News Cherry: Einstiger Branchenprimus aus Deutschland in Problemen

Sehr interessante Sichtweise.
Der Arbeitgeber will seinen Arsch retten und entlässt Mitarbeiter wo es teuer ist und wo anders werden billiger Arbeitskräfte eingestellt, nur damit sein Geldfluss bestehen bleibt.
Hauptsache Alessio geht es gut.
 
Es geht nur um eine Gleichbehandlung und keiner linken Hetze von wegen "alle sollen das gleiche bekommen" und die guten Menschen sind alle Arbeitnehmer, Unternehmer sind nur Ausbeuter und Piraten!
Was ist denn genau "linke Hetze" an der Aussage/Position "alle sollen das gleiche bekommen"?

Aus linker Position geht es weniger um die Idealisierung jede:r Arbeiter:in, würde ich meinen, sondern bspw. gegen Unterstellungen, Arbeitnehmer:innen wären faul, schlecht o.ä. und desweiteren geht es gegen Überwachung, Kontrolle und entsprechende Übergriffe. Lidls Verhalten gegenüber AN hat da mal in der Kritik gestanden. Das fällt mir dazu als deutliches Beispiel ein.

Dann: Nach Marx'scher Analyse sind Unternehmer:innen per Definition Ausbeutet:innen, da sie den AN einen Teil von deren Lohn als Gewinn vorenthalten.

Nein, das ist kein kausaler Grund für die Krise.

Der Grund und die Ursache der Krise ist recht offensichtlich; die Energiepreise
Aha, und doch hat Dein Beitrag dies suggeriert.

Der Arbeitgeber / Unternehmer ist die arme Sau, weil er um konkurenzfähig zu bleiben, leider gar keine andere Wahl hat als auszulagern und dann als geldgeile Sau durch die Welt gejagt wird.
Als arme Sau würde ich die AG dennoch nicht betrachten, da sie ja weiter ein hohes Einkommen im Gegensatz zu den gekündigten AN haben, wie hier Forenmitglieder dies auch schon hinschrieben.

Selbst falls eine Pleite drohen sollte, so bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass Unternehmer:innen mit Privatvermögen haften. Das hängt von der Unternehmensform ab. Via Unternehmensformen wie GmbH&CoKG, AG ... wird nur mit Betriebsvermögen gehaftet. Dies wird ja auch immer wieder in (Betrugs)Fällen kritisiert, wenn Betriebsvermögen von Eigentümer:innen verschleiert, herausgenommen wurde und Lohnauszahlungen nicht mehr (in voller) Höhe erfolgen können. Letztere gehören nämlich auch zur verbleibenden Konkursmasse ...


Benannt werden müsste die Systematik dahinter: der globalisierte Kapitalismus. Also weg von der individuellen (gierig, böse) Betrachtungsebene hin zur strukturellen (Gewinnmaximierung).

Und ja, hier in Deutschland wollen die meisten Reichen nicht über Reichtum sprechen. Es ist nun mal auch so, dass in Tarifverhandlungen (wenn es denn solche gibt) nur Löhne der AN unteren Ebenen ausgehandelt werden, nicht aber die der Leitungen und der Eigentümer:innen selbst. Schau Dir außerdem die Steuern auf Löhne an und dann die auf Kapitalerträge, Erbschaften und Vermögen. Hier klaffen große Ungleichgewiche.

Seit 2010 rum, hat sich dieses Bild massiv gewandelt und die Arbeitnehmer können (überspitzt formuliert) machen was sie wollen, 0 Konsequenzen dank Politik und wenn einem jemand auf den Keks geht, schnell den AG gewechselt, gibt schließlich mehr freie Plätze als Beschäftigte.
Das ist pauschal so falsch. Du vergisst Niedriglohnsektor, Unternehmensteilausgliederungen und in Folge Leiharbeit (im Gesundheitsbranche konnten hier ein paar AN aber auch Vorteile herausschlagen), Werkverträge, ...

Gleichzeitig wurde mit HartzIV Abstiegsdrohkulisse aufgebaut, die aktuell weiter verschärft wird ...
 
Zuletzt bearbeitet:
Als arme Sau würde ich die AG dennoch nicht betrachten, da sie ja weiter ein hohes Einkommen im Gegensatz zu den gekündigten AN haben, wie hier Forenmitglieder dies auch schon hinschrieben.
Nein; das tun sie teilweise eben nicht. Hier wird immer so stark pauschalisiert und das hat einfach nichtmal mehr Bild Niveau; sondern weit darunter. Welcher Unternehmer hat denn ein hohes Einkommen? Sind es die Handwerker, sind es die wer auch immer? Ein Unternehmer ist nicht immer (sogar in den seltensten Fällen) der CEO eines großen Unternehmens und fällt weich; viele Unternehmer stehen gerade vor den Scherben ihres Lebens!

wird nur mit Betriebsvermögen gehaftet.
Sorry wenn ich es deutlich sage; absolut falsch informiert. Ich würde schätzen, dass 9 von 10 Unternehmern am Ende mit Privatvermögen haften! Zum einen sind lediglich Kapitalgesellschaften eine Art Schutzschirm, aber auch dort sind die Haftungsrisiken enorm geworden.

Schau Dir außerdem die Steuern auf Löhne an und dann die auf Kapitalerträge, Erbschaften und Vermögen. Hier klaffen große Ungleichgewiche.
Was hat das mit Unternehmern zu tun? Siehe oben, warum geht man zwangsläufig davon aus, dass Unternehmer immer Millionen verdienen? Auch das habe ich mehrfach schon geschrieben; es ist nicht die Realität! Die Realität ist, dass wahrscheinlich 80% der Unternehmer unter 100.000 EUR verdienen und damit ganz sicher nicht reich sind.

Steuern auf Kapitalerträge sind Steuern auf versteuertes Geld, sorry wenn ich das so deutlich sage, aber die dicken Kapitalerträge über die wir reden sind am Ende Dividendenerträge, welche widerum schon versteuerte Gewinne aus Kapitalgesellschaften darstellen.

Einfaches Beispiel:

Gesellschafter Geschäftsführer (also sowohl Gehalt als auch Dividende möglich); Gewinn der Gesellschaft 100.000 EUR

Variante Gehalt; Gehalt 100.000 EUR abzgl. ca. 40% Steuerlast = 40.000 EUR Steuern auf privater Ebene; Gehalt reduziert Gewinn der Gesellschaft auf 0 EUR, dort 0 EUR Steuern

Variante Ausschüttung; Körperschaftstsuer, nebst SoliZ = 16%, Gewerbesteuer = 16%; 32.000 EUR Steuern auf betrieblicher Ebene, Ausschüttung von 68.000 EUR (verbleibend) mit 25% Kapitalsteuer = 17.000 EUR Steuern; Gesamtbelastung damit 49.000 EUR Steuern!

Das ist die Wahrheit

Aus linker Position geht es weniger um die Idealisierung jede:r Arbeiter:in, würde ich meinen, sondern bspw. gegen Unterstellungen, Arbeitnehmer:innen wären faul, schlecht o.ä. und desweiteren geht es gegen Überwachung, Kontrolle und entsprechende Übergriffe. Lidls Verhalten gegenüber AN hat da mal in der Kritik gestanden. Das fällt mir dazu als deutliches Beispiel ein.
Verstehe deinen Gedanken hier nicht so ganz; ja das ist ein Teil der linken Politik, ich schrieb aber eben auch schon mehrfach, dass nicht alle Ideen aus der linken Ecke falsch sind.

Was ist denn genau "linke Hetze" an der Aussage/Position "alle sollen das gleiche bekommen"?
Weil es einfach Schwachsinn ist und nicht funktioniert, es kann nicht jeder das gleiche bekommen.

Erbschaften und Vermögen
Beim Thema Erbschaften kann ich gewisse Gedanken nachvollziehen; sehe hier großen Nachholbedarf; aber auch das schrieb ich schon.

Beim Thema Vermögen gibt es große Statistiken die klar belegen, dass eine Vermögenssteuer der endgültige Todesstoß des deutschen Staates wäre. Denn sie würde temporär rund 200Mio mehr Steuereinnahmen bedeuten; eine unbedeutene Summe, würde aber zu weiterhin mehr Abwanderung führen; was ich nachvollziehen kann. Wieso sollte jemand auch sein selbst erarbeites Vermögen weiter besteuern? Stell dir mal vor, da kommt jemand und zieht der jedes Jahr 30% vom Girokonto ab, schaut sich deine Möbel an und so weiter.

Das ist pauschal so falsch. Du vergisst Niedriglohnsektor, Unternehmensteilausgliederungen und in Folge Leiharbeit (im Gesundheitsbranche konnten hier ein paar AN aber auch Vorteile herausschlagen), Werkverträge, ...
Welchen Niedriglohnsektor meinst du?
 
Deutsche Preise, bei China Fertigung. Kommt bei mir halt auch semi gut an, weshalb es bei mir kürzlich eine Steelseries wurde...

Tschö CHERRY
 
dank wucherndem Nationalchauvinismus nimmt das kaum noch einer wahr
Die Realität ist leider so, dass wir nicht in einer idealen Traumwelt leben, wo es keine Grenzen mehr gibt und alle Menschen weltweit Hand in Hand zusammenarbeiten, anstatt gegeneinander.
So gesehen bleibt leider manchmal nichts anderes übrig, als in den jetzigen Realitäten (und viel zu kleinen Grenzen) zu denken. Die Lenker der Welt spielen halt ihre Schachspiele und gehen über Leichen.

Mir wäre anderes auch lieber.

Aber was die Ideal-Welt angeht ... da sprechen wir dann in einigen hundert Jahren nochmal drüber. ;) Oder ... irgendeine Reinkarnation von uns. :D

Nicht, dass ich ein Fan von "National-irgendwas" wäre ...
Aber wenn wir nun mal in diesem Korsett leben, ob's uns passt, oder nicht, kann man auch nur schauen, wie es hier in Deutschland und Europa abgeht. Also einen winzigen Fleck auf der Erde.

Und ob wir da was wahrnehmen, oder nicht (edit: z.B. du, oder ich), ist in etwa so, als ob in China ein absolutes Spitzen Hightech Top-Produkt umfällt, oder hier 'n Kartoffelsack.

PS:

Startet lieber mal ein schönes Spiel. Mach' ich auch gerade. :) :daumen:
Politik is shice!
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein; das tun sie teilweise eben nicht. Hier wird immer so stark pauschalisiert und das hat einfach nichtmal mehr Bild Niveau; sondern weit darunter. Welcher Unternehmer hat denn ein hohes Einkommen? Sind es die Handwerker, sind es die wer auch immer? Ein Unternehmer ist nicht immer (sogar in den seltensten Fällen) der CEO eines großen Unternehmens und fällt weich; viele Unternehmer stehen gerade vor den Scherben ihres Lebens!
In der Debatte geht es doch um Durchschnittsbetrachtungen, nicht um Ausnahmen? Ich nehme an, Du wolltest nicht ernsthaft behaupten, AG verdienen gleich viel oder weniger als AN?
Andersherum habe ich damit auch nicht sagen wollen, dass AG alle Multimillionär:innen wären. Das ist je nach Branche und Größe der Unternehmen doch unterschiedlich.

Sorry wenn ich es deutlich sage; absolut falsch informiert. Ich würde schätzen, dass 9 von 10 Unternehmern am Ende mit Privatvermögen haften! Zum einen sind lediglich Kapitalgesellschaften eine Art Schutzschirm, aber auch dort sind die Haftungsrisiken enorm geworden.
Da hast Du unvollständig zitiert und so stimmt auch Deine Deutung meiner Aussage nicht. Ich zititiere meine Aussage etwas umfangreicher:
Selbst falls eine Pleite drohen sollte, so bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass Unternehmer:innen mit Privatvermögen haften. Das hängt von der Unternehmensform ab. Via Unternehmensformen wie GmbH&CoKG, AG ... wird nur mit Betriebsvermögen gehaftet.
Geht es Dir um die Zahl oder das Vermögen der Unternehmer:innen?
Nochmal direkter zum Thema:
Cherry ist übrigens eine (Societas Europaea) / SE:

"Die Europäische Gesellschaft, häufig auch Europäische Aktiengesellschaft (international auch lateinisch Societas Europaea, kurz SE), ist eine Rechtsform für Aktiengesellschaften in der Europäischen Union und im Europäischen Wirtschaftsraum."

Steuern auf Kapitalerträge sind Steuern auf versteuertes Geld, sorry wenn ich das so deutlich sage, aber die dicken Kapitalerträge über die wir reden sind am Ende Dividendenerträge, welche widerum schon versteuerte Gewinne aus Kapitalgesellschaften darstellen.
Kapitalerträge stellen Einkommen dar, die Leute erhalten, weil sie Eigentümer:innen sind bzw. sie Anteile halten, Geld a gelegt haben d.h. sie kriegen Einkommen, weil sie Geld haben. Klar, muss aus meiner Sicht solches besteuert werden und zwar mindestens wie Einkommen basierend auf Arbeit. In Deutschland wird sie das auch - nämlich in Höhe von 25 %. Hinter diese aktuelle Besteuerung willst Du sogar zurückfallen? Ginge es Dir nach der fairen Besteuerung von Leistung, müsste die Kapitalertragsseuer für Dich doch eigentlich noch höher sein als für Arbeit.

Verstehe deinen Gedanken hier nicht so ganz; ja das ist ein Teil der linken Politik, ich schrieb aber eben auch schon mehrfach, dass nicht alle Ideen aus der linken Ecke falsch sind.
Ich habe Dich so verstanden, das Linke jede AN idealisierten und AG verteufelten. Dass dem nicht so ist, habe ich versucht aufzuzeigen. Es geht darum, die Rechte von AN zu stärken/schützen - eben auch vor Übergriffen seitens AG.

Weil es einfach Schwachsinn ist und nicht funktioniert, es kann nicht jeder das gleiche bekommen.
Das mag Deinem Weltbild entsprechen. Wo aber ist das Hetze?

Beim Thema Erbschaften kann ich gewisse Gedanken nachvollziehen; sehe hier großen Nachholbedarf; aber auch das schrieb ich schon.
Na, dann haben wir hier zumindest mal eine gewisse Überschneidung. Eine andere Haltung bezüglich leistungslosem Einkommen hätte mich auch gewundert, da es Dir offenbar sehr um die Honorierung Leistung geht.

Beim Thema Vermögen gibt es große Statistiken die klar belegen, dass eine Vermögenssteuer der endgültige Todesstoß des deutschen Staates wäre. Denn sie würde temporär rund 200Mio mehr Steuereinnahmen bedeuten; eine unbedeutene Summe, würde aber zu weiterhin mehr Abwanderung führen; was ich nachvollziehen kann. Wieso sollte jemand auch sein selbst erarbeites Vermögen weiter besteuern? Stell dir mal vor, da kommt jemand und zieht der jedes Jahr 30% vom Girokonto ab, schaut sich deine Möbel an und so weiter.
"Endgültiger Todestoß"? Das hast Du sehr pathetisch ausgedrückt. Dem würde ich klar widersprechen. Es gibt Länder in Europa, die über eine Vermögenssteuer verfügen - u.a. die Schweiz.
"Wieso...?" - Weil es eine krasse Ungleicheit in dieser Gesellschaft an Reichtum gibt. Es sollte dabei nicht vergessen werden, dass hohe Vermögenskonzentration hohe Machtkonzentration bedeutet. Am einem Punkt wird die Demokratie gefährdet. In Deutschland gut sichtbar aufgrund bspw. Medienbesitz, Thinktanks, "Lobbyismus" (eigentlich Korruption).
Deine Anmerkungen bezüglich Möbiliarbeschau sind bezüglich Vermögenssteuer albern. Allerdings ist dies in anderen Fällen gesellschaftliche Realität: nämlich wenn Du arm und verschuldet bist. Da können auch Pfänder:innen vorbei kommen und von Gesetz nicht geschützte (Wert)Gegenstände pfänden.

Welchen Niedriglohnsektor meinst du?
Siehe bspw. folgenden Artikel. Der Titel kann in die Irre führen. Im Artikel heißt es auch u.a.:
"Nach Ansicht von Ökonomen war besonders die Einführung des Mindestlohns im Jahr 2015 für die stetige Verringerung des Niedriglohnsektors verantwortlich. Der Anteil in Deutschland ist jedoch weiter relativ hoch, was aus sozio-ökonomischer Sicht als soziales Problem angesehen wird.* Im EU-Vergleich sieht Deutschland allerdings schwach aus: „Die nordischen Länder, aber auch Frankreich und Italien machen das besser“, kommentierte Lübker die Ergebnisse."
*Unterstreichung von mir

Edit: Ergänzung mit Verweis auf Cherry
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bitte die politische Diskussion über BWL und VWL zu benden. Auch die Suche nach den Sinn des Kapitalismus kontra Sozialismus ist hier Fehlplatziert. Kommt noch ein Beitrag, wird die ganze Diskussion gelöscht!
Hier soll es um Cherry gehen!
 
Viel zu Laut.
Wenn man Alleine Wohnt okay, aber sobald du nicht mehr alleine wohnst, geht nichts über den neuen Cherry MX2A Silent Red Taster.
Ich wohne nicht allein und klackere trotzdem fröhlich vor mich hin.
Zumal: Linear? Pfui deibel. Da kann man auch gleich auf einem Schwamm rumdrücken. Selbst wenn man nur den taktilen Part nimmt, kommt kein taktiler Cherry MX Switch da an Buckling Spring ran.
 
Der @Misanthrop68 hat das richtig gemacht, Bier geht auf mich. :bier:
Eingebundener Inhalt
An dieser Stelle findest du externe Inhalte von Youtube. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt.
Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.

🤣🤣🤣
 
Zurück