News Gewaltige Anschlussvielfalt: Intel-Mainboard mit 36 USB-Anschlüssen aufgetaucht

PCGH-Redaktion

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Ein Video zeigt eine Reihe ungewöhnlicher Intel-Mainboards, die mit stolzen 36 USB-Ports ausgestattet sind. Der Zweck der inzwischen schon älteren Platinen ist unklar, denkbar wäre unter anderem ein Einsatz in Mining-Farmen.

Was sagt die PCGH-X-Community zu Gewaltige Anschlussvielfalt: Intel-Mainboard mit 36 USB-Anschlüssen aufgetaucht

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schon kurios, ich frage mich nur, ob das am ende nicht sogar noch preiswerter gewesen wäre, wenn man ein handelsübliches mainboard mit möglichst vielen PCIe steckplätzen genommen und dort dann custom USB-Controller karten gesteckt hätte. von mir aus mit Dual-Slot Blende um die Anschlüße auch nach hinten zugänglich zu haben. Sowas wäre doch bestimmt preiswerter zu entwickeln und fertigen zu lassen, außer ich hab die Möglichkeiten eben in house für beides.
 
Können wir mal das langweilige "oh, viele USB Ports" ignorieren, Boards damit gibt es wie Sand am Meer, und uns dem wirklich spannenden Aspekt dieser Platine widmen?

Herstellerangaben schrieb:
Support Intel® LGA1151 Gen6/7/8/9th i3/i5/i7 CPU

Das ist das erste Mainboard von dem ich höre, das offiziell/ab Werk alle 1151-(SKL)- und und alle 1151-(CFL)-CPUs unterstützt, ohne dass man sich UEFI-Mods antun müsste!

36 USB Anschlüsse ???

Warum nicht direkt 100 ? ;)

scientific answer to an absurd theoretical question:

Das ist der Maximalausbau der Plattform, zumindest bei dieser Grundphilosophie.

Es scheinen keine Onboard-Hubs, sondern nur eigenständige Ports genutzt zu werden. Das macht auch Sinn, da die Platine u.a. für Überwachungszwecke beworben wird. Also für die Nutzung mit permanentem Datenfluss auf allen Anschlüssen, wo Hubs Probleme bereiten können. (Wer doch welche nutzen will, kann das ja einfach extern machen und so auch die Verkabelung vereinfachen.) Verfügbar sind somit 10× USB 3.0 nativ vom Q270, was zzgl. 6× nativer SATA-Ports 14 PCIe-3.0-Lanes freilässt. Eine braucht man für LAN, eine für den SATA-Zusatzcontroller (insgesamt 10 Anschlüsse beim maximal bestückten Board). Bleiben 12 Lanes für die (bis-zu-)12 sichtbaren USB-3.0-Controller mit mutmaßlich je zwei Ports. Ergibt 24+10 USB 3.0 plus die beiden nativen 2.0er (ganz oben, mutmaßlich für Eingabegeräte), also 36 insgesamt.

Rein rechnerisch müsste noch ein ×4-Link der CPU übrig sein, denn man für einen weiteren Controller = 35. und 36. USB 3.0 nehmen könnte. Aber solche Spezialboards kopieren das CPU-Lane-Routing quasi immer 1:1 von einem Basismodell und variieren nur die I/O-Hub-Ressourcen. Da gäbe es noch vier PCIe-3.0-Lanes als Alternativbelegung auf vier der nativen USB-3.0-Ports, was den Anschluss vier weiterer Controller mit zusammen acht Ports, netto also vier zusätzliche 3.0 erlauben würde (Summe dann 42; zusammen mit USB 2.0 44). Aber die Kosten pro Port würden steigen und das Layout ist auch so schon gut gefüllt. Offensichtlich hat man diese Investition vermieden und die Mehrheit der im Video gezeigten Platinen ist nicht einmal vollbestückt, somit gibt/gab es jenseits von 28 USB 3.0 wohl eine abnehmende Nachfrage nach noch mehr.

Für 100 Ports müsste man jedenfalls die Plattform wechseln; idealerweise auf Threadripper, denn AMD-CPUs unterstützen meinem Wissen nach seit jeher 8+1 PCIe-Links je 16 PCIe Lanes (Intel-CPUs nur 4, 3 oder 2), könnte also wesentlich mehr Controller anbinden. Aber selbst wenn es dafür prinzipiell einen Bedarf geben würde, wäre so etwas einfach viel teurer als einfach drei Systeme mit dem hier gezeigten Maximalausbau aufzustellen: Plattform mit viel höheren Margen, zwang zu teurerem RAM, teureren Kühlern und entweder die Verwendung von Custom-Terminals oder Custom-Formfaktoren bei Mainboard und Gehäuse (und ggf. Rack), weil so viele Anschlüsse einfach nicht auf 4er Höhe an eine ATX-Kannte passen.
 
Zum Minen würde ich behaupten macht das überhaupt keinen Sinn. Ich meine wieviele GPUs will man den dranstecken können und wollen??? Alleine die Stromaufnahmen währen doch ein Grauß. Habe viel gesehen von meinen Kollegen, aber nie sowas in die Richtung nur. Das höchste der Gefühle sind die drei Meter langen PCI-E Boards gewesen quasi im Thema.
 
Zum Minen würde ich behaupten macht das überhaupt keinen Sinn. Ich meine wieviele GPUs will man den dranstecken können und wollen??? Alleine die Stromaufnahmen währen doch ein Grauß. Habe viel gesehen von meinen Kollegen, aber nie sowas in die Richtung nur. Das höchste der Gefühle sind die drei Meter langen PCI-E Boards gewesen quasi im Thema.

Wie viele Grafikkarten will man anstecken? Als Mining noch ein Thema war, lautete die Antwort: "Ja"

Hier mal 30 ×1-Anbindungen für eben so viele Beschleuniger. Genutzt wurden oft ebenfalls USB-3.x-Typ-A-Buchsen, wie sie auch einige PCIe-Riser verwenden, bei Mining Boards steckten aber keine USB-Controller dahinter, sondern es lagen direkt das PCIe-Signal an.

Da CPU und Massenspeicher in Mining-Farmen wenig mehr als Boot-Up und Überwachung machen, aber nichts zur verkauften Rechenleistung beitragen, bedeuten weniger Mainboards für die gleiche Anzahl an Karten schlichtweg weniger Infrastrukturkosten. Also will man so viele Karten je Board, wie möglich. (Respektive: ... innerhalb von Low-End-Plattformen möglich. Es werden aus dem gleichen Grund natürlich durchweg die billigsten CPUs genutzt.)
 
Ja das Board im Titel ist trotzdem nicht für das Mining gedacht und das was Du da gezeigt hast, ist nicht nur Selten, sondern quasi Einmalig gewesen. Nie in Echt irgendwo im Einsatz gesehen, so viele Anschlüsse.

Theoriearbeit für wahrscheinlich einen zahlungskräftigen Industriekunden zu der Zeit kein Thema solche Experimente rauszuschmeißen. Heute sieht das bisle Eleganter aus in der Regel gut verpackt und speziell gemacht dafür.

Da haben dann andere Probleme reingespielt in der Regel, bevor einem die Anschlüsse ausgehen, die wie auf dem von dir gezeigtem Board ja auch extra mit Saft versorgt werden müssen.
 
Ich weiß nicht, wie viele asiatische Mining-Farmen du betreut hast. Aber neben Asus, Asrock, Biostar und Gigabyte (ersteren drei jeweils mit einer kompletten Produktpalette), als auch in Europa bekannte Trittbrettfahrer, haben damals praktisch alle regionalen Hersteller einen Markt gesehen und gefunden. Kleine Auswahl von den globalen:

Biostar hat selbst 2021 noch mit solchen "Theoriearbeiten" Geld verdient.

Wo du recht hast und was ich auch schon geschrieben habe:
Das Board aus der News hat mit GPU-Mining nichts zu tun. Aber nicht wegen der Zahl der Anschlüsse, sondern wegen der Art. Es bietet halt viel USB, nicht viel PCIe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielleicht eher für eine Click-Farm?

clickfarm3-1920w.png
 
Ein Kumpel hatte viele Jahre lang mit alten Genion SIM-Karten Gesprächsguthaben generiert. Der hatte auch zig Handies an einem PC.

Aber interessanter finde ich an dem Board, dass 6. bis 9. Generation Core i unterstützt werden. Mir war so, also ob ab der 8. Generation ein leicht veränderter Sockel benutzt wurde, nämlich LGA 1151 v2.
 
Am Sockel selbst hat sich damals nichts geändert und Intel hat auch nie einen offiziellen neuen Namen vergeben (worüber ich als Redakteur bis heute kotzen könnte). Aber die Pin-Belegung wurde erweitert, in einem Punkt aus Sicherheitsgründen geändert und bei der Gelegenheit auch gleich noch ein weiteres Kompatibilitätshindernis in der IME geschaffen, sodass 1151-(SKL)-CPUs normalerweise nicht auf 1151-(CFL)-Mainboards laufen und umgekehrt. Physisch out-of-the-box-taugliche Mainboards gab es schon immer ein paar (MSI z.B. prüft das als Sicherheitsvorkehrung verschobene SKTOCC-Signal oftmals gar nicht und hatte auf einigen Platinen wohl auch eine sonst unkritische Pinbelegung) und alte IMEs/UEFIs kann man so manipulieren, dass sie zu jeder Kombination Ja und Amen sagen. Aber wie oben schon gepostet/verlinkt: Mir war bis dato keine Platine bekannt, die das ab Werk macht. Ist auch nicht ohne Risiko, denn Intel hat später auch ein paar Sicherheitslücken in der IME gefixt und auf die muss man bei solchen Frankensteinen ebenfalls verzichten.
 
Das waren Zeiten, als wir noch nicht mit virtuellen Geräten Apps und Websites testen konnten. Sowas wäre vor 10 Jahren ganz praktisch gewesen, als Netzwerk-Bezugsquelle für die Testsoftware bzw. Website. Darüber könnte man auch die Steuerung für paralleles Testen laufen lassen.
 
Damals vor 20 Jahren sicherlich ein Verkaufsschlager. Heute kommt es auf die sinnvolle Nutzung an.
In Laboren & Co sicher gut zu gebrauchen.
 
Miningboard, 24 Lanes von der CPU + 8 Lanes (DMI) via Q Chipsatz + 4 USB für Peripherie.

Bis auf 4-6 Stück was wirklich USB sind, ist der Rest eine PCIE Lane, gibts auch auf Ali zuhauf wenn man weis wonach man sucht. Gibt auch NAS Boards wo SATA Chips dazwischen hängen und teilweise 16 SATA Ports auf einem N100 realisiert werden. Mit billig hat das nichts zu tun ein Intel N300 NAS Board kostet auch gerne mal 300€.

Edit ich hatte von einem Bekannten mal ein Cooles Board:
Intel N300
Nach hinten offener PCIE Port aber nur mit 2 Lanes elektrisch
1x M2 mit 2 Lanes
12 Sata Ports

Als Heimserver ein Top Board mit True NAS;)


Sowas gibts in EUSA niergends weil sich alle gerne das Geld gegenseitig in den sonst was schieben. :lol:



Mein Board gibts ja auch nicht in der EUSA:
12500H
2x PCIE x16 4.0, elektrisch 1x8 und 1x4 Lanes
2x m2, 1x x4 4.0 und 1x x4 3.0
Displayport 1.4
Hdmi 2.0

Funktioniert seit 2 Jahren einwandrei.

Fast vergessen zu schreiben aber man kann im BIOS ja BIOS weil so alt in grau ohne klicki Bunti die Managment Engine auf den Boot runter drücken. Dannach funktionieren ME anfragen nicht mehr.
Coreboot und so ;)
 
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