Warum gibt es kaum noch Notebooks mit austauschbarem Akku?

Naja die EU wird jetzt keine wirklichen Gesetze entwerfen die Reparatur über Recycling stellen. Vor allem weil die Kunden auch nicht danach schreien, das lässt sich nicht mal bei einer Wahl als ein gutes Argument bringen. Wozu also?

Ich bin auch für gutes Recycling statt Reparatur wenn es sich nicht lohnt. Warum sollten Leute an etwas rumschrauben was sich schneller herstellen lässt? Recyclen, die Materialien wieder in den Umlauf bringen, fertig.
Bei manchen Sachen ist reparieren einfach nicht sinnvoll.

So was hat man in vielen Bereichen, z.B. Fahrradrahmen. Stahl hat man damals leicht schweißen können. Jede halbwegs ausgestattete Werkstatt mit nem nüchternen Arbeiter hat das hinbekommen.
Dann kam Alu - die lassen sich sehr schwer schweißen. Macht keiner, wäre aber machbar.
Danach gab es Carbon - das lässt sich auch sehr sehr schwer reparieren. Diese Rahmen sind dafür auch noch anfälliger für Beschädigungen und brechen statt sich zu verbiegen. Also Schrott wenn man sie beschädigt.
Für die Kleinteile gelten schon Kratzer als Beschädigungen wo man die Teile austauscht und nicht repariert - die Stabilität ist hin.
Ist das schlecht? Nö, recyclen und fertig.

Deswegen sehe ich das nicht kritisch. Größere Akkus und austauschbare Akkus wären nice2have, mehr nicht. Ich hab keinerlei bedenken eine dicke Powerbank statt Ersatzakku zu schleppen und mich juckt es nicht das es da Verluste gibt wenn man über die Powerbank lädt statt den Akku zu tauschen. Dafür sind die Dinger universell einsetzbar.
 
So unterschiedlich können Leute sein. Für mich gibt es nichts nervigeres, als eine blöde Powerbank unterwegs mitzuschleppen. :D Wozu hat das Gerät dann einen internen Akku denke ich mir da nur. Ist aber natürlich wie vieles absolute "Geschmackssache"
 
Und keiner will austauschbare Akkus haben in so was wie Ultrabooks.
Es gibt aber noch mind. eine Zwischenstufe zwischen verklebt und durch den Endkunden einfach austauschbar. Beispiele habe ich oben schon genügend genannt, Ob z.B. ein XPS 13 für Dich noch zum Ultrabook gehört, weiss ich natürlich nicht, für mich durchaus. Selbst Tablets in der Größe eine Surface Pro 7 kann man problemlos so kunstruieren, dass Akku und SSD durch den Service tauschbar wären. Acer hat es vorgemacht.

Aus diesem Grund sollten klare Gesetze in der EU vorhanden sein, damit es aufgrund der derzeitigen Situation Hardwarekosten < Arbeitskosten trotz dessen nicht zu unnötigem Elektromüll kommt.
Wäre zwar schön, aber wie kleinteilig soll man das dann vorschreiben, damit sich sowas für Kunden und Hersteller noch irgendwie rechnen kann?

Mein 8 Jahre alter Lenovo x220 hat über den Jahreswechsel, eher unerwartet, seinen Nachfoger bei mir gefunden. Da es das Surface Pro 7 nicht mit der gewünschten Ausstattung gibt (Reparaturfähigkeit war dabei keine geforderte Eigenschaft, lüfterlose Kühlung dagegen eine der Wichtigsten), ist es halt doch wieder ein gebrauchtes Vernunft-Tablet für wenig Geld geworden.

Bei einem Preis von 250€ für das Switch Alpha 12 wird jeder Defekt abseits eines nachlassenden Akkus (also Display oder Mainboard) sowieso zum wirtschaftlichen Totalschaden, falls ich keinen Techniker finde, der sowas zum Mindestlohn repariert.

Der Akku hat nach 3 Jahren noch ca. 90% der Originalkapazität, der i3-6100U hat nahezu die Leistung des i5-2540M aus dem x220. Hätte ich den x220 intensiver weiter nutzen wollen, hätte ich dort (nochmals) SSD und Ram aufrüsten sowie den Akku tauschen müssen und dann immer noch kein USB3, dafür aber weiterhin 1,8 kg Gewicht gehabt.

Gelle.
Die anderen werfen lieber weg.
Als ob ein Gerät mit wenig Akku-Kapazität zum Wegwerfen ist. Dann hält mein Laptop/Tablet halt keine 6-8 h mehr durch und ich muss im Zug das Netzteil auspacken. Im Hotel/am Zielort mache ich das sowieso.

Oder ich kaufe mir nach > 8 Jahren mal wieder einen aktuell ausgestatteten Laptop mit moderner Leistung. Der gerade mal 8 Jahre alte x220 hat noch nicht einmal USB3 (die PC-Card Lösung genügt nur für Kartenleser, scheitert aber schon an einer SSD), von einem vernünftig auflösenden Display, TB3 oder moderner Rechenleistung braucht man da noch garnicht zu träumen.

Das IPS Display kostet auf eBay 70€, das Mainboard gibt es günstiger. Bei einem Stundenlohn von 20-30€ wirst Du das dann wohl noch (für den Kunden) wirtschaftlich sinnvoll wechseln können, liegst Du erwartungsgemäß einiges drüber und musst auch noch Gewährleistung und Handling einrechnen, ist für mich ein gebrauchter x230 mit USB3 die wirtschaftlich sinnvollere Lösung.
 
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