Blitz im Haus eingeschlagen.

  • Ersteller Ersteller MezZo_Mix
  • Erstellt am Erstellt am
Gut dann danke ich mal allen die mir "beigestanden" haben :ugly: Ich bin nur froh das ich damals das LC-Power rausgeschmissen hab, wer weiß wie mein PC dann heute wäre, wahrscheinlich nur noch aus nach dem Blitz. :lol:
 
Netzteile werden übrigens nicht nur ein mal auf einen Blitzeinschlag getestet.. Ich hatte vor ein paar wochen Netzteile eines sehr bekannten Herstellers im Labor die auf überströme durch Blitzschlag getestet wurden. Und ich kann dir versichern das jedes Netzteil so um die 100 Schüsse abbekommen hat. Und zwar alle Leiter (L1 gegen N, L1 gegen PE und N gegen PE) wurden gegeneinander geprüft. Die blitzströme reichten dabei übrigens von 1kA bis 10kA bis hin zu 50kA. Die ganz dicken ströme wurden auch im 10/350 (für laien: hier knallt es richtig) Verlauf erzeugt. Die kleinen ströme alle im 8/20.
Sobald wie die Netzteile auch nur bei einem der fehlerströme versagen bekommen sie kein Prüfsiegel.
Das was bei dir passiert ist ist eine kurze notabschaltung nach einem überstrom. Zum Schutz der Elektronik schaltet das ganze Netzteil halt aus und fährt danach wieder hoch.
Es hat also alles einwandfrei in deinem Netzteil funktioniert und du kannst es getrost weiter betreiben.
 
Gerade eben ist neben uns ein Blitz eingeschlagen! Dabei ging mein PC aus. Ich hatte erstmal richtig Angst um meine Computer, zum glück ging er wieder an. Sollte ich jetzt das Netzteil tauschen oder kann ich es weiter benutzen?
Ich denke mal das zum glück die Schutzschaltung sofort reagiert hat. Ich bin so froh mein LC Power ausgetauscht zu haben damals


Netzteil: Be quiet! Pure Power CM L8-CM-530W

Und? Die Schmelzsicherung ist jetzt durch, beim nächsten mal geht die Hardware drauf.
 
Be Quiet meinte aber was anderes

Nein, die meinten nur das du es weiter verwenden kannst, nicht umsonst druckt FSP auf jedes Netzteil das man die Schmelzsicherung nach einem Fehler nur mit Originalteilen tauschen soll um einen Folgeschaden zu vermeiden.

Nur weil HEC das nicht macht heißt das nicht, das das NT noch einen Blitz abfängt.
 
Und wenn man sich gegen Blitzschläge wirklich absichern will braucht man mehrere Sicherungen, waren afaik 3 Ebenen, wo genau die dann hinkommen weiß ich jedoch nicht mehr.
Du meinst das hier ;)
Überspannungsschutz
Grob-, Mittel- und Feinschutz

Ein komplettes Überspannungsschutzkonzept berücksichtigt alle externen und internen elektrisch leitenden Verbindungen und ist oft in drei Stufen aufgebaut, die sich bei Gebäudeschutz im Wesentlichen an den Bemessungsstoßspannungen für die Überspannungskategorien gemäß DIN VDE 0110/IEC Publikation 664 orientieren:
Klasse A fällt in den Bereich des Energieversorgers
.Grobschutz(Typ 1, früher Klasse B.) Der Grobschutz in der Gebäudeeinspeisung soll den Energieinhalt des Blitzes ableiten und die verbleibende Restspannung auf Werte kleiner als 1300 bis 6000 V (je nach verwendeter Technologie) begrenzen. Es wird mit Strömen von 50/100 kA mit einer Impulsform 10/350 µs gerechnet, was den typischen Werten eines direkten Blitzeinschlages entspricht. Vor wenigen Jahren galten 3000 V als guter Wert für Grobschutzableiter. Durch neue Technologien konnte der Schutzpegel auf 1300 V bei koordinierten (kombinierten) Ableitern gesenkt werden.

Mittelschutz(Typ 2, früher Klasse C.) Der Mittelschutz befindet sich bei Gebäuden üblicherweise in den Etagenverteilern und begrenzt die verbleibenden Überspannungen auf weniger als 600 bis 2000 V und ist darauf angewiesen, dass die von ihm abzufangenden Überspannungen 4000 V nicht überschreiten.

Feinschutz(Typ 3, früher Klasse D.) Ein Feinschutz schützt die jeweiligen Steckdosen und die Steckverbindungen aller anderen Leitungen. Er reduziert die verbleibenden Überspannungen auf das von den angeschlossenen Geräten, Baugruppen oder Bauteilen verkraftbare Maß. Die Hersteller elektrischer und elektronischer Geräte sind in den meisten Ländern verpflichtet, ihre Geräte mit einem für den sicheren Betrieb erforderlichen Feinschutz auszustatten (CE-Zeichen deutet darauf hin). In Deutschland ist dies durch das Gesetz über die elektromagnetische Verträglichkeit von Geräten (EMVG) geregelt. Dennoch gibt es signifikante Unterschiede; ein ab Werk eingebauter Feinschutz muss sich nicht automatisch auf dem gleichen Qualitätsniveau befinden wie ein guter externer Feinschutz. Insbesondere Überspannungsschutzadapter (Zwischenstecker) und Überspannungsschutz-Steckdosenleisten besitzen oft keine Sicherheit, die bei Überhitzung der Varistoren oder deren Zerstörung diese vom Netz trennen, was im Extremfall zu Bränden führen kann. Diese Schutzgeräte leiten ohnehin Überspannungen nur gegen den parallel verlaufenden Schutzleiter ab, was meistens nicht ausreicht.

Die Schutzwirkung jeder Stufe baut auf der vorherigen auf. Das bedeutet, die vorherige Stufe reduziert den Energieinhalt der Überspannung, um eine thermische Überlastung des nachfolgenden Schutzmoduls zu vermeiden (energetisch koordinierter Überspannungsschutz). Der Verzicht auf eine Stufe kann den Überspannungsschutz nahezu unwirksam machen, dies gilt ebenfalls für lange Leitungslängen zur Ableitung der Energie oder falsche Positionierung und Auswahl der Produkte. Das Herz jedes Überspannungsschutzes ist der Mittelschutz. Er ist die wichtigste Komponente und muss je nach Bedarf durch Feinschutzableiter (für empfindliche elektronische Geräte) und Grobschutz (bei vorhandenem äußeren Blitzschutz, bei Netz-Einspeisung über Dachständer, bei weitläufigen Außenanlagen und anderen Faktoren) ergänzt werden. Oftmals sind mehrere Mittelschutz- und Grobschutzeinheiten nötig: wieder nach außen führende Leitungen (Wegbeleuchtung, Schwimmbecken usw.) müssen in der Regel ebenso gesichert werden wie die Netzeinspeisung, jedoch umgekehrt: Zunächst kommt der Mittelschutz, dann der Grobschutz, da der Störstrom aus der anderen Richtung eingeleitet wird. Ableitungen von B- oder C-Ableitern dürfen nicht durch herkömmliche FI-Schutzschalter (und auch LS, je nach Ableiter und LS-Typ) geführt werden, da die hohen Ableitströme den FI bzw. den Leitungsschutzschalter bei einer Auslösung zerstören würden.

http://de.wikipedia.org/wiki/Überspannungsschutz
 
Und? Die Schmelzsicherung ist jetzt durch, beim nächsten mal geht die Hardware drauf.
Schmelzsicherung? :D ist ein Witz oder? :D
Der blitzschutz im Netzteil ist bestimmt nicht mit schmelzsicherungen aufgebaut. Bis die auslösen (selbst die superflinken) hat sich die Elektronik in wohlgefallen aufgelöst.
Der primäre Überspannungsschutz für grosse Überspannungen und dementsprechende ströme sollte aus varistorscheiben bestehen die ab einer bestimmten Spannung durchbrechen (leitend werden) und den fehlerstrom abführen. Der sekundäre Schutz besteht aus bestimmten gesteuerten halbleiterbauelementen die nach der Erkennung der "kleineren Überspannung" durch eine schutzelektronik durchgeschaltet werden und somit den Fehler abführen.
Hier ist auch die krux an der ganzen sache.. Sollte das Netzteil richtig einen vor den Koffer bekommen haben greift normalerweise der primärschutz, was relativ unproblematisch ist. Sind die fehler ströme allerdings in einem Bereich von ca kleiner 5kA wird der sekundärschutz aktiv. Da hier durch die fehler Erkennung allerdings Verzögerungszeiten entstehen geht hier oftmals weitaus mehr kaputt als bei den wirklich grossen Stößen.
Sollte eine der schmelzsicherungen im Netzteil gekommen sein, dann durch sekundäre Einflüsse und nicht weil sie den bitzstoss abgeführt hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei mir war es umgekehrt alles war noch an bzw nur mein Monitor, aber der PC nicht. Den konnte ich trotz mehrfachen drücken vom START Knopf für etwa eine Minute lang nicht starten.
 
Zurück