Kopieren von PC auf Nas langsam Wifi

Yumakuru

Komplett-PC-Aufrüster(in)
Hallo liebe Community,

ich habe ein Synology DS923+ mit einer 10-Gbit-Karte und eine Fritzbox 5690 Pro.

Das NAS ist per LAN am 2,5-Gbit-LAN-Port angeschlossen.

Mein PC verfügt über WiFi 6e und hat vollen Empfang (2 Antennen, Mainboard: Aorus Xtreme 670E).

Kann mir jemand erklären, warum die Übertragungsgeschwindigkeit nur 80 MB/s beträgt? WiFi 6e schafft ja deutlich mehr und die restliche Hardware ist eigentlich auch leistungsfähig genug, um höhere Geschwindigkeiten zu erreichen.

Ich habe auch kein Problem damit, vorübergehend ein Kabel zu verlegen, wenn ich größere Datenmengen verschieben muss, aber es wundert mich trotzdem.

Freundliche Grüße
 
80Mbyte x8 sind 640Mbits, das ist schon ok für wlan
Wad habt ihr denn für W-LAN? :ugly:

1724345261999.png


Der Intel AX210 von seinem Gigabyte board schafft locker 2,5GBit wenn die Kanalbreite am Router stimmt.
(Hab den AX200.)

80mb/s klingt eher nach einer einzelnen HDD.
Da passt vielleicht was mit dem RAID nicht?
 
Wad habt ihr denn für W-LAN? :ugly:

Anhang anzeigen 1467524

Der Intel AX210 von seinem Gigabyte board schafft locker 2,5GBit wenn die Kanalbreite am Router stimmt.
(Hab den AX200.)

80mb/s klingt eher nach einer einzelnen HDD.
Da passt vielleicht was mit dem RAID nicht?
Wad habt ihr denn für W-LAN? :ugly:

Anhang anzeigen 1467524

Der Intel AX210 von seinem Gigabyte board schafft locker 2,5GBit wenn die Kanalbreite am Router stimmt.
(Hab den AX200.)

80mb/s klingt eher nach einer einzelnen HDD.
Da passt vielleicht was mit dem RAID nicht?
Aber via Kabel hab ich ja mind 250mb/s. Etwas komisch. Müsste mal eine SSD ins Nas machen.
 
Hallo liebe Community,

ich habe ein Synology DS923+ mit einer 10-Gbit-Karte und eine Fritzbox 5690 Pro.

Das NAS ist per LAN am 2,5-Gbit-LAN-Port angeschlossen.

Mein PC verfügt über WiFi 6e und hat vollen Empfang (2 Antennen, Mainboard: Aorus Xtreme 670E).

Kann mir jemand erklären, warum die Übertragungsgeschwindigkeit nur 80 MB/s beträgt? WiFi 6e schafft ja deutlich mehr und die restliche Hardware ist eigentlich auch leistungsfähig genug, um höhere Geschwindigkeiten zu erreichen.

Ich habe auch kein Problem damit, vorübergehend ein Kabel zu verlegen, wenn ich größere Datenmengen verschieben muss, aber es wundert mich trotzdem.

Freundliche Grüße


Was für eine "10-Gbit-Karte" verwendest du? Hast du im DSM sichergestellt, dass die Karte auch mit 2.5 Gbit an der Fritzbox läuft.

Die älteren Synology-Karten können nur 1 oder 10 Gbit. Da die Fritzbox nur 1 oder 2.5 Gbit kann, würden diese älteren Karten auf 1 GBit zurückfallen. Nur die neueren können 1, 2.5, 5 und 10 Gbit. Das solltest du im DSM kontrollieren.

Beim Wlan musst du halt schauen, was bei dir dann tatsächlich ankommt. Jeder Meter, jede Wand, jeder "störende" Gerät veringert die Bandbreite.

Aber via Kabel hab ich ja mind 250mb/s. Etwas komisch. Müsste mal eine SSD ins Nas machen.

Es kommt auch immer drauf an, was für Daten du überträgst. Viele kleine Dateien sind langsamer, als eine Große.
Mit 4 Platten im Raid 5 wirst du 10 Gbit auch nicht auslasten können. Ich denke, 500 bis 600 MB/s wären realistisch, wenn du z.B. iSCSI verwendest.
Dazu musst du aber auf dem NAS, deinem PC (und ggf. dem Switch dazuwischen) auch Jumboframes aktivieren.
Eine SMB Freigabe ist wahrscheinlich noch mal ~100 MB/s langsamer.
 
Was für eine "10-Gbit-Karte" verwendest du? Hast du im DSM sichergestellt, dass die Karte auch mit 2.5 Gbit an der Fritzbox läuft.

Die älteren Synology-Karten können nur 1 oder 10 Gbit. Da die Fritzbox nur 1 oder 2.5 Gbit kann, würden diese älteren Karten auf 1 GBit zurückfallen. Nur die neueren können 1, 2.5, 5 und 10 Gbit. Das solltest du im DSM kontrollieren.

Beim Wlan musst du halt schauen, was bei dir dann tatsächlich ankommt. Jeder Meter, jede Wand, jeder "störende" Gerät veringert die Bandbreite.



Es kommt auch immer drauf an, was für Daten du überträgst. Viele kleine Dateien sind langsamer, als eine Große.
Mit 4 Platten im Raid 5 wirst du 10 Gbit auch nicht auslasten können. Ich denke, 500 bis 600 MB/s wären realistisch, wenn du z.B. iSCSI verwendest.
Dazu musst du aber auf dem NAS, deinem PC (und ggf. dem Switch dazuwischen) auch Jumboframes aktivieren.
Eine SMB Freigabe ist wahrscheinlich noch mal ~100 MB/s langsamer.
Hey, vielen Dank erst einmal für deine Antwort. Die 10Gbit-Karte von Synology sollte neu sein. Ich habe sie passend zum NAS direkt bei Synology gekauft. Es handelt sich um folgende Karte: Synology E10G22-T1-Mini 10GbE RJ-45.

Die Daten sind jeweils mehrere Gigabyte groß.
Das Thema iSCSI und Jumbo Frames höre ich zum ersten Mal. Hast du dazu noch mehr Informationen oder vielleicht eine Seite, auf der man das nachschlagen kann?

Im Anhang findest du noch weitere Bilder. Schau sie dir gerne mal an. In den Einstellungen der Fritzbox und des NAS selbst sehe ich allerdings nichts Auffälliges.

Beste Grüße :)
 

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Die Fritzbox und das NAS sind mit 2.5GBit verbunden, das passt also!

Das Thema iSCSI und Jumbo Frames höre ich zum ersten Mal. Hast du dazu noch mehr Informationen oder vielleicht eine Seite, auf der man das nachschlagen kann?

Für die Übertragung im Netzwerk gibt es mehrere Schichten, schau dir dazu einfach mal das OSI-Modell an (Wikipedia -> https://de.wikipedia.org/wiki/OSI-Modell).

Die hier relevanten Dinge einfach Ausgedrückt:

"Physikalisch" kann über das Netzwerk z.B. 1 Gbit/s übertragen werden. Das sind dann aber die reinen "Bits", die durch das Kabel gehen. Die jeweiligen Schichten benötigen zur funktionierenden Kommunikation alle ein bisschen von dieser Bandbreite.

Man kann festlegen, wie groß die einzelnen Pakete, bzw. die Nutzlast sein sollen, die über das Netzwerk verschickt werden. Standard ist eine MTU von 1500 (Wikipedia -> Maximum Transmission Unit), Jumboframes haben eine MTU von 9000. Größere Pakete bedeutet mehr mögliche Nutzdaten pro Paket, der "package overhead" sinkt. Auf der anderen Seite wird aber viel Bandbreite verschwendet, wenn nur kleine Nutzdaten versendet werden und die großen Pakete fast leer bleiben.

Da musst du sehen, was dir wichtiger ist.

Auf der Anwendungsebene gibt es dann die verschiedensten Protokolle.
Die "Windows-Freibage", oder Synology nennt es glaube ich einfach "Ordnerfreigabe" ist SMB (Wikipedia - > Server Message Block). Daneben gibt es noch eine ganze Reihe andere Protokolle wie HTTP/HTTPS und auch iSCSI (Wikipedia -> iSCSI).

Jedes Protokoll geht anders mit den zur Verfügung stehenden Nutzdaten um.
iSCSI ist auf hohe Transferraten zu Speichersystemen optimiert, ist aber komplizierter im Handling und erlaubt (normalerweise) nur eine "eins zu eins" Verbindung, würde also keine konkurrierenden Zugriffe abfangen.
SMB hingegen ist mehr als sicherer, fehlertoleranter "allrounder" gebaut, was aber mehr overhead bedeutet und die Transferrate sinken lässt. Dafür können per SMB viele gleichzeitige Verbindungen zur selben Freigabe hergestellt werden.

Bei NAS Compare gibt es ein Geschwindigkeitstest mit der DS923+. Da gehen sie auch auf die Konfiguration ein:
https://nascompares.com/2022/11/24/synology-ds923-nas-10gbe-speed-tests/
 
Die Fritzbox und das NAS sind mit 2.5GBit verbunden, das passt also!



Für die Übertragung im Netzwerk gibt es mehrere Schichten, schau dir dazu einfach mal das OSI-Modell an (Wikipedia -> https://de.wikipedia.org/wiki/OSI-Modell).

Die hier relevanten Dinge einfach Ausgedrückt:

"Physikalisch" kann über das Netzwerk z.B. 1 Gbit/s übertragen werden. Das sind dann aber die reinen "Bits", die durch das Kabel gehen. Die jeweiligen Schichten benötigen zur funktionierenden Kommunikation alle ein bisschen von dieser Bandbreite.

Man kann festlegen, wie groß die einzelnen Pakete, bzw. die Nutzlast sein sollen, die über das Netzwerk verschickt werden. Standard ist eine MTU von 1500 (Wikipedia -> Maximum Transmission Unit), Jumboframes haben eine MTU von 9000. Größere Pakete bedeutet mehr mögliche Nutzdaten pro Paket, der "package overhead" sinkt. Auf der anderen Seite wird aber viel Bandbreite verschwendet, wenn nur kleine Nutzdaten versendet werden und die großen Pakete fast leer bleiben.

Da musst du sehen, was dir wichtiger ist.

Auf der Anwendungsebene gibt es dann die verschiedensten Protokolle.
Die "Windows-Freibage", oder Synology nennt es glaube ich einfach "Ordnerfreigabe" ist SMB (Wikipedia - > Server Message Block). Daneben gibt es noch eine ganze Reihe andere Protokolle wie HTTP/HTTPS und auch iSCSI (Wikipedia -> iSCSI).

Jedes Protokoll geht anders mit den zur Verfügung stehenden Nutzdaten um.
iSCSI ist auf hohe Transferraten zu Speichersystemen optimiert, ist aber komplizierter im Handling und erlaubt (normalerweise) nur eine "eins zu eins" Verbindung, würde also keine konkurrierenden Zugriffe abfangen.
SMB hingegen ist mehr als sicherer, fehlertoleranter "allrounder" gebaut, was aber mehr overhead bedeutet und die Transferrate sinken lässt. Dafür können per SMB viele gleichzeitige Verbindungen zur selben Freigabe hergestellt werden.

Bei NAS Compare gibt es ein Geschwindigkeitstest mit der DS923+. Da gehen sie auch auf die Konfiguration ein:
https://nascompares.com/2022/11/24/synology-ds923-nas-10gbe-speed-tests/
Vielen Dank für deine ausführliche Antwort.
Hab ich doch ein paar Anhaltspunkte mehr mit denen ich mich beschäftigen kann.
Vielen Dank auch für deinen Link von dem Test werde ich mir später in Ruhe zu Gemüte führen. :)
 
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