Mahoy
Volt-Modder(in)
AW: Call of Duty: Modern Warfare - Wer aufs Baby schießt, fliegt raus
Das machen sogar Schachspieler. Allerdings sind geopferte Einheiten virtuelle Kombattanten und der Grad der Abstraktion ist deutlich höher.
Der wesentliche Punkt ist allerdings die Motivation bzw. die Intention: Diese Einheiten werden ja nicht zum Selbstzweck geopfert, sondern zum Erreichen eines strategischen Ziels. Das bringt selbstverständlich auch ethische Implikationen mit sich, ist jedoch trotzdem auf einer ganz anderen Ebene, als aus einem Impuls und/oder einer perversen Neigung heraus vorsätzlich Wehrlose umzubringen - egal ob nun real oder virtuell.
Um das Ganze mal auf die konkrete Situation zurückzubringen: Die Mutter nicht grundsätzlich ein Kombattant, aber sie könnte einer sein. Je nach konkreter Situation könnte sie eine fanatisierte Täterin sein, plötzlich eine versteckte Waffe ziehen, eine Sprengladung auslösen, selbst eine Sprengladung am Körper tragen sein und das Baby dient dazu, ihre Tarnung zu vervollständigen. Das ist eine unschöne Vorstellung, aber tatsächlich bereits vorgekommen. Es hat auch seinen Grund, warum in Geiselsituationen erst einmal alle Personen fixiert werden, bis man mit Sicherheit sortiert hat, wer Opfer und wer Täter ist. Die Mutter zu erschießen kann also entweder traurigerweise notwendig oder das Ergebnis einer tragischen Fehleinschätzung sein.
Spiele, die sich mit solchen Szenarien beschäftigen, dürfen das prinzipiell abbilden. Es kommt selbstverständlich auch auf die konkrete Umsetzung an, beispielsweise sollte es dann auch Indikatoren dafür geben, dass besagter Mutter-NPC möglicherweise eine Bedrohung darstellt. Ansonsten wurde der NPC nur deshalb platziert, um verwerflicherweise kranken Scheiß zu ermöglichen.
Ein Baby jedoch kann *niemals* Kombattant sein. Es ist nicht entscheidungsfähig und stellt auch rein physisch unter keinen Umständen eine Bedrohung dar. Es ist also unter keinen Umständen zu rechtfertigen, auf das Baby zu schießen. Das ist der Unterschied - ganz rational, ohne jedes Moralisieren.
Das bedeutet allerdings auch, dass es kompletter Unfug ist, dem Baby im Spiel eine Hitbox zu geben. Damit laden die Entwickler ohne jede sachliche Begründbarkeit zu einem Fehlverhalten ein, um dieses dann mit einer Alibi-Sanktion zu belegen und diese wiederum werbewirksam auszuschlachten. Und das halte ich für mindestens ebenso widerlich, als wenn irgend ein Gamer mit defizitärer Sozialisation die Probe aufs Exempel macht.
Meine Meinung.
Ist aber auch ein interessanter Punkt. In Stragegiespieler opfert man ja gerne mal Kanonenfuttereinheiten. Da schert sich auch keiner Drum ob jetzt 5000 oder 10000 Einheiten über den Jordan gehen.
Das machen sogar Schachspieler. Allerdings sind geopferte Einheiten virtuelle Kombattanten und der Grad der Abstraktion ist deutlich höher.
Der wesentliche Punkt ist allerdings die Motivation bzw. die Intention: Diese Einheiten werden ja nicht zum Selbstzweck geopfert, sondern zum Erreichen eines strategischen Ziels. Das bringt selbstverständlich auch ethische Implikationen mit sich, ist jedoch trotzdem auf einer ganz anderen Ebene, als aus einem Impuls und/oder einer perversen Neigung heraus vorsätzlich Wehrlose umzubringen - egal ob nun real oder virtuell.
Um das Ganze mal auf die konkrete Situation zurückzubringen: Die Mutter nicht grundsätzlich ein Kombattant, aber sie könnte einer sein. Je nach konkreter Situation könnte sie eine fanatisierte Täterin sein, plötzlich eine versteckte Waffe ziehen, eine Sprengladung auslösen, selbst eine Sprengladung am Körper tragen sein und das Baby dient dazu, ihre Tarnung zu vervollständigen. Das ist eine unschöne Vorstellung, aber tatsächlich bereits vorgekommen. Es hat auch seinen Grund, warum in Geiselsituationen erst einmal alle Personen fixiert werden, bis man mit Sicherheit sortiert hat, wer Opfer und wer Täter ist. Die Mutter zu erschießen kann also entweder traurigerweise notwendig oder das Ergebnis einer tragischen Fehleinschätzung sein.
Spiele, die sich mit solchen Szenarien beschäftigen, dürfen das prinzipiell abbilden. Es kommt selbstverständlich auch auf die konkrete Umsetzung an, beispielsweise sollte es dann auch Indikatoren dafür geben, dass besagter Mutter-NPC möglicherweise eine Bedrohung darstellt. Ansonsten wurde der NPC nur deshalb platziert, um verwerflicherweise kranken Scheiß zu ermöglichen.
Ein Baby jedoch kann *niemals* Kombattant sein. Es ist nicht entscheidungsfähig und stellt auch rein physisch unter keinen Umständen eine Bedrohung dar. Es ist also unter keinen Umständen zu rechtfertigen, auf das Baby zu schießen. Das ist der Unterschied - ganz rational, ohne jedes Moralisieren.
Das bedeutet allerdings auch, dass es kompletter Unfug ist, dem Baby im Spiel eine Hitbox zu geben. Damit laden die Entwickler ohne jede sachliche Begründbarkeit zu einem Fehlverhalten ein, um dieses dann mit einer Alibi-Sanktion zu belegen und diese wiederum werbewirksam auszuschlachten. Und das halte ich für mindestens ebenso widerlich, als wenn irgend ein Gamer mit defizitärer Sozialisation die Probe aufs Exempel macht.
Meine Meinung.
