News Nächste Einschnitte bei Intel: Beraterfirma soll Marketingangestellte durch KI ersetzen [Bericht]

PCGH-Redaktion

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Intel plane, große Teile seines Marketings an die Beraterfirma Accenture auszulagern, die KI-Prozesse einsetzen will. Bis Juli 2025 sollen betroffene Mitarbeiter erfahren, ob sie entlassen werden. Die Entscheidung sei Teil der Kostensenkungsstrategie des neuen CEOs Lip-Bu Tan.

Was sagt die PCGH-X-Community zu Nächste Einschnitte bei Intel: Beraterfirma soll Marketingangestellte durch KI ersetzen [Bericht]

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Vermutlich könnte man deutlich mehr einsparen, wenn der CEO sagt, dass er's fortan für die Hälfte macht.

Ich habe zwar keine Ahnung - die hat niemand außerhalb der Intel-Führungsriege -, aber grundsätzlich bringt radikales Wegsparen von allem nur kurzfristige Kostenvorteile. Gerade im Bereich Engineering kann das nach Jahren üble Folgen haben (auch wenn das erst mal toll aussieht, weil Kosten runtergehen).

MfG
Raff
 
Es gibt schon einige Unternehmen, bei denen in der letzten Zeit das Marketing versagt hat (z.B. bei Mindeseye - zu viel Hype bei zu wenig Substanz). Vielleicht sollten die auch mal über eine KI Lösung nachdenken. Schlechter kann es kaum werden :devil:
 
Intel setzt erneut stark auf Automatisierung und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Marketing, was sicherlich dabei hilft, Kosten zu senken und einige Routineaufgaben effizienter zu gestalten. Trotzdem stellt sich die Frage, ob das langfristig nicht zu einem Qualitätsverlust bei den Marketingkampagnen führen könnte. Marketing ist schließlich nicht nur Zahlen und Analyse, sondern vor allem Kreativität, Kundenverständnis, feine Markenarbeit und die emotionale Komponente — etwas, das KI bisher nicht vollumfänglich ersetzen kann.
Ich hoffe wirklich, dass Intel diesen Spagat versteht und nicht einfach alle erfahrenen Marketingprofis über Bord wirft, die die Branche, den Wettbewerb und die Marktspezifika gut kennen. Gerade diese Experten sind es, die Strategien lenken, Produkte näher an die Kunden bringen und wirklich effektive Kampagnen gestalten können.
Ohne Menschen, die die Feinheiten des Geschäfts verstehen und strategische Entscheidungen treffen können, läuft Automatisierung Gefahr, zu einem kalten, emotionslosen Prozess zu werden, der dem Markenimage mehr schadet als nutzt. Deshalb ist es meiner Meinung nach entscheidend, dass Intel zumindest einen Teil dieser Experten behält und KI als unterstützendes Tool nutzt — nicht als vollwertigen Ersatz. Nur so kann die Kombination aus Technologie und menschlicher Erfahrung zu den besten Ergebnissen führen.
 
Wahrscheinlich werden dann andere Gründe gesucht, wenn das mittelfristig zu noch weniger Absatz von Intel-Produkten führt, denn "KI" muss ja automatisch gut funktionieren und was bringen, sonst kann man seine NPUs oder "Gaudi" nicht verkaufen.
 
..., dass Intel zumindest einen Teil dieser Experten behält und KI als unterstützendes Tool nutzt — nicht als vollwertigen Ersatz. Nur so kann die Kombination aus Technologie und menschlicher Erfahrung zu den besten Ergebnissen führen.
Genau so habe ich diese News verstanden. Es werden ja nicht alle Marketingangestellt durch die KI ersetzt (Überschriften sind geduldig).
Einige dieser Berechnungen wurden wohl noch manuell gemacht und jetzt setzt man auf KI. Die Strategie entwickeln immer noch Menschen. Eine KI wäre gar nicht dazu in der Lage. Soviel KI ist in der KI noch gar nicht drin ;)
 
Ich weiß ja nicht, wie das bei Intel so ist, aber im Schnitt ist doch schon völlig absurd, wie viele Ressourcen in Marketing gesteckt werden. Meines Erachtens ist es so jedenfalls besser als, wie es zumindest gefühlt an vielen anderen Stellen passiert, die Produkte kaputtzusparen und das mit Marketing ausgleichen zu wollen.
 
Ich weiß ja nicht, wie das bei Intel so ist, aber im Schnitt ist doch schon völlig absurd, wie viele Ressourcen in Marketing gesteckt werden. Meines Erachtens ist es so jedenfalls besser als, wie es zumindest gefühlt an vielen anderen Stellen passiert, die Produkte kaputtzusparen und das mit Marketing ausgleichen zu wollen.
Auch wenn ich dir im Grunde zustimme….

Warum sollten Sie? Es zählen bei vielen Aktiengesellschaften die kurzfristige Gewinne mehr als eine langfristige Planung.
Schau dir das Marketinggefasel heutzutage an, z.B. Publisher (z.B. Borderlands 4) oder auch NVIDIA/Nintendo/Microsoft an. Ich hab nur diese Beispiele aufgeführt , da sie mir negativ im Gedächtnis geblieben sind. Es gibt vermutlich unzählige Beispiele.
Solange genug Leute sich davon zum kaufen verleiten lassen, ist doch alles bestens….
 
Ich habe zwar keine Ahnung - die hat niemand außerhalb der Intel-Führungsriege -, aber grundsätzlich bringt radikales Wegsparen von allem nur kurzfristige Kostenvorteile.

Es ist nicht radikal, sondern vernünftig.

Gerade in diesem Bereich wird die KI massiv zuschlagen, das wurde schon lange vorhergesagt. Früher mußte man, wenn man für seine Firma etwas vernünftiges wollte, zu einem Designer gehen und sich dort ein gutes Logo entwerfen lassen. Mit 1000€ war man da noch sehr billig dabei. Heute haut man kurz die KI an, läßt sich ein paar dutzend Vorschläge ausspucken, hat 1000€ gespart und obendrein das bessere Ergebnis.

Früher mußte man einen Haufen Graphiker beschäftigen, heute sagt man der KI, sie soll daraus irgendetwas basteln und sie macht es.

Es war nur logisch, dass das so kommt. Ihr macht das doch selbst. Wenn alle KI Bilder, die heute bei euch vor fast jedem Artikel und quasi jeder Werbung stehen, in der Qualität, von einem Menschen erstellt würden, dann hättet ihr wohl 3-4 mal soviele Zeichner, wie Redakteure. Viel Spaß deren Gehalt zu zahlen!

Es gibt schon einige Unternehmen, bei denen in der letzten Zeit das Marketing versagt hat (z.B. bei Mindeseye - zu viel Hype bei zu wenig Substanz).

Das Marketing von Mindseye war absolute Spitzenklasse. Einen solchen Hype, mit so wenig Ressourcen zu erzeugen, das verdient Respekt.

Davon losgelöst ist das Spiel Schrott, dafür kann das Marketing jedoch nichts. Wenn dein Produkt Müll ist, dann kannst du daran nichts ändern, das ist dann eben so. Das einzige, das du als Marketinghirni machen kannst, ist den Müll so gut in Szene zu setzen, wie es möglich ist und dann Schadensbegrenzung zu betreiben. Beides haben sie gut hinbekommen.

Das Spiel ist definitiv nicht am Marketing gescheitert, im Gegenteil. Dem ist es zu verdanken, dass sich das Zeug überhaupt nennenswert verkauft hat.

Naja, dass sich Intel von Leuten trennen will, die das hier verzapft haben, kann ich schon irgendwie nachvollziehen:

Da wird das ganze wieder aus dem Zusammenhang gerissen. Das ganze stammt von einer internen Präsentation und war niemals für die Öffentlichkeit gedacht. Es kam überhaupt nur heraus, weil irgendjemand die Server durchsucht hat. Sowas ist durchaus üblich, war wohl vermutlich eine Übung für irgendjemanden.

Ich weiß ja nicht, wie das bei Intel so ist, aber im Schnitt ist doch schon völlig absurd, wie viele Ressourcen in Marketing gesteckt werden.

Wenn die Leute dein Produkt nicht kennen, dann wird es ein Flop. Das Marketing ist dafür das, damit jeder dein Produkt kennt und weiß, dass du sowieso der coolste überhaupt bist. Da zu sparen, bedeutet oftmals sich sein eigenes Grab zu schaufeln.

Wir glauben gerne, dass sich gute Produkte von alleine durchsetzen, aber das tun sie nur sehr selten. Die Meritokratie ist eben nur ein Mythos. Auf jeden Aldi kommen einen Haufen gute Dinge und Konzepte, die untergegangen sind, weil sie keine kannte.

Meines Erachtens ist es so jedenfalls besser als, wie es zumindest gefühlt an vielen anderen Stellen passiert, die Produkte kaputtzusparen und das mit Marketing ausgleichen zu wollen.

Es gibt halt eben, wie gesagt, einen Haufen Zeug, das untergegangen ist, weil zu wenige davon gewußt haben. Die Wii U ist ein Musterbeispiel, aber auch sehr viele Spiele, die eigentlich gut waren. Umgekehrt hat sich diverser Mist durch gutes Marketing retten können, Palworld zum Beispiel oder jetzt eventuell Mindseye.

So oder so ist Marketing kritisch.
 
Naja, dass sich Intel von Leuten trennen will, die das hier verzapft haben, kann ich schon irgendwie nachvollziehen:

Die Frage ist eben, was das auf lange Sicht bedeutet.

Anscheinend wurde eine pauschale Budget-Kürzung respektive die Schließung ganzer Firmenbereichen beschlossen. Unwahrscheinlich, dass das selektiv die Verantwortlichen für diese unbeabsichtigte Veröffentlichung trifft.

Ich hoffe nur, dass die dünne Linie zwischen Marketing und Tech-PR nicht überschritten wird. :-(
 
Also wenn ich mir manche Texte von ChatGPT so angucke, fällt mir auf, dass diese schön formulieren und auch schön reden kann. Passt ja dann wunderbar zum Marketing! :ugly:
 
Das Marketing von Mindseye war absolute Spitzenklasse. Einen solchen Hype, mit so wenig Ressourcen zu erzeugen, das verdient Respekt.

Davon losgelöst ist das Spiel Schrott, dafür kann das Marketing jedoch nichts. Wenn dein Produkt Müll ist, dann kannst du daran nichts ändern, das ist dann eben so. Das einzige, das du als Marketinghirni machen kannst, ist den Müll so gut in Szene zu setzen, wie es möglich ist und dann Schadensbegrenzung zu betreiben. Beides haben sie gut hinbekommen.
Wenn die Erwartungshaltung aufgrund des Marketings nicht dem Produkt entspricht, halte ich es für schlechtes Marketing.
 
Wenn die Leute dein Produkt nicht kennen, dann wird es ein Flop. Das Marketing ist dafür das, damit jeder dein Produkt kennt und weiß, dass du sowieso der coolste überhaupt bist. Da zu sparen, bedeutet oftmals sich sein eigenes Grab zu schaufeln
Ich habe trotzdem meine Zweifel, dass man dafür immer so einen Riesenapparat braucht. Naja, man wird ja sehen, ob jetzt bald keiner mehr weiß, dass Intel-Produkte existieren.
Es gibt halt eben, wie gesagt, einen Haufen Zeug, das untergegangen ist, weil zu wenige davon gewußt haben. Die Wii U ist ein Musterbeispiel, aber auch sehr viele Spiele, die eigentlich gut waren. Umgekehrt hat sich diverser Mist durch gutes Marketing retten können, Palworld zum Beispiel oder jetzt eventuell Mindseye.
Ist die Wii U nicht untergegangen, weil als Wii-Nachfolger zu unausgegoren und als Ziel für Multiplattformtitel zu schwach war? Und keine Ahnung, wie du darauf kommst, dass Palworld Mist ist. Eine große Mehrheit der Spieler auf Steam hat da eine andere Meinung, während MindsEye scheinbar berechtigterweise schon jetzt quasi tot ist. Natürlich spielt Marketing oder ein Hypetrain, auf den viele aufspringen, eine Rolle, wobei ich von MindsEye ziemlich wenig mitbekommen habe. Das hat zwar trotzdem gereicht, dass ich es auf die Wishlist gepackt habe, aber letztendlich muss ein Produkt halt schon auch noch liefern.
Warum sollten Sie? Es zählen bei vielen Aktiengesellschaften die kurzfristige Gewinne mehr als eine langfristige Planung.
Ja schon, das finde ich aber auch eine absurde Entwicklung. ;)
Schau dir das Marketinggefasel heutzutage an, z.B. Publisher (z.B. Borderlands 4) oder auch NVIDIA/Nintendo/Microsoft an. Ich hab nur diese Beispiele aufgeführt , da sie mir negativ im Gedächtnis geblieben sind. Es gibt vermutlich unzählige Beispiele.
Solange genug Leute sich davon zum kaufen verleiten lassen, ist doch alles bestens….
Es stimmt leider schon. Wenn es um Gewinnmaximierung geht, geht es nicht um ein gutes Produkt, sondern darum, aus möglichst wenig Geld möglichst schnell kurzfristig viel Geld zu machen. Man merkt an allen Ecken und Enden, wie diese Entwicklung Produkte zunehmend schlechter macht und altgediente Firmen zugrunde richtet und man kann nur hoffen, dass die Leute irgendwann anfangen, sich zu besinnen. Ich glaube, dass man das als einzelne Person wirklich schlecht einschätzen kann, aber wenn ich mich so in den Reviews umschaue, scheint es doch einen Trend dazu zu geben, nicht mehr alles zu fressen. Vielleicht sind diese Produkte aber auch inzwischen einfach nur unignorierbar oder -schönredbar schlecht geworden, aber vielleicht findet ja doch ein bisschen Sensibilisierung statt?
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn die Erwartungshaltung aufgrund des Marketings nicht dem Produkt entspricht, halte ich es für schlechtes Marketing.

Das Marketing ist nicht dafür da, ein Produkt ehrlich zu beschreiben, dem sollte man sich auch bewußt sein. Wichtig ist, das Zeug in ein so positives Licht, wie möglich zu stellen und das ist ihnen Gelungen.

Dass die Medien großteils versagt haben, das zu hinterfragen, steht auf einem anderen Blatt.

Ich habe trotzdem meine Zweifel, dass man dafür immer so einen Riesenapparat braucht. Naja, man wird ja sehen, ob jetzt bald keiner mehr weiß, dass Intel-Produkte existieren.

Jeder muß halt eben wissen, dass Intelprodukte geil sind. Bei den CPUs läuft das schon gut, aber wenn man sich da auf die faule Haut legt, dann kann es sein, dass AMD einen großen Bissen rausreißt, erst recht, wenn sie auch die besseren Produkte haben. Bei den Grakas müssen die Leute erstmal wissen, dass es die überhaupt auch von Intel gibt. Ein Marktanteil von 1% spricht Bände.

Ist die Wii U nicht untergegangen, weil als Wii-Nachfolger zu unausgegoren und als Ziel für Multiplattformtitel zu schwach war?

Es hat halt eben kein Schwein davon gewußt. Ich persönlich habe auch erst nach zwei Jahren erfahren, dass das mehr ist, als nur ein neues Gamepad für die Wii. Alle Leute, die in meinem Bekanntenkreis, die eine Wii hatten, wußen nicht, dass es da einen Nachfolger.

Multiplattformtitel liefen auf der Wii schon extrem grottig, schau dir ein Video zum Wii Far Cry an und dann zum echten Far Cry, dann verstehst du es. Dennoch war die Wii ein massiver Erfolg. Es gibt auch gutes Wii U Spiele.

Die Wii U hat versagt, weil nur relativ wenige davon wußten. Bei der Wii und der Switch gab es zuvor einen massiven Hype, das war da nicht der Fall.

Und keine Ahnung, wie du darauf kommst, dass Palworld Mist ist.

Palworld war damals ein unfertiges Spiel von einem Entwickler, der bis dahin nur einen Haufen unfertiger Early Access Leichen hinterlassen hat.

Noch Fragen, warum man dieses Spiel eigentlich hätte meiden müssen?

(...) wobei ich von MindsEye ziemlich wenig mitbekommen habe. Das hat zwar trotzdem gereicht, dass ich es auf die Wishlist gepackt habe, (...)

Na, dann hat das Marketing ja funktioniert.
 
Das Marketing ist nicht dafür da, ein Produkt ehrlich zu beschreiben, dem sollte man sich auch bewußt sein. Wichtig ist, das Zeug in ein so positives Licht, wie möglich zu stellen und das ist ihnen Gelungen.

Dass die Medien großteils versagt haben, das zu hinterfragen, steht auf einem anderen Blatt.
Falsche und somit enttäuschte Erwartung ist bestimmt nicht im Sinne des Marketings:
Siehe CDPR mit ihrem Statement zu der UE 5.6 Techdemo, wo extra nochmal betont wurde, dass die Szenen nichts im fertigen Witcher 4 enthalten sein müssen.
 
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