Neuere Netzteile = besserer Strom?

reihner_zu_fall

Komplett-PC-Aufrüster(in)
Ich habe noch ein älteres Corsair HX1000W Netzteil im PC.
Die Frage, die ich mir gerade stelle, ist ob neuere Netzteile u.A. mit einem neuerem ATX-Standart besseren Storm liefern. Also das z.B. auf der 3,3V-Schiene, ganz gleich vieviel Ampere gerade gezogen werden, immer möglichst genau oder zumindest gleichmässiger 3,3V anliegen und das da im Milisekunden nicht zwischen 3,1-3,5V hin und her springt sondern nur 3,25-3,35V.

Die Frage gehört wohl eher in die Rubrik: "Wer interessiert sich denn für so etwas?".
 
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Ich habe noch ein älteres Corsair HX1000W Netzteil im PC.
Die Frage, die ich mir gerade stelle, ist ob neuere Netzteile u.A. mit einem neuerem ATX-Standart besseren Storm liefern.
Neuere sind in aller Regel meistens , genauer effizienter, haben mehr Leistung, je nachdem wie alt dein NT ist.
Aber das hin und herspringen kann auch lastabhängig oder auch Messtolleranz sein.

Aber ja neuer wird bestimmt irgendeine neue Inovation beinhalten.
 
Definiere "besser"...

Es gibt da alles mögliche was Spannungsstabilitäten, Ripple/Noise usw. angeht und jedes Netzteilmodell verhält sich da anders.
Wirklich relevant ist heutzutage aber praktisch nur noch +12V da alles was nennenswert Leistung benötigt hierrüber läuft (deswegen können moderne Netzteile auch praktisch ihre gesamte Nennleistung über +12V abgeben). 3,3V und 5V und die negativen Spannungen sind nur noch Hilfsspannungen für Kleinlasten.
 
Die Restwelligkeit und Stabilität ist bei neueren Netzteilen meist besser aber nicht nur weil die Technik besser ist sondern weil Netzteile auch altern.
 
Ich habe noch ein älteres Corsair HX1000W Netzteil im PC.

Ich hab ein 10 Jahre altes AX1200i im Rechner, und das liefert "genug guten Strom" für einen 13900k und eine 4090. "Besser" kann das für mich nicht werden. Und solange der Strom für meine Hardware "gut genug" ist, wird das Netzteil auch nicht getauscht. Ich sehe es gar nicht ein weitere 400 Euro für ein Netzteil auszugeben, solange das 10 Jahre alte Netzteil noch funktioniert. Egal wie "gut" oder wie "schlecht" der Strom ist, der rauskommt :-)

Deshalb die Antwort: Scheissegal, solange Deine Hardware damit klarkommt :-)
 
Es hängt halt eben davon ab, was man mit was vergleich. Ein 10 Jahre altes Luxusnetzteil, von hoher Qualität (Seasonic X, DPP P10 usw.) wischt auch heute noch mit quasi jedem Mittelklassenetzteil den Boden auf. Lediglich die Lastspitzen könnend dazu führen, dass sich das Netzteil abschaltet.

Dein Netzteil ist hingegen bald 15 Jahre alt und noch gruppenreguliert, wenn auch mit einem besonderen Design. Von daher kann man definitiv sagen, dass neue Netzteile um Welten besser, als deines, sind.
 
(Sehr) vereinfacht gesagt:

Bei modernen Netzteilen (mit DC-DC-Wandlung) haste einen Trafo drin der die 230V Netzspannung in 12V runtertransformiert und danach nen Glecihrichter der daraus die benötigten +12V Gleichspannung macht. Alle anderen Spannungen wie 5V und 3,3V werden von den vorhandenen 12V abgezweigt. Entsprechende Regelsysteme sorgen dafür, dass die Spannungen gehalten werden.

Alte "gruppenregulierte" Netzteile haben einen Trafo der primärseitig die 230V aufnimmt und sekundärseitig mehrere Wicklungen hat, einmal für 12V, eine für 5V, eine für 3,3V usw. und danach wird gleichgerichtet.
Warum ist das nun schlechter?

Angenommen, du baust eine irre starke Grafikkarte ein die 300 oder 400 oder noch mehr Watt will. So eine Last lässt die Spannung einbrechen, die Regelung reagiert, will die 12V halten und die Elektronik muss "nachdrücken". Bedeutet der Primärtrafo zieht mehr Leistung um die 12V zu halten.
In einem modernen Netzteil ist all das den Nebenspannungen von beispielsweise 5V völlig wurscht - denn die werden nach wie vor von den schön geregelten 12V abgezweigt. Egal wie viel die GPU auf 12V säuft - die 5V bleiben 5V.
In einem gruppenregulierten Gerät hängt aber alles am gleichen Trafo - und wenn der auf 12V massiv abliefern muss schiebt es anderee Spannungen, die nicht so hohe Leistungen bringen müssen (das nennt sich dann "Crossload"), nach oben. Bedeutet wenn deine GPU hart saufen will bekommt sie genug auf 12V - nur die 5V die deine SSD beispielsweise bekommt werden dann auch mal zu 6V und mehr - und killen im worstcase damit die SSD.

Lange Rede kurzer Sinn: Ältere gruppenregulierte Netzteile haben in bestimmten Lastsituationen (wie sie wegen sehr starker GPUs heutzutage eher auftreten) deutlich schlechtere Regelmöglichkeiten bei der Spannungsstabilität. Fairerweise muss man sagen, dass gute gruppenregulierte NTs das trotzdem erstaunlich gut hinbekommen haben - aber es ist eben rein technisch nicht möglich damit das Level von DCDC zu erreichen was heute bei höherwertigeren Geräten absoluter Standard ist.
 
Gilt das nur für Geräte am 4-Pol-Molex- und 15-Pin-Sata-Anschluss (CD/DVD/BR/Cartreader/SSD/HDD/usw) oder auch für M.2-SSD´s onboard?
Für alle Geräte die die Spannungen von 5V und 3,3V nutzen. Oder anders gesagt so ziemlich alles was nicht CPU/RAM und GPU ist (die an +12V hängen bzw. ihre Spannungen über die eigenen MosFETs bekommen die aus +12V gespeist werden). Dazu gehören auch alle Onboard-Geräte (M.2-SSDs oder auch Soundchips, Netzwerkcontroller usw.)

Das ist aber wie gesagt der worst case - da muss man schon ein wirklich schlechtes Gruppen-NT haben dass Spannungen so stark abweichen dass sie was beschädigen können.
 
Bei einem HX1000W sofern es nicht stark abgebaut hat eher nicht.
Du hast vermutlich keine Hardware die wirklich Richtung 1000W an Verlustleistung geht und im "normalen" Lastbereich ist die Spannungsregulierung auf 5 und 3,3v völlig ok (laut schnell gegoogelter Tests unter 2%, meist unter 1% Abweichung was deutlich besser ist als die ATX Mindestanforderung von <5% Abweichung).

Das ist übrigens der Unterschied zu DC-DC: Da sind gute NTs nicht selten bei Größenordnung 0,1-0,2% Abweichung.
 
Wenn der Rechner nicht unbedingt gegen Netzausfalle sicher sein soll, dann empfehl ich ein Single Rail NT. Ich hatte vorher 2 Multi Rails und wenn eine Rail durchbrennt, dann kannst trotzdem das ganze NT in die Tonne treten. Bis auf einen kleinen Nachteil(Ist das NT länger als 60sec offline, dann hauts, beim 1. Einschalten, die Sicherung für die Wohnung raus) ist für Hobby Rechner die 1x Leitung Variante, weil die günstigere, zu empfehlen.
 
Ich konnte jetzt mal (vollständig) nachmessen. CPU mit CPU-Z und GPU mit Furmark gestresst:
Leerlauf​
Last​
Leistungsaufnahme an Steckdose​
80-90W²
400-420W³
3,3V am Sata​
3,35V​
3,34V​
5V am Molex​
5,08V​
5,08V​
12V am Molex​
12,12V​
12,07​
  • Das sieht auf den ersten Blick eigentlich ganz gut aus?
*²: Ist das viel für einen PC im Leerlauf? Ohne Monitor.
*³: Obwohl die VEGA 56 laut AMD CCC ein Powertarget von 115% hat und im Taskmanager der GPU bei 98%+ steht sagt GPU-Z "nur" 85% Power Consumption
 
Bis auf einen kleinen Nachteil(Ist das NT länger als 60sec offline, dann hauts, beim 1. Einschalten, die Sicherung für die Wohnung raus
Nur dann, wenn entweder die Einschaltstrombegrenzung des Netzteiles oder die Absicherung der Wohnung für die Tonne ist - und das ist nebenbei völlig egal obs ein Single- oder Multirail Gerät ist da der Einschaltstrom nur wegen der Erstbefüllung des Primärkondensators so hoch ist und der liegt vor der ganzen Rail-Thematik.

Große Netzteile haben immer einen Einschaltstrombegrenzer der in aller Regel in der Größenordnung 60A liegt. Die üblichen Haushaltssicherungen (16A B-Automat) haben gar kein Problem damit, für ein paar Millisekunden 60A zu liefern bis der Primärkondensator voll ist. Fällt hier die Sicherung ist entweder der Strombegrenzer des NTs kaputt (und es fließen hunderte A) oder die Hausabsicherung ungünstig ausgelegt (bei 10A-Automaten, langen Leitungen und 60A-Begrenzern wirds sehr knapp, 10A-B-Automaten schalten bei 50A nach 0,1s ab) oder der Automat defekt.

Ist das viel für einen PC im Leerlauf? Ohne Monitor.
Werte zwischen 50 und 100W brutto sind abhängig davon was verbaut ist normaler Bereich.

Alles was du gemessen hast geht in Ordnung. Und wie du siehst ist der Spannungsabfall deines NTs von 100 auf 400W auch nur minimal.
 
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Nur dann, wenn entweder die Einschaltstrombegrenzung des Netzteiles oder die Absicherung der Wohnung für die Tonne ist - und das ist nebenbei völlig egal obs ein Single- oder Multirail Gerät ist da der Einschaltstrom nur wegen der Erstbefüllung des Primärkondensators so hoch ist und der liegt vor der ganzen Rail-Thematik.

Große Netzteile haben immer einen Einschaltstrombegrenzer der in aller Regel in der Größenordnung 60A liegt. Die üblichen Haushaltssicherungen (16A B-Automat) haben gar kein Problem damit, für ein paar Millisekunden 60A zu liefern bis der Primärkondensator voll ist. Fällt hier die Sicherung ist entweder der Strombegrenzer des NTs kaputt (und es fließen hunderte A) oder die Hausabsicherung ungünstig ausgelegt (bei 10A-Automaten, langen Leitungen und 60A-Begrenzern wirds sehr knapp, 10A-B-Automaten schalten bei 50A nach 0,1s ab) oder der Automat defekt.

Am NT liegts nicht. Der höchste bisher gemessene Einschaltstrom waren 33A. Damit fliegt die Sicherung raus. Naja sind noch andere Geräte aktiv, 10 - 15A würd ich noch zurechnen. Eigentlich sollte die Sicherung das locker halten aber ne. K.A. was da faul ist.
 
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