Prime Day 2020: Verdi ruft Amazon-Mitarbeiter zum Streik auf

Muss man nur mal über den Teich schauen, was ohne Gewerkschaften so geschieht. Seit wann wurde es denn erstrebenswert trotz 3 Jobs nicht über die Runden zu kommen?
Ich glaub hier wird unterschätzt welchen Stellenwert Arbeitnehmervertretungen haben.
Dass auch Gewerkschaften mit schwindenden Mitgliedern zu kämpfen haben und alle Möglichkeiten ausschöpfen ist jetzt ein Problem?
Abos bekommt ich hier auf PCGH täglich angeboten, und?

Ich denke ihr unterschätzt die Rolle der Gewerkschaften gewaltig. Sei es eine geregelte Arbeitszeit oder Mindestlohn, solche Sachen sind ohne ebenso Geschichte. Der Gesetzgeber knickt jetzt schon unter Großkonzernen ein, siehe Abgasskandal etc., ohne Gewerkschaften wird es keinen Widerspruch zu AG Ideen geben, weil ihr dann alle ums Überleben kämpft und eure Ellenbogen trainiert.

@Jeretxxo: Da fehlt dir wohl etwas Hintergrundwissen wie solche Streiks beschlossen werden und durch Wen.
Aber klar, die rufen immer einfach so zum Streik auf obwohl keiner will, diese Hunde.
 
Ja, warum streiken die eigentlich? Können die wirklich den Hals nicht voll genug kriegen? Wird die Frage nach dem Einkommen eigentlich auch an die Eigentümer*innen(=Kapitalist*innen) von Konzernen wie Amazon gerichtet? Wie reich sind die nochmal? ...

"Streik bei Amazon" | reporter [Doku 12-2018]

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Also Shorty, die haben schon Arbeitnehmervertretungen und Betriebsräte in den Logistikzentren, das mal am Rand, also wie im wilden Westen gehts jetzt nicht zu.

Sie führen eine Arbeit aus und werden dafür entsprechend vergütet, wenn sie das Gehalt eines besser bezahlten Jobs wollen, müssen sie sich einen besser bezahlten suchen. Und diese jährlichen Streiks gibts nun auch schon seit bald 10 Jahren, wäre es so nötig würden mehr Angestellte jedes Jahr teilnehmen.

Ich hab mich auch eben mal schlau gemacht, hauptsächlich geht's dieses Jahrt um eine "Corona" Zulage und nicht vordergründig um den Tarifvertrag um den seit gut 10 Jahren gestritten wird, auch wenn der wieder mit dabei ist.

Das seh ich ein, wenn's tatsächlich Probleme mit den Coronaauflagen gibt, ok.
Und sicher, wenn der Umsatz gleichzeitig noch gestiegen ist, wäre ein wenig mehr Lohn sicherlich nicht schlecht und würde Amazon nun auch nicht in den Ruin treiben, in den Zeiten in denen wir derzeit leben.

Aber, ich würde meinen Logistikmitarbeitern auch nicht das Gehalt eines Einzehandelskaufmanns zahlen wollen.
Für erstes braucht man nichtmal eine Ausbildung, was sollen denn die Angestellten der großen Supermarktketten sagen, wenn die dann das gleiche Geld verdienen wie die ungelernten Mitarbeiter bei Amazon.

Ich denke die Mitarbeier werden schon angemessen entlohnt.


Edit: Hier gabs auch schon kritische Stimmen gegenüber Verdi, nur mal am Rand, auch wenn es ein paar Jahre zurückliegt, aber es geht ja jedes Jahr um das selbe.... https://www.noz.de/deutschland-welt.../bei-amazon-formiert-sich-protest-gegen-verdi
 
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Ich bestehe keinesfalls darauf überall recht zu haben aber wenigstens reden wir hier jetzt vernünftig über eine Sache, die zwar alle nervt aber lange nicht so lapidar abgehandelt werden darf wie hier geschehen.

Ich habe vor Jahren Einblicke in die Arbeit von Betriebsräten und Gewerkschaften gehabt und deine Äusserungen bzgl. Geht ja eh keiner hin, braucht kein Mensch, wollte ich so nicht stehen lassen.

Ich hab aber auch kein Problem damit wenn dich das alles ankotzt, vermutlich aber eher weil du selbst nicht von so einer Gewerkschaft geschützt wirst. Ist ja kein Geheimnis, dass dieses Thema bzgl. Betriebsrat in vielen Firmen bewusst klein gehalten wird.
Meiner Erfahrung nach machen die (Gewerkschaften) auch nicht alles richtig, setzen aber in vielen Bereichen Grenzen die mit etwas Auslegung hier und da überall in D. gelten. Je nach Branche und Stärke variiert das, die sogenannten "Impulse" sind aber für Wirtschaft und Politik wichtig, sonst hätten wir längst amerikanische Verhältnisse.
 
Einige Leute verstehen offenbar leider nicht, warum gestreikt wird. Streik ist ein Arbeitskampfmittel. Es wird angewendet, wenn zuvor (!) lange (!) Tarifverhandlungen erfolglos (!) verliefen. Dann stimmen die im Betrieb organisierten Mitglieder einer Gewerkschaft darüber ab, ob und wie sie streiken wollen. Es ist ein Druckmittel, ohne dass die Angestellten/Arbeiter*innen sich in der Situation kein Gehör für ihre Forderungen verschaffen können. Gerade in jetzigen Zeiten des neoliberalen Kapitalismus haben Angestellte/Arbeiter*innen es schwer, bessere Arbeitsbedingungen zu erhalten. Eins ist sicher, würden sie nicht streiken bzw. damit drohen, gäbe es in jenen Fällen keine Verbesserungen. Verbesserungen können übrigens nicht nur mehr Geld sondern auch:
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Tarifvertrag#Inhalt_von_Tarifverträgen
 
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Es geht nur darum das es eben angemessen sein soll, nur sollte man nicht streiken weil der Eigentümer auf Millarden sitzt, sondern für gute Arbeitatmospähre und einen, der Arbeit angemessene Entlohnung.
Klar, es geht immer mehr aber man muss schon realitisch bleiben.

Und ganz ehrlich, wo ich eben das oben verlinkte Video von dem 2018er Streik gesehen hab, ist mir fast die Kinnlade rungerfallen als ich gesehen habe was die so für Forderungen hatten.

Und da gehen eben die Meinungen auseinander.

Wobei dieses Jahr mit Corona ein kleiner Boni sicher willkommen wäre, wenn sich das ein Unternehmen leisten kann und das kann Amazon mit Sicherheit, das steht ganz ausser Zweifel.


Edit:
Einige Leute verstehen offenbar leider nicht, warum gestreikt wird. Streik ist ein Arbeitskampfmittel. Es wird angewendet, wenn zuvor (!) lange (!) Tarifverhandlungen erfolglos (!) verliefen. Dann stimmen die im Betrieb organisierten Mitglieder einer Gewerkschaft darüber ab, ob und wie sie streiken wollen. Es ist ein Druckmittel, ohne das die Angestellten/Arbeiter*innen in der Situation kein Gehör für ihre Forderungen verschaffen können. Gerade in jetzigen Zeiten des neoliberalen Kapitalismus haben Angestellte/Arbeiter*innen es schwer, bessere Arbeitsbedingungen zu erhalten. Eins ist sicher, würden sie nicht streiken bzw. damit drohen, gäbe es in jenen Fällen keine Verbesserungen. Verbesserungen können übrigens nicht nur mehr Geld sondern auch:
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Tarifvertrag#Inhalt_von_Tarifverträgen

Hast du eigentlich dein eigens verlinktes Video mal angesehen?
Für mich hat das eher den "Hals nicht vollbekommen" Charakter, auch wenn der Reporter sichtlich bemüht ist gegen Amazon zu ziehen. Die Wahrnehmung die ich jedes Jahr zu den Streiks habe, ist eher die, die der interviewte Professor wiedergibt.
 
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Hab ich nicht gesehen, bin unterwegs und hab hier schlechtes Netz.

Diese den Hals nicht voll bekommen Mentalität kotzt mich allerdings auch an.
Da müssen wir nicht diskutieren. Der aktuelle Zuwachs bei Amazon wird aber eben auch mit Menschen erzielt die Anfang des Jahres nicht im Homeoffice oder Krankenschein verharrten. (<-kein Angriff, jeder steckt in anderen situationen) Die haben genauso Familie und sollten wie jeder andere in dieser Situation für ihre Bereitschaft bezahlt werden. Leider haben viele diese große Lobby nicht und das ist leider auch für mich ein Ärgernis.

Sei es drum ich fühle mich gesund, das ist die Tage wohl nicht aufzuwiegen.

Gn8^^
 
Meiner Meinung nach nur noch eine Frage der Zeit bis die letzten Jobs bei Amazon automatisiert werden.

Nichts gegen die Leute, aber diese Arbeit ist keine Quantenphysik. Streiks schon und gut, aber sowas veranlasst Amazon seine Bestrebungen zur Vollautomatisierung nur noch weiter voranzutreiben.
Was ist das denn für ne Logik? Am besten wird alles auf Automatik umgerüstet und alle Menschen machen sich nen faulen Lenz, Papa Staat gibt 2000€ bedingungsloses Grundeinkommen und alles ist tutti. Warum haben wir das nicht schon immer so gemacht? Achja... :ugly:

Aber Ernst, beiseite!
Die Vollautomatisierung, sollte sie denn mal irgendwann in sämtlichen Branchen vorherrschen, wird nur dazu führen das große Teile der Bevölkerung verarmen. Und arme Bürger konsumieren wenig. Ergo weniger Geld für die Dagobert Ducks dieser Welt. Von politischen Spannungen und Systeminstabilität gar nicht zu reden. Die Elite ist alles, aber nicht dumm. Als Beweis braucht man sich nur einmal umzuschauen und Realität mit medialer Scheinwelt vergleichen :)
 
Aber Ernst, beiseite!
Die Vollautomatisierung, sollte sie denn mal irgendwann in sämtlichen Branchen vorherrschen, wird nur dazu führen das große Teile der Bevölkerung verarmen. Und arme Bürger konsumieren wenig. Ergo weniger Geld für die Dagobert Ducks dieser Welt. Von politischen Spannungen und Systeminstabilität gar nicht zu reden. Die Elite ist alles, aber nicht dumm. Als Beweis braucht man sich nur einmal umzuschauen und Realität mit medialer Scheinwelt vergleichen :)

Glaube ich eher weniger.

Das Gespenst der drohenden Massenarbeitslosigkeit wird immer wieder an die Wand gemalt, aber in Wirklichkeit befindet sich alles im Wandel. Bis zur industriellen Revolution haben gut 90% der Menschen im landwirtschaftlichen Sektor gearbeitet, heute sind es nichtmal 2%. D.h. fast alle Leute haben ihren Job verloren. Selbiges gilt für die meisten einfachen Arbeiten. Entweder wurden sich von Maschinen übernommen oder ins Ausland verlagert.

So wird es auch da sein. Es werden neue Arbeitsplätze entstehen. In Zukunft wird man dann wohl wieder verstärkt für Menschen bezahlen. Alles, was sich nicht automatisieren oder ins Ausland verlagern läßt, wird wieder einen Aufschwung erleben. Menschliche Arbeitskraft ist eine Ressource und in einer Marktwirtschaft werden mit Ressourcen üblicherweise Dinge erstellt.
 
Was ist das denn für ne Logik? Am besten wird alles auf Automatik umgerüstet und alle Menschen machen sich nen faulen Lenz, Papa Staat gibt 2000€ bedingungsloses Grundeinkommen und alles ist tutti. Warum haben wir das nicht schon immer so gemacht? Achja... :ugly:

Aber Ernst, beiseite!
Die Vollautomatisierung, sollte sie denn mal irgendwann in sämtlichen Branchen vorherrschen, wird nur dazu führen das große Teile der Bevölkerung verarmen. Und arme Bürger konsumieren wenig. Ergo weniger Geld für die Dagobert Ducks dieser Welt. Von politischen Spannungen und Systeminstabilität gar nicht zu reden. Die Elite ist alles, aber nicht dumm. Als Beweis braucht man sich nur einmal umzuschauen und Realität mit medialer Scheinwelt vergleichen :)

Nur das das (fast) kein Unternehmen individuell interessiert, ob die Bevölkerung "verarmt", oder nicht, denn sonst würde z.B. kein Unternehmen seine Produktion ins Ausland (z.B. China) auslagern... ;)

Die Bevölkerung soll unsere, günstig produzierte Ware kaufen, denkt sich der Unternehmer.
Woher das Geld dafür kommt, darum sollen sich Andere kümmern... :D
 
Glaube ich eher weniger.

Das Gespenst der drohenden Massenarbeitslosigkeit wird immer wieder an die Wand gemalt, aber in Wirklichkeit befindet sich alles im Wandel. Bis zur industriellen Revolution haben gut 90% der Menschen im landwirtschaftlichen Sektor gearbeitet, heute sind es nichtmal 2%. D.h. fast alle Leute haben ihren Job verloren. Selbiges gilt für die meisten einfachen Arbeiten. Entweder wurden sich von Maschinen übernommen oder ins Ausland verlagert.

So wird es auch da sein. Es werden neue Arbeitsplätze entstehen. In Zukunft wird man dann wohl wieder verstärkt für Menschen bezahlen. Alles, was sich nicht automatisieren oder ins Ausland verlagern läßt, wird wieder einen Aufschwung erleben. Menschliche Arbeitskraft ist eine Ressource und in einer Marktwirtschaft werden mit Ressourcen üblicherweise Dinge erstellt.
Das habe ich ja indirekt damit ausgesagt, allerdings muss ich in ein paar Ansichten widersprechen. Es ist nicht so als ob man es nicht versuchen würde, Stichwort Globalisierung und Lohndumping. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass man seit mindestens einem Jahrzehnt versucht sukzessive die Löhne hier im Westen denen der Schwellen- und Dritte-Welt-Länder langsam aber sicher anzugleichen und weiterhin den Wohlstand umzuverteilen und zwar von unten nach oben. Interessante Lektüre dazu ist das Konzept von Agenda 2030 der UN. Da gruselt es mich gewaltig wenn das Realität werden sollte. Des weiteren hast du bestimmt schon mal in den letzten Monaten das Konzept von "The Big Reset" gehört?! Das spielt da zusätzlich mit rein. Die Löhne werden hier die nächsten Jahre eher sinken anstatt steigen. Mit der "Pandemie" hat man ein willkommenes Ablenkungsmanöver um das kaputte Zins-Finanzsystem zu restaurieren. Und zwar mit digitaler Währung. Ausschließlich digital, kein Bargeld mehr. Langsam aber sicher lässt man die Katze aus dem Sack was man schon seit Jahren im Geheimen geplant hat. Solche Veranstaltungen wie die jährliche Bilderberg-Konferenz, wo sich die reichsten und wirklich mächtigsten Menschen der Welt treffen ist keine Spaßveranstaltung. Interessant ist dabei auch das Rockefeller Foundation Paper von 2010 wo es genau um weitreichende Möglichkeiten geht die eine globale Krise mit sich bringt in Bezug auf Kontrolle und Umstrukturierung der Gesellschaft. Kann man selbst alles nachlesen, bevor jetzt der Erste Aluhut schreibt oder ähnliche Gehirnausdünstungen, die besser durch die Hose gefiltert gehören, abgibt :P
 
Die Corona-Pandemie hat gleich in zweifacher Hinsicht eine Auswirkung auf die Amazon-Angestellten: Zum einen müssen sie bei der Arbeit mit einem erhöhten Infektionsrisiko leben. Hier muss laut Verdi nachgebessert werden, um das Risiko zu minimieren. Zum anderen sind die Bestellungen bei Online-Händlern, und speziell bei Amazon, seit dem Ausbruch des Virus stark angestiegen. Die erhöhten Arbeitszeiten bei Amazon werden aber laut Verdi aber nicht entsprechend vergütet."

wo ist das denn bitte anders ? So gut wie jeder der im Handel arbeitet, hat derzeit dieses Problem. Der Einzelhandel war komplett zerstört einige Monate und selbst jetzt sind die Umsätze noch relativ gut. Vor allem beim Versorgungssector. Und bei Amazon hast du ja nur das Problem das du mit den eigenen Mitarbeitern arbeiten musst, im stationären Handel kommen noch Kunden dazu.

Das "Problem" dürfte sein das viele dieser Arbeiter eben aus dem fernen Ausland kommen und somit (behaupte ich einfach mal) weniger mit dieser Thematik verbunden sind. Wenn da einer mal was hat liegt halt alles brach. Siehe Tönnies oder DHL oder andere Firmen wo das aktuell auch passiert.
 
Was ist das denn für ne Logik? Am besten wird alles auf Automatik umgerüstet und alle Menschen machen sich nen faulen Lenz, Papa Staat gibt 2000€ bedingungsloses Grundeinkommen und alles ist tutti. Warum haben wir das nicht schon immer so gemacht? Achja... :ugly:

Ganz einfach:

Weil die Technik noch nicht so weit war. Wenn man jetzt mal sieht wie viel Geld in Robotics und A.I. seitens dieser Konzerne gesteckt wird, kann man schon ahnen wohin die Reise gehen wird.
 
[...]
Die Bevölkerung soll unsere, günstig produzierte Ware kaufen, denkt sich der Unternehmer.
Woher das Geld dafür kommt, darum sollen sich Andere kümmern... :D

Tja, wenn man sich anguckt, wie manche Großunternehmer für ein "Bedingungsloses Grundeinkommen" trommeln, dann wird schon einiges klarer... Für so einen Drogerieketteneigener z.B. ist die Vorstellung natürlich verlockend, für seine Angestellten nur auf das BGE aufstockende Löhne zahlen zu müssen. Vglw. günstige Drogerieprodukte in der einen oder anderen Form brauchen wir alle alltäglich. Wenn der Staat, finanziert über unser aller Sozialabgaben, die Grundkaufkraft und damit Binnennachfrage sicherstellt und Herr Rossmannmüllerbudni seinen "Arbeitnehmern" nur noch nen Groschen oben drauf legt, dann ist für ihn alles in Butter. Solange zumindest für ihn die Summe aus (marginaler) Lohnsumme und "Arbeitgeberanteil" zum BGE geringer ist als die Lohnsumme ohne BGE.
Das alte Spiel von Kosten (oder in anderen Kontexten: Verluste) sozialisieren, Profite privatisieren. Jetzt nur im superdupermenschenfreundlichen Gewand, das ist schon geschickt!
 
Also Shorty, die haben schon Arbeitnehmervertretungen und Betriebsräte in den Logistikzentren, das mal am Rand, also wie im wilden Westen gehts jetzt nicht zu.
Kannst Du etwas darüber sagen, wie ArbeitNEHMER*innen freundlich diese agieren?

Ich denke die Mitarbeier werden schon angemessen entlohnt.
Findest Du nicht, dass eine solche Aussage recht anmaßend ist? Meinst Du nicht, die Arbeitnehmer*innen können das nicht selbst besser einschätzen und sollten das selbst bestimmen?

Edit: Hier gabs auch schon kritische Stimmen gegenüber Verdi, nur mal am Rand, auch wenn es ein paar Jahre zurückliegt, aber es geht ja jedes Jahr um das selbe.... https://www.noz.de/deutschland-welt.../bei-amazon-formiert-sich-protest-gegen-verdi
Den Vergleich mit Einzelhandel finde ich nachvollziehbar. Amazon verkauft Waren an Endkonsument*innen. Somit erscheint eine Branchenzuordnung und die Forderung nach mehr Lohn gerechtfertigt. Wie sieht es eigentlich bei Konkurrent*innen aus? Zumal die Frage gestellt werden muss, ob denn die für den Logistikbereich angeblich guten Löhne denn zu einem guten Leben ausreichen. Offenbar sind die sonstigen Arbeitsbedingungen ja nicht die besten - durch Druck, Überwachung, Arbeistverdichtung usw.. Höherer Lohn ermöglicht zudem theoretisch die Arbeitszeit zu senken und mehr Freizeit und Erholungszeit zu haben. Und da hier ja auf die angeblich hohen Löhne hingewiesen wird - wie hoch ist eigentlich das Einkommen und das Vermögen der Amazon-Kapitaleigner*innen??

Es geht nur darum das es eben angemessen sein soll, nur sollte man nicht streiken weil der Eigentümer auf Millarden sitzt, sondern für gute Arbeitatmospähre und einen, der Arbeit angemessene Entlohnung.
Klar, es geht immer mehr aber man muss schon realitisch bleiben.
Warum nicht? Wer kriegt denn da also "den Hals nicht voll"?? Die Arbeitnehmer*innen doch offenbar nicht. Das ist doch üble, neoliberale Propaganda, die der Mehrheit, die wenig Einkommen und Vermögen hat, letztlich schadet und die Reichen begünstigt. Und sicher werden höchstens "gute Arbeitatmospähre und ... der Arbeit angemessene Entlohnung" die Ergebnisse sein. Ein Betriebsstreik ist schließlich keine Revolution. ;) Und, naja, bei Tarifverhandlungen sieht die Realität meist so aus, dass Forderungen höher angesiedelt sind und die Gegenseite niedrigere Angebote unterbreitet. Hohe Forderungen sind also auch der Verhandlungserfahrung und -dynamik geschuldet. Andererseits ist "hoch" eine relative Zuschreibung. Aus Sicht der Arbeitgeber*innen ist das Meiste zu hoch. ;)

Solche Veranstaltungen wie die jährliche ...
Och nö, bitte keine Verschwörungs"theorie"! :daumen2:
 
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