Ich frage mich ob ein Gehäuse den Kamineffekt verstärken könnte. Mit einer 5090 hätte man vielleicht sogar einen echten Kamin. Wenn man die CPU geköpft und mit Flüssigmetall betreibt, sollten die CPU Temperaturen im brauchbaren Rahmen liegen.
Wie mehrfach angemerkt, wäre ein Gehäuse eine zwingende Voraussetzung, um überhaupt so etwas wie einen Kamineffekt zu erzeugen. Und zwar ein hohes Gehäuse, mehrere Meter. Zu empfehlen ist es dennoch nicht, denn die zweite nötige Zutat für einen ausgeprägten Kamineffekt sind große Temperaturunterschiede – und eine PC-Kühlung kann nicht bei mehreren 100 °C arbeiten. Aus gleichem Grund kann man sich auch das Gegenstromkonzept mit mehreren Ebenen übereinander schenken. Das lohnt sich nur bei starke Luftbewegung oder großen Temperaturenunterschieden, hier fehlt beides.
In aller Regel sollte es daher besser sein, ein Gehäuse wegzulassen und statt Konvektion + quasi nicht vorhandenem Kamineffekt lieber Konvektion + Umgebungsluftbewegungen zu nutzen. Aber man braucht
viel mehr Radiatorfläche. 4× 200 mm = ~9× 140 mm sind für die hier angelegten 450 W schon zu wenig, zwei Radiatoren dieser Größenklasse empfehlenswert oder alternativ einen 600er. Also drei- bis viermal so viel Fläche wie hier genutzt.
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In Anbetracht des zunehmenden Throttelings und der arg groben Temperaturmessung ist übrigens nicht davon auszugehen, dass die 60 °C bei 450 W steady state waren. Der Kreislauf hat zwar nicht die Größe eines echten Passivsystems, aber trotzdem eine ansehnliche Masse und man müsste mindesten 15-30 Minuten auf 0,1 K konstante Temperaturen beobachten, ehe man von einer finalen Temperatur sprechen kann. Da er eher auf 0,5 K genau misst, würde ich eine volle Stunde ansetzen und natürlich muss man die Differenz zur Raumtemperatur betrachten. Gut möglich, dass sich das System erst bei >65 °C Wasser und <<400 W Systemverbrauch eingependelt hätte, wenn man das der Hardware hätte zumuten wollen. (Ein bisschen mehr Power ist bei solchen Temperaturen möglicherweise machbar, wenn er besser entlüften würde. Die sogenannten "Kavitationsgeräusche" sind mit hoher Wahrscheinlichkeit schlichtweg Luftblasen im Kreislauf, die sich im Zuge der Wärmeausdehnung in Bewegung gesetzt haben.)