Nvidia möchte mit Grace-CPU Intel deutlich schlagen

PCGH-Redaktion

Kommentar-System
Teammitglied
Jetzt ist Ihre Meinung gefragt zu Nvidia möchte mit Grace-CPU Intel deutlich schlagen

Auf der GTC 2022 hat Nvidia die neuen hauseigenen Grace-CPU-Superchips vorgestellt, die die ARM-Architektur für maximale Effizienz nutzen. Laut Nvidia sollen sie in einem ersten Vergleich gegen Intels Xeon 8360Y wesentlich effizienter und gleichzeitig schneller sein. Lesen Sie dazu im Folgenden mehr.

Bitte beachten Sie: Der Kommentarbereich wird gemäß der Forenregeln moderiert. Allgemeine Fragen und Kritik zu Online-Artikeln von PC Games Hardware sind im Feedback-Thread zu veröffentlichen und nicht im Kommentarthread zu einer News. Dort werden sie ohne Nachfragen entfernt.

Zurück zum Artikel: Nvidia möchte mit Grace-CPU Intel deutlich schlagen
 
Spannend.

Gibt es technische Gründe, warum ARM CPUs in einem Windows System nicht auch als Rechenknecht für Spieleleistung möglich wären?
 
Spannend.

Gibt es technische Gründe, warum ARM CPUs in einem Windows System nicht auch als Rechenknecht für Spieleleistung möglich wären?
Kompatibilität ist der Hauptgrund warum Windows ARM (was es durchaus gibt) sich schwer tut.
Zudem wird die Leistung oft durch extremes Multithreading erreicht, dafür sind Spiele nicht besonders gut geeignet (und noch weniger optimiert).
 
Man beachte hierbei auch, dass Nvidia einen 144-Kerner mit einem Dual-36-Kerne-System vergleicht. Der Leistungsvorsprung wird also in Anwendungen, die nicht perfekt bis in dreistellige Kernzahlen skalieren (also praktisch allem, was Menschen direkt bedienen) klar niedriger ausfallen. Wenn er überhaupt aus der Leistung der Rechenkerne resultiert und nicht aus der knapp 2,5 mal höheren Speichertransferrate des verlöteten vs. eines gesockelten Systems (mit mutmaßlich deutlich größerem maximalen Speicherausbau). Für ein mutmaßliches Best-Case-Szenario ist das Versprechen von doppelter Leistung bei leicht reduziertem Verbrauch ehrlich gesagt sogar etwas Mau. Andere ARM-CPUs haben teilweise Faktor 3 bis 5 versprochen und hatten auch nur mäßigen Erfolg, weil in vielen Einsatzszenrien nicht mehr als 1 übrig blieb und der Umstellungsaufwand auf andere Software für viele potenzielle Kunden schwerer wiegt. Zudem ist Ice Lake immerhin ein Jahr alt, sollte eigentlich schon zwei Jahre alt sein, und galt nie als überragender Entwurf. Ehe Grace erscheint, sollte hoffentlich endlich Sapphire Rapids draußen sein, ansonsten heißt der Konkurrent zumindest Milan-X und Genoa steht auch vor der Tür.
 
Spannend.

Gibt es technische Gründe, warum ARM CPUs in einem Windows System nicht auch als Rechenknecht für Spieleleistung möglich wären?

Man darf hier nicht einen Fehler machen und die ARM-Chips von Apple mit der allgemeinen Entwicklung im ARM-Markt gleichsetzen.

Die ARM-Chips von Apple verwenden ein eigenes CPU-Core-Design, welches sich nur noch an das ARM-ISA hält, aber ansonsten wenig mit den eigentlichen ARM-Designs zu tun hat. Apple hat es geschafft die Chips auf erstaunliche Single-Thread-Leistungen zu trimmen ohne die Energieeffizienz zu vernachlässigen. Die Core-Designs von ARM selber oder Firmen wie Qualcomm, Samsung, usw. sind meistens deutlich hinterher, was diese Disziplinen angeht.

Gleichzeitig haben sie ihr Software-Ökosystem so im Griff, dass sie es sich erlauben konnten jegliche 32-Bit-Software rauszuschmeißen und das gleiche mit den für die Abwärtskompatibilität benötigten Transistoren in ihren Chips zu tun. Viele erinnern sich noch daran, als zahlreiche Spiele auf der neuen iOS-Version nicht mehr liefen. Die dann noch vorliegenden modernen X86_64-Programme hat man mit einer Übersetzungsschicht auf den neuen Chips lauffähig gemacht, die Dank ihrer hohen Single-Thread-Leistung auch den Perfomanceverlust an dieser Stelle vergessen machen. Sobald ein Entwickler eine Applikation dann entsprechend angepasst hat (in vielen Fällen bedeutet das lediglich neu kompiliert hat) schöpft man auch mit den neuen Chips aus dem Vollen.

Das ist alles viel Arbeit die über Jahre hinweg erledigt werden musste und Apple konnte sich das auch nur erlauben, weil sie nicht so viel Legacy-Software mitschleppen müssen wie Microsoft und ihr Software-Ökosystem sowie die Hardware maximal im Griff haben. Hier im Forum wäre auch so einiges los, wenn die Spieleklassiker in 32 Bit plötzlich nicht mehr auf aktuellen Rechnern laufen würden. Weil die das genau wissen in Redmond haben sie sich bisher auch keine große Mühe gegeben diese Entwicklungen anzustoßen.
 
Wurde vor Jahren immer nur ausgelacht als ich gesagt habe ARM löst irgendwann mal x86 ab.....
X86 sind Allround CPU´s man kann also weitaus mehr mit ihnen machen als mit ARM. Da ARM demzufolge Spezialisierter ist kann man viel Energie sparen. Wie wir aber wissen haben sie eben Limitierten Einsatz.
Es ist möglich das sie irgendwann übernehmen aber nicht in der nahen Zukunft
 
Wurde vor Jahren immer nur ausgelacht als ich gesagt habe ARM löst irgendwann mal x86 ab.....
Und wann wird es laut dir so weit sein?

X86 sind Allround CPU´s man kann also weitaus mehr mit ihnen machen als mit ARM.
Wo erfährt man so einen Unsinn?
Da ARM demzufolge Spezialisierter ist kann man viel Energie sparen.
Kannst du diese Behauptung auch irgendwie belegen?
 
Wurde vor Jahren immer nur ausgelacht als ich gesagt habe ARM löst irgendwann mal x86 ab.....
Der M1 von Apple ist auch nicht überall schneller. Bei Docker wird er von einem Intel System sowas von stehen gelassen:
Eingebundener Inhalt
An dieser Stelle findest du externe Inhalte von Youtube. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt.
Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.
Würde behaupten, dass die Performance nicht unbedingt der ARM Arch geschuldet ist. Apple wird seine CPU wohl für spezielle Anwendungsfälle/-bereiche entwickelt haben und deswegen dort auch die Konkurrenz abziehen. Intel und AMD müssen überall funktionieren, der M1 nur mit OSX und angepasster Software.
 
Man beachte hierbei auch, dass Nvidia einen 144-Kerner mit einem Dual-36-Kerne-System vergleicht. Der Leistungsvorsprung wird also in Anwendungen, die nicht perfekt bis in dreistellige Kernzahlen skalieren (also praktisch allem, was Menschen direkt bedienen) klar niedriger ausfallen. Wenn er überhaupt aus der Leistung der Rechenkerne resultiert und nicht aus der knapp 2,5 mal höheren Speichertransferrate des verlöteten vs. eines gesockelten Systems (mit mutmaßlich deutlich größerem maximalen Speicherausbau). Für ein mutmaßliches Best-Case-Szenario ist das Versprechen von doppelter Leistung bei leicht reduziertem Verbrauch ehrlich gesagt sogar etwas Mau. Andere ARM-CPUs haben teilweise Faktor 3 bis 5 versprochen und hatten auch nur mäßigen Erfolg, weil in vielen Einsatzszenrien nicht mehr als 1 übrig blieb und der Umstellungsaufwand auf andere Software für viele potenzielle Kunden schwerer wiegt. Zudem ist Ice Lake immerhin ein Jahr alt, sollte eigentlich schon zwei Jahre alt sein, und galt nie als überragender Entwurf. Ehe Grace erscheint, sollte hoffentlich endlich Sapphire Rapids draußen sein, ansonsten heißt der Konkurrent zumindest Milan-X und Genoa steht auch vor der Tür.

Jedenfalls einer hat den Durchblick. :-)

Man darf halt nie vergessen, dass die ganzen Systeme für unterschiedliche Ansprüche und Anwendungen konzipiert werden oder worden sind.
Und wenn man sich dann noch selbstgestrickte Benchmarks und Querverweise und sonstige optimalen Rosinen herauspickt, kann quasi jeder Hersteller einem das gelbe vom Ei versprechen, das Blaue vom Himmel lügen, oder wie sagt man?
ARM ist sicherlich ne tolle Sache, aber es sind alles Spezialfälle, x86 soll halt alles können.
Und einige Hersteller wollen halt absolute Effizienz, andere absolute Leistung (Intel z.B. derzeit möglichst 5ghz+ mit dann eben halt mal 300W+).
Apple hat ja auch gezeigt, dass deren Werte eigntlich gar nicht mal so gut sind, wenn man die Folien richtig liest.
Bezogen auf die Anzahl der benötigten Transistoren (WTF!?) ist die Leistugn am Ende sogar echt relativ gering, bedingt auch durch die niedrigen Taktraten und die niedrige Spannung, um halt die Effizienz hoch zu halten.
Aber die Sache mit dem "xfach schneller als x86" ist somit aber grundlegend falsch.
Es kommt halt darauf an, wie man den verfügbaren Platz, die maximal möglichen Transistoren möglichst gut für die verfügbare Software optmiert bekommt.
Jeder meint z.B. Bulldozer sei absolut schlecht gewesen.
Nur, wenn man die damals verfügbare Software nimmt, ja.
Die passte einfach nicht zu der neuen Technik.
Und es war auch niemand gewillt, das zu ändern, oder es ging einfach nicht.
Demnach ist ARM auch für Windows eher eine schlechte CPU.
Es sei denn, man passt diese wie Apple explizit 100%ig auf die Software an.
Aber dann hat man wieder entweder einen x86 Prozessor, oder eben sowas wie ein MacOs, wo die x86er dann halt alt aussehen.
Entweder oder.
So hat alles seine Daseinsberechtigung.
Auf jeden Fall gibt es kein (plötzliches) "dies und das ist aber xfach besser als alles andere".
Da müsste man den anderen Menschen ja völlige Inkompetenz unterstellen und sich fragen, was die in 20, 30 oder gar 40 Jahren Betriebsgeschichte auf dem Klo gelesen und geraucht haben, und warum es diese Firmen überhaupt noch gibt.
Man sieht es ja auch schon daran, dass die beiden Konkurrenten AMD und Intel, ebenso wie AMD und NVidia, über Jahrzehnte hinweg relativ gesehen immer halbwegs ebenbürtige Gegner waren.
Jeder hat und hatte seine Höhen und Tiefen, aber war nie völlig weg vom Fenster, weil jemand plötzlich den anderen um Faktor x in Grund und Boden gestampft hat.
Und bei ARM kann nun mal eben auch nicht gezaubert werden, auch wenn einige das so gerne so darstellen wollen.
Das darf man einfach nicht vergessen, sonst lebt man schnell in einer Fantasiewelt, so wie Koduri. ^^ ;-P
 
Wo erfährt man so einen Unsinn?

Wenn ich raten müßte, dann würde ich vermuten, dass das noch aus Zeiten stammt, in denen, bei den ARM Geräten, vor allem In Order CPUs eingesetzt wurden.

Wenn man da optimiert, dann kann man extrem viel rausholen (man erinnere sich an Quake 1, das auf einem Pentium 1 extrem gut lief, während die 686+ CPUs da ihre Probleme hatten). Nicht optimierte Software läuft entsprechend schlechter. Wie es mit solchen Weisheiten so ist: sie halten sich extrem lange und irgendwann gehen sowohl Kontext, als auch Gültigkeit verloren (niemals ohne Virenscanner und Firewall ins Internet).

Am Ende bleibt hängen: "für ARM CPUs muß die Software angepasst werden, für Intel nicht".
 
Man beachte hierbei auch, dass Nvidia einen 144-Kerner mit einem Dual-36-Kerne-System vergleicht. Der Leistungsvorsprung wird also in Anwendungen, die nicht perfekt bis in dreistellige Kernzahlen skalieren (also praktisch allem, was Menschen direkt bedienen) klar niedriger ausfallen. Wenn er überhaupt aus der Leistung der Rechenkerne resultiert und nicht aus der knapp 2,5 mal höheren Speichertransferrate des verlöteten vs. eines gesockelten Systems (mit mutmaßlich deutlich größerem maximalen Speicherausbau). Für ein mutmaßliches Best-Case-Szenario ist das Versprechen von doppelter Leistung bei leicht reduziertem Verbrauch ehrlich gesagt sogar etwas Mau. Andere ARM-CPUs haben teilweise Faktor 3 bis 5 versprochen und hatten auch nur mäßigen Erfolg, weil in vielen Einsatzszenrien nicht mehr als 1 übrig blieb und der Umstellungsaufwand auf andere Software für viele potenzielle Kunden schwerer wiegt. Zudem ist Ice Lake immerhin ein Jahr alt, sollte eigentlich schon zwei Jahre alt sein, und galt nie als überragender Entwurf. Ehe Grace erscheint, sollte hoffentlich endlich Sapphire Rapids draußen sein, ansonsten heißt der Konkurrent zumindest Milan-X und Genoa steht auch vor der Tür.
Hallo,
ich möchte hier nur kurz anmerken: ich habe in den seltensten Fällen einen Plan von dem was du da im Detail schreibst, aber ich finde du machst hier im gesamten Forum den mit Abstand kompetentesten Eindruck bei deinen Posts.
wollte ich nur mal anmerken, weil mir das jetzt schon öfter aufgefallen ist.
 
Wurde vor Jahren immer nur ausgelacht als ich gesagt habe ARM löst irgendwann mal x86 ab.....
Das wirst du heute auch noch. Beides läuft parallel. Zumindest bei von Menschen bedienten Systemen, also nichts was automatisiert abläuft, ist x86 besser. Wenn x86 abgelöst wird, dann auch ARM. Dazu bräuchte es eine Architektur welche die Vorteile beider Welten vereint.
 
Wurde vor Jahren immer nur ausgelacht als ich gesagt habe ARM löst irgendwann mal x86 ab.....
Und inwiefern soll sich daran was geändert haben? Ich muss ehrlich gesagt immer über Leute schmunzeln, die meinen, ARM sei so viel besser, und effizienter, und wird die Weltherrschaft an sich reissen, bla bla bla. Es wird ja immer gerne auf den x86 Decodern rumgeritten, die ja so viel aufwändiger und ineffizienter sein sollen. Kein geringer als Jim Keller meinte vor einiger Zeit, das macht heutzutage keinen wirklichen Unterschied mehr aus. Aber klar, die ganzen Internet Schlauberger werden das sicherlich alle besser wissen. ^^ ARM ist in keinster Weise besser als x86. Ganz im Gegenteil. Durch die aktuelle technologische Dominanz von Apple ist der ARM Markt für Endkunden sogar mehr gefickt als der x86 Markt. Letzter hat zumindest zwei Hersteller, die auf Augenhöhe konkurrieren. Die einzige Hoffnung auf Besserung kann nur eine offene Architektur wie RISC-V sein. x86 ist nicht offen. ARM ist aber auch nicht offen. Selbst wenn das mancher zu glauben scheint. Der einzige Unterschied ist, dass ARM theoretisch jeder lizenzieren kann. Letztendlich wird aber nicht die Architektur entscheidend sein, sondern die Unternehmen, die die besten Entwicklungskapazitäten bieten können. Kleine Fische werden den Markt nicht ändern können, egal mit welcher Architektur.


@topic

Ice Lake deutlich zu schlagen ist nun wirklich keine allzu grosse Kunst. Das kann Epyc schon länger. Nächstes Jahr werden ganz andere Kaliber am Start sein. Und damit meine ich nicht mal Saphire Rapids. Bergamo wird vermutlich nochmal ein ganzes Stückchen heftiger ausfallen.
 
Das wirst du heute auch noch. Beides läuft parallel. Zumindest bei von Menschen bedienten Systemen, also nichts was automatisiert abläuft, ist x86 besser. Wenn x86 abgelöst wird, dann auch ARM. Dazu bräuchte es eine Architektur welche die Vorteile beider Welten vereint.

"Von Menschen bediente Systeme" wie ... Smartphones? Fernseher? Tablets? Stand-Alone-VR-Geräte? Nahezu jede weitere Form von eigentständiger oder als Peripherie betriebener Heimelektronik?

ARM verliert zwar prinzipielle Vorteile, wenn eine hohe Single-Thread-Leistung und insbesonder wenn niedrige Latenzen gefordert sind und die frei erhältlichen Kern-Designs sind auch eher low-power optimiert. Aber wie Apple schon seit längerem mit den großen Modellen der A-Serie zeigt, kann man auch mit ARM sehr gute Endanwender-CPUs bauen. Das x86 so schnell nicht abgelöst wird liegt daran, dass man nicht zwingend bessere Prozessoren erhält (M1 hat zwei Jahre Vorsprung bei der Fertigung und ein Transistorbudget, für das AMD und Intel vierstellige Preise verlangen) und die Software-Abwärtskompatibilität bremst. Aber Google hat mittlerweile erfolgreich Chrome OS zumindest im US-Bildungssektor durchgedrückt, in Europa konkurriert man zunehmend eher mit iOS und Android. Aber nicht mehr mit Wintel. Für die nächste Generation Office-Nutzer gibt es keinen Grund mehr, an x86 festzuhalten, Multimedia- und Online-Nutzung hat bereits heute die Mehrheit der Konsumenten von sich aus auf ARM umgestellt.
 
Zurück