Je nach Job, kann man da vielleicht auch einen Kompromiss finden.
Wie gesagt; ich glaube auch hier, dass der Arbeitgeber zu oft als Übel gesehen wird und nicht als das was er in Wahrheit ist; derjenige der dafür Sorge trägt, dass ich die Möglichkeiten habe. Kompromisse könnten ja gefunden werden, aber ich denke du weißt auch, dass der Arbeitnehmer oftmals gar nicht bereit ist einen Kompromiss zu gehen. Warum auch?
Natürlich darf der AG nicht fragen was der AN hat aber er darf ja fragen ob an der Arbeitssituation was geändert werden kann.
Das ist richtig; aber wenn wir ehrlich sind; was bringt es? Entweder ist der Betrieb so klein, dass man ein vernünftiges Verhältnis zu den Beschäftigten hat und die Leute mit den Problemen zu einem kommen, aber aus AG Sicht sehe ich da wenig Potenzial nachzuhaken;
Wir sind verwöhnt und schätzen unsere Gesundheit und verplempern viel Zeit mit Medien.
Verwöhnt; check
schätzen unsere Gesundheit; ? 50/50 würde ich mal sagen
Medien; check unfassbar wenn ich sehe wieviel Zeit während der Arbeit auf Facebook und Co. verwendet wird
Ja, ist mir auch aufgefallen. Gegen weniger arbeiten spricht nichts, dann ist aber auch das Brutto geringer.
Soviel zum Thema Kompromiss
Klar kannst Du die Lohnfortzahlung streichen aber was ist die Konsequenz?
Streichen wollte ich sie nicht, aber ich denke schon, dass wir eine andere Finanzierung brauchen, die nicht AG finanziert ist; ehrlicherweise warum überhaupt? Eine solidarische Finanzierung der Lohnfortzahlung wäre in meinen Augen sinnvoll, so dass auch AN merken, dass es Geld kostet krank zu sein; ohne jedem direkt "in die Fresse" zu schlagen, wenn es ihn mal erwischt.
Auf jeden Fall. Der Einstieg in die Selbstständigkeit sollte weniger Risiko behaftet sein und einfacher zu bewerkstelligen sein. Bürokratie soll ja mindestens seid 25 Jahren abgebaut werden.
Unfassbar schweres Thema; denn in meinen Augen müssen wir genauso wie wir die guten potenziellen Selbstständigen fördern sollten, die schlechten anzählen können. Ich bin für eine wesentlich striktere und längere Haftung von CEOs, kann nicht sein, dass die eine Firma nach der anderen vor die Wand klatschen und die Gläubiger die Dummen sind, gleichzeitig aber mehrere Villen in verschiedenen Ländern besitzen und mit dem Privatjet durch die Gegend zuckeln. Auf der anderen Seite kann es aber eben auch nicht sein, dass Unternehmer auf Grund des Zahlungsaufalls eines Schuldners zahlungsunfähig werden; bspw. weil das Finanzamt erst nach Abschluss der Insolvenz und Feststehen der Quote erlaubt diese Forderung auszubuchen (mehrere Jahre) und der Unternehmer bis dahin schön fleißig die Steuern darauf zahlen muss! Oft genug vorgekommen.
Also, einseitig soll das Ganze nicht sein; ein CEO / Unternehmer / what ever, soll sein Geld verdienen; wenn er einen Multimilliardendollarkonzern saniert, kann er 100Mio EUR bekommen, gar kein Thema in meinen Augen. Aber wenn er 100Mio bekommt und es verkackt; dann sollte er diese nicht behalten dürfen, sondern mit eben diesem Vermögen haften!
P.S.
Bürokratie ist noch ein anderes Thema, aber eben auch bedingt durch den Beschäftigtenschutz. Wir sind reine Sesselpupser und ich musste eine Gefährdungsbeurteilung für die BG schreiben. Da stehen dann ernsthaft so Sachen drin, wie "schneiden am Papier"! 132 Seiten blanker Müll; oder die Geldstrafe wegen nicht optimal eingestellter Monitoren der Mitarbeiter; im Ernst wir haben Triple Monitor Setups mit Einzelhalterungen welche in der Höhe verstellbar sind, neigbar sind, seitlich verstellbar und in der Tiefe justierbar sind. Aber wir sind unseren Pflichten nicht nachgekommen, weil wir nicht kontrolliert haben, wie es für den Mitarbeiter am Besten wäre! Datenschutzgrundverordnung, Geldwäschegesetz, etc.; neuer Kunde und es sind um die 20 Unterschriften auf 60 Seiten Papier einzuholen; Persos sind zu scannen, zu katalogisieren und datenschutzkonform zu archivieren; auf keinen Fall darf jeder Mitarbeiter diese Dokumente noch einsehen usw. Du siehst; über Bürokratie kann ich in meinen 22 Berufsjahren leider viel zu viel erzählen.