News CPU-Boost für Windows 11: Mehr Leistung und Akku in Tests

PCGH_Sven

PCGH-Autor
Ein Test des Low Latency Profile von Windows Latest zeigt, dass der mit dem Juni-Update KB5094126 für Windows 11 ausgerollte CPU-Boost weder Prozessor noch Akku schadet. Die Taktfrequenz steigt nur kurz, die Auslastung bleibt indes niedrig.

Was sagt die PCGH-X-Community zu CPU-Boost für Windows 11: Mehr Leistung und Akku in Tests

Bitte beachten: Thema dieses Kommentar-Threads ist der Inhalt der Meldung. Kritik und allgemeine Fragen zu Online-Artikeln von PC Games Hardware werden hier gemäß der Forenregeln ohne Nachfrage entfernt, sie sind im Feedback-Thread besser aufgehoben.
 
"Ein Prozessor, der schneller wieder schläft, zieht letztlich weniger Energie als einer, der dieselbe Aufgabe länger bei mittlerem Takt erledigt."

Und das ist die Geschichte die einem immer erzählt wird und die in vielen Fällen heute schlicht und ergreifend falsch ist.


Es kommt darauf an, wie viel Energie insgesamt verbraucht wird, NICHT rein auf die Zeit.
Eine CPU, die bei 6 GHz nach zwei Sekunden fertig und 2 Sekunden idlelt ist aber 30W unter Last verbraucht verbraucht MEHR Energie (und Akku) als die gleiche CPU, die nur auf 3 GHz taktet, vier Sekunden braucht aber nur 10W dabei verbraucht.

Es ist ganz simpel: Verbrauchte Energiemenge = Leistungsaufnahme x Zeit.
60 Ws im Fall 1 gegen 40 Ws im Fall 2 (und da nehme ich im Idle Null Watt an - sonst wäre Fall 1 noch über 60Ws!).


Früher, als CPUs noch keine extremen Boosts kannten hat das Race-to-idle Prinzip noch gut funktioniert, heute tut es das sehr oft nicht mehr und ist kontraproduktiv (aus Energiesicht gesehen) einfach weil heutige CPUs extrem ineffizient sind wenn man die letzten 200 MHz rausquält.

Kurz: Race-to-Idle funktioniert nur, wenn das "Race" keine ineffiziente Brechstange ist.
 
Ja, das hat mich auch gerade gewundert.

Für den Boost Takt ist meistens überproportional viel Spannung und damit Leistungsaufnahme nötig. Eine CPU arbeitet bei geringeren Taktraten meist deutlich effizienter als bei den maximalen.

Da der Takt also nicht in gleichem Maße ansteigt wie die Leistungsaufnahme, sollte der Windows Boost eher kontraproduktiv sein.

Aber ggf. gleicht sich das aus, wenn SSD, PCIe, RAM usw. kürzer belastet werden.

Letztendlich wird sich Microsoft schon was dabei gedacht haben. Sind ja alles Enteickler/Ingenieure die das ja auch alles wissen - und noch viel mehr. Bisschen Vertrauen, zumindest beim Grundkonzept ist da schon angebracht.
 
Letztendlich wird sich Microsoft schon was dabei gedacht haben.
Ja - "wenns schneller wirkt findens die Leute toll."
Denn 99% der Kunden haben absolut keinen blassen Schimmer von Boostverhalten, Leistungsaufnahmen und ähnlichem technischen Kram. Die am besten verkaufbare Option ist hier explizit nicht die technisch sinnvollste - ein Umstand, mit dem wir Ingenieure (ich bin zwar nicht in der IT aber im Maschinenbau ists auch so) oft konfrontiert sind. ;-)
 
"Ein Prozessor, der schneller wieder schläft, zieht letztlich weniger Energie als einer, der dieselbe Aufgabe länger bei mittlerem Takt erledigt."

Und das ist die Geschichte die einem immer erzählt wird und die in vielen Fällen heute schlicht und ergreifend falsch ist.


Es kommt darauf an, wie viel Energie insgesamt verbraucht wird, NICHT rein auf die Zeit.
Eine CPU, die bei 6 GHz nach zwei Sekunden fertig und 2 Sekunden idlelt ist aber 30W unter Last verbraucht verbraucht MEHR Energie (und Akku) als die gleiche CPU, die nur auf 3 GHz taktet, vier Sekunden braucht aber nur 10W dabei verbraucht.

Es ist ganz simpel: Verbrauchte Energiemenge = Leistungsaufnahme x Zeit.
60 Ws im Fall 1 gegen 40 Ws im Fall 2 (und da nehme ich im Idle Null Watt an - sonst wäre Fall 1 noch über 60Ws!).


Früher, als CPUs noch keine extremen Boosts kannten hat das Race-to-idle Prinzip noch gut funktioniert, heute tut es das sehr oft nicht mehr und ist kontraproduktiv (aus Energiesicht gesehen) einfach weil heutige CPUs extrem ineffizient sind wenn man die letzten 200 MHz rausquält.

Kurz: Race-to-Idle funktioniert nur, wenn das "Race" keine ineffiziente Brechstange ist.
Windows Latest hat es getestet und konnte keine verkürzte Akkulaufzeit feststellen. Welche Tests hast du gemacht um deine These zu untermauern?
 
Windows Latest hat es getestet und konnte keine verkürzte Akkulaufzeit feststellen. Welche Tests hast du gemacht um deine These zu untermauern?
Natürlich konnten sie das nicht, weil der Effekt ob du 20 Wattsekunden mehr oder weniger brauchst bei einem Akku in dem etliche WattSTUNDEN drin sind völlig vernachlässigbar ist. Um das nachzuweisen müsste man ganz gezielt stundenlang den Boosteffekt provozieren (haben sie das gemacht? Falls nicht - wieso hat der Test dann eine Aussagekraft?).

Dass das aber so ist ist simple Physik und jedem der da ein bisschen belesener ist sofort klar. Dein Argument ist son bisschen "welche Tests hast du gemacht um deine These, dass die Batterie einer Taschenlampe wenn sie an ist schneller leer wird als wenn sie aus ist, zu untermauern?"

Es geht hier nicht darum ob der Akku eine Minute früher oder später leer ist, es geht darum das Pseudoargument von "Race to Idle" mal einzustampfen da das in dem Moment gestorben ist als CPU-Boosts vollaggressiv und weit jenseits jeder Effizienz Einzelkerne ans Limit gebombt haben.


Wenn man das hier wirklich messen wollte wärs auch sehr simpel:
Leistungsaufnahme über Zeit mitloggen. Einmal ohne harten Boost, einmal gleicher Workload mit dem Boost.
Bei beiden Kurven die Fläche unter dem Graph ermitteln (integrieren). Die höhere Zahl hat "verloren".
So hätte man das zumindest getestet wenn man ernsthaft am Ergebnis interessiert wäre und nicht mit möglichst wenig Aufwand einen Testartikel generieren will.
 
Natürlich konnten sie das nicht, weil der Effekt ob du 20 Wattsekunden mehr oder weniger brauchst bei einem Akku in dem etliche WattSTUNDEN drin sind völlig vernachlässigbar ist. Um das nachzuweisen müsste man ganz gezielt stundenlang den Boosteffekt provozieren (haben sie das gemacht? Falls nicht - wieso hat der Test dann eine Aussagekraft?).

Dass das aber so ist ist simple Physik und jedem der da ein bisschen belesener ist sofort klar. Dein Argument ist son bisschen "welche Tests hast du gemacht um deine These, dass die Batterie einer Taschenlampe wenn sie an ist schneller leer wird als wenn sie aus ist, zu untermauern?"

Es geht hier nicht darum ob der Akku eine Minute früher oder später leer ist, es geht darum das Pseudoargument von "Race to Idle" mal einzustampfen da das in dem Moment gestorben ist als CPU-Boosts vollaggressiv und weit jenseits jeder Effizienz Einzelkerne ans Limit gebombt haben.


Wenn man das hier wirklich messen wollte wärs auch sehr simpel:
Leistungsaufnahme über Zeit mitloggen. Einmal ohne harten Boost, einmal gleicher Workload mit dem Boost.
Bei beiden Kurven die Fläche unter dem Graph ermitteln (integrieren). Die höhere Zahl hat "verloren".
So hätte man das zumindest getestet wenn man ernsthaft am Ergebnis interessiert wäre und nicht mit möglichst wenig Aufwand einen Testartikel generieren will.
Klingt alles plausibel, aber ohne Tests nur eine These.
 
Ein Prozessor, der schneller wieder schläft, zieht letztlich weniger Energie als einer, der dieselbe Aufgabe länger bei mittlerem Takt erledigt.
Gilt das auch für Autos?
1h bei 180 km/h ist sparsamer als 1,5h bei 120?

Seit Jahr und Tag kosten die letzten paar Prozent überproportional viel Energie und plötzlich spart man damit sogar noch.🤔
 
Gilt das auch für Autos?
1h bei 180 km/h ist sparsamer als 1,5h bei 120?
Haste das getestet? :ugly:

Es ist irre, was man Leuten verkaufen kann wenns auch nur minimal mit MINT zu tun hat, einfach weil offensichtlich die breite Masse davon gar keine Ahnung mehr hat und auch nicht gewillt ist logisch drüber nachzudenken. Vielleicht bin ich da auch hart biased aber ich finds stellenweise schon hart.
Bei deinem Autobeispiel ist es (hoffentlich!!) den meisten sofort klar, dass 10 Sekunden Vollgas im Begrenzer und dann 20 Sekunden rollen lassen weit mehr Sprit verbraucht als eine Minute konstant die gleiche Strecke fahren - einfach weil Vollgas im Begrenzer unfassbar ineffizient frisst. Aber wenn man genau dasselbe bei CPUs macht ist die Transferleistung dann zu groß.
 
Das ist doch reine Physik, egal ob in der Computertechnologie oder beim Auto:
Der Energieaufwand steigt proportional an. IMMER. Wenn der Test das nicht zeigt, dann wurde falsch getestet punkt aus. Da gibts überhaupt nichts zu diskutieren, das ist teilweise Physikunterricht in der Hauptschule. Es ist echt beschämend, dass angeblich gebildete Leute sich von so was verarschen lassen.

Außerdem noch ein anderer Aspekt:
Ein so aggressives Boostverhalten dürfte die Lebensdauer der Komponenten ziemlich verkürzen. Jegliche Maschine läuft immer am besten und effizientesten, wenn sie gleichmäßig belastet wird. Ständiges hochfahren und runterfahren der Leistung ist schlecht. Das gilt auch nicht nur für mechanische Maschinen, sondern auch für Elektronik.
 
Das stimmt. Physik ist Physik, doch zeigen die gemachten Tests etwas anderes. Also stimmt, etwas mit der These nicht. Das ist alles was ich sagen wollte. Bestimmt werden noch andere sich diesem Thema annehmen und mehr Tests durchführen. Dann wissen wir sicherlich mehr.
 
Physik ist Physik, doch zeigen die gemachten Tests etwas anderes.
Zeigen die wirklich etwas anderes? Grundsätzlich wäre die erste Frage besitzt der Test überhaupt Aussagekraft? Genutzt wurden dafür HWInfo und der Taskmanager. Da ich mich nicht wirklich auskenne was diese beiden Programme tatsächlich leisten, kann man damit genaue Aufzeichnungen vornehmen um das verhalten der CPU und der Batterie auszuwerten und zu vergleichen? Ich kann keine Datenreihen finden. Insbesondere keine Vergleichsmessungen.
Da davon zu sprechen das die Test was anderes Aussagen als man von der Physik erwarten täte halte ich für gewagt.
Bei älteren PC scheint er ja herausgefunden zu haben, dass der Boost nicht so funktioniert?

Im Beitrag #6 hat @Incredible Alk ja aufgezeigt wie so ein Test aussehen kann. Eventuell wird das ja mal Thema bei PCGH oder @igorsLAB . Da denke ich stehen die entsprechenden Werkzeuge zur Verfügung und auch wie getestet wurde ist dort nachvollziehbar, wenn getestet wird.


Trennung


Beim Auto läßt sich die Physik auch nicht übertölpeln. Btw beim beschleunigen soll man jedoch hart am Gas sein, um schnell höher schalten zu können. Ein stetiges langsames Beschleunigen ist wohl energieintensiver als das zügige. Zumindest hat der ADAC das mal geschrieben.
Laut eigenen nicht dokumentierten und nicht wissenschaftlichen Untersuchungen komme ich zu dem Ergebnis das ein langsameres (gleichmäßiges) Fahren dem schnellen Fahren was den Verbrauch betrifft vorzuziehen ist.
Gilt das auch für Autos?
1h bei 180 km/h ist sparsamer als 1,5h bei 120?
Grundsätzlich ja. Rechne den Verbrauch pro Kilometer dann wird es schnell klar.
 
Diskutieren bringt nichts. Tests mit verschiedenen CPUs und Geräten würde hier mehr Erkenntnisse bringen. Und die werden sicherlich auch kommen. Bis dahin macht es keinen Sinn sich über die Theorie die Köpfe einzuschlagen, denn in dem Punkt scheinen wir uns einig zu sein.
 
Aber jeder der schonmal eine GPU oder CPU übertaktet hat oder ein Powerlimit gesetzt hat stellt sofort fest, dass die letzten paar MHz deutlich mehr Spannung und damit Leistungsaifnahme benötigen.

Umgekehrt kann ich einen Chip auch auf Werkseinstellungen laufen lassen, aber dann die Leistungsaufnahme auf z.B. 70 oder 80% des Max Powerlimits limitieren und man stellt dann oft fest, dass selbst unter absoluter Vollauslastung durch das Limit 20-30% Leistungsaufnahme eingespart werden, gleichzeitig die Performance oder der Takt nur um vielleicht 5-10% sinkt.

Es braucht also nicht erst übertriebenes manuelles OC, damit die Effizienzkurve am Ende abflacht, das kann man bereits mit der Standardkonfiguration einer jeden CPU und GPU sehr einfach nachvollziehen.

Das ist auch ein Grund, warum im Energiesparprofil eines jeden PC oder Smartphone der maximale Takt der CPU/GPU begrenzt wird. Wenn Race to Idle hier funktionieren würde, dann bräuchte es diese Maßnahmen auch gar nicht.

Ich fürchte auch dass Race to Idle hier falsch verstanden wird. Hauptsächlich ist das bei Smartphones wichtig im Kontext der Mobilfunkverbindung. Wenn über Mobilfunk Daten gesendet werden, dann gehen da meines Wissens bis zu 2 Watt alleine für die Funkverbindung drauf. Also ist es wichtig, die Verbindung nur möglichst kurz zu nutzen, aber dafür in einem Burst möglichst alles abzuarbeiten. Denn es ist egal ob ich über Mobilfunk mit 500 Kbit/s oder 100 Mbit/s lade. Das Mobilfunkmodem braucht gleich viel Energie, da die physikalische Funkverbindung zu einem entfernten Mobilfunkmasten aufrecht erhalten werden muss, was bei dem Vorgang mit Abstand am meisten Energie kostet. Hier ist Race to idle ein wichtiges Konzept. Also das Bündlen von Anfragen sowie eine möglichst hohe Netto Datenübertragungsrate.

Aber bei CPUs ist isoliert betrachtet Race to idle nach allen bekannten Gegebenheiten sinnfrei und kontraproduktiv.
 
Klar. Die einfachste Erklärung wäre, dass der CPU Boost nur so kurz aktiv sein muss und die Programme/Menüs so schnell starten, dass der Boost effektiv nur vielleicht z.B. 0,01% der gesamten Akkulaufzeit aktiv war…

Dann wäre der Einfluss über Zeit kaum messbar.

Da aber in dem Artikel keine Details zur Messmethodik und den Messwerten stehen und die ganze Aufbereitung auch nicht vermuten lässt, dass sich hier überhaupt die Mühe gemacht wurde, ein professionelles Testsetup aufzustellen, bietet der Aritkel natürlich enorm viel „angriffsfläche“.

Alles was der Test für mich aussagt ist, dass der Akkuverbrauch nicht spürbar leidet, wenn man mal ein paar Programme oder Menüs anklickt. Das lässt 1000 Fragen offen, aber mehr gibt der Test eben nicht her.

Vielleicht ist das ja auch das was Microsoft sich dabei gedacht hat. Wenn man für Programmstarts und Menüs kurze Boosts erlaubt, wird das kaum ins Gewicht fallen. Wenn der Boost aber länger als ein paar Sekunden oder Millisekunden aktiv wäre würde sich das mit Sicherheit spürbar auf die Akkulaufzeit auswirken.
 
Alles was der Test für mich aussagt ist, dass der Akkuverbrauch nicht spürbar leidet, wenn man mal ein paar Programme oder Menüs anklickt. Das lässt 1000 Fragen offen, aber mehr gibt der Test eben nicht her.
Nennts doch einfach beim Namen: Der Test ist fürn Arsch.

Wenn man das hier wirklich testen/messen wollte bräuchte es dafür eine durchdachte, gute, kontrollierte und wahrscheinlich teure Testumgebung. Solche kleinen Effekte kann man nicht mal eben mit Hwinfo in ner halben Stunde finden, das ist wie wenn ich 20 minuten durchn Ort fahren würde um dann an einer Tankanzeige ablesen zu wollen ob mein etwas höher eingestellter Reifendruck nen Einfluss auf den Verbrauch hatte. Ja, hat er unbestritten und nein wird bei so einem "Test" niemals gefunden werden können. Nicht weil der Effekt nicht da ist sondern weil die Testumgebung völlig ungeeignet ist.

Hier bräuchte es ein präpariertes System, das möglichst frei von jeder anderen Software ein kontrolliertes automatisiertes und viele Stunden dauerndes Testbatch abfährt während eine externe (!!) Messeinrichtung die eben nicht Bestandteil des Systems ist alles mitschreibt. Nicht irgendnen Jockel vor nem Laptop der nen Knopf an und abschaltet und sagt "ich seh keinen Unterschied bei der Akkuanzeige".
 
Zurück