News The Witcher 4: CDPR greift nur noch selten auf die Expertise des Autors der Romane zurück

PCGH-Redaktion

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Andrzej Sapkowski bezeichnet seine aktuelle Vereinbarung mit CD Projekt Red als "ausgezeichnet", wird jedoch kaum noch in die Entwicklung von The Witcher 4 einbezogen.

Was sagt die PCGH-X-Community zu The Witcher 4: CDPR greift nur noch selten auf die Expertise des Autors der Romane zurück

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Warum sollte man auch ein Auto fragen?

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Ich denke die Beziehung zu Sapkowski hat durch dessen klage durchaus gelitten. Da hätte ich auch wenig Lust mich weiterhin mit dem auseinander zu setzen.
In einer "idealen" Welt wäre vllt. CDPR von ganz allein auf die Idee gekommen ihm im Zuge des evtl. selbst unerwarteten Erfolges, eine Entsprechende Entlohnung anzubieten. Dann wäre keine Klage nötig gewesen... CDPR wäre gefeiert worden... usw.
Du schreibst es so, als wenn er ein Übeltäter ist. :D
 
In einer "idealen" Welt wäre vllt. CDPR von ganz allein auf die Idee gekommen ihm im Zuge des evtl. selbst unerwarteten Erfolges, eine Entsprechende Entlohnung anzubieten. Dann wäre keine Klage nötig gewesen... CDPR wäre gefeiert worden... usw.
Du schreibst es so, als wenn er ein Übeltäter ist. :D
Es gab Verträge, Sapkowski wollte einmalig um die 12.000 €. Das hat er bekommen. Als die Games erfolgreich wurden wollte er auf einmal doch mehr und hat geklagt.
 
In einer "idealen" Welt wäre vllt. CDPR von ganz allein auf die Idee gekommen ihm im Zuge des evtl. selbst unerwarteten Erfolges, eine Entsprechende Entlohnung anzubieten. Dann wäre keine Klage nötig gewesen... CDPR wäre gefeiert worden... usw.
Du schreibst es so, als wenn er ein Übeltäter ist. :D
Wer ist denn deiner Meinung nach der "Übeltäter"?
Ich hab eine Geschichte geschrieben, diese Verkaufe ich dir damit du dann damit was entwickeln kannst.
Was du entwickelst ist plötzlich unerwartet erfolgreich, also will ich im Nachhinein mehr - obwohl es vertraglich anders geregel ist.
Nebenbei explodieren die Verkaufszahlen meiner Bücher eh also verdiene ich sowieso schon mehr... aber ich will NOCH mehr!
Eindeutig sind hier die anderen die Übeltäter...
Schlau gemacht. Er hat auf geltendes, nationales Recht zurück gegriffen und nach den Almosen eben mehr rausgeholt. Hätte jeder so gemacht.
ich nicht.
Und wenn sich dadurch die Bücher sowieso wieder besser verkaufen profitiere ich ja davon, dass die von meinen Büchern inspirierten Spiele gut geworden sind
 
Schlau gemacht. Er hat auf geltendes, nationales Recht zurück gegriffen und nach den Almosen eben mehr rausgeholt. Hätte jeder so gemacht. (Man liest von 60Mio verkauften Kopien und 550Mio Euro Umsatz für Witcher3). Und wenns 'nur' die Hälfte wäre, sind 12k€ eben trotzdem lachhaft.
Verdorben nennt man das. Das ist rückradlos und gierig. :nene:
Am schlimmsten finde ich aber, dass solche Menschen sich immer so einen Scheiss einreden wie "hätte jeder so gemacht". Menschen mit anständiger Erziehung würden mMn nicht einmal auf die Idee kommen.
Man überlegt bevor man den Mund aufmacht und gleiches gilt erst Recht, wenn es um Verträge geht. Einmalig ist einmalig und wenn's anders läuft als gedacht, dann steht man zu seinem Wort und den eigenen Entscheidungen.
Nichts anderes habe ich erwartet. :daumen:
 
Schlau gemacht. Er hat auf geltendes, nationales Recht zurück gegriffen und nach den Almosen eben mehr rausgeholt. Hätte jeder so gemacht. (Man liest von 60Mio verkauften Kopien und 550Mio Euro Umsatz für Witcher3). Und wenns 'nur' die Hälfte wäre, sind 12k€ eben trotzdem lachhaft.
Wenn er sich für nur 12k hat abspeisen lassen, statt vernünftig zu verhandeln, dann ist der Mann selbst Schuld. Glück für ihn, dass Polen da gesetzlich was geregelt hat. Woanders hätte es mau für ihn ausgesehen. Daran war nichts schlau.

Und nein, ich hätte es auch nicht so gemacht. Entweder ich verhandel Verträge richtig aus oder ich hab halt Pech gehabt.
 
Man überlegt bevor man den Mund aufmacht und gleiches gilt erst Recht, wenn es um Verträge geht. Einmalig ist einmalig und wenn's anders läuft als gedacht, dann steht man zu seinem Wort und den eigenen Entscheidungen.
Ich hab' in meinem Leben schon das ein oder andere mal bei Verträgen "durch die Finger geschaut".
Dann muss man daraus lernen und es beim nächsten Mal besser machen.
Eine Fix-Summe für eine ganze Fantasywelt die in einem Computerspiel verarbeitet wird ist halt dumm. Dann wenigstens 1-5% der Einnahmen oder sonstwas fix zusagen lassen

Aber wie gesagt, dadurch, dass Millione von Leuten den Witcher kannten ergaben sich ja auch andere Dinge: erhöhte Buchverkäufe, Verträge mit Netflix (Serien)... wer im Nachgang hier den Dev verklagt weil er einen guten Job gemacht hat und erfolgreich wurde, die Marke eine Weltmarke hat werden lassen, das ist - wie du richtig sagst absolut rückgradlos
 
Ich will nicht Ciri spielen. Ich will mit Ciri spielen. Seite an Seite. Schulter an Schulter. Durch Monsterblut und Magie, durch Schnee und Schicksal. Ich will ihre Geschichten erleben, nicht übernehmen.

Ciri ist kein Avatar, den man steuert! Sie ist eine Legende, eine Gefährtin, eine Kraft, die man bewundert und begleitet.

Wenn Witcher 4 mir nur die Wahl lässt, sie zu sein, statt mit ihr zu sein, dann ist das nicht mein Witcher. Dann fehlt das Herz, das Band, das Abenteuer. Dann fehlt Geralt, der nicht nur ein Hexer ist, sondern der emotionale Anker dieser Welt.

Ich will keine Ciri-Simulation. Ich will ein Witcher-Spiel. Und wenn das nicht drin ist dann bin ich echt raus.

Es ist mir völlig egal, ob die Idee vom Autor oder von CDPR stammt ... man hätte es anders machen sollen, und wenn all die Entwicklungszeit in eine Richtung fließt, die mich nicht anspricht, dann werde ich Witcher 4 schlicht nicht spielen.
Warum sollte man auch ein Auto fragen?

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Paradox. Viele tun so, als wären Geschichten ein öffentliches Gut, das man beliebig umformen kann, dabei vergessen sie, dass ohne den ursprünglichen Funken des Erfinders gar nichts existieren würde. Als ob man das Fundament eines Hauses ignoriert, nur weil einem die Tapete nicht gefällt. Der Erfinder ist nicht nur der Ursprung, sondern oft auch der tiefste Sinn der Geschichte. Ihn zu ignorieren heißt, die Wurzeln zu kappen und sich über die Früchte zu wundern.
Wenn er sich für nur 12k hat abspeisen lassen, statt vernünftig zu verhandeln, dann ist der Mann selbst Schuld. Glück für ihn, dass Polen da gesetzlich was geregelt hat. Woanders hätte es mau für ihn ausgesehen. Daran war nichts schlau.

Und nein, ich hätte es auch nicht so gemacht. Entweder ich verhandel Verträge richtig aus oder ich hab halt Pech gehabt.
Es ist geradezu bewundernswert – im tragischen Sinne –, wie wenig Wert viele Menschen dem Erfinder beimessen. Als hätte die Geschichte sich selbst geschrieben, als wäre die Welt dieser Figuren und Ideen einfach vom Himmel gefallen. Der kreative Ursprung wird ignoriert, übergangen, ersetzt, als sei er nur ein lästiger Schatten hinter dem Rampenlicht. Dabei ist es genau dieser Ursprung, der allem Bedeutung verleiht. Ohne ihn gäbe es nichts zu feiern
Ich hab' in meinem Leben schon das ein oder andere mal bei Verträgen "durch die Finger geschaut".
Dann muss man daraus lernen und es beim nächsten Mal besser machen.
Eine Fix-Summe für eine ganze Fantasywelt die in einem Computerspiel verarbeitet wird ist halt dumm. Dann wenigstens 1-5% der Einnahmen oder sonstwas fix zusagen lassen

Aber wie gesagt, dadurch, dass Millione von Leuten den Witcher kannten ergaben sich ja auch andere Dinge: erhöhte Buchverkäufe, Verträge mit Netflix (Serien)... wer im Nachgang hier den Dev verklagt weil er einen guten Job gemacht hat und erfolgreich wurde, die Marke eine Weltmarke hat werden lassen, das ist - wie du richtig sagst absolut rückgradlos
Verträge sind oft ein zweischneidiges Schwert, sie sollen Klarheit schaffen, aber allzu häufig dienen sie dazu, kreative Menschen in juristische Fesseln zu legen. Gerade in der Unterhaltungsbranche sieht man immer wieder, wie Autoren, Künstler oder Entwickler in Richtungen gedrängt werden, die sie nie wollten, nur weil ein Vertrag es erlaubt.

Da muss man CDPR wirklich Respekt zollen: Sie haben mehrfach gezeigt, dass sie bereit sind, über den Tellerrand hinauszuschauen und faire Lösungen zu finden.
Naja, die Autoren der Witcher Serie haben auch gedacht, die Geschichte verbessern zu können :ugly:
Staffel 4 hat wirklich einen Gang höher geschaltet, besseres Pacing, stärkere Charakterentwicklung, und endlich wieder dieses Gefühl, dass man mitten in einer lebendigen Welt steckt. Es ist, als hätte die Serie wieder zu sich selbst gefunden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist geradezu bewundernswert – im tragischen Sinne –, wie wenig Wert viele Menschen dem Erfinder beimessen. Als hätte die Geschichte sich selbst geschrieben, als wäre die Welt dieser Figuren und Ideen einfach vom Himmel gefallen. Der kreative Ursprung wird ignoriert, übergangen, ersetzt, als sei er nur ein lästiger Schatten hinter dem Rampenlicht. Dabei ist es genau dieser Ursprung, der allem Bedeutung verleiht. Ohne ihn gäbe es nichts zu feiern
Darum geht es doch gar nicht. Sondern darum, dass Sapkowski von vornherein mehr hätte raushandeln sollen, als es um die Lizenz für ein Videospiel ging.
 
Darum geht es doch gar nicht. Sondern darum, dass Sapkowski von vornherein mehr hätte raushandeln sollen, als es um die Lizenz für ein Videospiel ging.
Dinge hinterher zu wissen ist einfach, Dinge vorher zu wissen nicht!

Zumal man auch nicht weiß, in welcher finanziellen Situation er sich während den Vertragsverhandlungen befunden hat. Solange man die genauen Umstände also nicht kennt, erspare ich mir ein Urteil darüber.
 
Darum geht es doch gar nicht. Sondern darum, dass Sapkowski von vornherein mehr hätte raushandeln sollen, als es um die Lizenz für ein Videospiel ging.
Doch darum geht es eben mMn.
Wer kennt schon diesen Sapkowski. Vielleicht ist er ein begnadeter Schreiberling, hatte aber sonst keine Ahnung von Verträgen. Vielleicht waren 12k die Reparatur seines Autos oder oder

Fakt ist doch, er hat sich an geltendes Recht gehalten.
Wer sind wir schon, diese rechtsstaatliche Möglichkeit oder Leute, die diese anwenden verwerflich zu finden?

Vielleicht ist gerade dieses polnische Gesetz im höchsten Maße Weise und soll das moralische Verhalten miteinander fördern weil immer wieder Leute über den Tisch gezogen werden?
Vielleicht wäre ein 'auf den Autor zugehen' das Unternehmen günstiger gekommen?
Man weiß es nicht.
 
Wenn er sich für nur 12k hat abspeisen lassen, statt vernünftig zu verhandeln, dann ist der Mann selbst Schuld. Glück für ihn, dass Polen da gesetzlich was geregelt hat. Woanders hätte es mau für ihn ausgesehen. Daran war nichts schlau.

Und nein, ich hätte es auch nicht so gemacht. Entweder ich verhandel Verträge richtig aus oder ich hab halt Pech gehabt.

Als die Entwicklung von Witcher 1 begann, war Sapkowski ein außerhalb Polens unbekannter Autor und CDPR war ein gerade erst gegründetes Studio von Leuten, die noch nie ein Computerspiel entwickelt hatten. Nach Erwerb der Lizenz brauchte es noch zwei Jahre Selbstorganisation und Personalsuche, bis man überhaupt mit der Entwicklung von Witcher 1 beginnen konnte und es dauerte noch fünf Jahre, ehe Sapkowskis Bücher auf Deutsch und Englisch übersetzt wurden (passend zur Veröffentlichung des Spiels...). Die ursprüngliche Lizenz war also ein Vertrag zwischen einem Autor, für den 12.000 Euro vermutlich sehr viel Geld waren und einem Studio, von dem sowieso kein Gewinn zu erwarten war. (Insbesondere nicht in den Augen Sapkowskis, der Computerspiele allgemein für wertlosen Trash zu halten scheint.) Zudem deckt dieser Vertrag nicht, wie hier mehrfach geschrieben, die Story der Witcher-Spiele ab. Sapkowski wurde nie als Autor angeheuert und soweit ich weiß, spielen alle seine Geschichten zeitlich vor Witcher 1. CDPR hat nur den Zugriff auf das Universum, also im wesentlichen eine Hand voll Hauptcharaktere und ein paar Ortsnamen lizensiert. Den Rest hat man selbst hervorgebracht – und mit dem einhergehenden Erfolg auch den Grundstein dafür gelegt, dass Sapkowski neben seinen internationalen Buchverkäufen später auch millionenschwere Lizenzdeals über zum Beispiel Filmrechte abschließen konnte.

tl;dr: Sapkowski hat vernünftig verhandelt, aber eben nach dem Motto "Spatz in der Hand statt Taube auf dem Dach". Der unerwartet große Erfolg ist aber nicht sein Verdienst, sondern der CDPRs.
 
Die Spieleentwickler bei CDProjekt haben ja schon gezeigt, dass sie im Geschichtenerzählen und bei Charakteren Talent haben. Ich fand die Spiele deutlich stärker als das Buchmaterial.

Nur die TV Serie ist halt Schrott mit schwachem Writing, schlechter Optik und schlechten Pacing. Aber für das Witcher 4 Game erwarte ich eigentlich nur Positives.
 
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