Trocknet AMD den CPU-Tray-Markt aus?

Pokerclock

PCGHX-HWbot-Member (m/w)
Tray-CPUs sind stellenweise eine kostengünstige Alternative für fleißige PC-Bauer. Wer auf schicke Verpackungen und erweiterte Garantie (ungleich Gewährleistung) verzichten kann, findet preislich attraktive Angebote. Für AMD beispielhaft genannt seien der Ryzen 5 8400F sowie der Ryzen 7 7700. Selbst den äußerst beliebten 9800X3D findet man für ein paar Euro weniger als Tray angeboten.

Tray-CPUs werden auf dem Graumarkt gehandelt und finden ihren Weg über verschiedene Retailer zum Endkunden. Eigentlich sind diese CPUs nur für große Systemanbieter gedacht. Dennoch funktionieren für diese z.B. RMA-Geschichten genauso gut, wie bei den Boxed-Versionen. Die Preise variieren stark. Je nachdem, ob das entsprechende Modell über Tray-CPUs verfügbar sind und/oder aktuell Marketinggelder von AMD für bestimmte CPU-Modelle (Boxed) fließen.

Jetzt scheint es aber grundlegende Veränderungen im Markt zu geben. Wie ich erfahren habe, möchte AMD stärker Einfluss auf Verteilung und Herkunft der Tray-CPUs ausüben. In der Folge sind bereits erste Quellen potenzieller Lieferanten versiegt. Preislich hat dies ebenso erste Auswirkungen. Der lange Zeit für unter 90 € gehandelte 8400F ist jetzt (sprunghaft) nicht mehr für unter 100 € zu haben. Mit anderen Worten: Es wird teurer.

Was haltet ihr von der neuen Vorgehensweise von AMD? Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser? Oder doch nur der Weg zu noch mehr Umsatz?
 
Was hat AMD davon? Wir PC-Spieler profitieren nun schon lange Zeit davon, etwa vom Ryzen 5 7500F, den ich Boxed noch nie gesehen habe. AMD verkauft mehr CPUs, Leute reden positiver über deren CPUs und vor allem wandern sie nicht wegen besserer Angbote zum Konkurrenten. Die Entwicklung schaue ich mir an, nicht mein Problem, wenn AMD nicht mehr künftig bei den Spar-Tipps bei uns in der Kaufberatung auftauchen will :ka:
 
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