Nein; das tun sie teilweise eben nicht. Hier wird immer so stark pauschalisiert und das hat einfach nichtmal mehr Bild Niveau; sondern weit darunter. Welcher Unternehmer hat denn ein hohes Einkommen? Sind es die Handwerker, sind es die wer auch immer? Ein Unternehmer ist nicht immer (sogar in den seltensten Fällen) der CEO eines großen Unternehmens und fällt weich; viele Unternehmer stehen gerade vor den Scherben ihres Lebens!
In der Debatte geht es doch um Durchschnittsbetrachtungen, nicht um Ausnahmen? Ich nehme an, Du wolltest nicht ernsthaft behaupten, AG verdienen gleich viel oder weniger als AN?
Andersherum habe ich damit auch nicht sagen wollen, dass AG alle Multimillionär:innen wären. Das ist je nach Branche und Größe der Unternehmen doch unterschiedlich.
Sorry wenn ich es deutlich sage; absolut falsch informiert. Ich würde schätzen, dass 9 von 10 Unternehmern am Ende mit Privatvermögen haften! Zum einen sind lediglich Kapitalgesellschaften eine Art Schutzschirm, aber auch dort sind die Haftungsrisiken enorm geworden.
Da hast Du unvollständig zitiert und so stimmt auch Deine Deutung meiner Aussage nicht. Ich zititiere meine Aussage etwas umfangreicher:
Selbst falls eine Pleite drohen sollte, so bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass Unternehmer:innen mit Privatvermögen haften. Das hängt von der Unternehmensform ab. Via Unternehmensformen wie GmbH&CoKG, AG ... wird nur mit Betriebsvermögen gehaftet.
Geht es Dir um die Zahl oder das Vermögen der Unternehmer:innen?
Nochmal direkter zum Thema:
Cherry ist übrigens eine (Societas Europaea) / SE:
"Die Europäische Gesellschaft, häufig auch Europäische Aktiengesellschaft (international auch lateinisch Societas Europaea, kurz SE), ist eine Rechtsform für Aktiengesellschaften in der Europäischen Union und im Europäischen Wirtschaftsraum."
de.wikipedia.org
Steuern auf Kapitalerträge sind Steuern auf versteuertes Geld, sorry wenn ich das so deutlich sage, aber die dicken Kapitalerträge über die wir reden sind am Ende Dividendenerträge, welche widerum schon versteuerte Gewinne aus Kapitalgesellschaften darstellen.
Kapitalerträge stellen Einkommen dar, die Leute erhalten, weil sie Eigentümer:innen sind bzw. sie Anteile halten, Geld a gelegt haben d.h. sie kriegen Einkommen, weil sie Geld haben. Klar, muss aus meiner Sicht solches besteuert werden und zwar mindestens wie Einkommen basierend auf Arbeit. In Deutschland wird sie das auch - nämlich in Höhe von 25 %. Hinter diese aktuelle Besteuerung willst Du sogar zurückfallen? Ginge es Dir nach der fairen Besteuerung von Leistung, müsste die Kapitalertragsseuer für Dich doch eigentlich noch höher sein als für Arbeit.
Verstehe deinen Gedanken hier nicht so ganz; ja das ist ein Teil der linken Politik, ich schrieb aber eben auch schon mehrfach, dass nicht alle Ideen aus der linken Ecke falsch sind.
Ich habe Dich so verstanden, das Linke jede AN idealisierten und AG verteufelten. Dass dem nicht so ist, habe ich versucht aufzuzeigen. Es geht darum, die Rechte von AN zu stärken/schützen - eben auch vor Übergriffen seitens AG.
Weil es einfach Schwachsinn ist und nicht funktioniert, es kann nicht jeder das gleiche bekommen.
Das mag Deinem Weltbild entsprechen. Wo aber ist das
Hetze?
Beim Thema Erbschaften kann ich gewisse Gedanken nachvollziehen; sehe hier großen Nachholbedarf; aber auch das schrieb ich schon.
Na, dann haben wir hier zumindest mal eine gewisse Überschneidung. Eine andere Haltung bezüglich leistungslosem Einkommen hätte mich auch gewundert, da es Dir offenbar sehr um die Honorierung Leistung geht.
Beim Thema Vermögen gibt es große Statistiken die klar belegen, dass eine Vermögenssteuer der endgültige Todesstoß des deutschen Staates wäre. Denn sie würde temporär rund 200Mio mehr Steuereinnahmen bedeuten; eine unbedeutene Summe, würde aber zu weiterhin mehr Abwanderung führen; was ich nachvollziehen kann. Wieso sollte jemand auch sein selbst erarbeites Vermögen weiter besteuern? Stell dir mal vor, da kommt jemand und zieht der jedes Jahr 30% vom Girokonto ab, schaut sich deine Möbel an und so weiter.
"Endgültiger Todestoß"? Das hast Du sehr pathetisch ausgedrückt. Dem würde ich klar widersprechen. Es gibt Länder in Europa, die über eine Vermögenssteuer verfügen - u.a. die Schweiz.
In Österreich stammt nur ein Bruchteil des Steueraufkommens von vermögensbezogenen Einnahmen. In Ländern wie der Schweiz ist die Quote viel höher, dennoch gibt es dort deutlich mehr Millionäre
www.derstandard.at
"Wieso...?" - Weil es eine krasse Ungleicheit in dieser Gesellschaft an Reichtum gibt. Es sollte dabei nicht vergessen werden, dass hohe Vermögenskonzentration hohe Machtkonzentration bedeutet. Am einem Punkt wird die Demokratie gefährdet. In Deutschland gut sichtbar aufgrund bspw. Medienbesitz, Thinktanks, "Lobbyismus" (eigentlich Korruption).
Deine Anmerkungen bezüglich Möbiliarbeschau sind bezüglich Vermögenssteuer albern. Allerdings ist dies in anderen Fällen gesellschaftliche Realität: nämlich wenn Du arm und verschuldet bist. Da können auch Pfänder:innen vorbei kommen und von Gesetz nicht geschützte (Wert)Gegenstände pfänden.
Welchen Niedriglohnsektor meinst du?
Siehe bspw. folgenden Artikel. Der Titel kann in die Irre führen. Im Artikel heißt es auch u.a.:
"Nach Ansicht von Ökonomen war besonders die Einführung des
Mindestlohns im Jahr 2015 für die stetige Verringerung des Niedriglohnsektors verantwortlich.
Der Anteil in Deutschland ist jedoch weiter relativ hoch, was aus sozio-ökonomischer Sicht als soziales Problem angesehen wird.* Im
EU-Vergleich sieht Deutschland allerdings schwach aus: „Die nordischen Länder, aber auch Frankreich und Italien machen das besser“, kommentierte Lübker die Ergebnisse."
Der Niedriglohnsektor in Deutschland ist im EU-Vergleich weiterhin auf hohem Niveau. Für betroffene Branchen fordern Experten daher eine stärkere Tarifbindung.
www.fr.de
*Unterstreichung von mir
Edit: Ergänzung mit Verweis auf Cherry