüntherÖttinger
 
DNS Sperren. Das ist sowieso so ein Witz. Einmal in die Browsereinstellungen gehen und dort einen anderen auswählen.
Wissen das so viele nicht?
 
Ich bin ja immer noch für die Todesstrafe in diesem Land.
Das mit den Menschenrechten ist scheinbar immer noch nicht bei jedem angekommen.
Bedeutet 2. muss zutreffen: Sie wissen dass es nicht hilft und machens trotzdem.
Sie machen es, weil es schnell geht und weil es zumindest die Masse abhält. Nicht jeder liest sich sofort ein. Und wenn man die Hälfte der Kinder ausgesperrt hat, ist das doch schon eine Menge.
Jahr 2020:
Tatsächliche Anzahl von Kinderpornografie Konsumenten und -verbreitern: 50000

Jahr 2022:
Tatsächliche Anzahl von Kinderpornografie Konsumenten und -verbreitern: 25000.
Es geht in Summe vermutlich um Millionen Fälle, das Thema ist ein riesiges Fass und jeder einzelne Fall muss unterbunden werden. Inwieweit Filme die Anzahl der Fälle erhöhen oder reduzieren, weiß ich nicht.

" ... In Deutschland wurden im Jahr 2020 rund 14.500 Fälle von sexuellem Kindesmissbrauch angezeigt. Das Dunkelfeld ist aber um ein Vielfaches größer. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass bis zu eine Million Kinder und Jugendliche in Deutschland bereits sexuelle Gewalt durch Erwachsene erfahren mussten oder erfahren. Das sind rund ein bis zwei Kinder in jeder Schulklasse. Viele dieser Fälle gehen nicht in die Kriminalstatistik ein, weil sie nie zur Anzeige gebracht werden, und bilden sich auch ansonsten nicht im Hellfeld ab. ...."
 
Zuletzt bearbeitet:
Es geht in Summe vermutlich um Millionen Fälle, das Thema ist ein riesiges Fass und jeder einzelne Fall muss unterbunden werden. Inwieweit Filme die Anzahl der Fälle erhöhen oder reduzieren, weiß ich nicht.
Kein Pädophiler kann sich mehr sicher sein. Und das ist gut so.

Mal eben ein Foto mit dem Smartphone gemacht, und die Bilder werden von Google oder Apple´s "KI" sofort beim Hochladen untersucht. Werden dort illegale Fotos gesichtet, dann werden entsprechende Anzeigen an die Staatsanwaltschaft Wiesbaden gemeldet.

Auch "Stammtisch Fotos" sorgen dafür, dass die Kripo um 05:30 Uhr bei einem Familienvater vor der Tür steht und öffentlichkeitswirksam Computer aus dem Haus schleppt.

Und das warten auf einen Gerichtstermin kann locker mal 15 Monate dauern. Die Justiz mahlt langsam aber jeder angegangene Fall wird verfolgt.

Für Pädophile und anderes Gesindel brechen harte Zeiten an.

Ein Doppelleben zu führen fliegt irgendwann auf, und das ist auf jeden Fall positiv.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Also ich finde sowas geht nicht, wer sich sowas ansehen möchte und über 18 Jahre alt ist sollte machen dürfen was er möchte. Was kommt als nächstes, keine Kino besuche ?
 
Es geht in Summe vermutlich um Millionen Fälle
Ich zitiere mich mal selbst...
Was das bedeutet (plakatives Beispiel):
Das war in keinster Weise ein Versuch, eine Zahl tatsächlicher Fälle herbeizuschaffen... sondern diente als Beispiel, warum wegen Dunkelziffern und Hol-Kriminalitätsproblematik die im Raum stehenden (polizeilich bekannten) Fälle nunmal nur sehr bedingt die Zahl tatsächlicher Fälle (Zahl aller Fälle, also polizeilich bekannt + Dunkelziffer) widerspiegeln können. Dass also, selbst wenn die Zahl der Kriminellen, die die Polizei dingfest macht, sich ändert, sich die Zahl tatsächlicher Fälle in GESAMTHEIT aber vollkommen anders entwickeln kann. Dass also die Erkenntnisse der Polizei - im Zweifel - null Aussagekraft haben können auf die Zahl der Fälle in Gesamtheit.

War für mich eindeutig formuliert, gegebenenfalls sollte ich bei solchen Beispielen in Zukunft, damit es jeder versteht, in besonderer Weise auf die Beispielhaftigkeit solcher Plakativformulierungen hinweisen...
Kein Pädophiler kann sich mehr sicher sein. Und das ist gut so.

Mal eben ein Foto mit dem Smartphone gemacht, und die Bilder werden von Google oder Apple´s "KI" sofort beim Hochladen untersucht. Werden dort illegale Fotos gesichtet, dann werden entsprechende Anzeigen an die Staatsanwaltschaft Wiesbaden gemeldet.

Auch "Stammtisch Fotos" sorgen dafür, dass die Kripo um 05:30 Uhr bei einem Familienvater vor der Tür steht und öffentlichkeitswirksam Computer aus dem Haus schleppt.

Und das warten auf einen Gerichtstermin kann locker mal 15 Monate dauern. Die Justiz mahlt langsam aber jeder angegangene Fall wird verfolgt.

Für Pädophile und anderes Gesindel brechen harte Zeiten an.

Ein Doppelleben zu führen fliegt irgendwann auf, und das ist auf jeden Fall positiv.
Ich wünschte, es wäre so einfach, diese Schweinepriester in die Ecke zu treiben - aber das ist es nicht. Mittlerweile werden sich diese Uploadfilter unter diesen Kreaturen rumgesprochen haben, immerhin reden wir von ein paar dutzend erwischten Personen im Jahr, aber von zichtausenden Fällen, die vermutet werden. Das heißt, alles was die machen müssten, um solcher "Entdeckung" zu umgehen, ist keine automatischen Clouduploads zu nutzen. Was wohl auch geschieht, da leider zuviele dieser Ungetüme nicht auffallen. Mehr als ein paar Tropfen auf heißen Steinen sind die aktuell in den Medien grassierenden Fälle auch nicht, im Verglech zu dem gewaltigen Berg an Bosheit und zichtausenden Kindern, die in diesem Land misshandelt werden, was aber bisher nie rausgekommen ist. Ich wünschte, es gäbe den "einen" Weg, um Kindesmissbrauch in diesem Land kurzfristig zu verhindern, aber das Problem ist so alt wie die Menschheit. Es gibt nunmal kranke Spastiker, die sich verstecken und heimlich anderen Menschen, auch wehrlosen Kindern, aus sexueller Perversion wehtun. Für mich das erschreckenste Beispiel sind bis heute noch die tausenden Priester, die in den vergangenen Jahren Kinder missbraucht haben. Auch die tun nichts anderes. Missbrauchen Kinder, aus Lust an Leid. Und was tut die Gesellschaft? Regt sich fünf Minuten auf, und vergisst das ganze. Ich sehe imernoch Millionen, die Mitglied in der Katholischen Kirche sind und in die Kirche gehen. Und was macht die Kirche selbst? Anstatt diese Schweinepriester in ein dunkles Verlies zu sperren, werden die halt versetzt... oder das Theam wird in 95% der Fälle, in denen es keine lebenden Opfer mehr gibt, einfach totgeschwiegen... läuft, Klerus. Danke für garnichts.

Wobei ich hier erwähnen sollte, dass das Problem keinesfalls eine Singularität des katholischen Klerus' ist. Missbrauchsfälle sind auch im Islam und in der Evangelischen Kirche bekannt...
Wo soll ich unterschreiben ?
Ich würde die so lange umbringen bis die sterben.
Strafen haben noch nie langfristig zu Besserung bei Menschen geführt. Die USA könnten Dir da ein Lied von singen. Stichwort: broken windows.

Um das ganze zu erklären: Die USA haben vor Jahren mal einen Teil ihres Strafsystem auf ein drakonisches Rachesystem umgebaut. Wer also "bloß" ein Fenster einwirft ("broken windows"), wandert quasi direkt in den Knast. Wer mit 5 Gramm Drogen erwischt wird, den behandeln wir wie einen waschechten Dealer. Also: Wer mit Spatzen wirft, auf den Schießen wir mit Kanonenkugeln. Nun haben Forscher natürlich statistisch nach Ergebnissen gesucht. Und? Hat sich die Zahl der Gewaltverbrechen reduziert? Nein. Menschen drakonisch zu bestrafen, sorgt nicht dafür, dass weniger Straftaten begangen werden. Das ist ein Trugschluss der einfachen Geister in der Bevölkerung. Wenn eine Gesellschaft Straftaten verhindern will, muss es Bildung, Wohlstand und soziale Aufstiegsmöglichkeiten schaffen. Die große Zahl der Kriminellen ist in Armut geboren, und wird in Armut sterben. Kriminalität ist ein soziales Problem, und das lässt sich nicht durch Gefängnisse und Erschießungskommandos lösen.

Ich bin selbst ein bisschen bewandert mit dem Thema Kriminologie. Dementsprechend möchte ich mal ein paar Daten und Fakten in den Raum werfen...

- Der Anteil der eigenen Aufklärungsanteil der Polizei (also: die Polizei entdeckt ein Verbrechen aus eigener Kraft und findet die "Lösung" selbst) liegt bei geschätzt 5%. Alle anderen Fälle werden der Polizei durch Anzeige oder sonstige Mithilfe von Bürgern "gebracht".

- Das Strafrecht in Deutschland kennt grundsätzlich 8 "Filterstufen", das sind

1. polizeilich bekannt gewordene (registrierte) Fälle
2. Aufgeklärte Fälle
3. Ermittelte Tatverdächtige
4. Strafmündige Tatverdächtige
5. Abgeurteilte
6. Verurteilte
7. Zu unbedingten Freiheitsstrafen verurteilt

Von oben nach unten - quasi durch den "Trichter" - sinkt die Zahl der tatsächlich uu Freiheitsstrafen verurteilten Menschen enormst. Das heißt, hier muss man auch sehr gut aufpassen: Nur weil die Polizei Fälle registriert, und selbst wenn sie Tatverdächtige ermittelt, heißt das noch lange nicht, dass diese tatsächlich ein Verbrechen begangen haben, oder zu Freiheitsstrafen verurteilt werden. Das heißt erstmal nur: "Die Polizei glaubt zu wissen" - aber das ist erstmal nur das: Glaube. Und dem schenken zuviele Menschen zuviel Aufmerksamkeit. Wir brauchen mehr Fakten, und weniger Glauben. Zum Glauben können Menschen in die Kirche gehen.

- Von den polizeilich registrierten Straftaten sind Gewaltdelikte: 3%

- Von den Gewaltdelikten entfallen auf Mord und Todschlag: 1%

- grundsätzlich hat für die Zahl der bekannten Fälle das Anzeigeverhalten von Opfern eine immense Rolle. Je mehr Anzeigen gemeldet werdfen, desto mehr Straftaten werden von der Polizei registriert und verfolgt, also steigt die gemessene Kriminalität - das heißt aber nicht, dass auch tatsächlich mehr Straftaten begangen werden. Hier geht es nur um gemessene Kriminalität. Die hat nicht soviel mit der Menge an Straftaten in Gesamtheit zutun...

-> Das heißt, es ist problematisch, mit Absolutzahlen zu arbeiten. Kennt man nur die absolute Zahl, die die Polizei in den Raum stellt, kennt aber nicht die relative Zahl der Fälle, die nicht bekannt sind, ist es unmöglich einzuschätzen, ob die Zahl nun wirklich groß ist oder nicht. Beide für sich allein stehend sagen noch nichts über die tatsächliche Verhältnismäßigkeit aus, deshalb kommt es darauf an, dass man sie in Relation zueinander setzt. Das kann man aber kaum, da die Dunkelzifer eben, nun, Dunkel ist. Zwar lässt sich an diese Zahl annähern durch teilnehmende Beobachtung, Experimente und Befragungen, aber inwiefern letztes tatsächlich repräsentativ, die Befragten tatsächlich ehrlich geantwortet oder reagiert haben, und ob die tatsächlich betroffenen überhaupt durch solche Befragungen erreicht werden konnten, bleibt offen – und damit eine Schwierigkeit.

-> Problematisch wird dann noch, dass es ein sog. doppeltes Dunkelfeld gibt. D.h. manche Befragten berichten, sofern sie als potentielle Opfer in Betracht kommen und befragt werden, aus Schamgefühl oder anderen Gründen, auch Dunkelfeldforschern nichts davon; über diese Delikte können uch Täter- und Operbefragungen keine Auskunft geben.

Grade in Bezug auf Kinderpornografie höre ich häufig, dass Aufklärungsraten steigen würden. Allerdings, wie bereits erklärt...

-> Aufklärungsquoten können durch sog. Holkriminalität verfälscht sein, d.h. je intensiver und mehr die Polizei arbeitet, desto mehr Verbrechen deckt sie auf; es werden also im Vergleich zur Vorjahresstatistik deutlich mehr Verbrechen aufgeklärt, obwohl nicht zwangsweise auch mehr Verbrechen begangen werden müssen. Für die Bevölkerung, die die Aufklärungsquote in der politischen Diskussion hört, ist das aber nicht bekannt – sie wird beispielsweise nur sehen „Internetpornografie-Straftaten um 130% angestiegen“ – was Widerstand und Wut bezweckt, also kein hehres Ziel verfolgt; die Politiker sind sich dessen natürlich bewusst und benutzen solche Zahlen, um ihre Zwecke und Ziele auf Umwegen zu erreichen.

Anstiege in irgendeiner Kriminalität sollte man grundsätzlich kritisch betrachten. Manche Deliktsbereiche, beispielsweise jene, die sich mit Steuerhinterziehung oder wirtschaftlichen Delikten befassen, benötigen mehrere Jahre Ermittlungszeit. Sofern ein Großereignis, wie beispielsweise ein neuer Skandal bei der deutschen Bank, aufkommt, wird dementsprechend in einem, zwei oder drei Jahren danach ein „statistischer Schub“ (Anstieg) in den Daten der PKS auftauchen, der im Vergleich zu den Vorjahren auf den ersten Blick erstaunlich ausschaut. Am Ende des Tages gab es aber nicht einen einzigen Fall mehr an tatsächlicher Kriminalität. Es ist nur ein kleiner Teil rausgekommen, aus dem Groß an tatsächlicher Kriminalität. Wenn also die Polizei sagt "200% mehr Verurteilungen im Thema Steuerhinterziehung", kann das trotzdem heißen "tatsächliche Zahl an Steuerhinterziehern ist um 500% gestiegen, oder auch um 500% gesunken".

Ich wiederhole nochmal, um das jedem überdeutlich klar zu machen: Die Zahl der von der Polizei bekannten Fälle hat nicht unbedingt etwas zutun mit der tatsächlichen Anzahl aller Fälle. Hier gibt es unendlich viel Panikmache oder Unwissenheit, aber selten mal wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse...
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück