Ich empfehle die lange Liste auf Wikipedia zu Nachteilen von Flüssigsalz-Thorium-Reaktoren – da gibt es reichlich weitere Gründe, warum man die Forschung nicht wieder aufnehmen sollte. Kühlungstechnisch ist es tatsächlich der gleiche, den ich für die Schokoladen-GPU-Kühlung genannt habe:
Die Gefahr, dass der Kühlkreislauf leer genascht wird, ist einfach zu groß
Man muss die gesamte Konstruktion permanent heiß halten. Bei einer radioaktiven Füllung ist das zwar etwas leichter möglich, weil sie sich in teilen selbst erwärmt, aber manchmal muss man zu Reparaturarbeiten eben doch mal auf für Menschen tollerable Temperaturen runter und falls es zu einem Ausfall der (Primärkreislauf-)Pumpe oder auch nur zu einer deutlichen Reduktion der Fördermenge kommt, wird der im Wärmetauscher/Radiator befindliche Teil der Füllung sofort fest. Zumindest im PC wäre das ein nahezu unlösbares Problem, denn selbst niedrigschmelzende Schokoladenmischungen müssten permanent auf über 50 °C gehalten werden, mehr als 60 °C wären aber für die eigentliche Kühlfunktion und auch für typische Pumpen ein Problem. Man hat also nur 10 K Spielraum insgesamt und ein eher zähflüssiges Medium, bei dem entlang des Kreislaufes schnell 5-10 K Differenz zwischen dem kaltesten und dem heißesten Punkt liegen, würdest schon der kleinste Fehler in der Lüftersteuerung zu Verklumpungen führen – und die zu Verstopfungen, die den Durchfluss weiter reduzieren und somit unweigerlich zur Aushärtung des gesamten Kreislaufes führen.
(Ob das für Thoriumreaktoren auch gilt, kann ich nicht sagen. Ein kurzer Überflug über Wiki listet aber sowohl eine Mindesttemperatur von 600 °C für den geschmolzenen Brennstoff und eine maximale Einsatztemperatur von 650 °C für Legierungen, die den Bedingungen dauerhaft standhalten. Meine Bitte daher vorher: Nicht bauen oder zumindest nicht im Umkreis von 10.000 km um Fürth.)