Kritik an Millionenverdienst des CEO: Investoren von Activision Blizzard fordern Gehaltskürzung

Klagen die geknechteten Mitarbeiter oder die Investoren? "Lachen" tue ich nicht über das Gehalt, sondern über die Kläger. Die Mitarbeiter haben alles Recht der Welt, dass zu tun.

Versuch das mal in den USA.

Rein technisch gesehen haben sie durchaus das Recht dazu. Praktisch gesehen jedoch sind sie dann nicht nur flugs ihr Job los, sondern auch noch als aufmüpfig gebrandmarkt und haben somit quasi null Chancen auf einen neuen Arbeitsplatz.

Dies ist auch der Grund, weshalb sie diese unsäglichen Crunch Perioden überhaupt mitmachen: Sich dagegen auflehnen ist praktisch unmöglich. Zudem schieben die Unternehmen dir dann auch noch den Schwarzen Peter zu falls du es trotzdem versuchen solltest, indem sie lauthals bei den Mitarbeitern ankündigen, dass sie dein Arbeitspensum mit übernehmen müssten und deshalb noch länger arbeiten sollen, sprich sie wiegeln die ganze Belegschaft gegen jene auf, die es auch nur wagen, sich ihrem Befehl zu widersetzen.

Wegen diesen Praktiken verlassen jährlich Tausende desillusioniert und ausgebrannt die Videospielfirmen in den USA. Dass der Indie Markt so schnell gewachsen ist liegt nicht nur an den Ideen, die die Publisher nicht finanzieren wollten, sondern auch daran, dass sich Programmierer bei diesen Firmen keine Zukunft mehr sehen konnten und es lieber auf eigene Faust versuchten.
 
Es gibt 10 Arten von Menschen auf diesem Planeten: Diejenigen, die wissen, was ein Median ist, und diejenigen, die es nicht wissen. :DMan sollte den Lagewert nicht mit dem Durchschnitt verwechseln ...
Sagst du wem? Aus meinen Ausführungen sollte klar hervorgehen, dass ich mich - genau wie der von mir gepostete Link - auf den Median beziehe und nicht auf den Durchschnitt. Weiß der Himmel, warum Du meinst, den jetzt ins Spiel bringen zu müssen.
Selbst im Idealfall (!) verdient also auch bei Blizzard nur jeder vierte Programmierer über 100.000 im Jahr.
Da zu Blizzard konkret überhaupt keine Aussage gemacht wird, ist das völliger Unsinn. Es kann sein, dass bei Blizzard jeder einzelne Programmierer weniger als 50.000 oder auch mehr als 200.000 Dollar verdient; das wissen wir nicht, da Aussagen zu Median (oder Durchschnitt) dazu einfach nichts hergeben ...
Und wenn wir mal ganz kurz so tun, als würde *jeder* Programmierer bei Blizzard auf den Höchstwert von (aufgerundet) 110.000 US-Dollar/Jahr kommen, ...
Dir als Median-Experten sollte klar sein, dass 110.000 nicht der "Höchstwert" ist, sondern der Wert, der die unteren drei Viertel vom oberen Viertel trennt, d.h. alle im oberen Viertel verdienen mehr als 110.000. Wie viel dieses Viertel im Durchschnitt verdient und was das obere 1% verdient, dazu lässt sich nicht das Geringste sagen.

Ansonsten sind diese ganzen Diskussionen um x-fache Managergehälter nichts als reine Schattengefechte, die sowohl von Politikern geführt werden, um von den wirklich relevanten Problemen abzulenken, als auch von Populisten, um damit auf einfache Weise das vorgebliche Bemühen um "Gerechtigkeit" zu demonstrieren.

Entscheidend sind doch ganz anderen Dinge. Wenn eine Firma beispielsweise nachhaltig produziert, ihre Mitarbeiter gut bezahlt und auch sonst gut behandelt, Arbeitnehmerrechte respektiert und Umweltschutzstandards einhält, Arbeitsplätze schafft und sichert und einen großen Teil ihrer Gewinne über Steuern wieder an die Öffentlichkeit zurückführt, dann wird sie ihrer Verantwortung damit erst mal vollkommen gerecht und deswegen sind auch genau DAS die wirklich relevanten Themen, um die man (und insbesondere die Politik) sich kümmern sollte. Wenn das alles gewährleistet ist und die Firma dann tatsächlich am Ende so viel Kohle generiert, dass sie ihren Top-Angestellten auch noch aberwitzige Gehälter zahlen kann, bitte, sollen sie machen. Finde ich persönlich ab einem gewissen Punkt zwar auch nicht mehr gut, würde ich aber auch nicht verbieten.
 
Sagst du wem? Aus meinen Ausführungen sollte klar hervorgehen, dass ich mich - genau wie der von mir gepostete Link - auf den Median beziehe und nicht auf den Durchschnitt. Weiß der Himmel, warum Du meinst, den jetzt ins Spiel bringen zu müssen.

Mir war das nicht so klar, aber das kann natürlich auch an mir liegen. Kein Grund, gleich das Kriegsbeil auszugraben. :)

Da zu Blizzard konkret überhaupt keine Aussage gemacht wird, ist das völliger Unsinn. Es kann sein, dass bei Blizzard jeder einzelne Programmierer weniger als 50.000 oder auch mehr als 200.000 Dollar verdient; das wissen wir nicht, da Aussagen zu Median (oder Durchschnitt) dazu einfach nichts hergeben ...

Kann natürlich sein, dass sich nahezu alle Topverdiener der Branche bei Blizzard ballen, aber für so recht wahrscheinlich halte ich das nicht.

Dir als Median-Experten sollte klar sein, dass 110.000 nicht der "Höchstwert" ist, sondern der Wert, der die unteren drei Viertel vom oberen Viertel trennt, d.h. alle im oberen Viertel verdienen mehr als 110.000. Wie viel dieses Viertel im Durchschnitt verdient und was das obere 1% verdient, dazu lässt sich nicht das Geringste sagen.

Genau das das ist der Punkt, der mich an dir zweifeln ließ: Es steht doch eindeutig da "The best-paid 25 percent made $109,120 that year, while the lowest-paid 25 percent made $64,410."
Der Median trennt keine Werte, sondern Gruppen. Und in einer Glockenkurve bedeutet das, dass ebenso viele Leute überdurchschnittlich bezahlt werden, wie Leute unterdurchschnittlich bezahlt werden. 50% der Programmierer machen im Mittel 84K, 25% machen im Mittel 110K. Da ist nicht viel Raum für einen nennenswerte Zahl an Programmierern, die deutlich mehr als 110K im Jahr verdienen. Es wird welche geben, aber nicht allzu viele. Und die bekannten Beschäftigungsverhältnisse in der Spielebranche berücksichtigt, vermutlich auch eher nicht bei Blizzard.

Ansonsten sind diese ganzen Diskussionen um x-fache Managergehälter nichts als reine Schattengefechte, die sowohl von Politikern geführt werden, um von den wirklich relevanten Problemen abzulenken, als auch von Populisten, um damit auf einfache Weise das vorgebliche Bemühen um "Gerechtigkeit" zu demonstrieren.

Das sehe ich nicht so. Selbstverständlich wird dieses Problem auch von den falschen Leuten aus den falschen Gründen thematisiert - das bedeutet allerdings nicht, dass es nicht vorhanden wäre. Man kann nicht "nachhaltig produzieren, Mitarbeiter gut bezahlen und auch sonst gut behandelt, Arbeitnehmerrechte respektieren und Umweltschutzstandards einhalten, Arbeitsplätze schaffen und sichern und einen großen Teil der Gewinne über Steuern wieder an die Öffentlichkeit zurückführen", wenn große Teile des Umsatzes in Managergehältern (oder Ausschüttungen an Aktionäre) versumpfen, statt in den von dir allerdings sehr zutreffend aufgezählten Bereichen eingesetzt zu werden. Exorbitante Managergehälter werden noch nicht einmal allgemeinnützlich versteuert, sondern ganz kommod aus der Gewinn- in die Kostenkategorie überführt.
 
Tja, wir schlittern in eine weltweite Wirtschaftskrise, bzw. haben die ja aktuell schon. Durch die sinnlosen und schädlichen Coronamaßnahmen selbst eingetütet, anbei, wenn auch das System vorher schon mehr als morsch bzw. reif dafür war.
Die einzigen Sinnlosen Maßnahmen hat die USA gemacht..
Wir haben hier ein Sau Glück gehabt und dank der USA und auch Schweden sehen wir, was wäre, wenn Deutschland nichts getan hätte.. (Analog zur Dichte des Landes, wären wir auch bei 50.000 - 70.000 Toten innerhalb kürzester Zeit gekommen.. Wäre funny gewesen für die Pfleger.) Niemand kann aber hier sich hinstellen und sagen, die Maßnahmen sind Unbegründet.. Nein das waren sie nicht und der Impact auf die Wirtschaft wäre noch heftiger gewesen.. Aber klar, ganz wie in den USA überlassen wir dann die armen einfach ihrem Schicksal. Gottseidank sind wir ein Sozialstaat.

Zum Thema:
Bevor wir hier (zu Recht) Activision ansehen, sollten wir uns endlich mal Stark machen, dass hier Börsennotierte Unternehmer nicht noch Staatshilfe bekommen, wenn man Dividenden ausschüttet (Ja BMW und Adidas ich meine euch) Das ist am Ende genauso Asozial und nicht mal soo weit weg vor unserer Haustür.
 
Der Median trennt keine Werte, sondern Gruppen. Und in einer Glockenkurve bedeutet das, dass ebenso viele Leute überdurchschnittlich bezahlt werden, wie Leute unterdurchschnittlich bezahlt werden.
Der Median ist einfach in einer aufsteigenden (oder auch absteigenden) Folge von Werten derjenige an mittlerer Position. In unserem Falle lässt sich so mit dem Mediangehalt M die Gruppe der Programmierer in zwei genau gleich große Teilgruppen unterteilen, von denen die eine weniger und die andere mehr als M verdient.

In diesem Zusammenhang ist es übrigens nicht sehr hilfreich, von "überdurchschnittlich" oder "unterdurchschnittlich" zu sprechen, denn wir reden ja gerade eben nicht vom Durchschnitt, sondern vom Median. Ja, es werden genau so viele Leite über wie unter dem Median bezahlt; das gilt aber nur für den Median und nicht für den Durchschnitt.
50% der Programmierer machen im Mittel 84K, 25% machen im Mittel 110K. Da ist nicht viel Raum für einen nennenswerte Zahl an Programmierern, die deutlich mehr als 110K im Jahr verdienen.
Nein, es machen keine 50% der Programmierer im Mittel 84K und es machen auch keine 25% im Mittel 110K. Ich habe echt keine Ahnung, was Du ständig mit irgendwelchen Mittelwerten willst. Du musst Dir die Grafik anschauen, in welcher ausschließlich Medianwerte eingezeichnet sind, und nicht auf den - eher irreführenden - Kommentar im Text achten.

Der Median teilt - wie oben beschrieben - alle Programmierer in zwei gleich große Gruppen ein. In der einen verdienen alle weniger, in der anderen alle mehr als 84K. Die Markierungen bei 25% und bei 75% nehmen für die so entstehenden beiden Gruppen genau dieselbe Unterteilung noch einmal vor, d.h. 25% aller Programmierer verdienen weniger als 64K, 25% zwischen 64K und 84K, 25% zwischen 84K und 109K und 25% über 109K. Anders macht die ganze Grafik doch auch überhaupt keinen Sinn.
 
Nein, es machen keine 50% der Programmierer im Mittel 84K und es machen auch keine 25% im Mittel 110K.Ich habe echt keine Ahnung, was Du ständig mit irgendwelchen Mittelwerten willst.

Meine Güte, der Median ist ein Hilfsmittel zur Sortierung der Werte. Er ändert ihren Inhalt nicht. Die Marken sind symmetrisch gesetzt. Das Intervall zwischen der 25%-Marke und der 75%-Marke sind 50 Prozent der sortierten Gesamtwerte.

Du musst Dir die Grafik anschauen, in welcher ausschließlich Medianwerte eingezeichnet sind, und nicht auf den - eher irreführenden - Kommentar im Text achten.

Ich habe nicht den Luxus, aus einer Quelle nur die mir genehmen Aussagen herauszupicken, sondern muss entweder die Angaben in Einklang bringen, oder die Quelle als Ganzes in Frage stellen.

Der Median teilt - wie oben beschrieben - alle Programmierer in zwei gleich große Gruppen ein. In der einen verdienen alle weniger, in der anderen alle mehr als 84K. Die Markierungen bei 25% und bei 75% nehmen für die so entstehenden beiden Gruppen genau dieselbe Unterteilung noch einmal vor, d.h. 25% aller Programmierer verdienen weniger als 64K, 25% zwischen 64K und 84K, 25% zwischen 84K und 109K und 25% über 109K. Anders macht die ganze Grafik doch auch überhaupt keinen Sinn.

Mir scheint, wir reden irgendwie aneinander vorbei.

Wenn die 25% über der 75%-Marke über ~ 110K verdienen, verdienen die 25% unter der 75%-Marke logischerweise unter ~ 110K, aber beide zusammen stehen - durch den Median unterteilt - in der Gruppe derer, die über 84K verdient. Da der Median üblicherweise gleich große Gruppen unterteilt, verdienen also die Hälfte der Programmierer unter 84K, der Rest über 84K. Also genau das, was ich schrieb.
Und wenn man symmetrische Positionen hat, die mit Werten versehen sind, können nicht mehr Leute deutlich mehr als 110K verdienen, als Leute deutlich weniger als 64K verdienen.

Und wenn man es genau nimmt, ist das Ganze eine ausufernde Nebelkerze, denn selbst wenn in der Gruppe über der 75%-Marke ein paar Lichtgestalten (die, wohlgemerkt, immer noch nicht bei Activision/Blizzard arbeiten müssen) meinetwegen 500K im Jahr verdienen, erhält Mr. Kotick immer noch das 60fache einiger ausgesuchter Spitzenkräfte, was ich immer noch für schwer begründbar halte, wenn ich mir die Wert- und sonstige Entwicklung von Blizzard anschaue.

Übrigens immer noch ganz und gar unabhängig von den möglichen Beweggründen jener Investoren, die gerade damit hausieren gehen.
Welche wiederum keine Politikern oder Populisten sein müssen, die du pauschal vorschiebst, sondern auch gut und gerne Geschäftsleute sein können, die auf ihren individuellen, mit dem Unternehmenswohl nicht zwingend vereinbaren, Vorteil bedacht sind, auch wenn sie mit ethischen Vorbehalten argumentieren.
 
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