Das man in Zukunft einfach weniger Künstler braucht, ist wohl ein Entwicklung, die sich kaum vermeiden lässt. Seitdem sich Fotos einfach übertragen lassen, arbeiten auch keine Kupferstecher mehr für Tageszeitungen und die meisten Freizeiteinrichtungen nehmen einen MP3- statt einen Klavierspieler. [...]
So meine ich auch. Die technische Entwicklung schreitet voran, nicht erst seit der Industrialisierung.
Das dabei "alte" Berufe vielleicht nicht gleich aussterben aber der Bedarf sinkt, ist ein normales Vorgang.
Die wirklich guten Künstler werden auch weiter existieren, da bin ich mir sicher!
Aber so viele Künstler, die so "generische" Kunst machen das eine KI es besser kann, darauf werden wir in Zukunft wohl verzichten können ...ähmm müssen!
[...]Aber es ist ein Unterschied, ob man sich von einem Motiv inspirieren lässt oder ob es im übertragenen Sinne von der Wand und mit nach Hause nimmt, um es als ständige Referenz zu verwenden. [...]
Wenn ich als Künstler das Talent habe, mir solche Kunstwerke im Gedächtnis immer wieder hervorrufen zu können, ist das doch nur eine andere Form von "von der Wand und mit nach Hause nehmen." Oder nicht?
Es ist ja nicht so, dass man ein Kunstmuseum nur nach einer Gehirnwäsche wieder verlassen darf.
[...]Ich weiß nicht, für Malereien Ausnahmeregeln gelten, aber rein vom Urheberrecht her könnten Kopisten bei jüngeren Kunstwerken sogar zu Lizenzzahlungen verpflichtet sein. [...]
Ja, wenn sie Kunstwerke tatsächlich
kopieren. Das machen, meiner Meinung nach die KIs aber nicht. Sie analysieren Formen, Farben und Zeichenstiele und generieren dann daraus etwas Neues.
[...] Eine Verwendung von möglicherweise 100.000den Kunstwerken in den Datenbanken der KI-Entwickler ist dagegen schlichtweg illegal und gehört zu Recht angeprangert. Auch Fotos von Werken alter Meister sind quasi durchgängig geschützt und dürfen selbst für journalistische Berichterstattung über zum Beispiel Ausstellungen kaum genutzt werden, wenn simplen Wikipedia-Einträgen ganz zu schweigen. Aber wenn kommerzielle Unternehmen mit so etwas KIs trainieren, die eben jenen Schaffensbereich zerstören, bei dem sie klauen, dann ist kaum nachweisbar, da sich alles hinter geschlossenen Türen abspielt.
Wenn ich mir als Künstler ganz legal 100.000 Kunstdrucke, Fotografien oder Ähnliches besorge und mir diese in "meinem" Archiv ständig zur Verfügung stehen, darf ich mich dann davon ebenfalls nicht "inspirieren" lassen oder versuchen, Maltechniken nachzuahmen? Und darf ich dann mit den von mir erschaffenen Kunstwerken kein Geld mehr verdienen?
[...] Es geht hier aber auch um Datensicherheit , wie KIs mit öffentlichen aber fremden Daten trainiert und wie Firmen damit Geld verdienen. Das wird in Zukunft noch viel häufiger passieren und gut finde ich diese Entwicklung nicht.
Das Problem ist aber nicht neu, sonder schon hunderte, wenn nicht gar tausende Jahre alt.
Seit dem es Kunst gibt, hat Kunst auch immer Nachahmer gefunden.
Wenn ich als Künstler verhindern will, dass meine Arbeit in irgendeiner Weise jemand anderen "inspiriert" oder als Vorlage dient, dann darf ich sie nicht veröffentlichen! Bilder, die ich öffentlich zugänglich mache, egal ob im Internet oder im Museum, damit sie jeder sehen kann, werden halt auch gesehen.
Wo ist letztendlich der Unterschied ob eine reale Person, die mein Bild noch im Hinterkopf hat ein neues Kunstwerk erschafft oder ob eine KI, die vorher Form, Farben, etc analysiert hat ein neues Kunstwerk erschafft...
Neu ist nur, dass sich halt mit dem "Urheberrecht" Geld verdienen lässt...