Ich will nicht Ciri spielen. Ich will mit Ciri spielen. Seite an Seite. Schulter an Schulter. Durch Monsterblut und Magie, durch Schnee und Schicksal. Ich will ihre Geschichten erleben, nicht übernehmen.
Ciri ist kein Avatar, den man steuert! Sie ist eine Legende, eine Gefährtin, eine Kraft, die man bewundert und begleitet.
Wenn Witcher 4 mir nur die Wahl lässt, sie zu sein, statt mit ihr zu sein, dann ist das nicht mein Witcher. Dann fehlt das Herz, das Band, das Abenteuer. Dann fehlt Geralt, der nicht nur ein Hexer ist, sondern der emotionale Anker dieser Welt.
Ich will keine Ciri-Simulation. Ich will ein Witcher-Spiel. Und wenn das nicht drin ist dann bin ich echt raus.
Es ist mir völlig egal, ob die Idee vom Autor oder von CDPR stammt ... man hätte es anders machen sollen, und wenn all die Entwicklungszeit in eine Richtung fließt, die mich nicht anspricht, dann werde ich Witcher 4 schlicht nicht spielen.
Warum sollte man auch ein Auto fragen?
Anhang anzeigen 1507390
Paradox. Viele tun so, als wären Geschichten ein öffentliches Gut, das man beliebig umformen kann, dabei vergessen sie, dass ohne den ursprünglichen Funken des Erfinders gar nichts existieren würde. Als ob man das Fundament eines Hauses ignoriert, nur weil einem die Tapete nicht gefällt. Der Erfinder ist nicht nur der Ursprung, sondern oft auch der tiefste Sinn der Geschichte. Ihn zu ignorieren heißt, die Wurzeln zu kappen und sich über die Früchte zu wundern.
Wenn er sich für nur 12k hat abspeisen lassen, statt vernünftig zu verhandeln, dann ist der Mann selbst Schuld. Glück für ihn, dass Polen da gesetzlich was geregelt hat. Woanders hätte es mau für ihn ausgesehen. Daran war nichts schlau.
Und nein, ich hätte es auch nicht so gemacht. Entweder ich verhandel Verträge richtig aus oder ich hab halt Pech gehabt.
Es ist geradezu bewundernswert – im tragischen Sinne –, wie wenig Wert viele Menschen dem Erfinder beimessen. Als hätte die Geschichte sich selbst geschrieben, als wäre die Welt dieser Figuren und Ideen einfach vom Himmel gefallen. Der kreative Ursprung wird ignoriert, übergangen, ersetzt, als sei er nur ein lästiger Schatten hinter dem Rampenlicht. Dabei ist es genau dieser Ursprung, der allem Bedeutung verleiht. Ohne ihn gäbe es nichts zu feiern
Ich hab' in meinem Leben schon das ein oder andere mal bei Verträgen "durch die Finger geschaut".
Dann muss man daraus lernen und es beim nächsten Mal besser machen.
Eine Fix-Summe für eine ganze Fantasywelt die in einem Computerspiel verarbeitet wird ist halt dumm. Dann wenigstens 1-5% der Einnahmen oder sonstwas fix zusagen lassen
Aber wie gesagt, dadurch, dass Millione von Leuten den Witcher kannten ergaben sich ja auch andere Dinge: erhöhte Buchverkäufe, Verträge mit Netflix (Serien)... wer im Nachgang hier den Dev verklagt weil er einen guten Job gemacht hat und erfolgreich wurde, die Marke eine Weltmarke hat werden lassen, das ist - wie du richtig sagst absolut rückgradlos
Verträge sind oft ein zweischneidiges Schwert, sie sollen Klarheit schaffen, aber allzu häufig dienen sie dazu, kreative Menschen in juristische Fesseln zu legen. Gerade in der Unterhaltungsbranche sieht man immer wieder, wie Autoren, Künstler oder Entwickler in Richtungen gedrängt werden, die sie nie wollten, nur weil ein Vertrag es erlaubt.
Da muss man CDPR wirklich Respekt zollen: Sie haben mehrfach gezeigt, dass sie bereit sind, über den Tellerrand hinauszuschauen und faire Lösungen zu finden.
Naja, die Autoren der Witcher Serie haben auch gedacht, die Geschichte verbessern zu können
Staffel 4 hat wirklich einen Gang höher geschaltet, besseres Pacing, stärkere Charakterentwicklung, und endlich wieder dieses Gefühl, dass man mitten in einer lebendigen Welt steckt. Es ist, als hätte die Serie wieder zu sich selbst gefunden.