Threadripper Pro: Workstation-Prozessoren mit Octa-Channel-Interface offiziell vorgestellt

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AMD hat die Threadripper-Pro-Serie, über die vergangene Woche bereits Gerüchte im Umlauf waren, offiziell vorgestellt. Wie bei den Threadripper-Prozessoren der HEDT-Serie hat das Spitzenmodell, in dem Fall der Threadripper Pro 3995WX, 64 Kerne. Allerdings weichen die kleineren Modelle in puncto Kernen von ihren "Geschwistern" ab. Octa-Channel und Support für 2 TiByte Speicher wurden bestätigt.

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Man hätte einen Workstation-Single-CPU-Epyc auch einfach Epyc-W nennen können, wenn man ihn sowieso als Konkurrent zu Workstation-Single-CPUs-Xeons alias Xeon-W und nicht zu (hoffnungslos unterlegenen) HEDT-CPUs alias Core i9 X platzieren möchte...
 
Einerseits gibt es ja noch zusätzliches I/O durch ein X570-Die(?) auf dem Board, ich könnte mir jedoch vorstellen, dass es im Wesentlichen um die Produktdifferenzierung ging. Wie sollte man sonst erklären, warum die 64 Kern-Epycs 7000 - 8000 US$ kosten (7H12?), aber ein nochmals schnellerer Epyc W 64-Kerner "nur" 5000 US$? (Lenovo's Exklusivität wird wohl zeitlich beschränkt sein. Abseits dessen wird der mit dem hohen Takt offensichtlich auch nicht für 24/7, wie die Epyc's vorgesehen sein. Und ich könnte mir vorstellen, dass man bspw. bei TR Pro auch den Support für bspw. die Speicherverschlüsselung u. ä. deaktiviert haben wird. - Habe es noch nicht im Detail nachgelesen.)
 
Erhebliche Preisunterschiede von 2-Wege- gegenüber 1-Wege-Systemen ist man von Intel gewöhnt, aber es hätte keinen irreführenden Namensbezug zu dem gebraucht, dass AMD weiterhin als HEDT bezeichnet. Der Einsatz eines I/O-Hubs ist außerdem bei allen Zen-CPUs optional. Man könnte genausogut SP3-Boards mit wie AM4-Boards ohne herausbringen, ohne die Prozessoren umzubennen. Da bei 128 PCI-E-Lanes inklusive meinem Wissen nach vier oder acht SATA-Ports aber sowieso nur noch zusätzliches USB interessant wäre und eine "Prosumer"-Platine dieser Klasse sicherlich Thunderbolt- und/oder USB-3.2-Zusatzcontroller tragen wird, stellt sich die Frage, ob ein I/O-Hub überhaupt noch Sinn ergibt. Ich finde schon den TRX40 praktisch überflüssig, allerdings erleichtert er es den Mainboard-Herstellern, vier Grafikkarten-Slots ohne Abstrich an anderer Stelle zu implementieren. Aber beim TRX8? Selbst wenn man sechsmal ×16 implementiert, was im ATX-Format das physische Limit darstellen wird, bleiben noch Lanes für vier M.2, Triple-LAN (W+10G+10G), 4 native SATA + 1 4× Controller und acht USB-3.2-Ports zusätzlich zu den nativen 3.1ern. Streicht man ein paar ×16, weil Single-Slot-32-GB/s-Karten sowieso eher selten sind, kann man auch noch einen Haufen TB3-, U.2-, SAS12- oder sonstige gewünsche Ports realisieren.
 
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