Ich habe noch nie verstanden, warum man den Crap sammeln sollte. Zumal die meisten Spiele solchen Unsinn wie "töte 10 Feinde" oder "sammle 50 XY" damit belohnen. Schwachsinn hoch zehntausend.
Nun es stimmt schon, man hat das Gefühl viele Erfolge scheinen für Entwickler reiner Selbstzweck, ohne Sinn, zu sein ala, töte 100.000 Feinde, trinke deinen ersten Heiltrank, schließe den Prolog ab, baue 1000 Schiffe, ect. pp.
Zu 75% erledigbar, indem man einfach das nur das Spiel spielt und die anderen 25% sehr of einfach nur stumpfester Grind (siehe Beispiele).
Sowas könnte man sich wirklich wegsparen und es würde sie wohl sicher keiner vermissen (außer irgendwelchen 100% Sammlern auf Steam), besonders negativ dahingehend sind mir persönlich noch Titel wie "Risen 3", "Empire: Total War" und "Civilization VI" in Erinnerung.
Dadrüber hinaus gibt es aber in meinen Augen auch Spiele die Erfolge wirklich sinnvoll nutzen, um Spieler z.B. vor wirkliche spielerische Herrausforderungen zu stellen (töte einen Gegner mit der Granate an seinem Gürtel und löse damit eine Kettenreaktion aus, die das Missionsziel zerstört), alternative Lösungswege, oder Entscheidungen aufzeigen (Rette Malik nach dem Helikopterabsturz, in DX:HR), oder auf entdeckbare Geheimnisse hinweisen, die man sonst evt. auch gar nicht beachtet, oder auch entdeckt hätte und die durchaus motivieren können dafür nochmal einen run zu starten und andere Entscheidungen zu treffen, oder sich intensiver mit Spielmechaniken zu beschäftigen.
Positive Beispiele, für solche Spiele, die Erfolge dahingehend sinnvoll nutzen, wären z.B. "Tyranny", oder auch "Sniper Elite 2 bis 4", "Deus Ex: Human Revolution" und bisweilen auch "Hitman".
Ich denke daher Erfolge pauschal als "völlig sinnfrei" zu verurteilen ist zu kurz bewertet, aber klar, die Zahl an Entwicklern die im Grunde nur lustlosen Müll als Erfolge erstellen ist auch absolut dominierend und ich würde mir daher selbst auch mehr Entwickler wünschen, die Erfolge nicht nur als irgend einen "inhaltsleeren Selbstzweck ansehen", der heute als in etwa genauso selbstverständlich angesehen wird, wie das ein Spiel einem im Tutorial erklärt das man mit WASD seine Figur steuert und mit der Maus umschaut (wie in nahezu allen anderen Titeln auch), sondern Erfolge auch mal als eine Form von "Kommunikationsmittel" verstehen würde, mit welchen man dem Spieler nicht so offensichtliche Inhalte näher bringen, oder halt wirklich mal vor interessante spielerische Herrausforderungen stellen kann.
Damit Erfolge in mehr Spielen bisweilen auch mal öfter wirklich besser wären, als ihr in weiten Teilen durchaus zurecht schlechter Ruf.