Der Titel des Artikels ist schlicht und einfach - mal wieder - irreführend und darüber hinaus falsch...
Richtig wäre die Aussage: Der Durchschnittspreis bei Spielen auf steam ist gefallen, dafür sind zahlreiche Indie-Game-Veröffentlichungen verantwortlich.
An der Aussage "PC-Gaming wird günstiger: Steam-Preise sinken. Ist der erste Teil irreführend, und der zweite falsch. Auch bei steam steigen Preise, das liegt in der Natur unseres Wirtschaftssystems. Wie schon gesagt: Eine Reihe von Releases mit unterdurchschnittlichem Preis reduzieren selbstverständlich die Durchschnittspreise. Im Vergleich zu Konsolen hinkt dies jedoch, da dort deutlich weniger Indie-Titel verkauft werden.
Dafür ziehen die Preise der großen Publisher an - genau so wie auf dem PC-Spielemarkt. Ein gutes Beispiel, das auch meine Aussage belegt, ist Paradox Interactive. Bekannt für die Flut an DLCs, die dieser Publisher für seine Spiele nach Release veröffentlicht. Erst vor ein paar Tagen wurden ein neuer DLC zu HoI4 veröffentlicht. Eine ganze Weile lag der Durchschnittspreis der DLCs bei 20€, Götterdämmerung kostete dann bereits 25€ und der neuste DLC kostet nun 30€... ja, PC-Gaming wird eindeutig günstiger.
Ein anderes sehr Indiz, dass der Titel voll daneben greift: Wenn man sich einmal die Preisentwickling bei Vollpreisspielen anschaut, gibt es auch hier eine starke Tendenz den Preis beim Launchpreis zu belassen. Früher sanken die Preise für Spiele nach spätestens 2-3 Jahren fast schon automatisch. Heute muss man auf ein Sale hoffen und selbst diese geizen zwischenzeitlich oftmals mit Rabatten jenseits von 20%. Sicherlich gibt es Ausnahmen, aber PC-Gaming wird selbst dann nicht günstiger, wenn man sich nur auf Indie-Titel verlegt, denn auch dort steigen die Preise mit der Zeit... das ist die logische Entwicklung bei einem auf Wachstum ausgelegten Wirtschaftssystems. Manche Luxusartikel mögen deutlich günstiger sein als früher, aber eine Sache wird mit jedem Jahr teuerer und ist gerade bei Softwareentwicklung ein treibender Faktor: Der Preis für Arbeitskraft.