Ja gut, den Fehler eine cpu komplett ohne L2 cache zu bringen hat Intel natürlich nur einmal gemacht, die anderen cpu Hersteller zu der Zeit haben das gar nicht erst angefangen, mit covington bestückte Systeme waren wohl auch eher für internet/office systeme gedacht aufgrund der schwachen Leistung, und irgendwo muss sich der enorme Aufpreis für ein System mit P2 dann ja auch gelohnt haben
Interessant für OC bleibt es halt aus irgendwelchen billig cpus ein ordentliches Leistungsplus raus zu quetschen, die Sockel 775 Pentium dual cores waren in der Hinsicht ja auch sehr beliebt
Das Leistungsplus bei Covington kann man als "zweimal Null ist immer noch Null" beschreiben. Mendocino war, wie bekannt ist, eine ganz andere Nummer. Der hatte pro Takt keinen so großen Rückstand auf die PII und ließ sich absolut betrachtet höher Takten, 300A @600 konnte einen Deschutes @500 schlagen. Covington @600 dagegen dürfte immer noch hinter einem 350er Stock-Pentium gelandet sein. Der erste Celeron war halt einfach ein Billig-Produkt, dass durch weglassen des externen Caches entstand. Soweit ich weiß, war der damals für Intel relativ teuer, da komplett von außen eingekauft und das in der allerhöchsten Qualität, die überhaupt aufzutreiben war, denn der SRAM musste ja den vollen Prozessortakt mitmachen. Der Takt sämtlicher Pentium II und die Katmai III war zeitlebens nur durch den externen Cache limitiert und ich habe später sogar gehört, dass eine italienische Firma in Kleinserie die Chips gegen wirklich exklusive ausgetauscht und Pentium II >500 MHz verkauft hat. Bei Covington hat Intel den ganzen Zirkus halt gestrichen und nur den Kern verbaut – viel billiger, aber auch viel langsamer und zu Recht von allen Anwendern gehasst. Für Rekord-OC sind die auch nur interessant, weil man die Taktzahl ohne Ballast so leicht steigern kann, aber schnell wird er dadurch nicht. (Und reale Nutzer seinerzeit hatten auch gar nicht die nötigen Boards für solche Steigerungen.)
Übrigens haben damals alle anderen x86-Hersteller ausschließlich CPUs ohne L2 gebracht, denn der war im (Super) Sockel 7 (und vor dem K6-III) ja Sache der Mainboard-Hersteller.
So ein gutes Stück habe ich auch noch im Regal (SLGPG). Ich meine auch, mich daran zu erinnern, dass dereinst auf Tom'sHardware eine P4 Northwood CPU mit 3,0 GHz bei 400 MHz FSB vorgestellt wurde, für die es nicht mal eine sSpec gab (wurde dort deshalb als Ghost CPU bezeichnet). Hätte ich gerne gehabt, aber schon damals nirgends gefunden...
"400 MHz" FSB oder "FSB 400"?
Letzteres, also 100 MHz quadpumped, wäre nur der große Bruder zum Aufrüster-P4-2,8 GHz* gewesen (nachgeschobenes Northwood A Modell für 1st-gen-Sockel 478-Besitzer. Nicht zu verwechseln mit dem ein paar Monate früher als Topmodell der 2. Gen erschienen Northwood B "Pentium 4 2,8 GHz" mit FSB533 oder dem später Pentium 4 HT 2,8 GHz als Northwood-C-Mittelklasse mit FSB800 veröffentlichten). Laut Wikipedia/CPU-World mit sSpec SL6YH und SL74Q versehen, auch wenn nie offiziell verkauft. Also eine ähnliche Lage wie beim P4 680 – nur dass letzterer keine langweilige Backport-SKU für alte Boards war, sondern die erste offizielle "4 GHz CPU", die Jahre vor dem FX 8150 von unabhängiger Seite getestet (und kurz danach gecancelt) wurde.
400 MHz FSB wäre dagegen ein Hammer. Selbst bei den Extrem-Übertaktern habe ich auf die schnelle nur
einen Northwood gefunden, der das mitmacht. Die meisten sind (natürlich auch durch den Multi) auf 250 bis maximal 300 begrenzt. Offiziell gab es 400 MHz erst bei den aller letzten Core 2 Quad.
*: Nachgeschobenes Northwood A Modell für 1st-gen-Sockel 478-Besitzer. Nicht zu verwechseln mit dem ein paar Monate früher als Flaggschiff der 2. Gen erschienen Northwood B "Pentium 4 2,8 GHz" mit FSB533 oder dem später folgenden Pentium 4 HT 2,8 GHz als Northwood-C-Mittelklasse mit FSB800 veröffentlichten. Damals gab es halt noch keine x-fachen Rebrands mit kryptischen Pseudonamenssystemen, sondern einfach nur "Produktreihe + Takt" und "2,8" Ghz sowie "2,4" GHz ergaben sich halt sowohl in der FSB800- als auch FSB533- als auch, nachträglich, in der FSB400-Generation.