Neue Sandy-Bridge-CPU von Intel bestätigt

AW: Neue Sandy-Bridge-CPU von Intel bestätigt

Wie sieht die reale Wärmentwicklung aus? Wenn da z.B. 95W max. stehen, kriegt man das mit einem 12cm Lüfter @800U/min (SILENT) gekühlt?

High-End-Kühlkörper und 800rpm reichen i.d.R., um eine 95W CPU bequem in stabilen Temperaturbereichen zu halten. (passendes Lüftungskonzept fürs Gehäuse ist natürlich Pflicht)

Und die integrierte Grafikeinheit, suche noch Testergebnise über die Gamestauglichkeit...

Bislang haben Intel IGPs i.d.R. für 1280er Auflösung und 2 Jahre alte Titel auf niedrigsten Details oder 4-5 Jahre alte auf maximalen gereicht. SB soll wohl wieder ein Schritt nach vorne werden.
Das Hauptproblem ist aber die Qualität der Treiber. Viele Spiele lassen sich überhaupt nicht fehlerfrei ausgeben - ob sich da was getan hat, wird spannend.

Eben, wieso sich das nicht durchsetzt, verstehe ich nicht. Kann doch nicht so schwer sein, das zu schnitzen und im Idle ist man ja praktisch immer.

Das Problem klassische Problem ist die Koordination. Für einen fließenden Wechsel müssen zwei Grafikeinheiten unterschiedlicher Hersteller nahtlos zusammenarbeiten. Damit das ganze transparent gegenüber der Software abläuft, müssen sie sogar gemeinsam eine einzelne Grafikeinheit gegenüber dem System simulieren. Diese müsste auf Firmwarelevel in der Lage sein, die Befehle des Treibers für die verschiedenen Architekturen aufzubereiten und ggf. ganze Featuresets in Software zu simulieren, wenn sie nur auf einer von beiden Einheiten vorhanden sind.
Das wird nicht einfach. Nvidia ist schon daran gescheitert, fehlerfreie Treiber für den Wechsel zwischen GPU und IGP der gleichen Generation aus eigener Fertigung zu entwickeln.

Ein etwas neueres Problem ist der Einsatz der GPU als Coprozessor: Die Funktion macht keinen Sinn, wenn Mediaplayer, Bildbearbeitung,... eh auf die Grafikkarte zugreifen wollen - und es ist im Interesse der Grafikkartenhersteller, wenn diese das möglichst oft tun.

Dem gegenüber steht der potentielle Nutzen: Effizientes Powergating auf der GPU ist vergleichsweise einfach zu implementieren und kann den Stromverbrauch von 98% der verkauften Grafikkarten probelmlos auf <20W senken. Den ganzen Aufwand zu treiben, um nochmal 10W einzusparen, werden die Kunden nicht honorieren. Und die High-End-300W-Karten-Käufer stehen auch nicht in dem Ruf, wegen dort vielleicht 20W Einsparung ihre Kaufentscheidung zu ändern.

Fazit: Glaube nicht, dass sowas nochmal kommt. Nvidia hat es zwar mal wieder im Notebookbereich versucht, aber mit dem Ende der IGPs kämpfen die auf verlorenem Ast. AMD hat bislang gar keine Ambitionen gezeigt.
Sollte man sich jemals auf eine einheitliche GPGPU-Schnittstelle einigen, könnten Grafikkarten- und Spielehersteller unabhängig von IGP eine Lösung in Software anstreben (Spiel läuft "auf" IGP, lässt Grafik aber von "Coprozessor" via CUDA rendern). Aber auch bis dahin ist es noch ein weiter Weg.

Wie viele Gamer kennst du, die regelmäßig die Grafikkarte wechseln und dann plötzlich keine liegen haben und auf die IGP zurück greifen müssen? ;)

0 :)
Aber jeder, der mal vor dem Problem stand, dass der Rechner plötzlich kein Bild mehr gibt, weiß, wie extrem praktisch eine zweite, unabhängige Grafiklösung ist. Ich würde eine IGP in künftigen Systemen durchaus begrüßen. Denn ganz ehrlich: 2 Monate mit einer RageII 2MB sind kein Spaß.
 
Zurück