News Windows 11: Neues Dateisystem ist bis zu 94 Prozent schneller

Was passiert eigentlich wenn Originaldatei oder eine der Referenzen geändert wird?

Ich mache schon mal eine Sicherungskopie von Dateien oder Foldern, um einen bestimmten Bearbeitungsstand einzufrieren.

Das wäre doch dann gar nicht mehr möglich.
 
Optionale Kompression iirc ja, den Rest weiß ich nicht. Ich glaube aber nicht, dass das Standard ReFS Subvolumes (in Windows) kann.


Das Problem an dem Vergleich ist, dass es nur in einem sehr speziellen Fall solche Geschwindigkeitszuwächse gibt der so fast nie auftritt. Es geht hier sehr vereinfacht gesagt darum, dass ReFS wenn man Daten kopiert in der Lage ist, einfach einen passenden TOC-Eintrag zu erstellen statt die Daten tatsächlich physikalisch zu kopieren. Natürlich geht das sehr viel schneller nur passende Verknüpfungen zu hinterlegen statt tatsächlich GB-weise Daten zu schreiben.
Nur hilft das ausschließlich dann, wenn ich Daten auf dem gleichen Datenträger/Filesystem duplizieren will. UNd die Anwendung ist schon sehr speziell und meistens wollen die Leute das ja auch physikaisch dupliziert haben, entweder als Backup oder um eine Kopie zu haben an der man arbeitet ohne Originaldateien zu ändern - und was passiert dann? Man erstellt die Kopie in 500 Millisekunden und wenn man dann an der (logischen aber nicht physisch vorhandenen) Kopie arbeitet bzw. diese Daten ändert ist ReFS trotzdem nachträglich gezwungen, eine physische Kopie zu schreiben... was dann genauso lange dauert wie bei NTFS.

Mir will spontan gar kein Anlass einfallen, Daten innerhalb eines Dateisystems virtuell zu kopieren. Normalerweise dupliziert man Daten doch für Redundanz (einschließlich der Möglichkeit die Kopie auf einem anderen Laufwerk an andere Orte zu bringen) und genau die wird hier nicht geboten. Möchte man Daten dagegen an eine andere Stelle verschieben, macht das auch NTFS meinem Wissen nach innerhalb eines Dateisystems nicht über kopieren und löschen der Daten, sondern über eine Änderung der Verzeichniseinträge. Die Vorbereitung mit Dateiprüfung dauert je nach Laufwerk zwar teilweise lange, aber der eigentliche Transfervorgang bewältigt dutzende GB/s.

Nett ist aber die automatische Prüfung von Daten auf Fehler. Das könnte man auch mal als Dienst für NTFS anbieten.
 
@Poulton es kann bei einem raid zu problemen kommen? ehrlich gesagt würde ich so ein system nur auf einem raid bei mir nutzen. hahahah lustig...
ReFS ist dafür das Dateisystem für Storage Spaces Direct (S2D), welches wiederum der passende "Unterbau" für ReFS ist. Siehe dazu auch: Einrichten eines Hyper-V Clusters mit Windows Server 2022 und S2D. Behandelt auch auf die Systemvorraussetzungen und Testumgebung/Spielwiese.
Abgesehen davon, kommt klassisches Hardware-Raid ohnehin immer mehr in die "Defensive". Siehe z.B. ZFS und OpenZFS was u.a. bei Proxmox, TrueNAS und Oracle ZFS Storage Appliance zum Einsatz kommt, VMware vSAN und NetApp hat auch ein Eigengewächs. BTRFS gibt es zwar auch noch, dürfte aber abseits von Synology wenig Verbreitung haben.
 
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Ja is gut.. für Normal user isses neu
Für Normal-User ist es auch nicht wirklich gedacht
@Poulton es kann bei einem raid zu problemen kommen? ehrlich gesagt würde ich so ein system nur auf einem raid bei mir nutzen. hahahah lustig...

aber das teil ist mir neu, obwohl es nicht neu ist. in der firma wird es glaube ich auch nicht verwendet.
Also die wenigsten im (semi-)professionellen nutzen heutzutage vermutlich noch Hardware-RAID. Wenn der Controller futsch ist, sind es unter Umständen auch die Daten wenn ich ihn durch keinen baugleichen ersetze. Software-RAID ist zuverlässiger und kostet nur minimal CPU Leistung die man heutzutage eh im Überfluss hat.

Ich würde behaupten der go-to Standard ist ZFS, würde mich ehrlich gesagt wundern wenn Microsoft nicht auch ZFS irgendwo im Hintergrund bei Azure verwendet.
Was passiert eigentlich wenn Originaldatei oder eine der Referenzen geändert wird?

Ich mache schon mal eine Sicherungskopie von Dateien oder Foldern, um einen bestimmten Bearbeitungsstand einzufrieren.

Das wäre doch dann gar nicht mehr möglich.
Hängt von der genauen Implementierung ab.

Aber grundsätzlich wird dann der geänderte Teil (i.e. Block) neu gespeichert/kopiert mit einem entsprechenden Update der Metadaten und der unveränderte Teil belassen. Daher der name "Copy on Write".

Ansonsten unterstützt ReFS seit Server 2022 auch Datei-Snapshots. Heißt man kann zu einer vorangegangenen Version zurückrollen, also genau wofür du Sicherungskopien nutzt.
Mir will spontan gar kein Anlass einfallen, Daten innerhalb eines Dateisystems virtuell zu kopieren.
Poulton's Beispiel mit mehreren Usern mit denselben Ausgangsdateien wäre ein Anwendungsfall. Ansonsten hängt es wohl von der persönlichen Datenorganisation ab. Aber das ist nichts, was Symlinks nicht auch könnten.
Es ist eben nicht wirklich für Privatanwender konzipiert.
Möchte man Daten dagegen an eine andere Stelle verschieben, macht das auch NTFS meinem Wissen nach innerhalb eines Dateisystems nicht über kopieren und löschen der Daten, sondern über eine Änderung der Verzeichniseinträge.
Ja, reines Verschieben geschieht rein der $MFT. Allerdings hab ich anders als bei einer ReFS Kopie dann nicht den Dateieintrag in Quelle und Destination sondern nur in der Destination.
Nett ist aber die automatische Prüfung von Daten auf Fehler. Das könnte man auch mal als Dienst für NTFS anbieten.
Noch interessanter dürften für einige wohl Datei-Snapshots sein.
 
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Poulton's Beispiel mit mehreren Usern mit denselben Ausgangsdateien wäre ein Anwendungsfall. Ansonsten hängt es wohl von der persönlichen Datenorganisation ab. Aber das ist nichts, was Symlinks nicht auch könnten.
Wobei man hier erwähnen muss: Datendeduplizierung gibt es auch für NTFS. Wurde, wenn ich mich Recht entsinne, mit Windows Server 2012 eingeführt. Hauptanwendungsgebiete u.a.:
 
ReFS ist nicht neu. Datendeduplizierung gibt es für ReFS und NTFS.
Neu ist die Datenredunktion on the fly auf einer Partition auf einem ClientOS bei MS.
Das Ganze funktioniert "nur" auf derselben Partition (nicht partitionsübergreifend).

Anmerkung / Entäuschung
Seit NT legt man dafür einen Snapshot an (am Besten mehrmals täglich).

Es fehlt network/ smb compression. Leider bauen die das auch bei Quic nicht mit ein.
 
das Thema ist etwas undurchsichtig... Klingt nach einem Dateisystem das ähnlich einer Datenbank aufgebaut ist. Datenbanken werden mit der Zeit immer langsamer, je mehr splitterung vorhanden ist. Ob das hier dann auch der Fall ist/sein wird?
 
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