Es geht in Summe vermutlich um Millionen Fälle
Ich zitiere mich mal selbst...
Was das bedeutet (plakatives Beispiel):
Das war in keinster Weise ein Versuch, eine Zahl tatsächlicher Fälle herbeizuschaffen... sondern diente als B
eispiel, warum wegen Dunkelziffern und Hol-Kriminalitätsproblematik die im Raum stehenden (polizeilich bekannten) Fälle nunmal nur sehr bedingt die Zahl tatsächlicher Fälle (Zahl aller Fälle, also polizeilich bekannt + Dunkelziffer) widerspiegeln können. Dass also, selbst wenn die Zahl der Kriminellen, die die Polizei dingfest macht, sich ändert, sich die Zahl tatsächlicher Fälle in GESAMTHEIT aber vollkommen anders entwickeln kann. Dass also die Erkenntnisse der Polizei - im Zweifel - null Aussagekraft haben können auf die Zahl der Fälle in Gesamtheit.
War für mich eindeutig formuliert, gegebenenfalls sollte ich bei solchen Beispielen in Zukunft, damit es jeder versteht, in besonderer Weise auf die Beispielhaftigkeit solcher Plakativformulierungen hinweisen...
Kein Pädophiler kann sich mehr sicher sein. Und das ist gut so.
Mal eben ein Foto mit dem Smartphone gemacht, und die Bilder werden von Google oder Apple´s "KI" sofort beim Hochladen untersucht. Werden dort illegale Fotos gesichtet, dann werden entsprechende Anzeigen an die Staatsanwaltschaft Wiesbaden gemeldet.
Auch "Stammtisch Fotos" sorgen dafür, dass die Kripo um 05:30 Uhr bei einem Familienvater vor der Tür steht und öffentlichkeitswirksam Computer aus dem Haus schleppt.
Und das warten auf einen Gerichtstermin kann locker mal 15 Monate dauern. Die Justiz mahlt langsam aber jeder angegangene Fall wird verfolgt.
Für Pädophile und anderes Gesindel brechen harte Zeiten an.
Ein Doppelleben zu führen fliegt irgendwann auf, und das ist auf jeden Fall positiv.
Ich wünschte, es wäre so einfach, diese Schweinepriester in die Ecke zu treiben - aber das ist es nicht. Mittlerweile werden sich diese Uploadfilter unter diesen Kreaturen rumgesprochen haben, immerhin reden wir von ein paar dutzend erwischten Personen im Jahr, aber von zichtausenden Fällen, die vermutet werden. Das heißt, alles was die machen müssten, um solcher "Entdeckung" zu umgehen, ist keine automatischen Clouduploads zu nutzen. Was wohl auch geschieht, da leider zuviele dieser Ungetüme nicht auffallen. Mehr als ein paar Tropfen auf heißen Steinen sind die aktuell in den Medien grassierenden Fälle auch nicht, im Verglech zu dem gewaltigen Berg an Bosheit und zichtausenden Kindern, die in diesem Land misshandelt werden, was aber bisher nie rausgekommen ist. Ich wünschte, es gäbe den "einen" Weg, um Kindesmissbrauch in diesem Land kurzfristig zu verhindern, aber das Problem ist so alt wie die Menschheit. Es gibt nunmal kranke Spastiker, die sich verstecken und heimlich anderen Menschen, auch wehrlosen Kindern, aus sexueller Perversion wehtun. Für mich das erschreckenste Beispiel sind bis heute noch die tausenden Priester, die in den vergangenen Jahren Kinder missbraucht haben. Auch die tun nichts anderes. Missbrauchen Kinder, aus Lust an Leid. Und was tut die Gesellschaft? Regt sich fünf Minuten auf, und vergisst das ganze. Ich sehe imernoch Millionen, die Mitglied in der Katholischen Kirche sind und in die Kirche gehen. Und was macht die Kirche selbst? Anstatt diese Schweinepriester in ein dunkles Verlies zu sperren, werden die halt versetzt... oder das Theam wird in 95% der Fälle, in denen es keine lebenden Opfer mehr gibt, einfach totgeschwiegen... läuft, Klerus. Danke für garnichts.
Wobei ich hier erwähnen sollte, dass das Problem keinesfalls eine Singularität des katholischen Klerus' ist. Missbrauchsfälle sind auch im Islam und in der Evangelischen Kirche bekannt...
Wo soll ich unterschreiben ?
Ich würde die so lange umbringen bis die sterben.
Strafen haben noch nie langfristig zu Besserung bei Menschen geführt. Die USA könnten Dir da ein Lied von singen. Stichwort: broken windows.
Um das ganze zu erklären: Die USA haben vor Jahren mal einen Teil ihres Strafsystem auf ein drakonisches Rachesystem umgebaut. Wer also "bloß" ein Fenster einwirft ("broken windows"), wandert quasi direkt in den Knast. Wer mit 5 Gramm Drogen erwischt wird, den behandeln wir wie einen waschechten Dealer. Also: Wer mit Spatzen wirft, auf den Schießen wir mit Kanonenkugeln. Nun haben Forscher natürlich statistisch nach Ergebnissen gesucht. Und? Hat sich die Zahl der Gewaltverbrechen reduziert? Nein. Menschen drakonisch zu bestrafen, sorgt nicht dafür, dass weniger Straftaten begangen werden. Das ist ein Trugschluss der einfachen Geister in der Bevölkerung. Wenn eine Gesellschaft Straftaten verhindern will, muss es Bildung, Wohlstand und soziale Aufstiegsmöglichkeiten schaffen. Die große Zahl der Kriminellen ist in Armut geboren, und wird in Armut sterben. Kriminalität ist ein soziales Problem, und das lässt sich nicht durch Gefängnisse und Erschießungskommandos lösen.
Ich bin selbst ein bisschen bewandert mit dem Thema Kriminologie. Dementsprechend möchte ich mal ein paar Daten und Fakten in den Raum werfen...
- Der Anteil der eigenen Aufklärungsanteil der Polizei (also: die Polizei entdeckt ein Verbrechen aus eigener Kraft und findet die "Lösung" selbst) liegt bei geschätzt 5%. Alle anderen Fälle werden der Polizei durch Anzeige oder sonstige Mithilfe von Bürgern "gebracht".
- Das Strafrecht in Deutschland kennt grundsätzlich 8 "Filterstufen", das sind
1. polizeilich bekannt gewordene (registrierte) Fälle
2. Aufgeklärte Fälle
3. Ermittelte Tatverdächtige
4. Strafmündige Tatverdächtige
5. Abgeurteilte
6. Verurteilte
7. Zu unbedingten Freiheitsstrafen verurteilt
Von oben nach unten - quasi durch den "Trichter" - sinkt die Zahl der tatsächlich uu Freiheitsstrafen verurteilten Menschen enormst. Das heißt, hier muss man auch sehr gut aufpassen: Nur weil die Polizei Fälle registriert, und selbst wenn sie Tatverdächtige ermittelt, heißt das noch lange nicht, dass diese tatsächlich ein Verbrechen begangen haben, oder zu Freiheitsstrafen verurteilt werden. Das heißt erstmal nur: "Die Polizei glaubt zu wissen" - aber das ist erstmal nur das: Glaube. Und dem schenken zuviele Menschen zuviel Aufmerksamkeit. Wir brauchen mehr Fakten, und weniger Glauben. Zum Glauben können Menschen in die Kirche gehen.
- Von den polizeilich registrierten Straftaten sind Gewaltdelikte: 3%
- Von den Gewaltdelikten entfallen auf Mord und Todschlag: 1%
- grundsätzlich hat für die Zahl der bekannten Fälle das Anzeigeverhalten von Opfern eine immense Rolle. Je mehr Anzeigen gemeldet werdfen, desto mehr Straftaten werden von der Polizei registriert und verfolgt, also steigt die gemessene Kriminalität - das heißt aber nicht, dass auch tatsächlich mehr Straftaten begangen werden. Hier geht es nur um gemessene Kriminalität. Die hat nicht soviel mit der Menge an Straftaten in Gesamtheit zutun...
-> Das heißt, es ist problematisch, mit Absolutzahlen zu arbeiten. Kennt man nur die absolute Zahl, die die Polizei in den Raum stellt, kennt aber nicht die relative Zahl der Fälle, die nicht bekannt sind, ist es unmöglich einzuschätzen, ob die Zahl nun wirklich groß ist oder nicht. Beide für sich allein stehend sagen noch nichts über die tatsächliche Verhältnismäßigkeit aus, deshalb kommt es darauf an, dass man sie in Relation zueinander setzt. Das kann man aber kaum, da die Dunkelzifer eben, nun, Dunkel ist. Zwar lässt sich an diese Zahl annähern durch teilnehmende Beobachtung, Experimente und Befragungen, aber inwiefern letztes tatsächlich repräsentativ, die Befragten tatsächlich ehrlich geantwortet oder reagiert haben, und ob die tatsächlich betroffenen überhaupt durch solche Befragungen erreicht werden konnten, bleibt offen – und damit eine Schwierigkeit.
-> Problematisch wird dann noch, dass es ein sog. doppeltes Dunkelfeld gibt. D.h. manche Befragten berichten, sofern sie als potentielle Opfer in Betracht kommen und befragt werden, aus Schamgefühl oder anderen Gründen, auch Dunkelfeldforschern nichts davon; über diese Delikte können uch Täter- und Operbefragungen keine Auskunft geben.
Grade in Bezug auf Kinderpornografie höre ich häufig, dass Aufklärungsraten steigen würden. Allerdings, wie bereits erklärt...
-> Aufklärungsquoten können durch sog. Holkriminalität verfälscht sein, d.h. je intensiver und mehr die Polizei arbeitet, desto mehr Verbrechen deckt sie auf; es werden also im Vergleich zur Vorjahresstatistik deutlich mehr Verbrechen aufgeklärt, obwohl nicht zwangsweise auch mehr Verbrechen begangen werden müssen. Für die Bevölkerung, die die Aufklärungsquote in der politischen Diskussion hört, ist das aber nicht bekannt – sie wird beispielsweise nur sehen „Internetpornografie-Straftaten um 130% angestiegen“ – was Widerstand und Wut bezweckt, also kein hehres Ziel verfolgt; die Politiker sind sich dessen natürlich bewusst und benutzen solche Zahlen, um ihre Zwecke und Ziele auf Umwegen zu erreichen.
Anstiege in irgendeiner Kriminalität sollte man grundsätzlich kritisch betrachten. Manche Deliktsbereiche, beispielsweise jene, die sich mit Steuerhinterziehung oder wirtschaftlichen Delikten befassen, benötigen mehrere Jahre Ermittlungszeit. Sofern ein Großereignis, wie beispielsweise ein neuer Skandal bei der deutschen Bank, aufkommt, wird dementsprechend in einem, zwei oder drei Jahren danach ein „statistischer Schub“ (Anstieg) in den Daten der PKS auftauchen, der im Vergleich zu den Vorjahren auf den ersten Blick erstaunlich ausschaut. Am Ende des Tages gab es aber nicht einen einzigen Fall mehr an tatsächlicher Kriminalität. Es ist nur ein kleiner Teil rausgekommen, aus dem Groß an tatsächlicher Kriminalität. Wenn also die Polizei sagt "200% mehr Verurteilungen im Thema Steuerhinterziehung", kann das trotzdem heißen "tatsächliche Zahl an Steuerhinterziehern ist um 500% gestiegen, oder auch um 500% gesunken".
Ich wiederhole nochmal, um das jedem überdeutlich klar zu machen: Die Zahl der von der Polizei bekannten Fälle hat nicht unbedingt etwas zutun mit der tatsächlichen Anzahl aller Fälle. Hier gibt es unendlich viel Panikmache oder Unwissenheit, aber selten mal wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse...