Nutzt schon jemand systemd?

Jimini

PCGH-Community-Veteran(in)
Guten Morgen,
da der Hype um systemd nach wie vor nicht verhallt, habe ich mich heute nacht mal dazu entschlossen, meinen Desktop von openrc auf systemd umzustellen. Die Geschwindigkeitssteigerungen beim Booten und beim Shutdown sind mehr oder weniger deutlich spürbar - laut grafischer Auswertung mittels systemd-analyze bootet meine Kiste in 16,3 Sekunden, der Shutdown mittels "halt" aus KDE heraus dauert sogar nur noch rund 2 Sekunden. Ich nutze eine HDD mit 5400rpm, wohlgemerkt.

Das Einrichten war nicht ganz einfach, da viele Pakete maskiert waren und sich nach dem Demaskieren immer neue Abhängigkeiten zeigten, aber es hat sich meines Erachtens gelohnt. Nur ein paar Daemons (mpd, mpdscribble, cpufrequtils, uptimed...) habe ich noch nicht dazu bewegen können, sich von systemd starten zu lassen.

Hat noch jemand Erfahrungen mit systemd gemacht? Fedore und SUSE nutzen systemd meines Wissens ja schon per Default, ich gehe mal davon aus, dass die anderen Distributionen da in absehbarer Zeit nachziehen werden.

MfG Jimini
 
Ich benutze systemd und starte in 3,6 Sekunden (SSD an SATA I) ohne jegliche Optimierung. Viele Demons benutze ich nicht deswegen komme ich mit "systemctl enable NetworkManager.service" etc aus. Für Arch gibt es ein paar *.target und *.service Datein die die klassische BSD-Style rc.conf Datei parsen und die Demons oder Module die dort angegeben sind starten. Sollten sie nicht gefunden werden, macht das Skript einfach /etc/rc.d mpd start z.B.

plot.png
 
Zuletzt bearbeitet:
Für Arch gibt es ein paar *.target und *.service Datein die die klassische BSD-Style rc.conf Datei parsen und die Demons oder Module die dort angegeben sind starten.
Jenes Paket, dass die rc.conf und rc.local parst, habe ich garnicht installiert - das ist doch gerade bei Arch Sinn der Sache, dass man sich das mal händisch ansieht (*g*), auch weil das Parsen v.a. der rc.conf unnötig lange dauert...

Ansonsten sind meine Erfahrungen ehrlichgesagt durchschnittlich: WENN es einmal richtig eingerichtet ist, bootet es auf langsamen wie schnellen PCs spürbar schneller als das klassische Sysvinit. Allerdings habe ich auch Fälle erlebt, in denen sich systemd einfach nur merkwürdig benimmt: Auf einem Laptop von mir kann systemd aus irgendeinem Grund die Laufwerke nicht rechtzeitig mounten, da läuft irgendwas mit der fstab-Generierung falsch... Auf einem anderen PC will ums Verrecken NetworkManager.service während des Bootens nicht starten, kA warum, das muss ich dann innerhalb des Systems erledigen, wenn systemd schon komplett durchgelaufen ist. Von insgesamt vier Rechnern machen also zwei davon bei mir Probleme...
 
Glaube bei den Geschwindigkeiten kann man sogar auf's parsen warten. Fährt auch runter wie der Blitz das Teil.
Also ich benutze es schon seit nem 3/4 Jahr und habe hier keine Probleme.
 
Ich habe die Änderung heute morgen wieder rückgängig gemacht. Grund hierfür war, dass KDE extrem gelaggt hat, teilweise haben Taskbar o.ä. Sekunden gebraucht, bis eine Reaktion vom System kam - für mich ein unzumutbarer Zustand.

MfG Jimini
 
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