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[Lesertest] A4Tech XL-747H by STSLeon

STSLeon

BIOS-Overclocker(in)
Herzlich Willkommen zum Lesertest der A4Tech XL-747H

zuerst möchte ich mich bei PCGH für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken. Ich hoffe ich kann die Erwartungen erfüllen.

Ich wünsche viel Spaß beim Lesen und Anschauen der Bilder :)

Wie wurde die Maus getestet? Eine Maus zu testen ist nicht so einfach, bei einer Grafikkarte oder einem Prozessor kann man aussagekräftige Werte durch Benchmarks erreichen. Dies ist bei Maus nicht wirklich möglich und doch kommt ihr eine kritische Bedeutung zu, da sie das meist genutzte Eingabegerät am Computer ist. Auch sind viele Testkriterien eher subjektiver Natur. Ein Tester dem die Maus nicht liegt, wird sie daher anders bewerten, als ein anderer Tester, dem die Maus genau in die Hand passt. Daher habe ich versucht soviele objektive Testkriterien wie möglich zu sammeln.

Der Test ist in 2 Teile eingeteilt. Im ersten wird die Maus ausführlich vorgestellt und im 2. Teil mit einer Roccat Kone der ersten Generation verglichen. Die auch noch vorhandene MX518 wurde nicht in den Test miteinbezogen, da es sich um ein Modell von 2005 handelt, dem einfach die technische Ausstattung fehlt.

Die Verpackung

Die Maus wird in einer stabilen Packschachtel geliefert, man die Möglichkeit die Maus auch durch die Plastikabdeckung anzufassen. Das ist wichtig, wenn man beispielsweise im MediaMarkt oder Saturn vor einer Kaufentscheidung steht und erstmal klären muss, ob die Maus überhaupt in die Hand passt.

Auch sieht man vorne deutlich die beworbenen Features, besonders die "Anti- vibrate Technology" wird beworben. Auch wenn es Sam Fisher auf das Cover geschafft hat, lag leider kein Splinter Cell bei.

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Die Rückseite zeigt nochmal die technischen Features auf, auf die einzelnen Features wird aber später nochmal intensiv eingangen.

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Die Ansicht von unten. Hier wird auf den Lieferumfang eingegangen, da wurde wirklich jede Ecke der Verpackung benutzt um die Maus zu bewerben.

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Die Seitenansicht. Hier wird speziell auf die technischen Fähigkeiten der Maus eingegangen. Interessant dabei die angebliche "adjustable USB Report Rate", diese taucht nämlich nur auf der Verpackung auf und leider nicht im Treiber.

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Die andere Seite. Hier wird auf die programmierbarkeit der Maus eingegangen. Die Maus läßt sich im Treiber mit Makrofunktionen belegen und diese lassen auch ohne Treiber verwenden. Dies wird durch den internen Speicher ermöglicht.

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Die nächsten Bilder zeigen nochmal die technischen Eigenschaften der Maus und den Lieferumfang.

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Die Maus nackt

Zieh dich aus kleine Maus:D Die Maus aus der Verpackung zu befreien ist eine schnelle und unkomplizierte Sache. Einen Kleber geöffnet und man kann sie aus ihrem Gefängnis befreien. In Zeiten dieser furchtbaren Blisterverpackungen, die nur mit massiver Gewalt zu öffnen sind und hin und wieder auch zu blutenden Schnitten führen, ist die Verpackung der XL-747H eine Wohltat.

Ausgepackt liegt der Lieferumfang vor: Die Maus an sich, 7 Gewichte (insgesamt 19,4 Gramm) eine TreiberCD im Kleinformat und zusätzliche Rubberfeeds. Das ist wirklich klasse.

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Die Treiber-CD

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Die Maus von unten mit eingelegten Gewichten, hierzu 2 Anmerkungen:
1) Die Gewichte sind nicht beschriftet, man weiß also nicht wieviel ein einziges wiegt. Bei einem Gesamtgewicht von 19,5 Gramm sind es bei 7 Gewichten etwas weniger als 3 Gramm pro Gewicht. Hier wird das anpassen also eher zum Glückspiel und erfordert einige Geduld.

2) Das kleine Ding neben dem linken oberen Rubberfeed ist der "Anti-Vibrate Sensor". Ein mechanischer Stift, der nach unten geht, sobald die Maus vom Mauspad abweicht. Der Mauscurser bleibt daraufhin stehen. Über den Sinn mag man streiten (eventuell Lowsense Spieler mit einem kleinen Mauspad) aber ein Nachteil entsteht. Gerade auf Holzplatten macht das macht der Sensor ein schleifendes Geräusch, auf einem weichen Mauspad hat man dagegen nichts gehört.

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Die Ansicht von oben, man sieht sofort die 2 Haupttasten, die 2 Daumentasten, den DPI Umschalter, das Mausrad und die dritte Maustaste vorne. Angenehm ist, dass die Tasten angeraut sind und das Mausrad über einen relativ starken Widerstand verfügt. Auch ist die dritte Maustaste sehr gut erreichbar, da sie nicht direkt unter dem Mausrad platziert worden ist. Auch sieht sofort, dass von Spider Man 3 "inspirierte" Design der Maus. Der Kommentar meiner Freundin war relativ deutlich:" Solange dieses häßliche Ding an deinem Rechner hängt, fass ich ihn nicht an!" Damit hat sich die Maus einen dicken Pluspunkt verdient :D
Leider sieht man auch deutlich die Spaltmasse zwischen den 2 Haupttasten. Wenn die Maus nicht in Betrieb ist stört es einen nicht, doch wenn die Maus im Betrieb scheint die LEDanzeige auch durch den Spalt.

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Die linke Seite, sehr angenehm. Die Gummieinlage gibt einen guten Grip, die Tasten sind sehr gut erreichbar, so soll es sein. Die rechte Seite besteht aus einem angerauhtem Plastik.

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Die Schlussimpression
einmal direkt von vorne, schön mit Taste Nr.3 und nochmal von oben

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Die Software

Der Maustreiber

Sehr übersichtlich, alle Tasten bis auf die linke Maustaste sind programmiebar und man kann 2 Profile speichern. Diese werden über den "Download to Mouse" direkt im 64 kb Speicher der Maus gespeichert und funktionieren dann auch ohne Treiber. Auch funktionieren sie weitgehend Plattformunabhängig. Ein Profil hat bei mir teilweise auch unter Mac OS 10.6.4 funktioniert. Die dritte Maustaste hat den Rechner ausgeschaltet und unter Mac OS X kam zumindest das Shut Down Auswahl. Dafür haben vor und zurück unter Safari nicht funktioniert.



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Hier kann man die die DPI Abtastung einstellen und mit einer Farbe oder Fabkombination belegen. Durch die LED bedingt sind sich grün und gelb leider recht ähnlich, das führt am Anfang leicht zu Verwirrung. Auch ist es schade, dass man die DPI Abtastung nur in eine Richtung durchschalten kann. Ein schnelles Hin und her Switchen ist leider nicht möglich. Besonders in BF2 hatte man so einen Vorteil, da man schnell die Umdrehungsgeschwindigkeit der Flugabwehr- oder Panzerabwehrstellungen ändern konnte.

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Die Tasten sind mit vielen vorprogrammierten Befehlen belegbar. Da fehlt wirklich nichts und die Auswahl ist wirklich gigantisch, da kann man nur sagen wirklich top. Im Blick sind die Makrofunktionen. Insbesondere für Counter Strike gibt es zahlreiche vorgefertigen Macros. Entweder kann man das Einkaufen auf die Tasten legen oder beispielsweise eine 180 Grad Wendung. All das funktioniert tadellos. Allerdings habe ich die Makros alle offline getestet, da besonders die 180 Grad Wendung mir leicht verdächtig vorkam und ich nicht durch VAC gebannt werden wollte. Eine interessante Funktion ist der Trebleklick, dass sind 3 einzelne Klicks. In Spielen wird die ganze Sache dadurch interessant, dass man drei einzelne Schüsse abgeben kann mit nur einem Klick. Die Funktion hat in jedem Spiel einwandfrei funktioniert. Eine Pistole oder ein MP / Sturmgewehr bekommen also durch die Taste quasi eine "Burst Funktion" Sobald man allerdings ein Repertiergewehr verwendet, wird die Funktion durch das Nachladen unterbrochen.

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Der Makromanager, hier lassen sich Mausbefehle individuell programmieren. Getestet habe ich ihn nicht. Auch lassen sich Makrofunktionen noch aus dem Internet herunterladen.

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Was fehlt? Genau die Möglichkeit die Polling Rate zu verstellen. War es noch auf der Verpackung groß angekündigt, fehlt die Funktion im Treiber. Sowohl die Treiberversion auf CD als auch die aktuellere von der Homepage geladene Version haben auf die Funktion verzichtet. So stellt sich die Frage, ob es die Funktion gibt oder ob der USB Port automatisch übertaktet wird. Hier muss A4Tech definitiv nachbessern. Auf die Funktion zu verzichten ist nicht schwer, aber dann sollte sie nicht auf der Verpackung beworben werden.

Mitenthalten ist ein Testpogramm für die Maus, dass die Qualität der Abtastung ermittelt. Leider ist dies kein standardisiertes Testprogramm und findet daher keinen Eingang in den Test.

Der Vergleich Roccat vs A4tech

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In dieser Tabelle sind die technischen Spezifikationen aufgeführt. Bei der Kone handelt es sich um das erste Modell von 2008. Glücklicherweise wurde ich von Mausradbrüchen und ähnlichem verschont. Wer die sich die Kone nochmal intensiv ansehen will, kann sich den Test zur Maus in diesem Unterforum genauer ansehen.

Wie man sieht sind die technischen Unterschiede minimal, allerdings liegt die Kone leicht vorne. Da die XL-747H allerdings in einer anderen Preisliga spielt, sind die Unterschiede doch zu verschmerzen. Auch, dass die XL-747H ohne Farbspielereien auskommt dürfte der eine oder andere User begrüßen.

Aber wo liegen die Unterschiede zwischen den Mäusen? Es sind Kleinigkeiten, aber besonders auf einem harten Untergrund besitzt die Roccat die besseren Gleiteigenschaften. Dies läßt sich nicht auf die T.C.U Einheit der Roccat zurückführen, da diese eigentlich auf das Pad kalibiert ist. Trotzdem läuft sie auf einem Holztisch besser. Auch die Gewichte sind meiner Meinung nach besser. Man hat die Wahl zwischen 5 gr, 10 gr, 15 gr und 20 gr. Reinklippen und fertig. Das ist bei der XL-747H eher ein Glückspiel, dafür kann diese mit der guten 3. Maustaste und der gummierten Daumenseite punkten.

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Edit: Laut Bullveyr beziehen sich die 3ms Reaktionszeit der Xl-747H auf die Buttons, die der Kone hingegen auf die Polling Rate. Laut Verpackung beträgt die Reaktionszeit der XL-747H auch 1ms bezogen auf die Polling Rate. Diese Angabe ist aber wegen der fehlenden Möglichkeit die Polling Rate einzusehen oder gar zu verstellen mit Vorsicht zu genießen. Tabelle wird im Lauf des Abends geändert

Hier der Roccattreiber:

Man hat wesentlich mehr Einstellungsmöglichkeiten, auch wenn man sie teilweise nicht benötigt.

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Fazit

Mit der XL-747H hat es A4Tech geschafft eine sehr gute Gamingmaus abzuliefern. Die Maus reagiert schnell und leistet sich weder im Office noch im schnellen (High Sense) Gaming irgendwelche Aussetzer. Die Maus wurde dabei geplagt mit BF BC2, MoH, CS:S, CoD MW 1 u. 2. Auch in Strategietiteln wie StarCraft 2 oder Empire: Total War hat die Maus einen tadellosen Job erledigt. Die der Mausanzeiger war immer da wo ich ihn haben wollte.

Die leichten Mängel wie die unbeschrifteten Gewichte oder der Spalt zwischen linker und rechter Mausteste werden durch durch zahlreiche sinnvolle Kleinigkeiten wie der gummierten linken Seite, den gut erreichbaren Tasten wieder wettgemacht. Auch die vorprogrammierten Makrofunktionen wissen zu überzeugen. Allerdings sollte man ein Mauspad verwenden und nicht unbedingt eins der Steelserie.

Die fehlenden Einstellungen zur Polling Rate lassen sich auch verschmerzen, auch wenn hier Nachbesserungsbedarf besteht. Einem Käufer wird die fehlende Funktion eventuell mehr schmerzen.

Trotz allen kleinen und weniger kleinen Schwachpunkten ist Maus absolut empfehlenswert und bietet für rund 35€ (Amazonpreis) eine kostengünstige Alternative zu Roccat, Logitech, Razer und Microsoft. Wer auf die "Anti-Vibrate technology" verzichten kann, soll sich die Sharkoon Fireglider genauer ansehen, da diese Maus baugleich zu sein scheint, aber nochmals 10€ günstiger ist.

Ich werde allerdings meine Kone weiterverwenden. Mir wird zwar vorallem die Treblefunktion fehlen, aber meine Hände passen auch nach der Testzeit immer noch besser auf die Roccat.

Ich bedanke mich nochmals für die Möglichkeit diese Maus zu testen und hoffe das Vertrauen nicht enttäuscht zu haben. Für Fragen und konstruktive Kritik stehe ich jederzeit bereit.
 
Zuletzt bearbeitet:

GPHENOM

Software-Overclocker(in)
Schöner Test, meiner ist jetzt ca. 50% fertig.
Du solltest mal den Link im Bewerbungsthread posten damit alle das mitbekommen.
 
K

kuki122

Guest
guter Test. ;-)

Da ich die gleiche Maus getestet habe, stimme ich dem ersten Absatz sehr zu.
 

Bullveyr

Freizeitschrauber(in)
tztz, niemand testet auf Interpolation

1ms Response Time bei der Kone bezieht sich übrigens auf die Polling Rate, während sich die 3ms bei A4Tech auf die Buttons beziehen
 
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