AW: Codemasters: Das Ende eines Publishers? - Spiele an Koch Media übergeben
Wenn dieser Schritt zu einer weiteren Konsolidierung von Publishern führt, ist es ein Schritt in die absolut falsche Richtung. Die Größe der Publisher (Ubisoft, EA, Activision/Blizzard) ist bereits jetzt ein Problem für die Spielebranche. Je größer und mächtiger Publisher werden, desto eher können sie wiederstandslos Dinge durchsetzen. Siehe Ubisoft und EA mit permanentem Onlinezwang, siehe Activision/Blizzard mit durchgedrückter Bonbon-Optik für "schmutzige" Spiele wie Starcraf II und Diablo III, um nur ein paar Beispiele zu nennen.
Ich halte viele der "Fehlentwicklungen" der letzten Jahre innerhalb der Spielebranche vor allem auf Seiten der Hersteller verschuldet. Alles was nicht verspricht ein kommerzieller Mega-Erfolg zu werden wird entweder in Richtung Massenmarkt verbogen oder schlicht beendet. Wenn ein Publisher keine Lust mehr hat wird ein Spiel halt einfach abgebrochen (populäres Beispiel: Das eigentlich wahnsinnig gute Vampire - the Masquerade: Bloodlines, das genau deswegen nie erfolgreich wurde).
Mir ist hierbei durchaus bewusst, dass Publisher diejenigen sind, die auch das meiste Geld in Spiele stecken und ein recht großes Risiko dabei tragen. Große Spiele zu entwickeln ist nuneinmal verdammt teuer - keine Frage. Ich möchte auch keine allgemeine Hetze gegen Publisher ausrufen, nötig sind sie, keine Frage, aber einige Entwicklungen der letzten Jahren, die zu Riesenfirmen wie den drei oben genannten geführt haben, halte ich doch für extrem fraglich.