Was hier viele ansprechen, ist ja ein generelles Problem beim Ansatz eines jeden Tests:
A) Teste ich so, dass ich die Unterschiede zwischen den Produkten maximal herausarbeite, damit man sieht, wer wo welche Stärken und Schwächen hat?
B) Teste ich sehr praxisorientiert, auch wenn am Ende dann herauskommt, dass es komplett egal ist und alle dabei gleich abschneiden.
Das äußert sich dann quasi in so was wie
A) Man gibt nicht die Ladezeiten an bei Games, sondern den Durchsatz, wenn die SSD aktiv arbeitet.
B) Man gibt die Ladezeit an, in der neben dem reinen Durchsatz der SSD noch etliche andere Aufgaben wie Entpacken, Datenaufbereitung usw. vorhanden sind, was dann den Wert einfach „streckt“.
Beim PC Mark kann man das auch schön sehen, dass die SSDs zum Teil den gleichen Score haben, aber es eben doch im „Datendurchsatz" der SSD deutliche Unterschiede gibt. Das liegt einfach daran, dass im Score eben „Wartezeiten" mit enthalten sind. Deswegen hatten auch die alten PCMark 7 und 8 quasi bei fast allen SSDs den exakt gleichen Score, weil sich die Zeitwerte irgendwie nur hinter dem Komma unterschieden haben.
Das Problem am Ansatz B ist, dass man damit ganz schnell eben nicht mehr die „SSD“ testet, sondern die „Plattform".
Sprich: Die Unterschiede zwischen verschiedenen Plattformen (AMD/Intel/Mobos/RAM usw.) sind dann größer als die zwischen den SSDs auf einer Plattform.
Ich finde ja Stresstests ganz nett, nur diese Art von Stress hat ja selten bis sehr, sehr selten der gemeine Durschnitts-PC-Nutzer.
Der Stresstest dient uns dazu, die Schreibperformance der SSD auch bei hoher Belastung zu ermitteln und auch noch die maximalen Temperaturen/Drosseln und die Größe des SLC-Cache und die Wirksamkeit des DRAM-Cache zu sehen. Sprich, das ist ein einzelner Test, der uns Unmengen an Daten verrät, die extrem relevant sind für die SSD, und auch gravierende Unterschiede zwischen den SSDs und sogar Firmwareversionen bringt. Ist also extrem nützlich.
Klar schreibt niemand die ganze SSD komplett voll, aber wir messen ja nicht nur die Zeit, bis sie voll ist, wir messen dann jede Sekunde die Performance.
Wir können z. B. dann sehen, wie schnell 100 GB/200 GB/300 GB usw. geschrieben werden. Wie konstant schreibt die SSD überhaupt, wie viel GB oder auch Sekunden kann die SSD mit der maximalen Geschwindigkeit schreiben?
Thema Games Ladezeiten.
Dazu hatte ich mit Jaffech schon einige Gespräche und ich versuche da, etwas Eigenes zusammenzubauen. Die bekannten Benchmarks dazu gefallen mir nicht so richtig. Z. B. misst der FF-Benchmark einfach nur die Ladezeiten von den verschiedenen vorgefertigten Szenen in der Benchmark-Demo, 3DMark, PCMark und Co machen es ähnlich, ermitteln dabei nur massiv mehr Daten wie eben den Durchsatz, Idle Times, CPU Load usw.
Hatten das ja früher auch so gemacht:
Da kommt dann am Ende aber immer so was raus wie „Szene 1 laden: 2 Sekunden“ und dann werden 5 Szenen einfach addiert, also 10 Sekunden Ladezeit. Dass da bei quasi jeder SSD das Gleiche rauskommt, ist irgendwie vorprogrammiert. Es muss einfach was her, was mehr "Workload" auf der SSD beim Laden generiert.
Vorschläge usw. sind natürlich immer gerne willkommen, ich saug gerne alles an Feedback auf, was hier kommt.
