Amazon Prime Day: Gewerkschaft ruft zum Streik auf

Und da ist es billiger aller 3 Monate neue Saison Arbeiter aus Polen kommen zu lassen.
Die Zeiten sind fast vorbei, wie gesagt ich kenne hier bei uns mehrere Betreiber persönlich, die meisten beschäftigen schon ganzjährig bzw. entlassen nicht mehr zum Saisonende weil man ansonsten zu Saisonbeginn ohne Arbeitskräfte dasteht. Und du kannst in einem gut laufenden Lokal nicht laufend das eingespielte Personal auswechseln, am Ende ein Minusgeschäft außer vielleicht auf Zeltplätzen. Selbst im Moment ist Soz.media voll von Gesuchen für Köche u. Kellner.
Und günstig ist auch nicht mehr, die pol. Fachkräfte arbeiten im Service inkl. Trinkgelder, die kommen schon gut zurecht. Viele sind sogar während der 6 Mon. Zwangspause hiergeblieben.
Die jungen Mädels wollen nicht mehr am Wochenende o. Abends arbeiten, lieber im Büro o. Ö.D. , ein Grund weshalb ich in meinen Geschäften auf "Männerbetrieb" umgestellt habe. :D
Oh Man das ist aber viel Off-topic.
MfG
 
@Humanist1986

In puncto "zweiter Schritt vor dem ersten" :
Die Frage ist doch, wie soll ver.di denn die Belegschaften hinter sich vereinen? Zum einen kennen viele der in der Logistik Beschäftigten das Prinzip gar nicht (mehr), zum anderen zieht ja auch die hier im Thread oft zu lesende Rhetorik: "Amazon zahlt doch gut für ungelernte/angelernte Arbeit!". So stilisiert sich Amazon halt als "Engel der verlorenen Arbeitnehmerseelen", als Rettungsanker für Leute, die sonst nix finden (oder - zurecht - nicht zur Callcenter-Drückerkolonne wollen).

Also versucht ver.di immer wieder, mit Warnstreiks kraftvoll und mächtig zu wirken. Denn sowas zieht an. Das Problem ist nur: mit dem niedrigen Organisationsgrad bei Amazon wirken Aktionen halt meist nicht sonderlich beeindruckend. Ein Teufelskreis.

Und ansonsten: ja, mag sein dass Amazon auch den Mitarbeitern in den Logistikzentrum gar nicht so unglaublich wenig zahlt. Gemessen an den enormen Gewinnen, ist es halt trotzdem traurig.
 
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