"Ablagerungen" auf Grafikkarte

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GxGamer

Guest
Hi, ich hab mal wieder was neues, nicht direkt ein Problem - eher eine Wissenslücke.
Ich habe schon vor einiger Zeit Ablagerungen auf meiner Grafikkarte entdeckt.
Zunächst dachte ich, es wäre Staub der sich fester draufgesetzt hat als normal. Dem ist nicht so, sie erinnern eher an Kalk. Sie lassen sich nur schwer entfernen, teilweise nur durch vorsichtiges Abkratzen. Dennoch kommen sie immer wieder. Ich habe so etwas noch nie gesehen, weder an Grafikkarten oder anderen Komponenten. Diese Ablagerungen treten nur an den größeren Lötstellen auf - Stromversorgung für Lüfter, Kondensatoren, Spannungswandler. Und sie treten nur an der Oberseite der GraKa auf.

Weiss jemand was das sein kann oder wodurch dies auftritt?
Es passiert auch ganz selten, das dass Bild zu vertikalen Streifen wird und sich Windows dann mit einem Bluescreen ohne Fehlermeldung verabschiedet und frage mich ob dort ein Zusammenhang besteht.

Hier die Bilder dazu:
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Bin gespannt ob jemand dieses Phänomen kennt.
Grüße
 
Schaut aus wie als ob da irgendwelche "Magnetfelder" im Betrieb entstehen (geometrische Formen sind zu erkennen), eventuell mal mit Propanol zu Reinigen, eventuell Hilft es etwas.
 
Gereinigt hab ich sie schon.
Deswegen bin ich ja so erstaunt, dass sie immer wieder kommen.
Auch die "geometrischen" Formen bleiben immer gleich.

:huh:
 
Das werden auf jedenfall Magnetfelder sein weil überall wo strom fließt sind auch Magnetfelder.

Warum sich bei dir der Staub so sammelt kann dann ja nur an der zsammensetzung liegen. Ist es möglich das bei dir viel Metal im staub is? Mfg
 
Hi, bin neu hier! Aber würde mich auch mal dazu äußern.

Magnetfelder geht zwar in die richtige Richtung, aber ich tipp eher auf elektrostatische Felder. Die Feldlinien gehen ja von Lötpunkt zu Lötpunkt.

Das würde dann bedeuten, dass die Lötstellen eine Art Feldspitzen darstellen.

Falls magnetisch, müsste die Ablagerung mal an einen Magneten gebracht werden. Vorher aber erst "Erden", da ich ja von Elektrostatik ausgehe.
 
Elektrostatik wäre auch möglich das stimmt. Dann müsste das Phänomen aufhören wenn man den Rechner erdet mit einem Kabel an die Heizung oder so. Mfg
 
@rabit: Falls es elektrostatischer Natur ist, dürften Staubfilter nur mäßig Erfolg bringen. Die Partikelgröße kann viel kleiner sein als die Öffnungen in dem Filter.
 
Elektrostatik scheidet aus. Grafikkarten sind "ESD" - Electrostatic Sensitive Devices. Elektrostatische Spannungen bzw. Entladungen sind so stark, das sie Hardware zerstören können. Und Elektrostatische Spannungen entstehen durch Reibung von Physikalischen Körpern.

Magnetfelder wären eine Möglichkeit - aber es handelt sich hier um Gleichstrom und da Baut sich ein Magnetfeld lediglich beim Ein- und Ausschalten auf. Scheidet wohl aus.

Am Wahrscheinlichsten sind elektrochemische Prozesse. Rückstände von Flussmitteln oder anderen Verunreinigungen können auf der Platine vorhanden sein und eine leitende Verbindung zwischen den Kontakten herstellen - oder es können auch geringe Mengen solcher Substanzen unter Wärmeeinwirkung aus dem PCB selber austreten.
Der dann entstandene "Streustrom" führt zu minimaler Korrosion des Lötzinns, die Metallionen bilden dann Salzige (im chemischen Sinn) Ablagerungen entlang des Stromwegs.

Ähnliches kann man zwischen den Polen einer Autobatterie beobachten - dort sind es ebenfalls Verunreinigungen und die allgemein präsente Feuchtigkeit.

Wikipedia : "Streustromkorrosion"
 
@Genghis99: Deine Aussagen bezüglich Magnetfelder sind nicht richtig.

Jeder stromdurchflossene Leiter ist von einem Magnetfeld umgeben. Je größer die Stromstärke, desto stärker das Magnetfeld.

Magnetfelder lassen sich auch nur schlecht abschirmen, fast gar nicht. Wären es aber Magnetfelder, würde man die "Ablagerungen" überall auf der Platine finden. Auf den Bildern sieht man aber, dass diese lokal begrenzt sind.


Der Punkt zu "Streustromkorrosion" ist allerdings interessant und klingt auch ganz plausibel. Metallionen sind ja Teilchen mit diskreten Ladungszustand -positiv oder negativ. Ionen könnten von der Sache her selbst ein schwaches elektrisches Feld erzeugen, was wiederum die Geometrie der Ablagerungen erklären könnte.
 
Ist ja auch unvermeidlich, das irgendwelche Produktionsrückstände auf dem PCB verbleiben. Manche Sachen sind nicht Alcohollöslich und mit Meister Propper abschrubben ist nicht.
Flussmittelreste, Kleberreste - vieles bleibt unter Bauteilen hängen und kann sich unter Wärmeeinwirkung in "Bewegung" setzen.

Die auf den Bildern eingangs gezeigten Lötstellen gehören auch alle zur Spannungsversorgung der Platine - es liegen daher auch ordentliche Spannungen und Ströme an.
Und da es sich um Gleichspannung handelt, ist auch eine Ionenwanderung entlang des Stromwegs möglich.
Wie wir ja seit dem Athlon XP wissen, reicht schon ein Blei (Graphit) Stift Strich aus, eine Leitende Verbindung herzustellen.

Bestimmt kann man den Effekt abstellen, wenn man nach der Reinigung der Stellen die Kontakte mit Nagellack abdeckt.

PS: Mit dem Magnetfeld war ich ein bischen auf dem Holzweg ;) - aber als Verursacher der Ablagerungen scheidet es bestimmt aus.
 
Hi, ich hab mal wieder was neues, nicht direkt ein Problem - eher eine Wissenslücke.[...]
Es passiert auch ganz selten, das dass Bild zu vertikalen Streifen wird und sich Windows dann mit einem Bluescreen ohne Fehlermeldung verabschiedet und frage mich ob dort ein Zusammenhang besteht. [...]

Du widersprichst dir irgendwie selber :D
Da ich nicht so begabt bin, wenns um Physik bzw. Magnetfelder/Stromfelder usw. geht, versuch' ich mal auf die Bluescrens einzugeben.

Warscheinlich bilden diese Ablagerungen eine Leitende Schicht, wodurch es zu Kurzschlüssen kommt. Das könnte man evtl. unterbinden, wenn man die Kontakte irgendwie isoliert, z.B. mit etwas Plastik(klebeband)...

Um was für eine GraKa handelt es sich?

€dit: Lass mich raten: eine Club 3D HD4670 :P
 
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