G
Grestorn
Guest
AW: Stühlerücken bei Intel: Entlassungen, Managementwechsel, sogar Fabless?
Wenn der Mensch bereit ist, Willen und Ambitionen aufzugeben (also der Kommune absolut unterzuordnen), dann können wir gerne den Kommunismus einführen.
Ich sag ja nicht, das purer Kapitalmus erstrebenswert ist. Ich finde die soziale Marktwirtschaft, also den regulierten und sozial unterfütterten Kapitalismus so weit ganz gut. Wobei man natürlich über das Maß an Regulierung und Sozialsystem immer viel streiten kann.
Wichtig ist auch die liberale(!!!) Demokratie, in der eben nicht nur alleine die Mehrheit alles für sich in Anspruch nimmt, sondern Minderheiten geschützt werden und gewisse Regeln von Fairness und Gleichberechtigung beachtet werden.
All das widerspricht natürlich im Allgemeinen ebenso dem gnadenlosen "Wesen" des Menschen, hat sich aber a) als guter Kompromiss herausgestellt und b) lässt sich als Konsens tatsächlich in der Gesellschaft ohne Ausübung von Gewalt und Zwang auch leben.
Dies gilt aber - nach aller Erfahrung - eben gerade nicht für den Kommunismus.
Der Satz stimmt durchaus, und zwar auch ganz ohne Unterstellung politischer Tendenzen. Nur wird er meistens nicht korrekt aufgefasst. Einen gut umgesetzten Kommunismus gab es in der Weltgeschichte in der Tat noch nie, primär deshalb, weil es allgemein in der Weltgeschichte noch nie überhaupt einen Kommunismus auf Staatenebene gab. Insofern ist die Formulierung vielleicht etwas unglücklich, zugegeben. Was man schon mehrfach hatte bzw. immer noch hat, sind sozialistische Staaten. Die DDR war einer, die Sovietunion war einer, usw. usf. Sozialistisch ist aber nicht das Selbe wie der Kommunismus, sondern laut der ursprünglichen Definition die Vorstufe. Also quasi: erstmal führen wir den Sozialismus ein, um den Menschen auf den Kommunismus vorzubereiten. Und irgendwann kommt dann der Kommunismus, wenn alle dazu bereit sind. Bisher hat es halt kein Land über die Vorstufe hinweg geschafft, aus den Gründen, die du genannt hast. Der Kommunismus ist dabei die idealisierte Endhaltestelle. Das Idealbild der Gesellschaft, in der Jeder nur das Beste für den Nächsten will und in der die gesamte Gesellschaft im Einklang mit sich lebt. Aber weil, wie du schon selber sagst, der Mensch einfach nicht so tickt, ist es mehr als fragwürdig, ob wir einen funktionierenden Kommunismus jemals sehen werden.
Und genau deshalb gibt es den Satz „der Faschismus war halt noch nie richtig umgesetzt“ nicht, weil einen Faschismus, der ziemlich genau so funktioniert hat, wie es sich sein Erbauer vorgestellt hat, gab es eben schon mal...
gRU?; cAPS
Wenn der Mensch bereit ist, Willen und Ambitionen aufzugeben (also der Kommune absolut unterzuordnen), dann können wir gerne den Kommunismus einführen.
Nun kann man sich halt fragen, wie hart man diese Verlierer fallenlassen möchte. Kapitalismus ist kein schlechtes System, nur gezügelt sollte er sein. Und dass der Trickle-Down-Effekt ohne ein bisschen Nachhilfe nicht ausreichend gut funktioniert und dass da Justierungsbedarf besteht zeigt sich ja auch an der Verschiebung der Wohlstandsverhältnisse. Es soll ja auch dabei bleiben, dass sich der beste produktiv durchsetzt und nicht der, der die reichsten Eltern hat oder sich eine gute Position in einem Unternehmen erintrigiert hat.
Ich sag ja nicht, das purer Kapitalmus erstrebenswert ist. Ich finde die soziale Marktwirtschaft, also den regulierten und sozial unterfütterten Kapitalismus so weit ganz gut. Wobei man natürlich über das Maß an Regulierung und Sozialsystem immer viel streiten kann.
Wichtig ist auch die liberale(!!!) Demokratie, in der eben nicht nur alleine die Mehrheit alles für sich in Anspruch nimmt, sondern Minderheiten geschützt werden und gewisse Regeln von Fairness und Gleichberechtigung beachtet werden.
All das widerspricht natürlich im Allgemeinen ebenso dem gnadenlosen "Wesen" des Menschen, hat sich aber a) als guter Kompromiss herausgestellt und b) lässt sich als Konsens tatsächlich in der Gesellschaft ohne Ausübung von Gewalt und Zwang auch leben.
Dies gilt aber - nach aller Erfahrung - eben gerade nicht für den Kommunismus.
