Computerspielsucht auf einer Höhe mit klassischen Suchten

PCGH-Redaktion

Kommentar-System
Teammitglied
Computerspielsucht auf einer Höhe mit klassischen Suchten

Jetzt ist Ihre Meinung zu Computerspielsucht auf einer Höhe mit klassischen Suchten gefragt.

Bitte beachten Sie: Der Kommentarbereich wird gemäß der Forenregeln moderiert. Allgemeine Fragen und Kritik zu Online-Artikeln von PC Games Hardware sind im Feedback-Thread zu veröffentlichen und nicht im Kommentarthread zu einer News. Dort werden sie ohne Nachfragen entfernt.

Zurück zum Artikel: Computerspielsucht auf einer Höhe mit klassischen Suchten
 
Computerspielsucht auf einer Höhe mit klassischen Suchten

Man kann nicht pauschalisieren aber es sind sicherlich viele computerspieler mehr oder weniger süchtig - ich selbst denke prozentual gesehen sogar mehr wie bei alkohol und drogen.

Da es hierfür leider keine wissenschaftlichen kriterien gibt wann denn nun eine sucht besteht und wann nicht ist es sehr schwer sowas festzustellen. Nicht zuletzt weil betroffene sich selbst belügen und computerspielen wahnsinnig spaß macht.

Dabei wird vergessen, dass computerspielen nichts bringt außer den spaß selbst und wenn übertrieben - ne menge totgeschlagener zeit. Die selbstverwirklichung des eigenen charakters und das verbessern von realen skillz sind dabei fehlanzeige.

Ich war selbst mal mittelmäßig süchtig (battlefield 2, cod) und muss sagen, computersucht ist ein wichtiges thema und schlimmer als die gewalt in computerspielen
 
AW: Computerspielsucht auf einer Höhe mit klassischen Suchten

Das gesamte Thema ist Blödsinn. Vor nicht allzuvielen Jahren gab es eine Suchtdefinition, die die Abhängigkeit von einem STOFF zum Inhalt hatte (WHO). Aus der Suchtdefinition ist dann der "Stoff" herausgefallen, was zur Folge hatte, das zwei grundsätzlich unterschiedliche Themen in einen Topf geworfen wurden. Eine Sucht im klassischen Sinne (Heroin, Alkohol, Nikotin und vieles vieles mehr) ist schon sehr schwer einzugrenzen. Gegenwärtiger Konsens ist z.B. das Kokain überhaupt keine körperliche Abhängigkeit erzeugt sondern eine psychische. Stoffe, die eine körperliche Abhängigkeit erzeugen (Nikotin, Alkohol u.A.) müssen anders behandelt werden, da ein kalter Entzug - das heißt einfach Droge weg - zu körperlichen Beschwerden führt, die in extremen Fällen auch zum Tod führen können. Ja, Nikotin gehört hier auch dazu, tödlich wird es aber nur in extrem seltenen Fällen, wenn andere schwere Erkrankungen hinzukommen.

Im Gegensatz dazu wurden jetzt noch "nichtstoffliche" Süchte in den selben Topf gemixt. Dummerweise sind diese "Süchte" aber nicht die Ursache sondern Folge von Persönlichkeitsstörungen, die schon vorhanden waren...

Warum wurde die Suchtdefinition geändert? Kleiner Vergleich zu psychatrischen Erkrankungen. Hier gibt es zwei Hauptwerke, DSM und ICD. Beide sind seit Ihrem Bestehen immer dicker geworden. Größenordnung 50 Störungen auf heute 2000 Störungen. Denn nur was hier drin steht, wird in der Regel von Krankenkassen bezahlt. Die Menschen sind nicht "gestörter" geworden, es ist nur schön für Psychater, Psychologen und nicht zuletzt Pharma-Industrie, das man eigentlich an jedem Menschen 2-3 psychische Störungen gem. Handbuch diagnostizieren kann, um diesen zu behandeln. Ziel ist also, jeden Mensch als behandlungsbedüftig zu deklarieren, weil damit läßt sich Geld verdienen. Die meisten DSM-Autoren sind übrigens in der Pharma-Industrei angestellt...

Analog dazu wird also eine Sucht-Definition umgestrickt - jenseits jeder wissenschaftlichen Kenntnis - um neues Behandlungspotential zu erschließen.

Am Rande noch bemerkt: Der Cholesteringrenzwert wurde willkürlich festgelegt und hat keine wissenschaftliche Grundlage. 65% der deutschen Bevölkerung zwischen 35 und 65 Jahren liegen drüber. So macht man Geld...
 
AW: Computerspielsucht auf einer Höhe mit klassischen Suchten

Du hast viel geschrieben ohne auf das Thema selbst einzugehen. Was war deine Absicht? Zu zeigen, dass die kriterien für jede sucht anders definiert sein müssten und ein vergleich daher nicht möglich ist?
 
AW: Computerspielsucht auf einer Höhe mit klassischen Suchten

ich bin seit 11 jahren starcraft 1(beta spieler) + 2 und gothic 1-4 süchtig
und stronghold!

ich sehe meine sucht ein und binn ca 1-2 monate nach release abhängig! aber meine frau versteht mich die hatt auch so ihre laster!
das einzige was vorgeht ist meine tochter sonst nix damit kann ich leben und meine umwelt auch :-)

so muss einkaufen und heute aben gothic 4 demo weiterzocken!
lieber pc süchtig als sich von den medien vorschreiben zu lassen was ich für eine musik höre und was ich mir als konsum zulege
 
AW: Computerspielsucht auf einer Höhe mit klassischen Suchten

Du hast viel geschrieben ohne auf das Thema selbst einzugehen. Was war deine Absicht? Zu zeigen, dass die kriterien für jede sucht anders definiert sein müssten und ein vergleich daher nicht möglich ist?

Ich wollte sagen, das mal wieder eine behandlungsbefürftige Krankheit erfunden wurde.
 
AW: Computerspielsucht auf einer Höhe mit klassischen Suchten

Alleine zock ich nie länger als 2-3 Stunden, und nur am Wochenende wenn ein neues Spiel draussen ist. Wenn Freunde vorbei kommen kann es schon mal lange PES-Sessions geben aber das würde ich nicht unter Sucht einstufen. Wenn man ab einem gewissen Alter Aufgaben+Pflichten hat kann man gar nicht mehr den ganzen Tag vorm PC/Konsole hocken. Und das ist auch gut so!
 
AW: Computerspielsucht auf einer Höhe mit klassischen Suchten

Menschen, die depressiv seien oder deren Lebensqualität schlecht ist, würden sich in Computerspiele flüchten.
Computerspiele sind aber nur ein Beispiel. Psychisch labile Menschen können von allem süchtig werden, was sie von ihrer momentanen Situation ablenkt. Also Fernsehen, Bücher, Sport, Einkaufen, Essen, Nase popeln...

Daher braucht man die Computerspiele nicht herauszustellen oder sogar auf eine Höhe mit klassischen Suchten zu stellen.

Jeder normale Mensch lernt mit dem Medium Computerspiele umzugehen und kann seinen Spielekonsum kontrollieren, ohne in Konflikt mit der realen Welt zu kommen.
 
AW: Computerspielsucht auf einer Höhe mit klassischen Suchten

jeder der täglich mehr oder weniger vorm rechner sitz kann es wol kaum abstreiten, dass er zumindest ein bisschen abhängig ist.
die meisten werden es verleugnen, aber das ändert nix an der tatsache :D

ich bin sicherlich auch ein wenig abhängig. zwar habe ich es unter kontrolle und wenn ich mal 1-2 woche nicht oder kaum zocke, macht mir das auch nix aus, aber trotzdem freu ich mich, wenn ich dann mal wieder ran darf :ugly: (ich meine ausnamsweise meinen rechner).
für mich heisst das leicht abhängig und warum sollte cih es abstreiten. frauen sind kaufsüchtig und ans ich wird jeder mensch eine sucht haben. von daher alles im rahmen :daumen: solange man nich wie einige beispiele im internet "leicht" aggressiv wird.
 
Netzwerk für Ratsuchende bei Mediensucht

Netzwerk für Ratsuchende bei Mediensucht

Seit 3,5 Jahren sind wir (Elterninitiative rollenspielsucht.de und AKTIV GEGEN MEDIENSUCHT e.V.) im Bereich der Selbsthilfe aktiv. So ist u.a. auch ein Merkblatt "Erste Schritte bei Mediensucht" entstanden, da meist die Verzweiflung und Ohnmacht der betroffenen Familien enorm groß ist. Es gibt unendlich viele Familien, in denen Kinder oder Familienväter völlig abgerutscht sind oder an der Schwelle dazu stehen. Besonders angespannt ist die Situation bei alleinerziehenden Müttern.

Da es schwierig ist, Stellen zu finden, die helfen können, haben wir angefangen, ein Netzwerk für Ratsuchende (netzwerk-fuer-ratsuchende) einzurichten. Dort gibt es schon über 280 Einträge, davon ca. 150 Suchtberatungsstellen. Weiter: Kliniken, Ärzte, Therapeuten, Netzwerke, Präventionsstellen, Ambulanzen, Offline-Alternativen, etc. und Info- und Austauschforen. Am meisten lernen kann man von ca. 200 Aussteigerberichten, in denen eindrücklich zu lesen ist, wie sehr die Sucht das Leben verändert. Bei vielen Menschen, besonders bei Verantwortungsträgern, fehlt einfach die Vorstellungskraft, wie verheerend die Auswirkungen für alle Beteiligten sind, wenn ein die Kontrolle über seine Spielzeit und oft damit auch die Kontrolle über sein Leben verliert.
Diejenigen, die im Internet „verloren gegangen sind“, werden von keiner statistischen Erhebung mehr erfasst. In Foren wie z.B. auf unseren Seiten, kann man nachlesen, was in vielen Familien los ist. Die Zahl der Totalverweigerer bereits ab 14 Jahren, die ihren Tag ausschließlich im Netz verbringen, steigt rapide an.
Frage: "Was würden Sie machen, wenn Ihr Sohn Ihnen am 18.Geburtstag erklärt, dass er sich vom Gymnasium abgemeldet, HartzIV beantragt hat, sich eine kleine Wohnung suchen möchte und bis an sein Lebensende World of Warcraft spielen möchte?" Eine klare Lebensperspektive! Normalität? Eine ganze Gesellschaft schaut nach wie vor einfach nur weg. Fragt sich nur, wie lange wir uns das z.B. volkswirtschaftlich oder gesundheits-finanztechnisch noch leisten können oder wollen. Müssen wir weiter mitspielen?
Christoph Hirte, Initiator
 
AW: Computerspielsucht auf einer Höhe mit klassischen Suchten

Es geht nur in die Richtung das wir alle ein gestörtes verhältnis zur "normalen" Umwelt haben. Also auch Psycho- störungen.. wie schon genannt..

Nur genauer gesagt sind wir im zwang .. leiden unter Zwänge.. -meist diese augelöst durch "schlechte" erziehung.. wie zu viel bemutterung oder nur durch schläge.. meist aber durch Kindliche unterdrückung
-du machst ausversehen mist und Mama sagt das ist ganz böse und zieht sich damit auf.. also alles andere was du auch tust ist mist.. irgendwann resigniert man nur noch..

Nun kann man in Spielen das alles verpasste ausleben.. sich frei bewegen was man sonst unterdrück hat.. ein erlebnissreicheres führen.. dazu Macht und kontrolle ausleben..

Nur das gibt uns dieses Gefühl der "befriedigung" unserer Sinne..

Ich sach.. geht raus und lernt eure Mitmenschen neu zu verstehen.. denn so wie wir sind.. da gibt es Dinge von denen ihr so nie überhaupt Ahnen könnt.

Ich ..tja ..lese viel.. kann euch dazu von Riemann- Grundformen der Angst empfehlen.

Oder nach kurzem Googeln das so inder Art wies grade schrieb.. :

http://mediaculture-online.de/filea...mcomputerspiele/fritz_warumcomputerspiele.pdf
 
AW: Computerspielsucht auf einer Höhe mit klassischen Suchten

Nur das das nichts mit Computerspielen zu tun hat...
 
AW: Computerspielsucht auf einer Höhe mit klassischen Suchten

Doch in gewisserweiße schon.. nicht für jeden aber es gibt einige "extremfälle".
-ich mein ja auch Zocken ist nur das Ergebniss. Der Auslöser für irgendne störung ist viel weiter früher zu finden.

Vielleicht wil es sich keiner eingestehen?
 
AW: Computerspielsucht auf einer Höhe mit klassischen Suchten

Menschen, die depressiv seien oder deren Lebensqualität schlecht ist, würden sich in Computerspiele flüchten.
Was heisst schlechte Lebensqualität? Man kann genauso falsche Freunde haben die Dope rauchen und literweise Alk trinken wenn man mit ihnen am Wochenende unterwegs ist, die drängen einem dann in diese Suchten rein. Solche Studien sind einfach viel zu oberflächlich. Am gefährlichsten sind imo MMOs am PC und irgendwelche Cash-Games wo man echtes Geld setzen kann. Da ist die Gefahr zumindest am größten. Trotzdem ist nicht gleich jeder MMO-Zocker "süchtig".
 
AW: Computerspielsucht auf einer Höhe mit klassischen Suchten

@Cyron78

spricht hier der oberpsychologe??^^
man hätts nich besser ausdrücken können...

Nöö.. ich lese das nur aber verstehe es.^^

-aber lernen wir alle doch durch lesen..

Also ich finde ne "Zwang- Sucht" ist es wenn es kein spaß mehr macht zu Zocken, man es aber aus langerweile tut, anstatt echt mal rauszugehen.
Oder auch dauerzocken betreibt. Andere dinge sollten erst vor gehen..im Tagesablauf und dann.. gegen Abend darf man mal Zocken.. ^^ -vielleicht auch mal nicht jeden Abend..
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück