[Usertest] Prolimatech Megahalems

rabensang

PCGH-Community-Veteran(in)
Prolimatech Megahalems



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Der Dank für die Bereitstellung des Test-Samples geht an Caseking.de

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Nach Thermolab erhebt sich ein weiterer asiatischer Kühlerhersteller, wie Phönix aus der Asche. Die 2008 gegründete Firma Prolimatech schickt den Megahalems als Erstlingswerk ins Rennen. Gänzlich neu an diesem Projekt ist nur der Name, da es sich um Ex-Mitarbeiter von Thermalright handelt. Ob sich die Recken gegen die Konkurrenz durchsetzen können zeigt sich im Review.

Die Namensgebung und Optik des Kühlers erinnert ein bisschen an Transformers. Auch die Anlehnung an Intels neue Nehalems-Architektur ist herauszuhören.

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Spezifikationen:


Gewicht: 790g (ohne Lüfter)
Konstruktion: Tower Kühler
Abmessungen: 158,7mm x 74mm x 130mm (Höhe x Breite x Tiefe, ohne Lüfter)
Material: Aluminium-Kupfer Hybrid
Heatpipes: 6 Stück a´6mm Durchmesser (U-Form), Kupfer (vernickelt)
Material-Lamellen: Aluminium (0,5mm stark)
Anzahl Lamellen: 45 Stück x 2 Lamellentürme= 90 Lamellen
Lamellen-Abstand: 2mm
Bodenplatte: 12,4mm stark, Kupfer (vernickelt), konvex
Kühlfläche gesamt: ca. 4200cm²
Lüfteroptionen: bis zu 2x 120x120x25mm
Preis für den Kühler: ca. 59,90 €
zugelassen laut Hersteller für folgende CPU's:
Sockel 775, 1366 ->ohne Einschränkungen /Demnächst auch für AM2(+)/AM3
Garantie: 2 Jahre





Verpackung/Lieferumfang:

Prolimatech steckt den Kühler in eine grau-blaue, stabile Verpackung und spart sich jeglichen Schnick-Schnack daran.

Auf der linken und rechten Seite sind unterstützte Sockel und Spezifikationen abgedruckt. Die Vorderseite zeigt ein Bild des Megahalems und das Prolimatech Logo. Für weitere Informationen, wird auf der Rückseite zur Hersteller Homepage verwiesen.

Prolimatech geht sehr sparsam mit informativen Daten um.

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Im Inneren setzt sich diese Linie fort. Trotzdem ist der Kühler extrem gut verpackt. Zum einen schützt eine Luftpolsterfolie den großen Kühler vor Kratzern und Dellen und zum anderen gibt genügend Schaumstoff und Pappe, Sicherheit vor äußeren Beschädigungen. In einem kleinen Fach liegt das restliche Zubehör.

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Dazu gehören Montagekit bzw. Retention Modul, Backplate für LGA 775, Backplate für LGA1366, Wärmeleitpaste, bebilderte Anleitung in verschiedenen Sprachen und Lüfterspangen. Von letzteren gibt es leider nur 2 Stück, mit denen nur ein Lüfter befestigt werden kann.

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Verarbeitung/Details:

Der Kühler präsentiert sich in einer Perfektion, welche von Noctua oder Thermalright stammen könnte.

Beim Megahalems handelt es sich um einen Twin-Tower-Kühler, der dank des Abstands der Fins, auf niedrige Drehzahlen ausgelegt ist und daher auch leise betrieben werden kann. Für die Ableitung der Wärme sorgen sechs, 6mm dicke, Heatpipes und ganze 45 Alu-Lamellen auf jeder Seite, also 90. Sein edles Aussehen, verdankt der Kühler den polierten Fins und vernickelten Heatpipes, sowie der hochwertigen Bodenplatte.

Die parallel zueinander laufenden und U-förmigen Kupfer- Heatpipes sind mit der Kupfer- Bodenplatte und den 0,5mm dicken Alulamellen verlötet. Die herausragende Verarbeitung der Bodenplatte sorgt für optimale Kompatibilität mit verschiedenen Wärmeleitpasten. Durch die feine Rillen-Textur wird, insbesondere bei hochviskosen Pasten, die Gefahr ungleichmäßiger Verteilung, sowie von Lufteinschlüssen minimiert. Hinzu kommt, dass die Bodenplatte zwar eben ist, aber an den Seiten leicht konvex. Dies soll den konkaven Intel Heatspreadern entgegenwirken. Doch beim Megahalems übertreiben es die Ingenieure nicht. Das gibt ihm Vorteile gegenüber den Thermalright Modellen.

Die Heatpipes sind komplett auf höchstem Niveau gefertigt. Gegenüber anderen Kühlern sind die Alulamellen des Megahalems extrem stabil und nicht scharf und sehen denen des NH-U12P sehr ähnlich. Die Prägung der Lamellen erinnert stark an ein Transformers Logo.

Am Kühlkörper kann man 2 Lüfter befestigen. Montagematerial liegt dafür aber nur für einen bei.

Die Verarbeitung aller Komponenten liegt auf höchstem Niveau. Um die Individualität eines Käufers hervorzuheben, liegt kein Lüfter bei. Jeder soll für sich entscheiden, welcher der passende ist. Empfohlen wird hier eine Drehzahl von 800-1200rpm.

Prolimatech scheint extrem mathematisch an die Sache herangegangen zu sein. Die parallele Anordnung der Heatpipes und die Abstände der Lamellen wurden exakt berechnet. Dadurch versucht man minimale Luftverwirbelungen und minimale Behinderung des Luftstroms, sowie ein Optimum aus Kühlung und Materialeinsatz zu erzielen, um das Gewicht nicht unnötig zu erhöhen.

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Detailierte Abmaße:

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Montage:

Durch die detailierte und bebilderte Anleitung und das Werkzeuglose Design der Halterung, lässt sich der Kühler schnell und einfach verbauen.


Sockel 775

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Zur Montage des Kühlers muss das Mainboard ausgebaut werden. Falls man ein Gehäuse mit Aussparung im Prozessorbereich hat, fällt die Demontage weg. HAF und Sniper von Coolermaster zählen zu diesen.

Wie beim Sockel 775 bzw. 1366 üblich, wird der Kühler mittels Backplate verschraubt. Hier hat Prolimatech ein Alu Retention Modul entwickelt, welches werkzeuglos montiert werden kann, extrem stabil ist und den Kühler fest anpresst. Einzig für die Befestigung des Megahalems ist ein Schraubendreher notwendig.

Als erstes fixiert man die Backplate hinten am Motherboard. Danach werden die 4 Muttern mit beidseitigem Gewindestab auf der Prozessorseite hineingeschraubt. Auf diese werden die 2 Aluminium Streben gesteckt und mit den Muttern befestigt.

Jetzt sollte man Wärmeleitpaste auf dem Prozessor verteilen.

Zwischen die Heatpipes bzw. auf die Bodenplatte kommt nun die Alustrebe, die den Kühler auf dem Sockel fixiert. Hierbei muss darauf geachtet werden, dass man die Löcher in der Oberseite der Bodenplatte nutzt.

Zu guter letzt wird der Kühler durch die Federschrauben angepresst und gehalten.

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Jetzt noch den Fan durch die Klammern befestigen, fertig.

Die Montagebefestigung unterstreicht den Premiumfaktor des Megahalems durch extreme Stabilität und Halt. Trotz der Verschraubung lässt sich der Kühler einfach und schnell anbringen.

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Sockel 1366

Genau so wie beim LGA 775, nur mit anderer Backplate.



Sockel AM2(+)/AM3

Caseking bietet demnächst ein Kit für diesen Sockeltyp an.Einfach auf der Hompage nachschauen.





Testaufbau:

Alle Kühler werden auf einem offenen Teststand, ohne unterstützende Gehäuse-Lüfter geprüft und zeigen somit ihre reine Leistung. Als Unterlage dient ein Maximus II Formula von Asus und ein Q6600, der mit verschiedenen Taktraten und Spannungen betrieben wird.

Jeder Kühler wird mit seinem Standardlüfter und einem Einheitslüfter getestet. Dadurch erkennt man die vom Hersteller erwartete Leistung bzw. die reine Kühlerleistung. Als Einheitsfan kommt der Noctua NF-P12 zum Einsatz und wird bei Kühlern ohne Lüfter, als Standardfan verwendet. Dieser läuft mit verschiedenen Drehzahlen. Als Wärmeleitpaste dient die Noctua NT-H1.

Falls es möglich ist, werden 2 Noctua Lüfter am Kühler befestigt.

Alle Kerne des Prozessors werden mit Prime auf 100% ausgelastet. Das Programm wird solange laufen gelassen, bis sich die Temperatur nicht mehr ändert. Danach wird die Kerntemperatur mit Hilfe von HWMonitor ausgelesen, ein Mittelwert gebildet und die Lufttemperatur abgezogen. Dadurch errechnet sich die Delta-Temperatur.

Um die CPU zu schonen, wird bei niedrigen Drehzahlen nur bis 3,3 GHz bzw. 1,3 Volt getestet.






Testsystem:

Intel Core 2 Quad Q6600
Asus Maximus II Formula
G.Skill 4GB DDR2-800
XFX Geforce GTX 260 Black Edition
Corsair TX650W






Testlauf:

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Der Megahalems bietet eine extrem gute Leistung und liegt fast gleich auf mit dem Baram. Erst bei 900rpm zeigt der Kühler seine wahre Leistung und setzt sich vom Rest ab. Hier bewährt sich der hohe Lamellenabstand, wie ihn auch der Noctua hat. Der Megahalems weist ein extrem gutes Drehzahl-Leistung-Verhältnis auf.





Fazit:

Der Hersteller erkämpft sich mit dem Megahalems einen Platz an der Speerspitze der Luftkühler und liegt in einigen Belangen vor der landeseigenen Konkurrenz. Qualität, Verarbeitung, Leistung und Optik sind auf höchstem Niveau. Gerade bei niedriger Drehzahl und wenig Luftdurchsatz zieht der Megahalems davon. Die Leute von Prolimatech haben ganze Arbeit geleistet, um sich auf eine Ebene mit Noctua und Thermalright zu stellen. Jedoch gibt es auch einen Kritikpunkt. Und zwar der hohe Preis. Wer jedoch bereit ist diesen zu zahlen, erhält ein Produkt von höchster Klasse.
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Danke nochmals für die Bereitstellung des Testsamples an Caseking.de
 
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