News Die kleinste LED der Welt: University of Washington stellt Leuchtdiode aus drei Atomen vor

Wenn man jetzt jedoch statt Strom zur Datenübertragung im Computer kleinste Glasfaserbündel verlegen könnte, wären viel kompaktere System möglich.

?
Umgekehrt: Es wären viel größere Systeme möglich, weil man größere Entfernungen überbrücken kann. Volumen werden Glasfasern dagegen nur wenig sparen. Bei schmaleren Anbindungen mit höherer Bitrate geht es eher um den einfacheren Aufbau. Und die physische Größe einer einzelnen Glasfaser müsste durch die Wellenlänge des Lichtes beschränkt sein. Z.B. für Vernetzungslayer auf CPUs dürften sie schon zu grob sein.


Ich habe mich jetzt nicht besonders eingelesen, aber wie bei Graphen wird das Problem vermutlich auch hier in der Qualität der Monolayer liegen.
Es ist nun mal das eine mit Tesafilm in Handarbeit einen Layer hinzukommen, aber etwas ganz anderes dies Industriell zu bewerkstelligen.

Im Prinzip haben sie ja einen Tri-Layer und da der überall das gleiche macht (keine von A-nach-B-Leitung, wie Graphen), wären Störungen tollerabel (solange kein Kurzschluss vorliegt).
Bei der Fertigung sprichst du imho aber den wichtigsten Punkt an: Was bitte schön mache ich mit im Schichtverfahren gewonnen, dünnen LEDs? Die vorgeschlagene Anwendungen sind flexible Lichtquellen, wofür ich x-Schichten dieser LEDs auf einem Substrat aufbauen müsste oder Chip-Interconnects, wofür ich einzelne LEDs mit sehr begrenzter Flächenausdehnung auf Silizium brauche.
 
Im Prinzip haben sie ja einen Tri-Layer und da der überall das gleiche macht (keine von A-nach-B-Leitung, wie Graphen), wären Störungen tollerabel (solange kein Kurzschluss vorliegt).

Würde ich so nicht sagen, wie bei jeder LED spielt auch hier die Qualität der Pn-Diode für die Ausbeute eine entscheidende Rolle.
So wie dargestellt, gewinnen sie die Mono/Tri-Layer via Tesafilm verfahren. Dies würden sie wohl kaum machen, wenn es einfach wäre dies mittels MB-Epitaxie zu bewerkstelligen.


Bei der Fertigung sprichst du imho aber den wichtigsten Punkt an: Was bitte schön mache ich mit im Schichtverfahren gewonnen, dünnen LEDs? Die vorgeschlagene Anwendungen sind flexible Lichtquellen, wofür ich x-Schichten dieser LEDs auf einem Substrat aufbauen müsste oder Chip-Interconnects, wofür ich einzelne LEDs mit sehr begrenzter Flächenausdehnung auf Silizium brauche.

Alle Anwendungsbeispiele sind zumindest mittelfristig ziemlich unwahrscheinlich…..



vg
 
Würde ich so nicht sagen, wie bei jeder LED spielt auch hier die Qualität der Pn-Diode für die Ausbeute eine entscheidende Rolle.
So wie dargestellt, gewinnen sie die Mono/Tri-Layer via Tesafilm verfahren. Dies würden sie wohl kaum machen, wenn es einfach wäre dies mittels MB-Epitaxie zu bewerkstelligen.

Umm - überlege die noch einmal genau, welches von beiden Verfahren für einzelne Testmuster und mit Laborverfahren das naheliegendere/einfachere ist ;)
Und die Qualität des Pn-Überganges an ungestörten Stellen hat afaik nichts damit zu tun, wie du die Dünnschicht realisierst. Natürlich sollten, im Sinne der Materialeffizienz, nicht 50% der Gesamtoberfläche gestört werden. Aber im Gegensatz zu z.B. Graphen-Einsatz für Leitungsaufgaben oder gar Schaltungen zählt hier unterm Strich nur die makroskopische Wirkung der Gesamtfläche. Und ob da mal ein paar Atome Schnitt-/Bruchkante dunkel bleiben oder nicht, sieht man eh nicht.

Alle Anwendungsbeispiele sind zumindest mittelfristig ziemlich unwahrscheinlich

vgl. "mittelfristig unwahrscheinlich" <> "in beliebigen Zeiträumen sinnlos"
 
Umm - überlege die noch einmal genau, welches von beiden Verfahren für einzelne Testmuster und mit Laborverfahren das naheliegendere/einfachere ist ;)
Ja natürlich, jedoch lässt das alleinige Herstellen noch keinen Schluss auf eine Verwendung in der Zukunft zu. Verstehe mich nicht falsch, es ist „nice to have“ aber eben erst der erste einer Vielzahl von Schritten hin zu einer möglichen Anwendung.


Und die Qualität des Pn-Überganges an ungestörten Stellen hat afaik nichts damit zu tun, wie du die Dünnschicht realisierst. Natürlich sollten, im Sinne der Materialeffizienz, nicht 50% der Gesamtoberfläche gestört werden. Aber im Gegensatz zu z.B. Graphen-Einsatz für Leitungsaufgaben oder gar Schaltungen zählt hier unterm Strich nur die makroskopische Wirkung der Gesamtfläche. Und ob da mal ein paar Atome Schnitt-/Bruchkante dunkel bleiben oder nicht, sieht man eh nicht.

Argument... :)


vgl. "mittelfristig unwahrscheinlich" <> "in beliebigen Zeiträumen sinnlos"

Ach ich finde das hier eig. sehr passen, es ist nicht unmöglich, dass Samsung morgen verkündet man habe einen billigen weg gefunden Schaltungen auf ein flexibles Polymersubstrat aufzubringen….
Oder IBM findet einen Weg gezielt Halbleiter CNTs überall dort zu wachsen zu lassen wo man will….
 
Ja natürlich, jedoch lässt das alleinige Herstellen noch keinen Schluss auf eine Verwendung in der Zukunft zu.

Und genau das meine ich mit: Dieses Herstellungsverfahren und damit sein Ergebnis ist eigentlich von keinerlei Belang ;)

Ist es eine Neuigkeit, dass LEDs auch mit wenigen Atomlagen funktionieren können? Nein.
Ist eine serienreife Produktionstechnik für so dünne LEDs gefunden? Nein.
Ist es möglich, die verwendete Produktionstechnik für die Serie zu skalieren? Nein.

Mein Fazit: Nette Demonstration für das, was bislang nur denkbar war. Aber nichtmal ein kleiner Schritt in Richtung der praktischen Nutzung. Das ist in etwa so wie wenn alle Welt nach einem Verfahren sucht, um in großem Maßstab sehr feine Schaltungen zu produzieren (EUV-Lithografie) und dann kommt jemand um die Ecke, der so eine feine Schaltung gefertigt hat - mit nem Elektronenstrahl...
 
Und genau das meine ich mit: Dieses Herstellungsverfahren und damit sein Ergebnis ist eigentlich von keinerlei Belang ;)

Ist es eine Neuigkeit, dass LEDs auch mit wenigen Atomlagen funktionieren können? Nein.
Ist eine serienreife Produktionstechnik für so dünne LEDs gefunden? Nein.
Ist es möglich, die verwendete Produktionstechnik für die Serie zu skalieren? Nein.

Mein Fazit: Nette Demonstration für das, was bislang nur denkbar war. Aber nichtmal ein kleiner Schritt in Richtung der praktischen Nutzung. Das ist in etwa so wie wenn alle Welt nach einem Verfahren sucht, um in großem Maßstab sehr feine Schaltungen zu produzieren (EUV-Lithografie) und dann kommt jemand um die Ecke, der so eine feine Schaltung gefertigt hat - mit nem Elektronenstrahl...

Amen....

Vg
 
trotzdem ist es enorm aus schon drei atomen eine led herzustellen. wenn man mal schaut welche möglichkeiten das noch alles bietet.
 
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