So toll VR auch ist, es kämpft nunmal mit vielen Nachteilen und einer hohen Erwartungshaltung. VR-Brillen sind teuer, ergonomisch nicht grade gut (schwer u. drückt auf Kopf oder Stirn) und kann insbesondere am PC umständlich einzurichten sein. Die Dinger haben vergleichsweise hohe Einstiegshürden (Ersteinrichtung, Linsen- und Raumkalibrierung, u.U. Accounterstellung) und gerade Ungeübte sind sehr schnell von sog. Motion Sickness betroffen. VR zu benutzen, muss bei jeder Sitzung immer eine bewusste Entscheidung sein, weil man sich währenddessen auf nichts anderes konzentrieren, sich mit nichts ablenken kann. Für Entwickler sind Spiele in VR zu erstellen vergleichsweise aufwändig. Für "richtige" Simulatoren (z.B. Renn- oder Flugzeugspiele) will man ggf. Extra-Hardware investieren (Lenkrad), was ebenfalls ins Geld geht.
Produktives Arbeiten mit den Dingern kann ich mir garnicht vorstellen. Meta träumte doch davon, dass man täglich 4-6 Stunden eine Meta-Brille aufsetzt, was ich mir beim Besten willen nicht vorstellen kann - alleine wegen dem Gewicht von dem Ding.
Für Spezialsachen wird VR nicht mehr weggehen, in bestimmte Bereiche (z.B. Gesundheitswesen) sind die Dinger phantastisch. Auch Simulationsfans können damit abgeholt werden. Als Gaming-Gerät hatte es bei mir auch eine gewisse "Hochphase" ausgelöst, am Anfang hab ich wochenlang fast täglich VR-Spiele gespielt und gemoddet, was ging (Doom von 1993 in VR ist auch eine schöne Erfahrung...), aber die ist schon längst verflogen bei mir. Das Ding wird immernoch so ca. alle ein, zwei Monate mal angeworfen, manchmal beiße ich mich dann auch wieder für 2-4 Tage dran fest, aber dann wars das auch schon wieder.
Der VR-Markt hat auch nur deshalb solange überlebt, weil Meta von Investoren munter weiter Geld dafür verlangen konnte. Aber die Zeiten sind halt auch längst vorbei, in nächster Zeit würde ich mir - abgesehen von einer Hobby- und Modding-Szene - keine größeren VR-Produktionen mehr erwarten...